VonJulia Müllerschließen
Der Bettringer Ortsvorsteher Karl-Andreas Tickert kandidiert bei der Kommunalwahl im Juni wieder. Wo er die größte Herausforderung in Bettringen sieht.
Schwäbisch Gmünd-Bettringen. Karl-Andreas Tickert will es nochmal wissen: Der 69-Jährige tritt bei der Kommunalwahl im Juni erneut als Kandidat des Bündnis 90/ Die Grünen für den Kreistag, den Gmünder Gemeinderat und mit der Liste „Bettringer Liste und Grüne“ für den Ortschaftsrat an. Und er kann sich vorstellen, weiterhin Ortsvorsteher zu sein – falls er bei der Wahl viele Stimmen erhält. Denn „als Ortsvorsteher braucht man den Rückhalt im Ort“, betont er.
Das Einkaufszentrum steht beinahe leer
Schließlich stehen einige Aufgaben im größten Gmünder Stadtteil an. Die Infrastruktur zu erhalten, nennt er eine. Denn wie überall schließen in Bettringen Läden: zuletzt im Dezember die Apotheke im Einkaufszentrum in Bettringen Nordwest, das früher einen Supermarkt, Bäcker, Friseur und Bankfilialen hatte. Heute stehe es fast leer. Dort wieder jemanden zu finden, sei schwierig. Um die Läden und Lokale im Ort zu stärken, habe der Bürgerverein den Bettringer Gutschein ins Leben gerufen, sagt Tickert, der Bürgervereinsvorsitzender ist. 1500 Gutscheine seien in drei Jahren verkauft worden, die in 25 Bettringer Lokalen und Geschäften einlösbar sind.
Der Bürgerverein sei derzeit dabei, einen historischen Pfad im Ort zu erstellen. Und der Berliner Weg in Bettringen Nordwest soll mit Kunstwerken bestückt und zur Berliner Meile werden.
Der Verkehr ist ein Dauerbrennerthema
Ein Dauerbrennerthema im Ort sei der Verkehr. Etwa die Weilerstraße sei stark belastet. Doch dort etwas zu verändern, würde den Verkehr auf andere Achsen in Bettringen lenken. Als Aufgabe der Zukunft nennt Karl-Andreas Tickert die Weiterentwicklung des Gebiets „Wohnen an der Güglingstraße“.
Und als größte Herausforderung in Bettringen sieht er: den Zusammenhalt im Ort zu stärken, dessen Bevölkerungsstruktur sehr unterschiedlich sei. In Nordwest wohnten einige Leute aus anderen Ländern, die sich hier nicht zugehörig fühlen. Mit Hilfe der vielen regen Vereine im Ort und Veranstaltungen wie dem Neujahrsempfang für alle Bettringer wolle er dies zusammen mit dem Ortschaftsrat ändern.
Die Kommunalwahl am 9. Juni
Die nächste Kommunalwahl in Baden-Württemberg ist am Sonntag, 9. Juni 2024. Bei dieser wählen Bürgerinnen und Bürger den Gemeinderat, den Ortschaftsrat und den Kreistag für die nächsten fünf Jahre.
Nach der Kommunalwahl bestimmt der Gemeinderat auf Vorschlag der Ortschaftsräte der insgesamt elf Stadtteile den jeweiligen Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin. Einige Ortsvorsteher wie Karl-Andreas Tickert aus Bettringen, Hans-Peter Wanasek aus Degenfeld und Werner Nußbaum aus Straßdorf kandidieren wieder. Werner Nußbaum will das Amt jedoch nach zwei Jahren aufgeben. Anne Zeller-Klein aus Rechberg sowie Johannes Weiß aus Rehnenhof/Wetzgau und Bernhard Feifel aus Weiler haben bereits bekannt gegeben, dass sie bei der anstehenden Wahl nicht mehr antreten werden.
