Sandsack-Barrieren werden erhöht

Hochwasser in Verden: Südbrücke wieder freigegeben – Straßen gesperrt

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    Marvin Köhnken
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Die Hochwasser-Lage in Verden ist weiter prekär. Die Polizei veröffentlicht Updates für die Bürger. Die Südbrücke ist wieder nutzbar.

Update von Samstag, 30. Dezember, 11:34 Uhr: Die Südbrücke in Verden ist jetzt auch für Autos wieder freigegeben. Das kommuniziert die Polizei auf X (ehemals Twitter). Die Straßen Blumenwisch und Reeperbahn sind weiterhin nicht befahrbar.

Update von Samstag, 30. Dezember, 11:07 Uhr: Die Polizei in Verden informiert weiter über die Hochwasser-Lage in Verden. Wie die Beamten auf X (ehemals Twitter) mitteilen, ist die Südbrücke ab sofort wieder für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben. Autofahrer sollen sich jedoch weiter von der Brücke fernhalten. Lediglich Fahrzeuge der Einsatzkräfte dürfen die Südbrücke weiterhin passieren.

Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage

Verden von oben fotografiert. Die Aller ist bis in die Altstadt über die Ufer getreten.
In Verden ist die Aller über ihre Ufer getreten. Die Südbrücke in die Altstadt wurde am Freitag wegen des Hochwassers gesperrt. © dpa
Hochwasser und Überschwemmungen der Aller in der Region Heidekreis nach tagelangen starken Regenfällen.
Auch der Heidekreis in Niedersachsen ist nicht vor Überschwemmungen gefeit. Bis zum Jahreswechsel könnten Regen und Sturm die Lage weiter verschlechtern. © Ulrich Stamm/IMAGO
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase.
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase. © Dorn
Feuerwehrleute stehen in der Nacht am Deich und reichen Sandsäcke.
Mit Sandsäcken bauten die Einsatzkräfte Quellkaden auf, um die Schadstellen einzugrenzen. © Kreisfeuerwehr Verden/Oestmann
Hochwasser in Niedersachsen: Eine vom Wasser überspülte und abgesperrte Straße.
Die L330 zwischen Hoya und Hassel ist seit Donnerstagnachmittag wegen des Hochwassers unpassierbar. © Moritz Frankenberg/dpa
Einsatzkräfte bauen eine Sandsacke-Sperre gegen Hochwasser.
Auch am Serengeti-Park in Hodenhagen sind viele Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser. © Philipp Schulze/dpa
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal Wörpe Wümme
Ein Gartenhaus steht hinter einem durchweichten Deichabschnitt an der Wörpe in Lilienthal. Durch das Hochwasser des Flusses sowie der nahegelegenen Wümme gab es in der Nacht einen Deichriss. © Focke Strangmann/dpa
Der Serengeti Park Hodenhagen von oben fotografiert. Mehrere Flächen sind überflutet.
Der Serengeti-Park in Hodenhagen steht teilweise unter Wasser. Viele Tiere müssen evakuiert werden. © Philipp Schulze/dpa
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) laufen auf einer Straße.
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der aktuen Hochwasser-Lage. © Klaus Müller
Heidschnucken-Rettung der DLRG ist im vollen Gange.
Mehrere Heidschnucken wurden am Mittwoch von der DLRG in der Nähe von Hannover vor dem Hochwasser gerettet. © Karsten Hölscher/dpa/DRLG Wedemark
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover Hochwasser und Überschwemmungen der Leine
Hochwasser und Überschwemmungen bei Hannover © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover  © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Hochwasser und Überschwemmungen der Leine. © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover. © Ulrich Stamm/Imago
Hochwasser in Niedersachsen, Hagen-Grinden
Ein Wohnhaus am Deich auf der Weserinsel Hagen-Grinden. Das Hochwasser ist auch hier angekommen. © Christof Dathe/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Weser
Eine Schild „Parkplatz für Busse“ schaut aus dem Hochwasser. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland hoch. © Friso Gentsch/dpa
Hochwasser in Bremen-Borgfeld: Anwohner transportiert Nachbarn per Kanu
Ein Mann in Bremen-Borgfeld half per Kanu. Er brachte Anwohner zu ihren Häusern und transportierte Pumpen für die Feuerwehr. © Nord-West-Media TV
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße.
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße. © Archiv: Feuerwehr
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten.
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten. © Sigi Schritt
Hochwasser in Niedersachsen – Oker
Die hochwasserführende Oker überflutet in Oker teilweise die Promenade. Für die Flussgebiete der Oker und der Innerste warnte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage. © Thomas Schulz/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Sarstedt
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht am Fluss Innerste im Landkreis Hildesheim. Weil machte sich an verschiedenen Orten ein Bild der angespannten Hochwassersituation in Niedersachsen. © Julian Stratenschulte/dpa
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten.
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten. © Rainer Jysch
Hochwasser in Niedersachsen
Das Hochwasser am Weserwehr im Landkreis Verden (Aufnahme mit Drohne). Zufahrt und Durchfahrt sind seit Weihnachten gesperrt. Laut der Behörden in Niedersachsen bleibt die Hochwasser-Lage in den nächsten Tagen weiter angespannt. © Christof Dathe/dpa
Stadtspeicher Hochwasser
Mit „Big Packs“ wird die Mauer am Rotenburger Stadtspeicher gestützt. © Michael Krüger
Hochwasser Samtgemeinde Hoya
Hochwasser Samtgemeinde Hoya © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Okertalsperre
Die Hochwasserentlastungsanlage lässt Wasser aus der komplett gefüllten Okertalsperre im Harz. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen die Ortschaft zu sichern, nachdem das Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda, über die Deiche trat. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Feuerwehr
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen mit Sandsäcken das Wasser in Schach zu halten. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Schloss Marienburg
Das Schloss Marienburg in der Region Hannover steht vor überfluteten Feldern am Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Ruthe im Landkreis Hildesheim
Hochwasser in Niedersachsen: Der Fluss Innerste mündet an der Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim in den Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa

Polizei informiert: Südbrücke in Verden gesperrt, Parkverbotszonen eingerichtet

Erstmeldung von Freitag, 29. Dezember, 14:14 Uhr: Verden – Die Südbrücke in Verden ist seit Freitagmittag, 29. Dezember, für viele Verkehrsteilnehmer gesperrt worden. Privat genutzte Autos dürfen die Aller nicht mehr über diesen Weg überqueren. Auch für Fußgänger und Radfahrer ist die Strecke in beide Richtungen derzeit gesperrt, teilte die Polizei auf X, ehemals Twitter, mit. Bereits am Donnerstag war die Hochwasser-Lage im Fischerviertel überraschend eskaliert.

Die Sperrungen im Stadtgebiet umfassen auch die Untere Straße ab dem Anita-Augsburg-Platz. Im Fischerviertel werde seit dem Mittag die Sandsack-Barriere erhöht. Für die Sandsack-Ablageorte werden Parkverbotszonen eingerichtet, heißt es weiter. „Haltet die Bereiche für die Einsatzkräfte frei!“, appelliert die Polizei im Namen aller Einsatzkräfte bei X.

Einsatzkräfte verteilen am Freitag Sandsäcke in der Verdener Altstadt, um den dortigen Hochwasserschutz zu verbessern.

Geparkte Fahrzeuge müssen aus dem Bereich entfernt werden, da Platz für die Fahrzeuge der Einsatzkräfte benötigt wird. Betroffen sind vor allem die Bereiche Reeperbahn, Blumenwisch oder Norderstädtischer Markt, teilte die Stadt Verden mit. Der Bereich an der Reeperbahn ist dann wenig später auch für Fußgänger gesperrt worden.

„Der Zulauf von Schaulustigen behindert die Arbeit der Einsatzkräfte. Haltet euch aus dem Bereich fern“, schrieb die Polizei dazu. Immer wieder sind auch an den Tagen zuvor im Kreis Verden und an anderen Orten in Niedersachsen Menschen in Hochwasser-Gebiete gekommen – eine Art „Hochwassertourismus“ hatte sich zum Unmut der Einsatzkräfte entwickelt.

Hochwasser in Verden führt zu Sperrungen in der Altstadt an der Aller

Die Polizei in Verden war unterdessen kurzzeitig nur noch über die Notrufnummer 110 erreichbar. Wegen eines Stromausfalls sei die Telefonanlage am Freitagmittag ausgefallen, seit 14 Uhr aber wieder repariert. Ein weiteres Problem in Verden, das aber schnell behoben werden konnte, während auch in vielen anderen Teilen Niedersachsens Hochwasser herrscht.

Der Landkreis Verden ist einer von mehreren Regionen in Niedersachsen, in denen derzeit eine akute Hochwasser-Lage herrscht. In insgesamt sechs Landkreisen sowie der Stadt Oldenburg ist am Freitag weiterhin ein sogenanntes außergewöhnliches Ereignis festgestellt worden, sagte Landesbranddirektor Dieter Rohrberg. Ihm zufolge geht es dabei um die Landkreise Celle, Oldenburg, Emsland, Osterholz, Verden sowie den Heidekreis. In den Landkreisen Hildesheim und Northeim sei es hingegen mittlerweile aufgehoben worden. Durch das sogenannte außergewöhnliche Ereignis können Landkreise beispielsweise einfacher auf Hilfskräfte zugreifen.

Das Hochwasser fließt bereits seit mehreren Tagen mit großer Wucht auf die Altstadt von Verden zu.

In Verden ist neben dem Fischerviertel vor allem der Stadtteil Hutbergen vom Hochwasser betroffen. Dort droht ein Deich zu brechen. Die Einsatzkräfte sind auch dort mit vollem Einsatz aktiv, um die Fluten von den Menschen und ihren Häusern fernzuhalten. Am Freitag ist unterdessen die Kreisbereitschaft Cuxhaven-Ost mit 190 Einsatzkräften an Aller und Weser eingetroffen. Die Kreisfeuerwehr Verden hatte die Hilfe von der Nordsee angefordert. Auch aus dem Landkreis Diepholz machten sich am Nachmittag die Mitglieder einer Kreisfeuerwehrbereitschaft in Richtung Verden auf den Weg.

Rubriklistenbild: © Wilhelm Haase-Bruns

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