Polizei OHZ berichtet

Angriff mit Böllern und Schreckschusspistole: Polizei verfolgt Personen durch die Stadt

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Die Polizei in Osterholz-Scharmbeck ist an Silvester mit Böllern und offenbar auch mit einer Schreckschusspistole angegriffen worden. (Symbolbild)
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Eine Gruppe von 15 Personen greift in der Silvesternacht Polizeibeamte mit Feuerwerk und einer Waffe an. Die Täter konnten fliehen und werden nun gesucht.

Osterholz-Scharmbeck – In der Silvesternacht gerieten Polizeibeamte auf der Straße „Heidkrug“ unweit des dortigen Einkauf-Areals in Osterholz-Scharmbeck in eine brenzlige Situation. Eine Gruppe von etwa 15 Personen griff sie dort an. Kurz vor Mitternacht wollten die Beamten die Gruppe kontrollieren.

Als diese das bemerkten, reagierten die Personen aggressiv. Sie warfen Feuerwerkskörper auf die Polizisten und schossen mutmaßlich mit einer Schreckschusspistole auf sie, heißt es in einer Meldung der Polizei. Trotz sofortiger Verfolgung gelang es den Personen demnach, in Richtung Drosselstraße zu entkommen. Während der Verfolgung setzte die Gruppe ihren Angriff fort.

Zeugen nach Angriff auf Polizei mit Böllern und Schreckschusspistole gesucht

Durch den Angriff wurden keine Beamten verletzt, zumal diese sich zu diesem Zeitpunkt noch in ihren Dienstfahrzeugen befanden. Die Polizei hat Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz eingeleitet und bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung. Zeugen, die Hinweise auf die Gruppe oder die Täter geben können, sollen sich unter der Telefonnummer 04791/3070 melden.

Im weiteren Verlauf der Neujahrsnacht kam es im Landkreis Osterholz laut der Meldung zu mehreren kleineren Bränden im Zusammenhang mit Feuerwerk. Zudem wurde das Gebäude des CDU-Kreisverbandes Osterholz an der Bahnhofstraße durch Feuerwerk beschädigt. Die beiden tatverdächtigen Männer Anfang 20 aus Osterholz und dem Landkreis Cuxhaven erwarten nun mehrere Strafverfahren. Da sie bei der Tatausführung rechte Parolen gerufen haben sollen, wird durch die Polizei auch eine politische Motivation geprüft, heißt es in der Meldung der Polizei.

In Niedersachsen ist es in der Nacht auf Mittwoch unterdessen zu mehreren Gebäudebränden gekommen. In welchen Fällen Feuerwerk für die Feuer verantwortlich war, stand am Neujahrsmorgen noch nicht fest. In Hamburg wurde zudem ein Mann getötet, als er versuchte, einen selbstgebauten Böller zu zünden. Einsatzkräfte in Bremen meldeten einen relativ ruhigen Abend für die Polizei. In Hannover verlor ein 14-Jähriger beim Versuch einen Böller zu zünden Teile seiner Hand.

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