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Elisa Buhrke
Fabian Raddatz
Leoni Billina
Katarina Amtmann
Der tagelange Dauerregen hält Bayern weiter in Atem. KATWARN hat am Sonntag für Stadt und Landkreis München ausgelöst. Scholz und Söder besuchen Oberbayern.
Update vom 3. Juni, 06:42 Uhr: Die Unwetterfolgen führen weiterhin zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr im südlichen Deutschland. In einer Mitteilung in den frühen Montagsstunden erklärte die Deutsche Bahn: „Wir raten von Reisen in die betroffenen Hochwassergebiete in Bayern und Baden-Württemberg ab und empfehlen, nicht notwendige Reisen zu verschieben. Bitte rechnen Sie zusätzlich damit, dass es bei den noch verkehrenden Zügen zu einer sehr hohen Auslastung kommt.“
Aktuell ist München für den Fernverkehr aus den Richtungen Norden und Westen nicht erreichbar. Ebenso sind erhebliche Einschränkungen im regionalen Verkehr in Bayern zu verzeichnen. Für reisende Personen wurden in den Nachtstunden in Stuttgart, Nürnberg und München Aufenthaltszüge bereitgestellt.
Update vom 2. Juni, 22.48 Uhr: Für Montag warnt der DWD in Schwaben und Oberbayern erneut vor Dauerregen. Kreis und Stadt München sowie die Landkreise Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau sind ab Mitternacht bis Dienstag, 4. Juni, um 0 Uhr betroffen.
Update vom 2. Juni, 21.44 Uhr: Die Gewitterwarnung für Stadt und Kreis München wurde aufgehoben. Ab Mitternacht soll es erneut zu Dauerregen kommen, der bis Dienstag um 0 Uhr anhält. Die Gewitter ziehen derweil Richtung Norden des Freistaats weiter.
Nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes wurde in zwölf Landkreisen und einer kreisfreien Stadt in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen. Sämtliche, bayernweit verfügbaren Wasserrettungszüge der Wasserwacht Bayern befänden sich aktuell im Einsatz. Allein der Wasserrettungszug aus Schwaben pausiere derzeit – nach einem Dauereinsatz von Freitagnacht bis zum heutigen Sonntag um 14 Uhr.
Bundeskanzler Olaf Scholz reist am Montag gemeinsam mit Innenministerin Nancy Faeser (beide SPD) ins oberbayerische Reichertshofen. Dort treffen nach Angaben des bayerischen Innenministeriums auf Markus Söder und den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU), um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Die ARD hat um 20.15 Uhr einen Brennpunkt gesendet, in dem Einsatzkräfte der Feuerwehr und Reporter vor Ort ihre Fassungslosigkeit zur Unwetterlage in Bayern ausdrücken.
Update vom 2. Juni, 18.59 Uhr: Die Warnung des DWD vor starkem Gewitter gilt in München derzeit bis 20 Uhr. Das nasse Wetter nimmt auch zum Start der neuen Woche kein Ende: Ab Montag um 0 Uhr bis Dienstag um 0 Uhr warnt der Wetterdienst erneut vor Dauerregen.
Update vom 2. Juni, 17.49 Uhr: Der DWD hat seine amtliche Warnung vor starkem Gewitter für Stadt und Kreis München bis 19.30 Uhr verlängert. Ab Mitternacht bis Dienstag, 4. Juni, um 0 Uhr, gilt zudem eine erneute Warnung vor Dauerregen. Dabei sollen Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 40 l/m² erreicht werden. Die Warnung vor starkem Gewitter gilt auch für alle direkt angrenzenden Landkreise.
Update vom 2. Juni, 16.32 Uhr: Die Regenpause in München war nur von kurzer Dauer. In Stadt und Kreis München warnt der DWD derzeit vor starkem Gewitter. Insbesondere der Norden des Landkreises ist betroffen, die amtliche Warnung gilt von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Auch in den umliegenden Kreisen Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg stehen innerhalb der nächsten beiden Stunden laut DWD starke Gewitter bevor.
427 Einsätze der Feuerwehr in München – Einsatzkräfte oft machtlos
Update vom 2. Juni, 16.10 Uhr: Die Feuerwehr München ist weiterhin mit zahlreichen Einsatzkräften aus der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr im Stadtgebiet aktiv. Der Großteil der Einsätze betrifft Wassereintritte in Gebäude aufgrund gestiegener Grundwasserpegel, in solchen Fällen könne jedoch auch die Feuerwehr oft nicht eingreifen.
Trotz des rückläufigen Wasserstandes der Isar, nun wieder unter der Meldestufe 2, bleibt die Situation kritisch. Die Isar führt weiterhin Hochwasser und ein Aufenthalt am Ufer ist laut Feuerwehr lebensgefährlich. Daher bleiben die Sperrungen am Ufer bis auf Weiteres bestehen.
Die Gesamtzahl der unwetterbedingten Einsätze seit dem 1. Juni 2024 um Mitternacht bis zum Sonntag, den 2. Juni 2024 um 16 Uhr, beläuft sich auf 427 im Stadtgebiet München. Obwohl die Einsatzaktivitäten noch andauern, lässt sich eine deutliche Entspannung der Lage feststellen. Nach Angaben der Feuerwehr wird es ihrerseits keine weiteren Updates zum Starkregenereignis geben.
Update vom 2. Juni, 15.48 Uhr: Das Wasserwirtschaftsamt München hat eine neue Hochwasserwarnung herausgegeben, die bis zum 3. Juni um 14 Uhr gültig ist. Es wird vor möglichen Ausuferungen und Überschwemmungen gewarnt. Das Warnsystem Katwarn ist deshalb erneut ausgeschlagen.
Nach einer Regenpause am heutigen Tag seien die Pegelstände in den Gewässern deutlich zurückgegangen. Allerdings bleibe die Wetterlage instabil. Es bestehe die Möglichkeit, dass Gewitter mit Starkregen regional zu erneuten Anstiegen der Wasserspiegel führen könnten. Eine genaue Vorhersage hierfür sei jedoch nicht möglich.
Isar-Pegel in München sinkt wieder – noch bei Meldestufe 1
Der Pegel der Isar in München hat die Meldestufe 2 wieder unterschritten und sinkt weiter. Nach aktuellem Kenntnisstand wird erwartet, dass die Meldestufe 1 morgen Vormittag unterschritten wird. Auch der Pegel der Würm liegt laut Wasserwirtschaftsamt nur noch über Meldestufe 1 und wird voraussichtlich in den nächsten Tagen auf diesem Niveau bleiben.
Die Grundwasserstände werden noch einige Zeit auf ihrem hohen Niveau verharren. Besonders an kleineren Gewässern könnten stärkere, regionale Niederschläge zu einem erneuten Anstieg der Pegel führen. Das Wasserwirtschaftsamt München rät dazu, die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes zu beachten und die Wasserstände auf der Webseite www.hnd.bayern.de zu beobachten. Die Hochwasserwarnung wird aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse vorliegen, spätestens jedoch am Montag um 10 Uhr. Die Warnung gilt für die Stadt und den Landkreis München.
Lage in München beruhigt sich – starke Gewitter in Oberbayern, Mittelfranken und Niederbayern
Update vom 2. Juni, 14.50 Uhr: Der Dauerregen hat sich in München weitestgehend beruhigt, seit einigen Stunden ist es wieder trockener, ab und an spitzt sogar die Sonne durch die Wolken hindurch. In anderen Regionen Bayerns geht es mit dem Dauerregen samt Unwettern weiter. Der DWD warnt derzeit vor allem im nördlichen Oberbayern, in Mittelfranken sowie großen Teilen Niederbayerns vor starken Gewittern.
Im Landkreis Dachau wurde der Katastrophenfall ausgerufen, zahlreiche Haushalte sind dort aufgrund der überfluteten Straßen derzeit ohne Strom. In Straubing hat die Donau mittlerweile Meldestufe 3 überschritten. In Pfaffenhofen an der Ilm droht derweil ein weiterer Dammbruch, betroffen sind die Orte Rottmannshart, Westenhausen, Lindach, Ernsgaden, Irsching und Knodorf. Die Behörden riefen die Anwohner auf, sich in höhere Stockwerke zu begeben. Über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sei eine Warnmeldung „Extreme Gefahr“ für diese Bereiche herausgegeben worden.
Hochwasserlage in München: Pegelstände der Isar steigen
Update vom 2. Juni, 13.26 Uhr: Der Pegel der Isar scheint zu steigen, das legen Fotos von der Thalkirchner Brücke nahe. Das linke Foto entstand gegen 11.30 Uhr, das rechte wurde um 13.20 Uhr gemacht. Für München liegt nach wie eine Hochwasserwarnung des Hochwassernachrichtendienstes (HND) vor. Sie gilt vorerst noch bis Montag, 18 Uhr. „Bei Vorliegen von neuen Erkenntnissen, spätestens am Sonntag um 18 Uhr, erfolgt eine entsprechende Aktualisierung“, so der HND.
Update vom 2. Juni, 12.45 Uhr: Markus Söder ist gemeinsam mit Robert Habeck und Joachim Herrmann im oberbayerischen Reichertshofen eingetroffen. Die Politiker wollen sich dort ein Bild von der Hochwasserlage machen. „Das Wichtigste wird jetzt sein in den nächsten Stunden, die Ablösungen gut zu organisieren,“ sagte Söder. Diejenigen, die schon lange im Einsatz sind, müssten abgelöst werden. „Denn je länger du ohne Ablöse im Einsatz bist, desto eher besteht die Gefahr, dass irgendein Fehler passiert, dass Ermüdung passiert. Und dann tritt die schnellere Gefahr für Leib und Leben ein.“
Ein Vertreter der Feuerwehr sagte, im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm herrsche aktuell ein unberechenbares Hochwasser, „das wir so auch noch nie verzeichnen mussten.“ Der Markt Reichertshofen werde aktuell überflutet. „Wir können nichts mehr tun, wir müssen quasi jetzt aufgeben. Aber aufgeben heißt nicht, dass wir Leib und Leben dafür riskieren, das haben wir im Griff.“ Aktuell seien im Landkreis rund 4600 Helfer im Einsatz. Die Prämisse laute nun: Schutz von Leib und Leben.
Hochwasserlage im Freistaat: Söder und Habeck besuchen oberbayerische Stadt
CSU-Chef Söder bedankte sich bei den zahlreichen Einsatzkräften. „Dass das was Ernstes ist, sieht man daran, dass ein Kollege ums Leben gekommen ist. Deswegen gilt trotz aller Arbeit, die wir haben, auch die Trauer für denjenigen, der es nicht geschafft hat.“ Söder dankte auch der Bundeswehr, die jetzt verstärkt zum Einsatz komme. „Das hilft alles. Jede helfende Kraft ist da hervorragend geeignet.“
Bayerns Ministerpräsident appellierte an Betroffene, Warnungen per Smartphone ernst zu nehmen. „Wenn sie irgendwo den Handyalarm bekommen und die Aufforderung rauszugehen, zu evakuieren: nicht noch den Koffer packen, nicht noch alle möglichen Gegenstände mitnehmen, sondern einfach dann in dem Moment rausgehen. Es geht da wirklich um Leib und Leben.“
KATWARN löst für München aus: Bilder zeigen Wassermassen der Isar




Update vom 2. Juni, 11.55 Uhr: Bayern kommt nicht zur Ruhe. KATWARN hat am Morgen für München ausgelöst, Grund ist Hochwasser. Nun gab es die nächste Meldung. Im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm sind am Sonntag zwei Dämme gebrochen. Es handele sich um Dämme im Bereich der Gemeinde Baar-Ebenhausen am Fluss Paar, einem Nebenfluss der Donau, sagte ein Sprecher des Landratsamtes.
Zuvor hatte KATWARN bereits ausgelöst: „Integrierte Leitstelle Ingolstadt meldet: Dammbruch – akute Überflutungen – umgehend das Erdgeschoss verlassen!“ Betroffen sind die Gemeinden Reichertshofen, Baar-Ebenhausen und Manching. „Im Bereich Baar-Ebenhausen ist ein Damm gebrochen. Verlassen Sie umgehend die Erdgeschosse und begeben Sie sich in höhere Stockwerke!“, heißt es.
Pegel der Isar steigen: KATWARN löst für München aus
Update vom 2. Juni, 9.58 Uhr: Die DWD-Warnung vor Dauerregen ist zwar am Sonntagmorgen ausgelaufen, damit ist die Gefahr aber noch nicht gebannt. Nun hat KATWARN für München ausgelöst, es gilt eine Hochwasser-Warnung. „Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“, heißt es mit Berufung auf das Wasserwirtschaftsamt. „Der Pegel Isar in München hat Meldestufe 2 und um Mitternacht vorerst den Scheitel erreicht. Im Verlaufe des Vormittags ist mit einem Unterschreiten von Meldestufe 2 zu rechnen“, heißt es. Doch: „Je nach Witterung und aufgrund der gesättigten Böden ist ein Wiederanstieg möglich!“
In den Stadtteilen Au, Untergiesing und Herzogpark sei mit einem Grundwasseranstieg zu rechnen, heißt es. Untergeschosse können volllaufen. Auch an kleineren Gewässern kann es zu Ausuferungen und Überschwemmungen kommen. „Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit! Halten Sie sich von Gewässern fern!“, so die Empfehlung.
Update vom 2. Juni, 9.15 Uhr: Alle DWD-Warnungen für Bayern sind mittlerweile ausgelaufen, damit ist auch Alarmstufe Rot in München Geschichte. Der DWD hat aber bereits eine „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter herausgegeben“. Diese gilt ab 12 Uhr am Sonntag, München ist davon aber nicht betroffen. „Ab den Mittagsstunden treten von Nordosten kommend gebietsweise kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial auf. Der Fokus liegt hierbei auf dem (teils auch mehrstündigen) Starkregen. Dabei können kleinräumig bis 50 l/qm, lokal eng begrenzt auch bis 70 l/qm innerhalb weniger Stunden zusammenkommen“, so der DWD.
Feuerwehrmann stirbt bei Hochwasser-Einsatz in Oberbayern
Update vom 2. Juni, 7.51 Uhr: Ein Feuerwehrmann ist bei einem Hochwassereinsatz in Oberbayern gestorben. „Beim Versuch, mehrere Personen aus einem mit Wasser umspülten Haus zu retten, kenterte in der Nacht ein Boot der Feuerwehr. Ein 42-jähriger Feuerwehrmann konnte in der Folge nur noch tot geborgen werden“, teilte die Polizei Oberbayern am Morgen mit.
Demnach lief gegen 23 Uhr im Bereich Affalterbach/Uttenhofen bei Pfaffenhofen ein Rettungseinsatz aufgrund der Hochwasserlage an. „In einem mit Wasser umgebenen Haus waren mehrere Personen eingeschlossen, die sich selbst nicht mehr in Sicherheit bringen konnten“, so die Polizei. Zur Rettung wurde ein Boot der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt, darin befanden sich vier Personen. Das Boot kenterte jedoch, drei der Insassen konnten sich retten. Die vierte Person wurde zunächst vermisst. Gegen 2.20 Uhr konnten Angehörige der Wasserwacht den 42-Jährigen nur noch tot aus dem Wasser bergen.
Unwetter in Bayern: Mehrere Zug- und S-Bahn-Strecken gesperrt
Update vom 2. Juni, 7.16 Uhr: Noch keine Entwarnung in den von Überflutung betroffenen Gebieten Süddeutschlands: In weiten Teilen Bayerns und Baden-Württembergs besteht am Sonntag laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes erneut die Gefahr von teils unwetterartigen Gewittern mit Starkregen. Der DWD-Prognose vom Sonntagmorgen zufolge ist von Mittag an bis in die Nacht zum Montag hinein mit den Unwettern zu rechnen. Es könnten abermals Straßen und Keller überflutet werden.
In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs sind Feuerwehren und andere Nothelfer bereits wegen Überschwemmungen im Dauereinsatz. Am Sonntagmorgen galt noch in mehreren Landkreisen der beiden Bundesländer die höchste Unwetterwarnstufe. In München gilt aktuell noch Alarmstufe Rot. Die amtliche Unwetter-Warnung vor ergiebigem Dauerregen mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter gilt zunächst noch bis 8 Uhr am Sonntag.
Dauerregen wirkt sich auf Zugverkehr aus: München-Strecken betroffen
Die Folgen des Dauerregens werden aber wohl noch länger zu spüren sein, zum Beispiel im Bahnverkehr. Betroffen sind sowohl Fern- als auch Regionalverkehr, wie die DB auf ihren Webseiten mitteilte. Zugausfälle und lange Verspätungen soll es auch an diesem Sonntag auf mehreren wichtigen Strecken geben, darunter München-Berlin, München-Zürich, Stuttgart-Frankfurt und Karlsruhe-München.
Auf mehreren Regionalstrecken - vor allem in Schwaben - ist der Zugverkehr komplett eingestellt. So fahren von Kempten keine Züge mehre Richtung Immenstadt und Memmingen, gesperrt sind auch die Strecken Memmingen - Sonthofen und Günzburg - Mindelheim. In Oberbayern stoppte die DB wegen Hochwassers den Zugverkehr zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen sowie zwischen Tutzing und Weilheim.
Die Strecke der S7 zwischen Wolfratshausen und Höllriegelskreuth südlich von München ist nach einem Hangrutsch aufgrund der Regenfälle gesperrt, wie die S-Bahn München mitteilte. Die Sperrung soll demnach voraussichtlich bis Montag andauern.
Update vom 1. Juni, 22:15 Uhr In den von Hochwasser betroffenen oder bedrohten Gebieten in Süddeutschland zeichnet sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) beim Niederschlag eine leichte Entspannung ab. Der flächige Dauerregen lasse im Laufe der Nacht nach, sagte ein DWD-Meteorologe am Samstagabend. „Das werden heute Nacht nicht mehr die ganz großen Regenmengen sein, die wir noch in der letzten Nacht hatten“, sagte er.
Dafür zögen von Norden her neue Schauer und Gewitter auf, die vor allem am Sonntagnachmittag nochmals die Gefahr lokaler Überflutungen mit sich brächten. Die Schauer könnten kräftig ausfallen und zögen nur langsam. „Wenn das auf die gesättigten Böden trifft, dann hat man dort auch wieder schnell Überflutungen“, sagte der Meteorologe.
Wetterdienst: Dauerregen lässt im Süden Deutschlands allmählich nach
Besonders gefährdet von den Schauern und Gewittern am Sonntag seien die Schwäbische Alb sowie Bereiche etwas nördlich davon sowie die Region um Augsburg, Nürnberg, Bamberg und Regensburg.
Bis Sonntagvormittag soll es laut DWD-Prognose in Bayern innerhalb von 12 Stunden nochmals verbreitet 5 bis 10 Liter pro Quadratmeter regnen, gebietsweise vor allem südlich der Donau auch bis zu 20 Liter. Nördlich der Donau sind hingegen gebietsweise Gewitter zu erwarten, Hauptgefahr dabei sei kleinräumiger, aber teils heftiger Starkregen. In Baden-Württemberg soll es bis Sonntagvormittag vor allem im Osten weiter regnen, mit nochmals 15 bis 30 Liter, vereinzelt 40 Liter pro Quadratmeter.
Update vom 1. Juni, 20:30 Uhr: Bundeswehrsoldaten sind im Kampf gegen das Hochwasser in Bayern im Einsatz. „Die Bundeswehr unterstützt die beiden Landkreise Günzburg und Aichach-Friedberg, nachdem beide Landkreise einen offiziellen Antrag gestellt hatten“, sagte eine Bundeswehr-Sprecherin des Landeskommandos Bayern dem Sender Antenne Bayern am Samstag. „Rund um Günzburg werden Decken und Feldbetten verteilt. Im Landkreis Aichach-Friedberg werden in den nächsten Stunden etwa 50 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten als ‚helfende Hände‘ erwartet. Außerdem sind dort zwei Lkw der Bundeswehr im Einsatz.“
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte bei einem Besuch im stark betroffenen Diedorf im Landkreis Augsburg angekündigt, die Bundeswehr werde die Einsatzkräfte unterstützen. Er mahnte die Menschen, auf unnötige Fahrten zu verzichten.
Isar in München überschreitet Meldestufe 2
Update vom 1. Juni, 19 Uhr: In München hat die Isar Meldestufe 2 überschritten. Laut dem Hochwassernachrichtendienst lag der Pegelstand am frühen Abend bei 301 Zentimetern. Damit hatte der Fluss Meldestufe 2 deutlich früher überschritten, als prognostiziert.
Als Maßnahmen könnten der Flauchersteg und der Marienklausensteg im Süden der Landeshauptstadt gesperrt werden, so der Hochwassernachrichtendienst. Die Fußgängerbrücken waren bereits gesperrt worden. Die Isarvorfelder – also der Grünbereich direkt neben dem Fluss – südlich des Marienklausenstegs standen größtenteils unter Wasser.
Die Feuerwehr in München ist seit sechs Uhr morgens bereits zu rund 200 Einsätzen ausgerückt, so ein Sprecher.
Damm in Eldern droht zu brechen
Update vom 1. Juni, 17 Uhr: In Eldern bei Ottobeuren droht ein Damm zu brechen. Das geht aus Angaben der Integrierten Leitstelle hervor. Anwohner sind angehalten, sich auf die bevorstehende Evakuierung vorzubereiten und persönliche Wertgegenstände in höher gelegene Gebäudeteile zu bringen.
Das betroffene Gebiet soll weiträumig umfahren werden und überflutete Straßen gemieden werden. Anweisungen der Einsatzkräfte sollten befolgt werden. Zudem solle man Kindern und hilfsbedürftigen Menschen helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Zug-Verbindungen von und nach München fallen aus
Update vom 1. Juni, 16.35 Uhr: Aufgrund der starken Regenfälle kommt es aktuell zu Ausfällen im Bahnverkehr. Nach Informationen der Deutschen Bahn fallen Züge auf den Strecken München – Bregenz – Zürich und Stuttgart – Ulm – Augsburg – München aus.
Als Alternative wird Reisenden von und nach München empfohlen, ICE-Züge via Nürnberg – Würzburg – Frankfurt zu nehmen.
Alarmstufe Rot in München auch am Samstag: 26 Bergsteiger unter Zugspitze gefangen
Update vom 1. Juni, 16.15 Uhr: Eine Gruppe von 26 Bergsteigern ist am Samstagnachmittag mehrere hundert Meter unter dem Gipfel der Zugspitze eingeschlossen worden. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR). Die Wetter-Verhältnisse waren am Samstag schlecht. In den vergangenen Stunden waren 60 Zentimeter Neuschnee gefallen, zudem herrschten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und die Sichtweite lag unter 100 Metern.
Mehrere Rettungsteams waren ausgerückt, berichtet der BR. Warum die Bergsteiger-Gruppe bei den schwierigen Wetter-Verhältnissen dennoch aufbrach, bleibt vorerst unklar.
Alarmstufe Rot in München auch am Samstag – Dammbruch im Kreis Augsburg, Ortsteil wird evakuiert
Update vom 1. Juni, 14.02 Uhr: In Burgwalden (Landkreis Augsburg) ist ein Damm gebrochen. Aufgrund der Wassermassen wird eine Evakuierung im Diedorfer Ortsteil Anhausen notwendig. Betroffen ist der Bereich zwischen Adelgundisstraße, Bachstraße, Mühlenstraße und Leitershofer Straße sowie in Diedorf zwischen Nebelhornstraße und Müllerweg. Das schreibt der Landkreis Augsburg auf seiner Website. Auch News5 hat über den Dammbruch berichtet.
Alle Bewohner der betroffenen Bereiche sollen sich unverzüglich in die Diedorfer Schmuttertalhalle begeben, heißt es in der Mitteilung kurz nach 13 Uhr. „Es genügt nicht mehr obere Geschosse aufzusuchen“, so die Warnung und weiter: „Halten Sie sich unbedingt von den Bahnunterführungen Oggenhofstraße und Schmutterstraße fern. Die Fluten werden dort abfließen. Es besteht Lebensgefahr.“ Außerdem wird die gesamte B300 in diesem Bereich überflutet werden.
Update vom 1. Juni, 13.20 Uhr: Das Hochwasser hält die Einsatzkräfte im Freistaat weiter in Atem. Besonders stark hat es Fischach im Landkreis Augsburg getroffen. Dort kommt es zu massiven Überflutungen, wie auch Fotos aus dem Gebiet zeigen. Laut Vifogra ist dort ein Rettungshubschrauber unterwegs und holt Personen aus ihren Häusern.
Mittlerweile gilt für vier Kreise in Bayern der Katastrophenfall. In Günzburg wurde er bereits am Freitag ausgerufen, Augsburg und Aichach-Friedberg folgten am Samstagmorgen, Neu-Ulm kam am frühen Nachmittag hinzu. Die heftige Wetterlage hat nun auch Folgen für den Bahnverkehr, in Süddeutschland ist es am Samstag zu Störungen und Zugausfällen gekommen.
Besonders zwei ICE-Strecken waren beeinträchtigt, wie eine Bahnsprecherin sagte. Zwischen München, Bregenz und Zürich fuhren wegen des Hochwassers den ganzen Samstag keine Züge mehr. Die Strecke zwischen Ulm und Augsburg war ebenfalls betroffen, die dortigen Fernzüge der Verbindung zwischen Stuttgart und München wurden über Ansbach umgeleitet. Weitere Informationen sollten auf der Internetseite der Bahn veröffentlicht werden.
Katastrophenfall in Bayern ausgerufen: Wassermassen überfluten Ortschaften




Katastrophenfall in den Kreisen Günzburg, Aichach-Friedberg und Augsburg
Update vom 1. Juni, 10.57 Uhr: Der Landkreis Günzburg hat bereits am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen, am Samstagmorgen folgte der Landkreis Augsburg, rund 65 Kilometer von München entfernt. Nun kam mit dem Kreis Aichach-Friedberg (rund 54 Kilometer von Bayerns Landeshauptstadt entfernt) der dritte Katastrophenfall hinzu. Örtliche Überflutungen im Landkreis hätten über Nacht stark zugenommen, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Um die Hilfeleistungen bestmöglich koordinieren und bewältigen zu können, habe Landrat Klaus Metzger (CSU) den Katastrophenfall ausgerufen.
Die Lage im Landkreis sei gebietsweise dramatisch, vor allem Dasing, Kissing und Ortsteile von Friedberg seien schwer betroffen. „Deshalb habe ich entschieden, den K-Fall auszurufen. Wir müssen alle Kräfte aktivieren und bündeln, um den Menschen bestmöglich zu helfen“, schrieb Metzger. „Viel Kraft allen!“
Katastrophenfall in den Landkreisen Günzburg und Augsburg
Update vom 1. Juni, 10.12 Uhr: Nach dem Kreis Günzburg, der bereits am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen hat, ist es nun auch im Landkreis Augsburg soweit. Grund sind extreme Regenfälle und steigende Wasserstände. Es sei damit zu rechnen, dass die Pegelstände in den kommenden Stunden weiter stark ansteigen, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Insbesondere die Gemeinden Fischach und Langenneufnach werden demnach betroffen sein.
In München gilt die amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen (Alarmstufe Rot) vorläufig noch bis Sonntag, 8 Uhr. Noch bis 12 Uhr ist derzeit die Hochwasserwarnung des HND vor Ausuferungen und Überschwemmungen in Stadt und Landkreis München gültig.
Alarmstufe Rot in München: Hochwasserwarnung des HND
Update vom 1. Juni, 9 Uhr: Für München gilt weiter Alarmstufe Rot. Der DWD warnt vor ergiebigem Dauerregen. Am Morgen lag für München und die Region zunächst trotzdem lediglich eine „Vorwarnung Hochwasser“ des Hochwassernachrichtendienstes (HND) vor. Mittlerweile gilt stattdessen eine „Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“. Betroffen sind neben München noch folgende Kreise in der Umgebung:
- Dachau
- Erding
- Freising
- Fürstenfeldbruck
„Die ergiebigen Niederschläge in den letzten 24 Stunden haben bereits zu einem deutlichen Anstieg der Pegel geführt. Stellenweise kommt es bereits zu Ausuferungen und Überschwemmungen. Der anhaltende Dauerregen führt zu einem weiteren Anstieg der Pegel und Überschwemmungen, die insbesondere an kleinen Gewässern auch bebaute Bereiche betreffen können“, so der HND. Auch die Grundwasserstände steigen demnach an. Es bestehe die Gefahr, dass Keller volllaufen. Die Warnung gilt zunächst bis 12 Uhr am Samstag. Um 10 Uhr soll es eine Aktualisierung des HND geben.
Alarmstufe Rot in München: Noch schlimmer trifft es die Region
Update vom 1. Juni, 7.20 Uhr: Nach wie vor gilt für München eine amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen – Alarmstufe Rot. Westlich von München, zum Beispiel im Kreis Fürstenfeldbruck, gilt gar Alarmstufe Lila. Hier liegt eine amtliche Unwetterwarnung vor extrem ergiebigem Dauerregen vor. Noch hat der Dauerregen aber keine massiven Folgen für die Pegelstände. Für die Kreise Dachau, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck sowie Stadt und Landkreis München gilt lediglich eine „Vorwarnung Hochwasser“ des Hochwassernachrichtendienstes (HND).
Der Dauerregen wird weite Teile Bayerns aber auch am Samstag weiter in Atem halten – wie schon am Freitag. Im schwäbischen Sigmarszell im Landkreis Lindau etwa fielen innerhalb eines Tages rund 128 Liter Regen pro Quadratmeter. Auch in fünf weiteren Städten in Bayern und Baden-Württemberg kamen bis zum frühen Samstagmorgen Niederschlagsmengen von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zusammen, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. In Ottobeuren im Landkreis Unterallgäu waren es rund 108 Liter sowie in Weiler-Simmerberg im Landkreis Lindau circa 104 Liter.
Update vom 31. Mai, 22:40 Uhr: Die Experten vom Deutschen Wetterdienst haben erklärt, warum es derzeit zu massivem Dauerregen in Bayern kommt. Demnach seien stationäre Hochdruckgebiete entstanden, deren Ursprung bereits im März liegt – und die womöglich noch bis Juli zu wiederkehrenden und langanhaltenden Regenperioden führen könnten.
Fotos: Gewitter und Hochwasser – Straßen und Isarwiesen in München überflutet




Unterdessen wurde bereits am frühen Abend im Landkreis Günzburg der Katastrophenfall ausgerufen. Dies sei geschehen, um möglichst gut auf die weiter fallenden Massen an Regen vorbereitet zu sein, teilte der Landrat mit. Der Katastrophenschutz wird in jedem Bundesland separat organisiert, Fälle wie in Günzburg werden unter anderem von Landratsämtern oder der Verwaltung kreisfreier Städte ausgerufen. In Baden-Württemberg wurden am Abend Tausende Menschen wegen des dortigen Hochwassers aufgefordert, vorsorglich ihre Wohnungen zu verlassen.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) verwies auch auf den Hochwassernachrichtendienst (HND). Auf den Seiten des HND könnten sich die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend über die Entwicklungen informieren, sagte Glauber. „Wir haben die Situation bayernweit genau im Blick. Die Warndienste sind in Alarmbereitschaft.“ Die Behörden arbeiteten eng zusammen, um drohende Hochwasserlagen rechtzeitig zu erkennen.
Hochwasser-Warnung für München bislang moderat: Isarwiesen teilweise unter Wasser
Update vom 31. Mai, 20 Uhr: Für München bleiben die Hochwasser-Vorhersagen des Hochwassernachrichtendienstes (HMD) weiterhin weniger akut, als noch zur Mitte der Woche angenommen. „Verbreitet fällt Dauerniederschlag“, heißt es dort – vor allem Gewässer westlich der Isar könnten ab Samstag vom Hochwasser der ersten Meldestufe betroffen sein. Die Warnung vor Dauerregen des Deutschen Wetterdienstes besteht darüber hinaus weiterhin.
In der Landeshauptstadt wurden am Freitag unterdessen die Isarwiesen in kleinem Ausmaß überflutet. Selbst wenn München weniger stark vom Dauerregen betroffen sein sollte, gilt es vorsichtig zu sein. Zahlreiche Behörden im Freistaat riefen die Menschen auf, sich von Gewässern fernzuhalten sowie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte zu beachten, sollte es zu Überschwemmungen kommen. Insgesamt seien die Warnungen landesweit noch mit großen Unsicherheiten versehen.
Unwetterwarnung verschärft: Alarmstufe Lila bis kurz vor München – KATWARN löst aus
Update vom 31. Mai, 15.34 Uhr: Der DWD hat seine Unwetterwarnung bis kurz vor München auf die höchste Stufe verschärft. Die Warnkarte leuchtet in betroffenen Landkreisen lila, was bedeutet: extremes Unwetter. Die Warnung gilt seit Freitag um 15 Uhr bis zum morgigen Samstag um 15 Uhr. Rund um München sind die Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen betroffen. Auch in Landsberg am Lech und in Augsburg gilt Stufe 4.
Update vom 31. Mai, 13.20 Uhr: Für München und die Region gilt weiterhin die Alarmstufe Rot. Auch das Baureferat hat die Entwicklungen des Dauerregens im Blick und beobachtet Wetter- und Abflussentwicklungen an der Isar. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Das Erreichen der Meldestufe 1 im Laufe des Samstags am Pegel München/Isar sei aus aktueller Sicht des Hochwassernachrichtendienstes wahrscheinlich. Aus Sicherheitsgründen stellt das Baureferat daher bereits heute vorsorglich die Absperrungen im Isarhochwasserbett auf und wird, je nach Entwicklung der Lage, den Isar-Radweg im Hochwasserbett zwischen Thalkirchner Brücke und Reichenbachbrücke sperren.
„Die Warndienste sind in Alarmbereitschaft“
Update vom 31. Mai, 12.30 Uhr: Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat angesichts des bayernweiten Dauerregens in den kommenden Tagen auf den Hochwassernachrichtendienst (HND) verwiesen. Bürgerinnen und Bürger könnten sich dort durchgehend über alle Entwicklungen informieren. „Wir haben die Situation bayernweit genau im Blick. Die Warndienste sind in Alarmbereitschaft“, sagte Glauber am Freitag. Die Behörden arbeiteten eng zusammen, um drohende Hochwasserlagen rechtzeitig zu erkennen.
Der Minister betonte zudem: „Der viele Regen führt aktuell dazu, dass sich in verschiedenen Regionen Bayerns die Lage anspannt. Wir sind allen Einsatzkräften und den oft ehrenamtlichen Helfern sehr dankbar für ihre Arbeit.“ Gefahren durch Sturzfluten und Hochwasser könnten nicht vollständig verhindert werden. Die Wasserwirtschaft und die Einsatzkräfte würden aber alles dafür tun, um Risiken und Schäden bereits im Vorfeld zu minimieren.
Wetterlage in München und Region bleibt weiterhin angespannt
Update vom 31. Mai, 12 Uhr: Noch immer herrscht für München und die Region Alarmstufe Rot – auch, wenn die Warnung des DWD nun zunächst nur noch bis Samstag, 11 Uhr gilt. Entwarnung gibt es auch im Landkreis Miesbach. Der Hochwassernachrichtendienst (HND) meldet: „Die hohen Regenintensitäten in der Nacht zu Freitag sind, insbesondere im Einzugsgebiet der Schlierach, ausgeblieben. Die Meldestufe 1 wurde nicht erreicht. Nach den derzeitigen Vorhersagen ist nicht mehr mit einer Überschreitung der Meldestufen im Landkreis Miesbach zu rechnen“ Für Teile Nordbayerns ist hingegen nun auch eine „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“ hinzugekommen.
Update vom 31. Mai, 9.35 Uhr: Das Warnsystem Katwarn hat für München ausgelöst. Es gilt die Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Dauerregen für das gesamte Stadtgebiet und die Region (siehe vorherige Meldung). Außerdem warnt das Wasserwirtschaftsamt München vor Hochwasser in der Landeshauptstadt und im Landkreis: Es „steigen jetzt alle Pegel im Isareinzugsgebiet, insbesondere aber an den Gewässern westlich der Isar, an“, heißt es. Dass die Meldestufe 1 des Pegels der Isar in München im Laufe des Samstags erreicht werde, gelte als wahrscheinlich. Die Warnung gilt ab 10 Uhr und vorerst bis Samstag, 1. Juni, 15 Uhr.
Alarmstufe Rot in München: „Ergiebiger Dauerregen“ in der Isarmetropole
Erstmeldung vom 31. Mai, 6.08 Uhr: München - In fast ganz Bayern herrscht Alarmstufe Rot. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen herausgegeben. Mitten im Warngebiet liegt auch München.
Die Warnung gilt seit Freitag (31. Mai) um Mitternacht und ist vorerst bis Samstag um 12 Uhr in Kraft. „Es tritt ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 50 l/m² und 90 l/m² erwartet“, heißt es dazu beim DWD für die Landeshauptstadt.
Im Rahmen seiner Warnung berichtet der DWD auch über mögliche Gefahren: „Gefahr für Leib und Leben durch Überflutungen von Straßen/Unterführungen sowie gewässernahen Gebäuden; mögliche Erdrutsche. Handlungsempfehlungen: überflutete und gefährdete Abschnitte meiden; Verhalten im Straßenverkehr anpassen (...) bei drohender/bereits bestehender Überflutung Keller sofort verlassen“
Heftiger Dauerregen in München: Polen-Tief sorgt für Regen
Zusätzlich hat der DWD eine „Vorabinformation Unwetter vor heftigem/ergiebigem Dauerregen“ herausgegeben (Freitag, 12 Uhr, - Sonntag, 15 Uhr). „Mit einem vom östlichen Alpenhauptkamm nach Polen ziehenden Tief tritt von Freitag bis Sonntag ergiebiger/extrem ergiebiger und teils gewittriger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Die Niederschlagsmengen liegen zwischen 50 und 120, lokal bei bis zu 150 l/qm in etwa 48 Stunden“, heißt es dazu weiter. (kam)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Ralph Peters




















