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Die Gewerkschaft Verdi ruft am 29. Februar und den 1. März erneut zu Streiks im ÖPNV von NRW auf. Im Ruhrgebiet dürften etliche Busse und Bahnen stillstehen.
Essen – Die nächste Streikwelle rollt auf den ÖPNV in NRW zu. Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut fast bundesweit zu Streiks im Nahverkehr auf. Zwischen Donnerstag (29. Februar) bis Freitag (1. März) sollen laut Verdi auch die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsunternehmen in NRW streiken.
Dann sollen in vielen Städten des Bundeslandes Busse und Bahnen für 48 Stunden stillstehen. Den letzten ÖPNV-Streik hatte es am 15. Februar in NRW gegeben. Auch im Ruhrgebiet soll im ÖPNV gestreikt werden. Betroffen sind unter anderem die Städte Bochum, Dortmund und Essen. Ein Überblick, bei welchen Verkehrsunternehmen im Ruhrgebiet am 29. Februar und 1. März gestreikt werden soll.
Verdi-Streik im ÖPNV von NRW: Hier soll im Ruhrgebiet gestreikt werden
Durch den Streikaufruf sind laut Verdi „zahlreiche kommunale Verkehrsunternehmen“ am 29. Februar und 1. März zum Streik aufgerufen. Beim letzten ÖPNV-Streik am 15. Februar fielen in einigen Städten des Ruhrgebiets Busse und Bahnen aus. Auch am 29. Februar und 1. März dürfte das so kommen. Denn auch dieses Mal gilt der Streikaufruf für einige Verkehrsunternehmen im Ruhrgebiet. Betroffen sind laut Verdi:
- Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft (Duisburg)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG (Moers)
- Dortmunder Stadtwerke Aktiengesellschaft (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen GmbH (Herten)
- Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (Bochum und Gelsenkirchen)
- Ruhrbahn GmbH (Essen)
- STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (Herne)
- Stadtwerke Hamm GmbH (Hamm)
- Verkehrsbetrieb Hamm GmbH (Hamm)
- Hinweis: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Änderungen sind möglich. Quelle: Verdi NRW, Stand: 27. Februar, 12 Uhr
Streik im ÖPNV von NRW: Fast alles fällt aus
Die Bogestra hat bereits angekündigt, dass an den Streiktagen „keine Bus- und Bahnfahrten“ angeboten werden. Auch in Dortmund wird so gut wie der ganze ÖPNV stillstehen. Sämtliche Bus- und Stadtbahnlinien werden nicht fahren, kündigte DSW21 an. Lediglich die H-Bahn und die Airport-Linien sollen regulär unterwegs sein.
Auch bei der Stoag in Oberhausen werden keine Busse und Bahnen fahren. Die Ruhrbahn (Essen und Mülheim an der Ruhr) äußerte sich ebenfalls zum Streik. „Es wird zu Ausfällen im Angebot der Ruhrbahn (Bus-, Tram, U-Bahn, E-Wagen und TaxiBus) in Essen und Mülheim an der Ruhr kommen“, so das Verkehrsunternehmen. „Um dennoch eine Basismobilität zu gewährleisten, fahren die Nachtexpresslinien in der Zeit von 5:30 Uhr bis 23:30 Uhr im Stundentakt ihren jeweiligen Linienweg nach einem Streikfahrplan“, so die Ruhrbahn weiter. Zudem sollen einzelne Fahrten im Schülerverkehr stattfinden.
Der ÖPNV-Streik in NRW im Überblick
Alle wichtigen Informationen zum ÖPNV-Streik in NRW auf einen Blick und Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Verdi-Streik im ÖPNV in NRW: Diese Alternativen haben Pendler im Ruhrgebiet
Trotz des Verdi-Streiks bei den Verkehrsunternehmen fallen bei weitem nicht alle Bahnen im Ruhrgebiet aus. Die Deutsche Bahn und weitere Bahnunternehmen werden von Verdi nicht bestreikt und fahren daher nach Plan. Somit können Pendler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, am 29. Februar und 1. März die S-Bahn-Linien und Regionalzüge als Alternativen zumindest für etwas größere Strecken nutzen. Wer beispielsweise von Essen nach Mülheim an der Ruhr fahren muss, kann statt der Ruhrbahn unter anderem den RE1 von National Express nutzen.
Erneuter Streik im ÖPNV: Darum geht es
Der erneute Streikaufruf im ÖPNV von NRW hat mit den Manteltarifverhandlungen zwischen Verdi und den kommunalen Verkehrsunternehmen in NRW zu tun. „Hintergrund des zweitägigen Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten (bundesweit rund 90.000) im kommunalen ÖPNV in NRW sowie weiteren Bundesländern“, erklärte Verdi. Bei den Verhandlungen geht es um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Verkehrsunternehmen. Verdi fordert dabei unter anderem mehr freie Tage für die Mitarbeiter. Bislang gibt es noch keine Einigung mit den Verkehrsunternehmen. (jr)
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