Sturm in Norddeutschland

Extremes Niedrigwasser und Sturm: Orkan trifft auf Nordseeinseln – Eindrücke in Bildern

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Ein Orkantief hat Norddeutschland seit gestern im Griff. Der Wind lässt mittlerweile nach, doch die Bilder und Eindrücke des Ausmaßes bleiben. 

Niedersachsen – Ein Orkan hatte den Norden Deutschlands in den vergangenen 24 Stunden fest im Griff. An der Nordseeküste erreichte die Windgeschwindigkeit teilweise über 130 Kilometer pro Stunde. Unter anderem fielen Fähren zu den Ostfriesischen Inseln aus. Allmählich lässt der Wind nach, doch vorbei ist der Spuk noch nicht.

Orkan trifft auf Nordseeinseln: Sturm und extremes Niedrigwasser – die Bilder

Noch immer warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Ostströmungen, die durch ein komplexes Sturmtief über England und einem Hoch über Nordskandinavien in Norddeutschland für einen Orkan sorgten. Die dadurch entstehenden Winde erreichen von heute bis einschließlich Sonntag noch Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Das gelte vor allem für Lagen, die dem Wind besonders ausgesetzt sind, zum Beispiel die Nordseeküste.

Große Wellen krachen ineinander – Der Orkan sorgte auf Helgoland für eindrucksstarke Bilder.

So einschüchternd diese Naturgewalten auch sein können, so fasziniert sind die Norddeutschen an den Küsten von den Bildern, die sich durch den Orkan ergeben. Unzählige teilten in den vergangenen Stunden ihre Eindrücke als Fotos und Videos in den sozialen Medien. Der Tourismus-Service der Inseln Helgoland.de teilte gestern auf seinem Facebook-Profil ein Panoarma-Video. Äste biegen sich im Wind, das Meer ist vollkommen mit weißer Gischt bedeckt, Wind rauscht im Lautsprecher. Der Tourismus-Service titelt: „Ein bisschen Schaum.“

„Rekordniedrigwasser und Sturm am Freitag“, schreibt hingegen das Inselradio der Nordsee-Insel Föhr auf seiner Facebook-Seite und zeigt Fotos von einer Fähre, die im Schlamm des Watts festzustecken scheint. Ausgefallen ist diese nach Kenntnisstand unserer Redaktion nicht. Dem Bild nach zu urteilen, dürfte die Fahrt habe angesichts des niedrigen Wasserstandes eine heikle Angelegenheit gewesen sein.

Die nördliche Elbfähr-Verbindung zwischen Glücksstadt und Wischhafen steckte durchd den geringen Wasserstand in der Elbe vollkommen fest, wie Fotos auf dem Facebook-Profil der FRS Elbfähre zeigen. Zum Ärger der Reisenden, die einen großen Umweg über Hamburg in Kauf nehmen mussten, um von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen zu kommen und andersherum.

„So allmählich wacht die Nordsee um Helgoland aus ihrem ‚Sommerschlaf‘ auf“, schreibt Helgoland-Fotograf Thorsten Meyer auf seinem Facebook-Profil. Unsere Redaktion hat eine Bildergalerie mit Eindrücken des Sturmausmaßes auf Helgoland angelegt.

Orkantief knallt auf die Nordseeküste – Fotos vom Ausmaß 

Gischt spritzt hoch in die Luft. Ein Mann versucht, das Spektakel mit seinem Handy zu filmen.
Gischt spritzt hoch in die Luft. Ein Mann versucht, das Spektakel mit seinem Handy zu filmen.  © Thorsten Meyer
Viele weiße Schaumkronen, die durch die Orkanböen aufgewirbelt wurden, bedecken das Meer vor Helgoland.
Viele weiße Schaumkronen, die durch die Orkanböen aufgewirbelt wurden, bedecken das Meer vor Helgoland.  © Thorsten Meyer
Helgoland bei Sturm
Durch das Orkantief, das gestern auf Norddeutschland getroffen ist, entstanden spektakuläre Eindrücke auf Helgoland.  © Thorsten Meyer
Große Wellen krachen ineinander – Der Orkan sorgte auf Helgoland für eindrucksstarke Bilder.
Große Wellen krachen ineinander – Der Orkan sorgte auf Helgoland für eindrucksstarke Bilder. © Thorsten Meyer
Schifffahrt durch Sturm und Niedrigwasser eingeschränkt
Der starke Ostwind führte dazu, dass das Wasser aus der Elbe hinausgedrückt wurde. Unzählige Schiffe im Hamburger Hafen lagen somit teilweise oder vollständig auf dem Trockenen. Der Schiffsverkehr wurde zudem zum Teil lahmgelegt. © dpa/Marcus Brandt
Schifffahrt durch Sturm und Niedrigwasser eingeschränkt
In Hamburg fiel der Wasserstand am Nachmittag um rund 1,80 Meter unter das mittlere Niedrigwasser. Ein Sprecher der Hafenbehörde hatte keine größeren Probleme erwartet, da der prognostizierte Wasserstand in der Vorplanung von Schiffsanläufen und -liegezeiten berücksichtigt worden sei. Das teilt die Deutsche Presseagentur (dpa) mit. © dpa/Marcus Brandt

An der Ostsee hingegen hat der Sturm für ganz andere Bilder gesorgt. Viele Schäden sind entstanden. Der Katastrophenschutz rechnet damit, dass der Hochwasserschaden in dreistellige Millionenhöhe geht.

Rubriklistenbild: © Thorsten Meyer

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