VonJulia Müllerschließen
Glühwein, Geschenke und vieles mehr: Was der Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Gmünd ab Donnerstag, 28. November, bietet.
Schwäbisch Gmünd. Der Glühwein ist geordert, die Holzhäuschen stehen: Diesen Donnerstag, 28. November, startet in der Gmünder Innenstadt der Weihnachtsmarkt. Was Besucher wissen sollten, haben wir in einem Abc zusammengefasst.
A wie Auftakt: Offiziell eröffnet Oberbürgermeister Richard Arnold den Weihnachtsmarkt am Donnerstag, 28. November, um 17.30 Uhr bei einer Feier mit Musik auf der Bühne vor dem Rathaus, kündigt Weihnachtsmarkt-Organisator Robert Frank von der Touristik & Marketing GmbH (T&M) an. Die meisten Stände haben am 28. November bereits ab 11 Uhr offen.
B wie Branntwein: Kein Eierlikörchen mit Sahne, kein Schuss Rum im Tee: Hochprozentiges ist gemäß des sogenannten Schnapserlasses auf dem Weihnachtsmarkt verboten.
C wie Christkind: Die lebendige Krippe steht vor dem Café Margrit auf dem Johannisplatz: mit Figuren von Maria, Josef und dem Jesuskind sowie zwei echten Eseln, zwei Schafen und zwei Lämmchen.
D wie Danke: In vielen Schichten verkaufen Ehrenamtliche am Stand des Lions Clubs Limes-Ostalb und im Haus der Rotary-Familie Glühwein, Gutsle und unter anderem von Wirten gespendete Suppe. Der Erlös geht komplett an gute Zwecke, zum Teil an die Weihnachtsaktion der Gmünder Tagespost für St. Elisabeth. Dafür sagen wir Danke!
E wie Einkaufen: An 45 der insgesamt 84 Stände des Weihnachtsmarkts gibt es Waren und Geschenkartikel wie Weihnachtsdeko, Edelsteine, Gewürze oder Schals zu kaufen. Eine lange Einkaufsnacht wird es diesen Advent nicht geben, weil diese in der Vergangenheit nicht gut angenommen worden sei, sagt Geschäftsführerin Simone Klaus vom Handels- und Gewerbeverein. Doch die Geschäfte seien aufgerufen, an den Adventssamstagen bis 18 Uhr zu öffnen.
F wie Feuerzangenbowle: Auf dem Johannisplatz wird es wieder einen Stand mit Feuerzangenbowle geben. Wie passt das zum Schnapserlass? Diese Feuerzangenbowle sei nicht hochprozentig, sondern habe nur so viel Alkoholgehalt wie Glühwein, antwortet Robert Frank.
G wie Glühwein: 39 Standbetreiber bieten Speisen und Getränke auf dem Weihnachtsmarkt, viele von ihnen Glühwein.
H wie Heimweg: Wer einen Glühwein über den Durst getrunken hat, nutzt bitte für den Heimweg den Bus oder ein Taxi.
I wie Idee: Wer noch keine Idee hat, was er an Weihnachten schenken kann, macht mit dem Gmünder Gutschein nichts falsch, rät Simone Klaus. Er sei bei über 100 Gmünder Händlern einlösbar und im i-Punkt am Marktplatz erhältlich.
J wie Jingle Bells: An 18 der 24 Weihnachtsmarkttage werden Chöre und andere Musiker auf der Bühne am Rathaus auftreten. Dafür muss die T&M voraussichtlich 5400 Euro Gebühren an die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) bezahlen.
K wie Kosten: 160.000 Euro investiert die Stadt jedes Jahr für den Weihnachtsmarkt: unter anderem für dessen Aufbau, den Sicherheitsdienst, die Reinigung
L wie Lose: Der HGV und die T&M funktionieren die Rathausfenster zu Adventskalender-Türchen um. Rund 2000 Lose für die 24 von Händlern gestifteten Preise gibt es in den Geschäften. Sie kosten 5 Euro inklusive eines kleinen Deko-Holzhauses, 6 Euro mit großem Deko-Holzhaus.
M wie Marktbeschicker: „Wir haben mehr Anfragen als Fläche zur Verfügung“, sagt Robert Frank über die Aussteller des Weihnachtsmarkts. 94 sind es dieses Jahr, elf mehr als es Stände gibt, weil sich ein paar der 19 Kunsthandwerker den Betrieb in den Wechselhütten aufteilen.
N wie Notfälle: Eine zentrale Anlaufstelle für Eltern, die ihr Kind verloren haben, und andere Notfälle gebe es beim Weihnachtsmarkt nicht, weil das Gelände zu groß sei dafür. In Fällen wie diesen sollen sich die Besucher an einen der Standbetreiber wenden, rät der Organisator. Sie tauschen sich dann miteinander und mit ihm über eine WhatsApp-Gruppe aus.
O wie Organisator: Robert Frank von der T&M organisiert den Gmünder Weihnachtsmarkt, mit drei Jahren Pause, seit 2002. Er freue sich jedes Jahr auf „ein Wiedersehen mit den Marktbeschickern“ und auf die „besondere Atmosphäre“ des Markts mit „Dorfcharakter“.
P wie Preise: Der Glühwein kostet bei den meisten Standbetreibern wie 2023 zwischen 3,50 und 4,50 Euro. Die Lions und die rotarischen Familien geben ihren Winzerglühwein für gute Zwecke für 4 Euro aus.
Q wie Quadratmeter: 4300 Quadratmeter misst die gesamte begehbare Fläche des Weihnachtsmarkts in der Innenstadt.
R wie Riesenrad: Für Kinder gibt es wieder ein Riesenrad auf dem Johannisplatz, zudem ein Karussell und eine Eisenbahn auf dem Marktplatz.
S wie Sicherheit: Die Polizei, der Kommunale Ordnungsdienst sowie ein privater Sicherheitsdienst sind auf dem Weihnachtsmarkt auf Streife. Die T&M engagiert den Sicherheitsdienst dieses Jahr zum ersten Mal auch für tagsüber, damit sich die Leute sicher fühlen. Weihnachtsbaumständer aus Beton sollen an den Eingängen wieder dafür sorgen, dass kein Attentäter mit einem Fahrzeug in den Markt rasen kann.
T wie Toiletten: Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es 18 WC-Kabinen in Form von Dixi-Klos. Einen Toilettenwagen aufzustellen, sei „aus Gründen der fehlenden Infrastruktur im Bereich des Weihnachtsmarktgeländes leider nicht möglich“, sagt Robert Frank. Er verweist zudem auf die netten Toiletten in Gmünder Lokalen sowie die öffentlichen Toiletten im Milchgässle und in der Waisenhausgasse, die behindertengerecht sind.
U wie unvergessen: Mit nur 52 Jahren ist Staufersaga-Autor Stephan Kirchenbauer-Arnold 2012 gestorben. An seinem Todestag, dem 17. Dezember, lädt der Verein Staufersaga immer zu einer Gedenkfeier in der Johanniskirche. Beginn ist dieses Jahr um 18 Uhr.
V wie verlässlich: 8 Stunden Kernöffnungszeiten täglich gibt die T&M den Standbetreibern vor: von 11 bis 19 Uhr. Zudem dürfen die Marktbeschicker von Sonntag bis Mittwoch bis 21 Uhr öffnen, von Donnerstag bis Samstag bis 22 Uhr. Vor allem an Glühweinständen lohnt sich das.
W wie Wein: Der Remstaler Weintreff ist am Samstag, 14. Dezember, im Prediger. 19 Wengerter präsentieren dabei von 17 bis 22 Uhr ihre Weine. Karten für 14 Euro gibt es im i-Punkt.
X wie X-Mas: Der Weihnachtsmarkt läuft am 22. Dezember bis zum Abend. Am 23. Dezember und am Vormittag des 24. Dezember ist Zeit für den Abbau, damit die Standbetreiber und Organisatoren danach getrost Heiligabend und Weihnachten feiern können.
Y wie Yunus Emre: Der türkische Förderverein Yunus Emre bietet wieder verschiedene Köstlichkeiten im Stauferweihnachtsdorf auf dem Marktplatz an.
Z wie Zu-spät-Kommer:Wer nach 22 Uhr einen Glühwein bestellen will, hat Pech gehabt, sagt Robert Frank.Aus Rücksicht auf die Anwohner seien die Standbetreiber aufgefordert, da keine Ausnahme zu machen.

