Am Montagabend wurde das erste Rotorblatt durch Warstein zum Windpark Rennweg transportiert. Im Kreisverkehr in Sichtigvor waren Nachjustierungen nötig.
Am Montagabend wurde das erste 86 Meter lange Rotorblatt per „Bladelifter“ zum Windpark Rennweg transportiert. Einige Zuschauer saßen mit Gartenstühlen am Straßenrand.
Warstein – Über die sozialen Medien verbreitete es sich am Montagabend ab etwa 21 Uhr wie ein Lauffeuer: Das erste Rotorblatt ist per Schwertransport auf dem Weg durch Warstein in Richtung Windpark Rennweg. Hunderte Schaulustige machten sich auf den Weg und säumten die Strecke. Allerdings war es kein „klassischer“ Schwertransport. Die Rotorblätter werden per sogenanntem „Bladelifter“, umgangssprachlich als Selbstfahrer bezeichnet, transportiert.
Von der Logistikfläche am Haarweg ging es am Montagabend hinab in Richtung der Belecker Külbekreuzung, wo der Tross nach rechts in Richtung Mülheim abbog. Vorweg und hernach fuhren zahlreiche Begleitfahrzeuge, die beispielsweise die Strecke absicherten und Verkehrsschilder abmontierten beziehungsweise zurückmontierten. Zudem begleitete auch Donat Ahle als Leiter der Feuerwehr den Transport, ebenso war die Polizei vor Ort. Mal mit Schrittgeschwindigkeit, mal etwas schneller, mal aber auch deutlich langsamer in Zentimeterarbeit, bewegte sich der 14-achsige „Bladelifter“ Meter für Meter fort.
„Bladelifter“ kann Rotorblatt aufstellen und herablassen
Die Verantwortlichen, begleitet durch Marcel Papenfort, Geschäftsführer der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co.KG, lenkten das Fahrzeug per mobiler Steuerung, beobachteten Umgebung und natürlich die Spitze des 86 Meter langen Rotorblattes, welches durch den „Bladelifter“ je nach Streckenführung aufgestellt und herabgelassen werden konnte. Die Spitze des Rotorblattes war zudem extra mit einem Windstärken-Messgerät versehen und beleuchtet.
Schwertransport mit Windrad-Rotorblatt von Belecke zum Windpark Rennweg
Von Belecke kommend ging es über die Möhnestraße durch Mülheim und Sichtigvor. „Bislang läuft es gut“, erklärte Papenfort dort. Im Kreisverkehr in Sichtigvor bedurfte es allerdings Nachjustierungen, war der „Bladelifter“ zuerst rechtsherum hindurchgefahren, musste dann aber zurücksetzen und linksherum die Engstelle passieren, um weiter in Richtung Allagen und Niederbergheim zu kommen.
An den jeweiligen Einmündungen kam es zu kurzzeitigen Staus. Einige Schaulustige begleiteten den Transport auf Fahrrädern, andere hatten es sich mit Gartenstühlen, Kaltgetränken und Snacks am Straßenrand bequem gemacht, hielten alles per Smartphone fest.
Bereits seit knapp sechs Wochen lagerten die ersten Rotorblätter auf der Logistikfläche am Belecker Haarweg zwischen Industriepark-Einfahrt und Bahnübergang. Seit kurzer Zeit war auch der nötige „Bladelifter“ vor Ort, um die Rotorblätter an ihren Bestimmungsort zu bringen.