VonMaximilian Gangschließen
Der Feuerwachturm Rennberg in Haltern am See hilft der Feuerwehr dabei, Brände früh zu entdecken. Gleichzeitig bietet er einen wunderbaren Ausblick.
Haltern am See – Die Feuerwehren in NRW setzen zur Brandbekämpfung auf verschiedenste Hilfsmittel. Der ein oder andere wird im ersten Moment wohl an Wasser, Drehleitern und Feuerlöscher denken. Doch vielerorts steht auch Architektur für die Einsatzkräfte bereit, von denen die Flammen schon frühzeitig gesichtet und im Keim erstickt werden können: sogenannte Feuerwachtürme. Einer dieser Türme, der Feuerwachturm Rennberg, steht in Haltern am See im Kreis Recklinghausen. Er hat eine wichtige Funktion für NRW – und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Feuerwachturm Rennberg in Haltern am See hilft bei der Brandbekämpfung
Der Feuerwachturm Rennberg ist Teil eines „funktionierenden und geschlossenen Brandüberwachungssystems“, heißt es auf dem Freizeitportal Erlebe Haltern am See, das von den örtlichen Stadtwerken betrieben wird. Einige bedrohliche Brände seien von dem Turm aus bereits gesichtet, gemeldet – und im Anschluss von der Feuerwehr bekämpft worden. Bei gutem Wetter reicht der Blick über bis zu 40 Kilometer, bis in das Ruhrgebiet und das Münsterland. Der Turm steht in einem dabei auf der zweithöchsten Erhebung in dem riesigen, hügeligen Waldgebiet Haard, dem namensgebenden Rennberg.
Aussichtsplattform auf Feuerwachturm Rennberg bietet Ausblick über riesiges Waldgebiet
Dementsprechend beliebt ist der Feuerwachturm Rennberg auch bei Anwohnern und Touristen. Seit seiner Einweihung im März 2010 ist der Turm nach und nach zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Ist man erstmal die 143 Stufen bis zur 32 Meter hohen Aussichtsplattform hochgestiegen, bietet sich von oben ein „atemberaubender Blick“, schreiben die Stadtwerke. Von dort lässt sich die gesamte Haard und die Schleuse Flaesheim am Rhein-Dattel-Kanal überblicken. Auch Monumente, wie Kraftwerke oder die über 20 Kilometer entfernte Veltins-Arena des FC Schalke 04 in Gelsenkirchen, sind erkennbar.
Rund um den aus Stahl gefertigten Feuerwachturm Rennberg sind Tische und Bänke angebracht, sodass auch Wanderer und Radfahrer dort häufig Rast machen. Die Stufen hoch zur Aussichtsplattform sind gitterlos, so ist der Aufstieg mit Hunden problemlos möglich. Der Besuch ist zudem nicht an Öffnungszeiten gebunden, der Turm ist rund um die Uhr geöffnet und kann betreten werden.
Anfahrt zur Aussichtsplattform auf dem Feuerwachturm Rennberg – ein wenig Ausdauer nötig
Mit dem Auto erreicht man den Turm am besten über den Wanderparkplatz Dachsberg, direkt am Waldspielplatz und dem Sportzentrum. Von dort aus sind es noch knapp zwei Kilometer, die man zu Fuß zurücklegen kann. Wichtig: Ein wenig Ausdauer ist für die kurze Wanderstrecke über Waldwege mit zum Teil großen Steigungen nötig.
Neben der Haard gibt es auch weitere traumhafte Naturlandschaften im Ruhrgebiet. So erinnert der Pfingstsee in Bottrop mit seinen Bächen und Waldflächen an den Natur-Flair in Skandinavien. In Essen findet man inmitten einer malerischen See-Landschaft eine Mittelalterburg. Und in der Elfringhauser Schweiz in NRW lässt es sich wandern wie in der Schweiz. (mg)
Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago


