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Hochwasser in NRW – Deiche an vielen Stellen aufgeweicht

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Der Dauerregen der letzten Tage hat an vielen Regionen und Orten in NRW für Hochwasser gesorgt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

  • In NRW sind aufgrund des Hochwassers viele Deiche aufgeweicht, der NRW-Umweltminister sieht Sanierungsbedarf.
  • Die Pegel sinken aktuell vielerorts. Doch der DWD rechnet in den kommenden Tagen mit neuem Regen in NRW.
  • Die Hochwassergefahr bleibt in vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen angesichts gesättigter Böden hoch. Im Ruhrgebiet und anderen Regionen sicherte die Feuerwehr etliche Deiche.

Update vom 29. Dezember, 18:27 Uhr: Beim Hochwasser in Nordrhein-Westfalen gibt das Umweltministerium trotz stagnierender oder sinkender Pegelstände keine Entwarnung. „Wir haben nach wie vor eine große Hochwasserlage“, sagte Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) am Freitag in Düsseldorf gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bisher seien die Folgen überschaubar geblieben, keine Opfer zu beklagen. An den Talsperren drohten weder Dammbrüche noch unkontrollierte Überläufe. Die Hochwasserschutzanlagen hätten gehalten.

Allerdings seien die Deiche an vielen Stellen aufgeweicht. Es habe sich hier deutlich gezeigt: „Wir haben einen Sanierungsbedarf“, sagte Krischer. Es sei den Einsatzkräften vor Ort zu verdanken, dass sie Schwachstellen erkannt und energisch gegengesteuert hätten, um Deichbrüche zu verhindern. Es brauche auch mehr Überflutungsräume. So hätte es etwa im Einzugsbereich der Lippe ohne die in den letzten Jahren geschaffenen zusätzlichen Überflutungsräume aktuell erheblich größere Probleme gegeben, erläuterte Krischer.

Hochwasser in NRW – Warnung vor Bakterien im Trinkwasser in Minden

Update vom 29. Dezember, 14:03 Uhr: Es gibt eine NINA-Warnung für Teile der Stadt Minden. Dort hat das Hochwasser der vergangenen Tage das Trinkwasser teilweise verunreinigt. In der Stadt wird für die Gebiete westlich der Weser daher gewarnt, kein Leitungswasser zu trinken. „Kochen Sie das Wasser ab, bevor Sie es zum Trinken oder in der Küche verwenden“, heißt es in der Warnung. Die Bakterien könnten demnach Durchfall und andere Erkrankungen verursachen. Das Abkochgebot gilt ab sofort.

Pegel sinken vielerorts leicht

Update vom 28. Dezember, 11:04 Uhr: Nach einem größtenteils trockenen Mittwoch werden auch am Donnerstag keine nennenswerten Niederschläge in NRW erwartet. Die Folge: Die Pegel sinken aktuell vielerorts leicht. Echte Entwarnung gibt es allerdings noch nicht. Viele Flüsse führen immer noch Hochwasser. In Vlotho (Kreis Herford) ist sogar immer noch eine Warnung vor Überflutung für einzelne Stadtgebiete aktiv. Und: Am Freitag soll es neuen Regen geben, teilweise auch schauerartig und kräftiger. Die Lage bleibt daher in einigen Regionen, besonders im Ruhrgebiet und ist Nordosten von NRW in der Nähe der Weser, angespannt.

Hochwasser-Einsatz in Sprockhövel

Update vom 27. Dezember, 20:10 Uhr: Auch in Sprockhövel ist die Feuerwehr aufgrund des Hochwassers im Dauereinsatz. Am Mittwoch lief ein Lager eines Schuhgeschäfts in der Gutenbergstraße voll. Mehrere Zentimeter Wasser bedeckten den Boden und bedrohten die dort gelagerte Ware.

Dauerregen und Hochwasser in NRW – nächster Regen schon im Anmarsch

Update vom 27. Dezember, 17:15 Uhr: Die Lage an den Gewässern in NRW ist noch immer unverändert, vielerorts herrscht weiterhin Hochwasser – doch wie sieht es in den kommenden Tagen aus? Laut DWD könnte es spätestens ab Freitag (29. Dezember) zu weiteren Regenfällen kommen. Was die Lage an den Flüssen und Deichen vorerst nicht entspannen dürfte.

Dauerregen und Hochwasser in NRW – Polizei sucht nach lebloser Person in der Weser

Update vom 27. Dezember, 15:43 Uhr: Im Zuge des Hochwassers in der Weser hat eine Frau am Mittwochmittag Polizei und Feuerwehr alarmiert, weil sie angab, vom Bahnhof Porta Westfalica aus eine mutmaßlich in der Weser treibende, leblose Person gesehen zu haben. „Kurz darauf teilten weitere Passanten ebenfalls in Porta Westfalica ähnliche Beobachtungen mit“, erklärt die Polizei Minden-Lübbecke.

Zudem forderte man Polizeihubschrauber aus Dortmund und Hannover an, um die Suchmaßnahmen aus der Luft zu unterstützen. Dies galt auch für einen zufällig im hiesigen Bereich fliegenden Hubschrauber der Luftrettung. Kräfte der Feuerwehr hielten von mehreren Booten aus auf der Weser Ausschau. Beamte der Polizei und der Wasserschutzpolizei nahmen von den hiesigen Brücken das deutlich schneller als üblich fließende Gewässer in Augenschein. Gegen 14 Uhr wurden die Suchmaßnahmen zunächst ergebnislos abgebrochen.

„In diesem Zusammenhang wiederholt die Polizei noch einmal die bereits herausgegebene Warnung der Behörden, sich dem Hochwasserbereich zu nähern und bittet darum, abgesperrte Bereiche nicht zu betreten, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Gleiches gilt für Wassersportler: Auch sie sollten aktuell aufgrund der Hochwasserlage auf Sport auf den Flüssen verzichten“, erklärt die Polizei.

Update vom 27. Dezember, 13:50 Uhr: Aufgrund weiterhin hoher Pegelstände der Gewässer in Teilen der Stadt Vlotho warnt die Leitstelle des Kreises Herford vor Überflutung von im Einzugsgebiet der Flüsse liegenden Flächen und Gebäuden. Demnach sei das betroffene Gebiet zu meiden, von einem Aufenthalt dort wird abgeraten. „Gehen Sie bei Überschwemmungsgefahr nicht in Keller oder Tiefgaragen“, heißt es weiter.

Derweil kommt es in immer mehr Städten und Landkreisen in NRW zu Hochwasser. In Eitorf wurde ein 20 Meter langer Riss im Siegdeich entdeckt, die Einsatkräfte sind vor Ort und sichern den Deich.

Dauerregen und Hochwasser – weitere Pegel-Anstiege in NRW erwartet

Update vom 27. Dezember, 12:10 Uhr: Trotz örtlicher Regenpausen führen zahlreiche Bäche und Flüsse in Nordrhein-Westfalen weiterhin Hochwasser. An vier Pegeln war der Schwellenwert der höchsten Stufe 3 weiterhin überschritten, Tendenz sinkend oder verharrend. An 18 Pegeln in NRW lagen die Wasserstände über dem Schwellenwert der Stufe 2, bei der die einzelne Grundstücke und Keller überflutet werden können.

Ein Pegel an der Ems und drei an der Lippe verzeichneten dabei am Morgen noch Anstiege, wie das Landesumweltamt berichtete. An weiteren 33 Pegeln anderer NRW-Gewässer wurde am Vormittag immer noch der Wert für die Stufe 1 überschritten, bei der land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet werden können. Entwarnung gab die Behörde nicht. Zwar sei aktuell insgesamt eine Phase der leichten Entspannung an den Pegeln feststellbar, doch seien ab Freitag wieder stärkere Regenfälle angekündigt.

Dauerregen und Hochwasser – Feuerwehren in NRW im Dauereinsatz

Update vom 27. Dezember, 11:30 Uhr: Wie die Feuerwehr Schermbeck mitteilt, kam es am 26. Dezember gegen 11:20 Uhr aufgrund steigenden Pegelstandes der Lippe zu einem weiteren Feuerwehreinsatz. Die Einsatzkräfte wurden zu einer Jugendfreizeitstätte in Gahlen gerufen. Dort drang „Wasser aus dem Boden in ein Gebäude, welches von einigen Einsatzkräften des Löschzuges Gahlen mithilfe der Tauchpumpe abgepumpt wurde“, heißt es in einer Mitteilung. „So wurden am Bauhof der Gemeinde Schermbeck circa 1000 Sandsäcke befüllt und zur Einsatzstelle gebracht, um dort einen Deich zu errichten.“

In Schermbeck war die Feuerwehr an einer Jugendfreizeitstätte im Einsatz.

Dauerregen und Hochwasser – NRW im Ausnahmezustand

Update vom 27. Dezember, 10:08 Uhr: In NRW geht der Kampf gegen das Hochwasser auch nach den Feiertagen weiter. Wie die Freiwillige Feuerwehr Hünxe mitteilt, seien dort Mitarbeiter des Gemeindebauhofs und Einsatzkräfte der Feuerwehr dabei, Sandsäcke zu befüllen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. „Die Pegelstände der umliegenden Flüsse werden in kurzen Abständen beobachtet, eine unmittelbare Gefahr besteht derzeit nicht“, heißt es weiter.

Auch die Lippe hat derzeit erheblich Hochwasser.

Dauerregen und Hochwasser – NRW im Ausnahmezustand

Update vom 26. Dezember, 15:26 Uhr: Einsätze wegen Hochwassers verteilen sich auf das ganze Bundesland. So berichtete zuletzt die Feuerwehr aus Schermbeck im Kreis Wesel von einem größeren Einsatz. Wegen des Hochwassers der Lippe läuft dort Wasser in die Häuser einer Jugendfreizeitstätte. Die Einsatzkräfte pumpen das Wasser ab und sichern das Gebäude mit Sandsäcken.

Das Hochwasser der letzten Tage zeigt sich an vielen Orten in NRW.

Hochwasser auch in Mülheim an der Ruhr

Update vom 26. Dezember, 11:14 Uhr: Das Hochwasser und der Dauerregen der letzten Tage zeigen ihre Auswirkungen in NRW und im Ruhrgebiet. So drohte in Hamm ein Damm zu brechen. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz, um das Gebiet an der Soester Straße zu sichern.

Der Pegel in Mülheim an der Ruhr ist bis Heiligabend auf eine Höhe von 5,10 Meter angestiegen und stagnierte dort am 1. Weihnachtsfeiertag, berichtet die Feuerwehr der Stadt. Die kontrolliert die Bereiche, die besonders vom Hochwasser gefährdet sind. Laut Mitteilung bestehe für die betroffenen Wohngebiete keine Gefährdung (Stand: 25. Dezember, 20:43 Uhr).

In Mülheim an der Ruhr zeigen sich die Auswirkungen des Hochwassers.

Die Feuerwehr verteilte vorsorglich Sandsäcke an die Menschen, deren Grundstücke vom Hochwasser betroffen sein könnten. Damit sollten sie Kellerschächte und Hauseingänge vor eindringendem Wasser schützen.

In Hattingen war die Feuerwehr am zweiten Weihnachtstag wegen Hochwasser in der Tippelstraße im Einsatz. Dort drohte Wasser in die Wohnheime am Freizeitdomizil Ruhrtal einzudringen. „Da die Wassermassen mit den örtlichen Mitteln nicht mehr zu bewältigen sind, wurden die Rettungskräfte zur Unterstützung angefordert“, berichtet die Feuerwehr.

In Hattingen drohten Wohnheime mit Wasser vollzulaufen.

Mit Pumpen und insgesamt mehr als zwei Kilometer Schlauchleitung beförderten die Einsatzkräfte das Wasser in die Ruhr. Mehr als 60 Kräfte der Feuerwehr waren dabei im Einsatz.

Hochwasser in NRW: DWD warnt vor Dauerregen am Montag

Erstmeldung vom 24. Dezember, 15:49 Uhr: Köln – Die Hochwassergefahr bleibt in vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen angesichts erneuter Regenfälle und gesättigter Böden hoch. Aufgrund des anhaltenden Starkregens wurde vor Hochwasser in Bächen und Flüssen sowie vor Überschwemmungen von Straßen und Erdrutschen gewarnt, so der DWD

  • An den Weihnachtsfeiertagen muss mit weiterem Regen gerechnet werden.
  • Am Montag gebe es viele Wolken und teils länger anhaltenden Regen, teilte der DWD mit.
  • Dabei seien insbesondere vom Bergischen Land über das Sieger- und Sauerland bis zum Weserbergland Niederschlagsmenge von 35 Liter pro Quadratmeter, in Staulage auch 45 Liter je Quadratmeter, nicht völlig ausgeschlossen.

Hochwasser in NRW: Feuerwehr rettet Frau aus Auto

Während die Situation am Rhein in Köln und Düsseldorf wie erwartet relativ ruhig blieb, mussten in Westfalen die Rettungskräfte eingreifen. In einem Vorort von Münster rettete die Feuerwehr am Samstag eine Frau aus ihrem Auto, das in den überfluteten Bereich der Werse, einem Nebenfluss der Ems, geraten war.

Im Ruhrgebiet verursachte der Dauerregen Probleme auf einer Bahnstrecke. In Herdecke wurden Gleise der Strecke zwischen Dortmund und Hagen unterspült. Busse transportierten die Fahrgäste zu ihren Zielen.

Für Teile von NRW gilt eine Hochwasser-Warnung.

Hochwasser in Oberhausen: 10.000 Sandsäcke sichern Deich

Ein weiterer Hochwasser-Hotspot: Oberhausen. Die Bezirksregierung Düsseldorf entsandte Feuerwehrkräfte aus benachbarten Kreisen und Städten zur Unterstützung nach Oberhausen. Dort bereitete ein durchweichter Deich an der Ruhr den Behörden Sorgen, wie die Feuerwehr am Samstag bekannt gab.

Über 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren bis zum Mittag im Einsatz. Der betroffene Bereich wurde vorsorglich mit rund 10.000 Sandsäcken gesichert. Laut Feuerwehr bestand jedoch keine Gefahr für die Anwohner. Auch in Ostwestfalen an der Weser und im Münsterland an der Ems behielten die Behörden die hohen Wasserstände im Auge.

Hochwasser in NRW: „Bitte geben Sie aufeinander acht“

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bedankte sich auf der Plattform X bei „allen Einsatzkräften und den vielen Ehrenamtlichen, die sich in diesen Stunden gegen das drohende Hochwasser stemmen.“ Der NRW-Regierungschef verwies auf die amtliche Unwetterwarnung für Teile von NRW. „Bitte geben Sie aufeinander acht!“, appellierte er. (jw/dpa) Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Schermbeck

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