Hochwasser in Verden: Südbrücke wieder freigegeben – Straßen gesperrt
VonMarcel Prigge
schließen
Marvin Köhnken
schließen
Die Hochwasser-Lage in Verden ist weiter prekär. Die Polizei veröffentlicht Updates für die Bürger. Die Südbrücke ist wieder nutzbar.
Update von Samstag, 30. Dezember, 11:34 Uhr: Die Südbrücke in Verden ist jetzt auch für Autos wieder freigegeben. Das kommuniziert die Polizei auf X (ehemals Twitter). Die Straßen Blumenwisch und Reeperbahn sind weiterhin nicht befahrbar.
Die Südbrücke ist nun auch für Fahrzeuge wieder freigegeben. Die Straßen Reeperbahn und Blumenwisch bleiben für mögliche Arbeiten der Feuerwehr weiterhin gesperrt. *fl
Update von Samstag, 30. Dezember, 11:07 Uhr: Die Polizei in Verden informiert weiter über die Hochwasser-Lage in Verden. Wie die Beamten auf X (ehemals Twitter) mitteilen, ist die Südbrücke ab sofort wieder für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben. Autofahrer sollen sich jedoch weiter von der Brücke fernhalten. Lediglich Fahrzeuge der Einsatzkräfte dürfen die Südbrücke weiterhin passieren.
Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage
Polizei informiert: Südbrücke in Verden gesperrt, Parkverbotszonen eingerichtet
Erstmeldung von Freitag, 29. Dezember, 14:14 Uhr: Verden – Die Südbrücke in Verden ist seit Freitagmittag, 29. Dezember, für viele Verkehrsteilnehmer gesperrt worden. Privat genutzte Autos dürfen die Aller nicht mehr über diesen Weg überqueren. Auch für Fußgänger und Radfahrer ist die Strecke in beide Richtungen derzeit gesperrt, teilte die Polizei auf X, ehemals Twitter, mit. Bereits am Donnerstag war die Hochwasser-Lage im Fischerviertel überraschend eskaliert.
Die Sperrungen im Stadtgebiet umfassen auch die Untere Straße ab dem Anita-Augsburg-Platz. Im Fischerviertel werde seit dem Mittag die Sandsack-Barriere erhöht. Für die Sandsack-Ablageorte werden Parkverbotszonen eingerichtet, heißt es weiter. „Haltet die Bereiche für die Einsatzkräfte frei!“, appelliert die Polizei im Namen aller Einsatzkräfte bei X.
Geparkte Fahrzeuge müssen aus dem Bereich entfernt werden, da Platz für die Fahrzeuge der Einsatzkräfte benötigt wird. Betroffen sind vor allem die Bereiche Reeperbahn, Blumenwisch oder Norderstädtischer Markt, teilte die Stadt Verden mit. Der Bereich an der Reeperbahn ist dann wenig später auch für Fußgänger gesperrt worden.
„Der Zulauf von Schaulustigen behindert die Arbeit der Einsatzkräfte. Haltet euch aus dem Bereich fern“, schrieb die Polizei dazu. Immer wieder sind auch an den Tagen zuvor im Kreis Verden und an anderen Orten in Niedersachsen Menschen in Hochwasser-Gebiete gekommen – eine Art „Hochwassertourismus“ hatte sich zum Unmut der Einsatzkräfte entwickelt.
Hochwasser in Verden führt zu Sperrungen in der Altstadt an der Aller
Die Polizei in Verden war unterdessen kurzzeitig nur noch über die Notrufnummer 110 erreichbar. Wegen eines Stromausfalls sei die Telefonanlage am Freitagmittag ausgefallen, seit 14 Uhr aber wieder repariert. Ein weiteres Problem in Verden, das aber schnell behoben werden konnte, während auch in vielen anderen Teilen Niedersachsens Hochwasser herrscht.
Der Landkreis Verden ist einer von mehreren Regionen in Niedersachsen, in denen derzeit eine akute Hochwasser-Lage herrscht. In insgesamt sechs Landkreisen sowie der Stadt Oldenburg ist am Freitag weiterhin ein sogenanntes außergewöhnliches Ereignis festgestellt worden, sagte Landesbranddirektor Dieter Rohrberg. Ihm zufolge geht es dabei um die Landkreise Celle, Oldenburg, Emsland, Osterholz, Verden sowie den Heidekreis. In den Landkreisen Hildesheim und Northeim sei es hingegen mittlerweile aufgehoben worden. Durch das sogenannte außergewöhnliche Ereignis können Landkreise beispielsweise einfacher auf Hilfskräfte zugreifen.
In Verden ist neben dem Fischerviertel vor allem der Stadtteil Hutbergen vom Hochwasser betroffen. Dort droht ein Deich zu brechen. Die Einsatzkräfte sind auch dort mit vollem Einsatz aktiv, um die Fluten von den Menschen und ihren Häusern fernzuhalten. Am Freitag ist unterdessen die Kreisbereitschaft Cuxhaven-Ost mit 190 Einsatzkräften an Aller und Weser eingetroffen. Die Kreisfeuerwehr Verden hatte die Hilfe von der Nordsee angefordert. Auch aus dem Landkreis Diepholz machten sich am Nachmittag die Mitglieder einer Kreisfeuerwehrbereitschaft in Richtung Verden auf den Weg.