VonMarvin Köhnkenschließen
Die Feuerwehr Bremen blickt auf eine Silvesternacht mit erwartbar vielen Einsätzen, aber ohne größere Schäden zurück. Allerdings war auch Gewalt gegen Einsatzkräfte ein Thema.
Bremen/Bremerhaven – Die Silvesternacht 2024/2025 war für die Feuerwehr Bremen und den stadtbremischen Rettungsdienst erwartungsgemäß arbeitsintensiv. Das geht es aus einer Meldung von Pressesprecher Michael Richartz hervor. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es ihm zufolge jedoch keine größeren Schadensfälle zu bewältigen, trotz der besonderen Wetterbedingungen mit starkem Wind und Sturm über Norddeutschland.
In der Bremer Feuerwehr- und Rettungsleitstelle mussten die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr rund 400 Notrufe unter der Nummer 112 bearbeiten. Ein spürbarer Anstieg der Notrufe wurde zwischen Mitternacht und etwa 2 Uhr morgens registriert, berichtet Richartz. Im Vergleich zum Vorjahr war der Rettungsdienst in dieser Zeitspanne demnach etwas weniger belastet und musste etwa 140 Einsätze bewältigen. Eine ebenfalls relativ ruhige Silvester-Nacht meldeten zuvor bereits die Eindsatzkräfte in Hannover.
Teils schwere Verletzungen durch falschen Umfang mit Silvester-Feuerwerk in Bremen
Unsachgemäßer Umgang mit Silvester-Feuerwerk führte zu mehreren, teils schweren Verletzungen. Der Lösch- und Hilfeleistungsdienst hatte mit 105 Einsätzen etwas mehr zu tun als im Vorjahr. Die Bandbreite der Einsätze reichte von brennenden Müllbehältern über Fahrzeug- und Vegetationsbrände bis hin zu ausgelösten automatischen Brandmeldeanlagen. In Niedersachsen gerieten wiederum mehrere Gebäude in Brand und wurden dabei mitunter auch zerstört.
Retter wird angegriffen und muss in Bremer Krankenhaus behandelt werden
Wie Michael Richartz mitteilt, hatte sich die Feuerwehr Bremen gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen vorbereitet. Durch die Bereitstellung zusätzlicher Löschfahrzeuge und Rettungswagen, einer personellen Aufstockung in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sowie einer sogenannten Führungsunterstützung konnten alle Einsätze problemlos bewältigt werden. Die Freiwilligen Feuerwehren leisteten dabei eine entscheidende Unterstützung, heißt es. Insgesamt waren laut der Meldung zwölf Einheiten an ihrem Feuerwehrhaus einsatzbereit, weitere sieben Einheiten hätten bei Bedarf extern alarmiert werden können.
Leider sei auch das Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ wieder präsent gewesen. Wie schon im Vorjahr wurden Einsatzkräfte an verschiedenen Orten im Stadtgebiet mit Böllern beworfen oder mit Raketen beschossen. Ein Löschfahrzeug wurde durch Feuerwerkbeschuss äußerlich beschädigt, blieb jedoch einsatzfähig. Ein tätlicher Angriff führte zur Verletzung eines Mitarbeitenden des Rettungsdienstes, die Person musste in einer Klinik behandelt werden, heißt es im Bericht der Feuerwehr.
Ruhige Nacht für Feuerwehr in Bremerhaven – Mann beim Böllern an den Händen verletzt
In Bremerhaven wurden insgesamt nur 25 Einsätze der Feuerwehr gefahren. Ein 36 Jahre alter Mann wurde in der Nacht beim Böllern in den Innenseiten seiner Hände verletzt, Übergriffe auf Einsatzkräfte habe es nicht gegeben, heißt es in einer Meldung der Feuerwehr Bremerhaven. Auch wurden nur wenige Böllerwürfe in Richtung von Einsatzkräften notiert, was für die Einsatzkräfte „ein weiteres Zeichen für ein friedliches Miteinander während der Feierlichkeiten war.“
