Auch am Mittwoch haben die Bauern demonstriert. Diesmal mit einer Sternfahrt nach Kassel. Das sorgte erneut für Staus. Gleichzeitig streiken die Lokführer. Alle Infos gibt es in unserem Newsticker.
Kassel - Mit Verkehrsbehinderungen mussten Autofahrer am Mittwoch, 10. Januar, in der Kasseler Innenstadt rechnen. Anlass war eine angemeldete Großversammlung von Landwirten aus Kassel und Umgebung, die gegen die Streichung ihrer Vergünstigungen beim Agrardiesel und bei der Kfz-Steuer protestierten. Gleichzeitig streiken die Lokführer (welche Regionalbahn- und Regiotram-Linien betroffen sind, lesen Sie hier).
+++ 14.31 Uhr: Laut Polizeisprecher Mänz kam es während der Anfahrt auf den Strecken ab Wabern, Fuldabrück, Kaufungen, Vellmar, Wolfhagen und Hofgeismar zu den erwarteten Verkehrsbehinderungen. Im Innenstadtbereich war die Frankfurter Straße und der Steinweg, zwischen Fünffensterstraße und Altmarkt-Kreuzung, wegen der Versammlung und zum Abstellen der Fahrzeuge gesperrt worden.
Wegen der „größeren Teilnehmerzahlen war es zudem erforderlich, dass Einsatzkräfte die Weserstraße ab dem Altmarkt in Richtung Katzensprung sowie zwei Fahrstreifen der Frankfurter Straße am Weinberg in Richtung Innenstadt sperrten“, so Mänz. So hätten alle 900 Fahrzeuge im Umfeld der Abschlusskundgebung abgestellt werden können. Das sei problemlos verlaufen. Rettungswege wurden freigehalten.
+++ 14.05 Uhr: Laut Polizeisprecher Mänz verlief auch die Abfahrt der Traktoren friedlich. Der Steinweg ist wieder frei. Nur noch vereinzelt fahren Traktoren aus der Innenstadt. Die Sperrungen sind aufgehoben. Insgesamt sind aber noch viele Traktoren im Stadtgebiet zu sehen und zu hören.
+++ 13.51 Uhr: Auch beim Klinikum Kassel gab es durch die heutigen Proteste der Landwirte keine besonderen Auswirkungen, teilt eine Sprecherin mit.
+++ 13.48 Uhr: Etwa 900 Fahrzeuge und 1700 Menschen waren heute dabei, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz am Mittag mit. Bisher sei alles friedlich verlaufen. Der Polizei seien keine Anschlüsse von rechten Gruppierungen bekannt. Auch der Verkehr war wegen der guten Informationslage nicht großartig beeinträchtigt.
+++ 13.41 Uhr: Laut Polizei läuft die Ausfahrt sehr gesittet ab. Seit einigen Minuten machen sich viele Landwirte auf einmal auf den Weg. Immer noch befinden trotzdem viele Fahrzeuge am Straßenrand. Noch ist unklar, wie lange der Steinweg gesperrt bleibt. „Bis alle weg sind“, sagt ein Polizist.
+++ 13.14 Uhr: Auf vielen Hauptstraßen aus der Stadt raus sieht man am Mittag Traktoren fahren. Allerdings nicht in Konvois wie am Morgen, sondern immer wieder einzelne Fahrzeuge - oder mal zwei, drei zusammen. Auf der Frankfurter Straße sind zwei Mutige auf einem offenen Traktor unterwegs. Das dürfte ordentlich kalt sein: Derzeit sind es gerade einmal sechs Grad.
+++ 12.55 Uhr: Die meisten Traktoren fahren - anders als auf dem Hinweg - still zurück. Einige hupen zwischendurch aber noch einmal und machen so auf sich aufmerksam.
+++ Weitere Eindrücke und Stimmen der Landwirte finden Sie auch in unserer Bildergalerie:
Eindrücke von der Bauern-Demo mit Sternfahrt nach Kassel und vom Lokführerstreik




+++ 12.43 Uhr: Einige Traktoren bahnen sich den Weg aus der Stadt. Bis alle weg sind, wird es aber noch ein bisschen dauern.
+++ 12.40 Uhr: Es dürfen alle nach Hause fahren, wie sie wollen. Allerdings wird es vor allem für große Trecker schwierig sein auszurangieren.
+++ 12.38 Uhr: Viele Landwirte tauschen sich über die Kundgebung aus. Einige sind immer noch aufgebracht. „Ich hätte mir gewünscht, dass die anderen Redner länger zu Wort kommen“, sagt Jan Knies, Dachdecker aus Rotenburg. Bis er wieder nach Hause fährt, wird es noch ein paar Stunden dauern, sagt er.
Bauern-Demo in und um Kassel: Landwirte fahren nun nach und nach ab
+++ 12.31 Uhr: Die ersten verlassen allmählich das RP Gelände. Bis die Traktoren starten wird es aber noch sehr lange dauern.
+++ 12.30 Uhr: Bisher kam es zu keinen nennenswerten Ereignissen oder Verzögerungen von Rettungsdiensten im Zusammenhang mit dem Bauernstreik, teilt ein Sprecher der Stadt Kassel um 12.30 Uhr mit.
+++ 12.15 Uhr: Die Kundgebung ist offiziell beendet. Diskussionen im Anschluss sind erlaubt. Die Menge ist aktuell aber recht ruhig.
+++ 12.09 Uhr: Mehr als 1000 Fahrzeuge stehen übrigens rund ums RP.
+++ 12.04 Uhr: Erich Schaumburg vom Kreisbauernverband spricht:
- „Wenn man hier diskutiert und darüber spricht, wie Bauern belastet werden, dann ist das nichts, worüber wir erst seit 5 Jahren sprechen.“
- „Politik im Dialog? Keine der Personen hat sich Gedanken gemacht: Warum gibt es überhaupt diese Erleichterung? Die Politik weiß das offenbar nicht.“
- „Wir können nicht den Acker wie eine Aktentasche unter den Arm nehmen. Unsere Produktion findet immer zum Wohle unserer Menschen in der Region statt. Dafür kämpfe ich.“
- „Stirbt der Bauer, stirbt das Land. Das wollen wir verhindern.“
- „Politik soll nicht einknicken, sondern Entscheidungen treffen.“
Bauern-Demo in und um Kassel: Gremmels ausgepfiffen
+++ 11.58 Uhr: Es gibt Pfiffe gegen Gremmels.
+++ 11.57 Uhr: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels spricht. Auch von ihm haben wir Zitate:
- „Wir dürfen uns nicht vom Acker machen“
- „Wir werden jetzt in Haushaltsberatungen schauen, was wir umsetzen können, was wir aus den Protesten mitnehmen können.“
- „Bin bereit, in der Landwirtschaft ein Praktikum zu machen.“ (Die Masse lacht.)
- „Solche Demos sollten auch mal vor den Lebensmittel Konzernen gehalten werden.“
+++ 11.53 Uhr: Regierungspräsident Mark Weinmeister (CDU) spricht nun. Zitate:
- „Wir leben in vollkommen ländlich geprägter Region. Wir sind stolz auf unsere Landwirte. Wir alle profitieren.“
- „Es sind schwere Zeiten. Wir müssen lernen, uns zurückzunehmen, sonst sind wir nicht zukunftsfähig.“
- „Wir müssen unsere Wirtschaftsfähigkeit beibehalten.“
- „Wir müssen im Dialog bleiben.“
- „Liebe Bauern, wir stehen an Ihrer Seite.“
+++ 11.51 Uhr: Ein Teil der Bauern aus Kaufungen für deren Traktoren im Steinweg kein Platz mehr war, ist mit der Straßenbahn zur Kundgebung in die Innenstadt gefahren.
+++ 11.45 Uhr: Weitere Zitate aus Klapps Rede:
- „Die unangekündigten Kürzungen haben das Fass zum Übeelaufen gebracht.“
- „Im Moment machen wir uns in Deutschland die Zugpferde kaputt.“
- „Es besteht Nachbesserungsbedarf.“
- „Es ist von außen viel Verständnis da, wir bekommen große Unterstützung.“
- „Wir stehen auf dem Boden der Verfassung. Unsere Demonstrationen sind angemeldet.“ Und: „Wir sind die Mitte der Gesellschaft.“
- „Wir würden uns über mehr Wertschätzung freuen.“
Der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes übt zudem Kritik und sagt: Kontrolleuren fehlt das Augenmaß. Er sieht außerdem einen Stadt-Land-Konflikt.
+++ 11.32 Uhr: Norbert Klapp, der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes, begrüßt alle: „Wir sind überwältigt von der Teilnahme.“
Bauern-Demo in und um Kassel: Kundgebung läuft
+++ 11.27 Uhr: Die Kundgebung beginnt nun.
+++ 11.25 Uhr: Die Landwirte versammeln sich zur Kundgebung vor dem Regierungspräsidium.
+++ Videos von der Demo und der Sternfahrt finden Sie bei Instagram (@hnanews und @kassellive) in der Story und in den Story-Highlights.
+++ 11.23 Uhr: Am Parkplatz am Entenanger ist der Anblick vieler freier Plätze selten. Das fällt auch den Mitarbeiter von den umliegenden Läden auf.
+++ Ein kurzer Blick auf den Bahnstreik: Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL sorgt für erhebliche Beeinträchtigungen im Zugverkehr Hessen. Ein großer Teil der Züge der Deutschen Bahn steht am Mittwoch still. Der Notfahrplan der Bahn sei aber stabil und wie geplant angelaufen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Im Fernverkehr fielen etwa 80 Prozent der Bahnen aus, auch Regionalzüge und S-Bahnen waren von dem Streik betroffen. Straßenbahnen und Busse im öffentlichen Nahverkehr fahren dagegen regulär.
Bauern-Demo in und um Kassel: Stau am Weinberg
+++ 11.20 Uhr: Die Landwirte aus Istha fahren verspätet den Weinberg hoch.
+++ 11.15 Uhr: Der Steinweg ist jetzt voll mit Traktoren. Sie stauen sich sogar bis runter auf die Frankfurter Straße. Eine Spur von der Frankfurter Straße Richtung Fünffensterstraße ist aber frei befahrbar.
+++ 11.11 Uhr: In der Innenstadt ist wenig los a das spüren auch die iutarbeiter der Geschäfte. „Hier ist noch weniger los als in den letzten Tagen“, sagt eine Mitarbeiterin von Samen Rohde.
+++ 11.07 Uhr: Von Anhängern aus der rechten Szene, die sich die Proteste zueigen machen, ist laut Polizei noch nichts zu sehen.
+++ 11.06 Uhr: Die Landwirte aus Fuldabrück nähern sich über die Frankfurter Straße weiter dem RP. In Niederzwehren ist der Zustrom von landwirtschaftlichen Fahrzeugen abgeebbt, der Verkehr läuft wieder.
+++ 11.05 Uhr: Die Polizei sorgt dafür, dass trotz Protesten hin und wieder auch Autos sowie Busse und Bahnen die Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/Weserstraße passieren können.
Bauern-Demo in und um Kassel: Leere Innenstadt
+++ 11.01 Uhr: Während sich Steinweg und Frankfurter Straße füllen, ist die Innenstadt fast menschenleer.
+++ 10.56 Uhr: Der Steinweg füllt sich nach und nach auch Richtung Altmarkt mit Traktoren.
+++ 10.53 Uhr: Jetzt ist auch der Konvoi aus Istha in Kassel angekommen.
+++ 10.52 Uhr: Landwirte aus Waldeck-Frankenberg hatten sich an den Sammelpunkten Istha und Wabern der Sternfahrt nach Kassel angeschlossen. Das berichtet Heiko Kieweg, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Waldeck, der ebenfalls mit seinem Schlepper zur Demonstration unterwegs ist. Wie viele Landwirte aus dem Landkreis sich beteiligen, ist unklar. Kieweg geht von etwa 100 bis 120 aus.
Bauern-Demo in und um Kassel: Traktoren werden umgeleitet
+++ 10.50 Uhr: Die Bauern aus Kaufungen werden nicht alle am Steinweg protestieren können: Die Polizei hat sie soeben darüber informiert, dass der Steinweg und Brüderweg bereits mit Traktoren gefüllt ist. Platz für die Kolonne aus Kaufungen-Papierfabrik ist nicht mehr. Ein großer Teil der Traktoren wird von der Polizei nun also über die Weserstraße und Fuldabrücke in Richtung Salzmannshausen geleitet.
+++ 10.50 Uhr: Antonio Diaz von der Polizei ist schon bereit. In wenigen Minuten treffen die Bauern an der Druseltalstraße ein. „Die Landwirte fahren durchschnittlich 12 bis 15 km/h, daher dauert es so lange.“
+++ 10.49 Uhr: Es strömen unaufhörlich weitere Traktoren über die Dennhäuser Straße nach Kassel. Überall stehen Schaulustige auf dem Bürgersteig und an den Fenstern ihrer Wohnungen.
+++ 10.42 Uhr: Die Bauern haben ihre Trecker abgestellt und gehen nun zu Fuß zum Regierungspräsidium.
+++ 10.40 Uhr: Einige Traktoren stehen an der Schönen Aussicht. Darüber sind die Landwirte nicht ganz glücklich, weil die Fahrzeuge so nicht gesehen werden. Die Stimmung ist dennoch gut. Der Umgang mit Passanten und der Polizei ist friedlich.
+++ 10.39 Uhr: Auffällig: Es sind viele Fahrzeuge von Handwerksbetrieben dabei.
Bauernproteste in und um Kassel: Polizei weist Fahrzeuge ein
+++ 10.38 Uhr: Die Polizei weist den Traktoren einen Platz zu und agiert als eine Art Parkplatzeinweiser. Jedes Fleckchen wird benötigt. Derzeit wird die Straße vor dem AOK-Gebäude mit Traktoren besetzt.
+++ 10.38 Uhr: Mittlerweile fahren die Traktoren zweispurig über den Steinweg.
+++ 10.37 Uhr: Mehr Bilder und Videos finden Sie bei Instagram auch bei HNAnews und Kassel Live in den Stories.
+++ 10.35 Uhr: Am Rand der Leipziger Straße stehen hin und wieder winkende Menschen. Teils heben sie den Daumen und bringen ihre Solidarität zum Ausdruck. Unzufriedenheit über die Protestaktion ist an der Leipziger Straße bislang nicht zu beobachten. Gleich erreicht die Kolonne den Platz der Deutschen Einheit.
Bauernproteste in und um Kassel: Langer Konvoi in Niederzwehren
+++ 10.34 Uhr: Auch über die Frankfurter Straße rollen die Traktoren nun. Gerade sind sie unterwegs Richtung Auestadion - laut hupend.
+++ 10.33 Uhr: Steinweg und Frankfurter Straße füllen sich nach und nach mit Traktoren. Zu hören: viel Gehupe. Auf den Plakaten, die an den Traktoren angebracht sind, steht etwa: „Gemeinsam sind wir stark“ und „Die Zukunft muss bezahlbar sein“.
+++ 10.30 Uhr: Laut dem Isthaer Organisator Tim Becker braucht die Kolonne aus dem Wolfhager Land immer noch etwas Zeit, bis sie Bad Wilhelmshöhe erreicht. Die Gruppe komme nur langsam voran und wird dementsprechend wohl eine der letzten am Regierungspräsidium sein.
+++ 10.29 Uhr: Der Konvoi aus Richtung Fuldabrück erreicht Kassel.
+++ 10.28 Uhr: Mittlerweile stehen auch mehrere Schaulustige am Steinweg und filmen die protestierenden Bauern.
Bauern-Demo in und um Kassel: Menschen filmen und jubeln
+++ 10.27 Uhr: Bei der Einfahrt zum Steinweg stehen viele Menschen und filmen, jubeln und zeigen den Daumen nach oben.
+++ 10.26 Uhr: Am Altmarkt staut sich die lange Reihe an hupenden Traktoren.
+++ 10.25 Uhr: Der Zug aus Kaufungen-Papierfabrik ist etwas langsamer unterwegs als geplant. Weiterhin sind die Bauern auf der Leipziger Straße unterwegs. Es sind noch etwa zwei Kilometer bis zum Platz der Deutschen Einheit.
+++ 10.23 Uhr: Die Fuldataler Bauern treffen hupend vor dem RP ein.
+++ 10.21 Uhr: Am Katzensprung treffen sich die Züge aus Hofgeismar und Fuldatal.
+++ 10.18 Uhr: Noch bevor man sie sieht, sind die Hupen schon von Weitem zu hören: Die ersten Teilnehmer treffen auf dem Steinweg ein.
+++ 10.16 Uhr: Ungewöhnlich ruhig ist es an der Haltestelle Dennhäuser Straße. Weiter vorne, an der Kreuzung Dennhäuser Straße/ Frankfurter Straße, wollen die Landwirte aus Fuldabrück in die Innenstadt einfahren.
Bauern-Demo in und um Kassel: Traktoren auf Höhe des Klinikums
+++ 10.14 Uhr: Mittlerweile sind die Bauern auf Höhe des Klinikums in Kassel. Die Fahrt ging schneller als erwartet.
+++ 10.12 Uhr: So leer war die Frankfurter Straße gegen 10 Uhr an einem Werktag wohl selten.
+++ 10.11 Uhr: Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Kassel, sagt, ihm sei sehr wichtig, dass der Protest der Bauern nicht von den politisch äußeren Rändern vereinnahmt wird. Er sagt: „Wir protestieren für unsere Anliegen und das soll friedlich geschehen. Für uns ist unser Grundgesetz ausschlaggebend.“
+++ 10.10 Uhr: Die Trams fahren heute in Kassel ganz normal. Jene in Richtung Innenstadt sind gut gefüllt.
+++ 10.09 Uhr: Der Zug aus Hofgeismar hat die Stadtgrenzen erreicht und nähert sich über die Holländische Straße Kassel-Mitte
+++ 10.09 Uhr: Am Straßenrand stehen immer wieder jubelnde, genervte und interessierte Passanten. Auch ein winkendes kleines Kind und einige Verwirrte beobachten die Kolonne. Bei dem Versuch eines Autos, zu überholen, stellt sich ein Polizeiwagen in den Weg.
Bauernproteste in und um Kassel: Noch rollt der Verkehr stadtauswärts auf dem Steinweg
+++ 10.07 Uhr: Die letzten Autos passieren den Steinweg in Kassel. Stadteinwärts ist er bereits gesperrt.
+++ 10.04 Uhr: Aus Kaufungen-Papierfabrik starten mehr Bauern als Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Kassel, erwartet hat. Er schätzt, etwa 200 Fahrzeuge sind dabei. Noch ist der Konvoi im Industriegebiet unterwegs.
+++ 10 Uhr: Vor dem Regierungspräsidium werden noch schnell die letzten Vorbereitungen getroffen. In wenigen Minuten düften hier die ersten Kolonnen anrollen.
+++ 9.59 Uhr: Immer wieder stehen auf Brücken Menschen, klatschen und winken.
+++ 9.57 Uhr: Roswitha Krause steht an der Haltestelle Frankenstraße in Kassel und ist noch guter Dinge. Sie möchte mit dem Bus stadtauswärts. Wie sie gegen Mittag wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause in die Innenstadt kommt, sehe sie dann. Die Proteste könne sie durchaus nachvollziehen. Noch immer sind die Bauern aus Istha nicht eingetroffen.
Bauernproteste in und um Kassel: Erster Traktor am Naturkundemuseum
+++ 9.55 Uhr: Ein Traktor steht bereits auf dem Busparkplatz vor dem Ottoneum und wartet auf die Sperrung des Steinwegs.
+++ 9.53 Uhr: Der Zug aus Hofgeismar ist jetzt auf der Höhe Hotel Schäferberg. Die Traktoren kommen langsamer voran als geplant.
+++ 9.51 Uhr: Die Treckerkolonne ist so lang, dass ihr Ende am Horizont verschwindet. In wenigen Minuten wird der Konvoi aus dem Schwalm-Eder-Kreis erwartet, dem man sich anschließen will. Der Presse wird empfohlen nun besser los zu fahren, wenn man den Vormittag nicht hier in der Feldgemarkung verbringen möchte.
+++ 9.50 Uhr: Jetzt geht es los in Kaufungen. Begleitet von drei Polizeiwagen setzt sich die Kolonne in Bewegung.
+++ 9.49 Uhr: 59 Fahrzeuge, darunter LKW, Trecker und normale Autos sind gerade hupend in Richting Simmershausen losgefahren.
Bauernproteste in und um Kassel: Noch ist freie Fahrt auf der Frankfurter Straße
+++ 9.47 Uhr: Aktuell fahren noch Autos auf der Frankfurter Straße vor dem Justizzentrum in Kassel. Das wird sich bald ändern.
+++ 9.45 Uhr: Volker Borbein ist in Kassel mit seinem Hund Coco noch ganz entspannt bei seinem Morgenspaziergang unterwegs. Auf der Druseltalstraße ist es schließlich noch ganz ruhig. Bald schon werden hier die Trecker aus Istha anrollen. Borbein könne die Proteste durchaus verstehen. Er sei heute ohnehin nicht mit dem Auto unterwegs.
+++ 9.43 Uhr: Es geht los in Fuldatal. Traktoren und Lkw machen sich auf den Weg zum Kasseler RP. Die Polizei begleitet die Kolonne.
+++ 9.42 Uhr: Der gelernte Landwirt Timo Siebert und Erich Grunewald, Landwirt aus Gudensberg, sprechen davon „mit dem Rücken zur Wand zu stehen“. Egal ob Flüchtlings-, Finanz-, oder Agrarpolitik: Sie sind unzufrieden - und deshalb heute hier.
+++ 9.33 Uhr: An den Kelzer Teichen in Hofgeismar sammelten sich Teilnehmer aus Richtung Hofgeismar, Trendelburg, Bad Karlshafen, Liebenau, Carlsdorf, Hombressen, Udenhausen, Wesertal, Grebenstein, Immenhausen und weiteren Gemeinden. Gegen 9 Uhr setzte sich der Konvoi in Richtung Kassel in Bewegung. Laut René Ritter vom Regionalbauernverband Kurhessen sind 190 Schlepper von Hofgeismar aus losgefahren.
+++ 9.31 Uhr: Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Kassel rechnet damit, dass sich der Kolonne aus Kaufungen womöglich noch 30-50 Traktoren aus dem Werra-Meißner-Kreis anschließen werden. Die Kolonne wird dann über die Leipziger Straße und den Platz der Deutschen Einheit nach Kassel fahren. Voraussichtliche Ankunftszeit in Kassel ist 10.15 Uhr.
+++ 9.26 Uhr: Eine große Zahl Traktoren und einige Lkw haben sich ab 8 Uhr am Mittwoch, 10. Januar, vor der Zuckerfabrik in Wabern versammelt. Von dort fuhren die Landwirte, Speditionsmitarbeiter und weitere Protestteilnehmer ab 8.30 Uhr zur Demonstration vor dem Regierungspräsidium in Kassel.
Rund 100 Anmeldungen habe es gegeben, sagt Rainer Ochs, stellvertretender Vorsitzender des Regionalbauernverbands Kurhessen und Landwirt aus Todenhausen. „Es können auch spontan noch Teilnehmer dazukommen.“ Mit der Resonanz ist er zufrieden. „Ich hoffe, dass die Kundgebung dort ruhig bleibt. Die Stimmung ist angespannt. Es rumort in der Branche“, sagt Ochs. Die Landwirte hoffen mit ihren Aktionen ein politisches Umdenken bewirken zu können und Lokalpolitiker auf ihre Seite ziehen zu können.
Auffällig ist: Unter den Bauern, die sich von Wabern aus auf Weg nach Kassel gemacht haben, sind viele Junglandwirte, die Zukunftsängste haben. Valentin Döhrer aus Frielendorf sagt: „Ich muss Angst haben, später ein armer Mann zu werden, wenn ich den Betrieb meines Vaters übernehme. Deshalb bin ich dabei.“ Nach der Abfahrt des Traktoren-Corsos in Richtung Kassel kam es auf der B254 zu Verkehrsbehinderungen.
+++ 9.21 Uhr: Planmäßig sind die Bauern des Wolfhager Landes gegen 9 Uhr an der Scheune des Lohnunternehmens Becker aufgebrochen Richtung Kassel. 170 Fahrzeuge, hauptsächlich Traktoren, schlossen sich der Kolonne an. Die meisten hatten Schilder mit Forderungen an die Politik angebracht. Bei klirrender Kälte und gefrorenen Äckern ringsum.
+++ 9.19 Uhr: In Kaufungen-Papierfabrik haben sich die ersten 45 Bauern mit ihren Traktoren in einer langen Reihe hintereinander aufgestellt. Zugführer Erich Schaumburg, Bauer aus Niestetal, rechnet mit insgesamt 70 Traktoren, die sich um 9.45 Uhr von hier auf den Weg nach Kassel machen werden.
+++ 9.18 Uhr: Auf den Brücken bei Grebenstein über die B83 stehen Menschen und schauen dem Konvoi zu. Viele klatschen.
Bauern-Demo in und um Kassel: Noch keine Auswirkungen in der Stadt
+++ 9.14 Uhr: Momentan gibt es wegen des Protestes noch keine Behinderungen in der Stadt Kassel, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz. Damit sei gegen 10 Uhr zu rechnen, wenn es zu den Sperrungen vor dem Regierungspräsidium kommt.
+++ 9.12 Uhr: Um kurz nach 9 füllte sich die Bundesstraße B7/83 von Hofgeismar nach Kassel mit einem Konvoi an Schleppern, Lastwagen, Autos mit Pferdeanhängern und anderen Teilnehmern. Der Zug wurde von der Polizei begleitet. Mit dabei war auch Justus Faupel (18 Jahre) aus Hofgeismar. Der Betrieb seiner Familie betreibt 90 Hektar Ackerbau und eine Pferdezucht. Die Landwirte hatten sich zuvor an den Kelzer Teichen zur Abfahrt getroffen.
+++ 9.10 Uhr: Die ersten Landwirte stehen bereits am Gut Freienhagen in Fuldabrück. Es wird noch auf weitere Teilnehmer gewartet. Geplant ist, sich gegen 9:45 Uhr einem größeren Konvoi anzuschließen und immer an der Fulda entlang in Richtung Kassel zu fahren. Gesprächsbereit ist erstmal niemand.
+++ 9.05 Uhr: Mittlerweile ist auch die Polizei in Fuldatal eingetroffen.
+++ 9.04 Uhr: Von Grebenstein aus ist der Konvoi unterwegs. Er bewegt sich mit etwa 20 bis 30 km/h in Richtung Kassel
+++ 9.03 Uhr: Auch in Istha bereiten sich die Landwirte auf den Start ihrer Protestfahrt vor. Um kurz nach 9 Uhr soll es losgehen. Laut Tim Becker, der mit seinem Trecker vorweg fährt, wolle man die Kasseler Innenstadt über die Druseltalstraße und die Kohlenstraße erreichen. Alle seien motiviert und vor allem eines: warm eingepackt.
+++ 8.59 Uhr: Die Schlange der Traktoren zieht sich gerade von der Waberner Zuckerfabrik, wo der Konvoi startete, bis Niedervorschütz. Um die 100 Traktoren sind auf dem Weg zum RP in Kassel.
+++ 8.55 Uhr: Auch an der Biogasanlage Hördemann zwischen Vellmar und Fuldatal füllt es sich langsam. Ein Dutzend Trecker sind bereits um kurz vor 9 Uhr eingetroffen.
Lokführerstreik in und um Kassel: Gähnende Leere am Bahnhof-Wilhelmshöhe
+++ 8.53 Uhr: Im Bahnhof Wilhelmshöhe ist es fast schon gespenstisch. Dort, wo normalerweise viele Pendler zum Zug hasten, ist niemand zu sehen. Draußen stehen mehrere Taxis und warten auf Kundschaft. Ein Fahrer hat die Fensterscheibe nach unten gekurbelt, raucht und sagt: „An einem solchen Tag heißt es: rumeiern. Wir haben 70 bis 80 Prozent weniger Kundschaft.“ Von der Sperrung des Steinwegs ab 10 Uhr wegen der Bauernproteste hat er noch nichts gehört. Aber egal: „Wenn wir eh kaum fahren, stehen wir auch nicht im Stau.“ Auch wieder wahr.
+++ 8.48 Uhr: Es gibt erste Anweisungen: Um 9 Uhr geht es los Richtung Kassel. Keine Lücken lassen zwischen den Traktoren und anderen Fahrzeugen, auch in Kassel nicht. Nur eine Fahrspur wird blockiert.
+++ 8.42 Uhr: Die Solidarität ist groß. Daran hat er Mitte Dezember noch nicht geglaubt, sagt Landwirt Moritz Kramm. „Es gab vorher schon viele Reglementierungen, etwa bei der Tierhaltung. Das jetzt betrifft wirklich alle Landwirte. Es hat sich viel angestaut.“
+++ 8.29 Uhr: An den Kelzer Teichen sind 120 Fahrzeuge angemeldet. Insgesamt sind es 550, sagt ein Koordinator. Die Landwirte rechnen aber mit deutlich mehr Teilnehmenden. Auch Mitarbeiter aus der Fleischerei unterstützen die Aktion.
Bauern-Demo in und um Kassel: Die ersten Landwirte versammeln sich
+++ 8.13 Uhr: Die Bauern versammeln sich. An den Kelzer Teichen zwischen Grebenstein und Hofgeismar stehen schon rund 20 Traktoren. Auch die Polizei ist schon da.
+++ 7.56 Uhr: Wie auch am Montag ist es ein bitter kalter Streiktag. Minus neun Grad meldet der Deutsche Wetterdienst am Morgen für Kassel. Nachts waren es sogar minus elf Grad.
+++ 7.42 Uhr: Dass der Bahnverkehr von heute an massiv beeinträchtigt ist, steht auf den großen Anzeigetafeln im ICE-Bahnhof. Aber es genügen eigentlich auch ein paar Beobachtungen um kurz nach sieben, um zu wissen: Es ist Bahnstreik. Der Bahnhof ist fast menschenleer. „Maiks Brezelpoint“, wo sich normalerweise viele Pendler noch einen Kaffee oder eine Brezel holen, ist geschlossen, obwohl er eigentlich um 6 Uhr öffnet.
Zu den wenigen Menschen, die hier sind, gehört ein Flaschensammler. Er wird heute wenig Erfolg haben. Auf der großen Anzeigetafel sind keine Fernzüge aufgeführt. Aber immerhin, der Hinweis an Gleis 2 verrät: Der ICE nach Basel soll abfahren - um 8.37 Uhr. Es ist noch ein bisschen hin, bis hier heute ein Fernzug zu sehen ist.
+++ 7.26 Uhr: Staus oder Behinderungen werden für Nordhessen aktuell nicht gemeldet. Die ersten Landwirte wollen um 8.30 Uhr in Wabern im Schwalm-Eder-Kreis starten.
+++ 7.01 Uhr: Noch ist es ruhig im HNA-Gebiet. Der Protest der Bauern wird erst später anrollen. Was bereits begonnen hat: Der Lokführerstreik. Am Bahnhof in Bad Wilhelmshöhe fallen daher bereits zahlreiche Züge aus. Betroffen sind ICE-und RB-Verbindungen.
+++ 6.43 Uhr: Was laut NVV noch passieren kann: Dass auch Stellwerke bestreikt werden. Dann kann es zu Zugausfällen auf weiteren Regionalzug- und Regiotram-Linien kommen. Hintergrund ist, dass im Fall der Schließung von Stellwerken die betroffene Bahnstrecke komplett für den Schienenverkehr gesperrt werden muss, teilt der Verkehrsverbund mit.
Lokführerstreik in und um Kassel: Diese Züge fahren nicht
+++ 6.31 Uhr: Im NVV-Gebiet muss wegen des Streiks mit Zugausfällen auf den folgenden Regionalzug-Linien gerechnet werden:
- RE2 (Kassel <> Eichenberg <> Leinefelde <> Erfurt)
- RMV-RE5 (Bebra <> Frankfurt)
- RE30 (Kassel <> Frankfurt)
- RE50 (Bebra <> Frankfurt)
- RB4 (Kassel <> Korbach)
- RB38 (Kassel <> Treysa)
- RB39 (Kassel <> Bad Wildungen)
- RB81 (Bodenfelde <> Nordhausen)
- RB85 (Paderborn <> Ottbergen <> Bad Karlshafen <> Bodenfelde <> Göttingen)
- Für die RB84 gibt es einen ca. alle zwei Stunden verkehrenden Schienenerstazverkehr (SEV) zwischen Altenbeken und Holzminden über Höxter und für die RB85 einen SEV zwischen Bad Karlshafen und Offensen. Zwischen Höxter und Bad Karlshafen und zwischen Offensen und Göttingen können die Regionalbuslinien R22 bzw. 210 genutzt werden.
- RE97/RB97 (Brilon <> Korbach <> Marburg)
Alle nicht aufgeführten Regionalzuglinien und die Regiotram-Linien werden laut NVV voraussichtlich regulär fahren. Bus- und Tramlinien sind von dem Streik nicht betroffen.
+++ 6 Uhr: Die Deutsche Bahn rechnet heute bundesweit mit massiven Auswirkungen, die Millionen Fahrgäste betreffen. Die Bahn hat einen Notfahrplan mit einem sehr eingeschränkten Angebot vorbereitet. Über den Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe werden daher nur etwa ein Fünftel des regulären Angebotes von ICE und anderen Fernzügen fahren. Auch regionale Verbindungen können betroffen sein.
+++ Wir beantworten in unserem FAQ die wichtigsten Fragen zum Streik-Mittwoch in Nordhessen.
Bauernproteste in und um Kassel: Reden ab 11 Uhr vorm RP
+++ Die Reden sollen um 11 Uhr beginnen - und bis 12.30 Uhr dauern, haben die Organisatoren mitgeteilt. Das Ende der Veranstaltung ist für 13 Uhr geplant. Anschließend werden alle Treckerfahrer die Rückfahrt antreten. Das wird wohl eine Weile dauern. Der Steinweg wird laut Stadt Kassel daher bis in die Nachmittagsstunden gesperrt bleiben.
Und natürlich dürfte es durch die Rückfahrt auch in anderen Teilen des Stadtgebiets am Mittwochnachmittag zu Staus kommen.
Bauernproteste in und um Kassel: Die Abfahrtzeiten im Überblick
+++ Für die Sternfahrt fahren die Landwirte an folgenden Orten Richtung Regierungspräsidium los:
- Zuckerfabrik in Wabern (Abfahrt: 8.30 Uhr)
- Wolfhagen-Istha (Abfahrt: 9 Uhr)
- Kelzer Teich in Hofgeismar (Abfahrt: 9 Uhr)
- Biogasanlage Hördemann bei Fuldatal (Abfahrt: 9.30 Uhr)
- Papierfabrik in Kaufungen (Abfahrt: 9.45 Uhr)
- Gut Freienhagen in Fuldabrück (Abfahrt: 9.45 Uhr)
Gegen 10.30 Uhr wollen die Bauern in Kassel eintreffen.
+++ Auf den Einfallstraßen und im Kasseler Zentrum rechnet die Polizei für Mittwochmorgen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.
+++ Wie die Stadt am berichtete, werden die Bauern mit ihren Traktoren durch die Innenstadt fahren und für die Versammlung das Regierungspräsidium am Steinweg ansteuern. Deshalb müssten am Mittwoch die Frankfurter Straße und der Steinweg im Abschnitt zwischen Trompete und Altmarkt ab etwa 10 Uhr und bis in den Nachmittag in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt werden. Die Stadt bittet, den Bereich in dieser Zeit möglichst weiträumig zu umfahren.
Bauernproteste in Nordhessen: Nicht die erste Demo in Kassel
+++ In Kassel ist die Demo am Mittwoch (10. Januar) nicht die erste. Hier hatten bereits Ende Dezember Landwirte mit Traktoren protestiert. 200 Bauern aus der Stadt und dem Landkreis hatten ihrem Ärger Luft gemacht.
+++ Viele Bauern in Deutschland wollen in dieser Woche weiter für ihre Privilegien demonstrieren. Schließlich machen staatliche Förderungen einen Großteil der Betriebsgewinne in der Landwirtschaft aus. Wir geben hier ein Überblick über die wichtigsten Fakten, wie sie aus dem agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung von 2023 hervorgehen.
Darum protestieren die Bauern
Grund für die bundesweite Protestwoche von Landwirten sind die Sparpläne der Bundesregierung bei den Agrarsubventionen - wie Agrardiesel-Beihilfen und die Kfz-Steuerbefreiung für die Landwirtschaft.
Die Bundesregierung hat bereits Zugeständnisse gemacht und unter anderem zugesagt, die Steuerbegünstigungen beim Agrardiesel nicht in einem Schritt abschaffen zu wollen. Das reicht den Landwirten aber nicht aus.
Mittlerweile weitet sich der Protest zudem aus – auf eine generelle Kehrtwende in der Agrarpolitik, damit sich die heimische Landwirtschaft im internationalen und innereuropäischen Wettbewerb behaupten könne. Es gehe auch darum, Lebensmittel hier zu erzeugen, statt diese aus anderen Regionen mit geringeren Standards zu importieren.
Bauernproteste: Fleischer solidarisierten sich mit Landwirten
+++ Die Proteste der Landwirte gegen die geplanten Kürzungen der Bundesregierung zog bereits Anfang der Woche weiter Kreise. Auch einige Fleischer aus dem Landkreis Kassel solidarisierten sich mit den Protestlern. Manche Läden in der Region blieben deshalb geschlossen - etwa die Fleischerei Schomberg in Fuldatal. Der Grund für die Solidarisierung: Die Fleischer haben Angst, dass ihnen das Fleisch ausgeht.
+++ Die Landwirte wollen im Streit um die Agrardiesel-Steuerbegünstigung nicht nachgeben. Doch nun werden auch Stimmen lauter, die eine Abschaffung befürworten. Etwa von Greenpeace.
Für Mittwoch ist in der Kasseler Innenstadt eine große Kundgebung mit Traktoren geplant, dazu hat der Regionalbauernverband Kurhessen 500 Fahrzeuge angemeldet. Nicht nur in der Innenstadt dürfte es zu erheblichen Behinderungen kommen, sondern auch im Bahnreiseverkehr. Denn die Lokführergewerkschaft GDL hat für Mittwoch bis Freitag zu bundesweiten Streiks aufgerufen.
Bereits am Montag hatten Landwirte in ganz Deutschland protestiert. Auch in Nordhessen und Südniedersachsen fanden zahlreiche Aktionen statt. Hier finden Sie unseren Bauernprotest-Newsticker zum Nachlesen.
Bauern-Proteste in Nordhessen und Südniedersachsen




Rubriklistenbild: © Anna Weyh




















