VonChristiane Mühlbauerschließen
Der Gasthof Post in Benediktbeuern sucht nach wie vor einen neuen Pächter. Für die Wallfahrer und Gäste der Leonhardi-Fahrt am Sonntag wurde aber eine Lösung gefunden.
Benediktbeuern – Mit dem Leonharditag an diesem Sonntag in Benediktbeuern jährt sich auch der Leerstand des Gasthofs Post – am Wallfahrtstag 2018 hatte die Gaststätte letztmals geöffnet, danach gaben die Pächter den Betrieb auf. Seither steht das große Gebäude am Dorfplatz leer – und entwickelt sich allmählich zu einem Sorgenkind. Vor allem der große Saal spielt im Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle.
Im Sommer hat die Kommune mit dem Brauhaus Tegernsee eine Nutzungsvereinbarung für den Saal geschlossen (wir berichteten). „Wir haben den Saal bis zum 30. Juni 2020 gepachtet“, sagt Bürgermeister Toni Ortlieb. Bislang, sagt Ortlieb, habe er noch nicht gehört, dass die Brauerei für das Wirtshaus einen neuen Pächter gefunden hätte. Das Brauhaus Tegernsee schweigt und äußert sich auf die Nachfrage unserer Zeitung nicht.
Für die Verköstigung an Leonhardi springt nun der Wirt des Gasthauses Herzogstand zusammen mit dem Team des Maschkera-Vereins um Bernd Schöpf ein. „Der Saal ist mit den Wallfahrern schon ausgebucht, aber oben auf der Galerie sind Plätze für Besucher“, sagt Schöpf. Es gebe eine Speisekarte, und ein Team aus 15 Personen werde sich um die Bewirtung kümmern. Geöffnet ist ab 10 Uhr, abends findet dann noch der Leonharditanz statt. „Das haut schon hin, wir haben ja Erfahrung“, sagt Schöpf.
Gemeint ist damit die Tatsache, dass der Maschkeraverein zusammen mit einem weiteren Wirt aus dem Dorf heuer schon den gesamten Fasching in der „Post“ gestemmt hat. Schöpf geht davon aus, dass das auch 2020 der Fall sein wird. „Ich bin mir nicht sicher, ob jetzt so schnell noch ein neuer Pächter gefunden wird.“
Der Verein feiert heuer 20-jähriges Bestehen, und die Vorbereitungen sind schon vor längerer Zeit angelaufen. „Zur Jubiläumsfeier am 18. Januar kommt DJ Fleischi, also Bernhard Fleischmann von Bayern 3“, sagt Schöpf. An diesem Tag findet ab Nachmittag auch wieder das große Gardetreffen in Benediktbeuern statt.
Die Maschkera werden also wieder viel in Eigenleistung stemmen: „Bei den Bällen in der ,Post‘ machen wir die Bewirtung selbst“, sagt der Vorstand. Das Team sei eingespielt und habe Erfahrung. „Klar kriegen wir das hin. Aber es sollte natürlich kein Dauerzustand werden.“
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