VonFlorian Leclercschließen
Die Autoabschaffprämie ist eine schöne Anerkennung für Menschen, die sich klimafreundlich verhalten wollen. Aber was ist mit denen, die das ohnehin schon tun?
Was wird für Frankfurterinnen und Frankfurter getan, die schon länger aufs eigene Auto verzichten? Die lokale Nahverkehrsgesellschaft Traffiq und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt setzen bis Jahresende einen Notfallplan mit ausgedünntem Takt fort. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund erhöht Jahr für Jahr die Ticketpreise. Die Deutsche Bahn sorgt dafür, dass Menschen, die pendeln, Verspätungen fest einplanen müssen.
Aber jenseits von Polemik: Nun gibt es einen Autoabschaffprämie in Frankfurt, und das ist gut. Damit mehr Menschen sich klimafreundlich verhalten. In der Stadt kommt man auch ohne eigenes Auto überall hin. Zu Fuß, mit Bus, Bahn, Fahrrad und zur Not auch mit dem Carsharing-Auto oder dem Taxi. Ein Verzicht aufs Auto ist ein Dienst an der Allgemeinheit.
Verzicht auf ein Statussymbol
Ohne individuelle Zurückhaltung werden die Klimaziele nicht erreicht. Es ist auch ein Verzicht auf die Freiheit, jederzeit überall hinfahren zu können, ohne auf Takte und Tarife zu achten, und der Verzicht auf ein Statussymbol.
Das Mobilitätsdezernat und die Römer-Koalition hätten sich ruhig etwas ausdenken können, um die Menschen zu belohnen, die schon länger aufs eigene Auto verzichten.
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