Überschwemmungen in Oberhausen & Essen

Hochwasser-Gefahr in NRW: DWD warnt vor Dauerregen

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Nicht Schnee, sondern Wasser prägt dieses Weihnachten in NRW. Der DWD warnt vor „Hochwasser an Bächen und Flüssen sowie Überflutungen von Straßen“.

Oberhausen/Essen – Bereits vor 30 Jahren gab es in NRW ein Weihnachtshochwasser. Entlang des Rheins kam es vielerorts zu Überschwemmungen. Auch in Köln kam es an Heiligabend 1993 zu Überschwemmungen. Nun – 30 Jahre später – gibt es erneut ein Weihnachtshochwasser in NRW.

Wegen Dauerregen in NRW: „Hochwasser an Bächen und Flüssen sowie Überflutungen von Straßen“

„Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich“, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). „Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!“

Wegen Dauerregen in NRW: „Hochwasser an Bächen und Flüssen sowie Überflutungen von Straßen“

In Teilen von Nordrhein-Westfalen bereiteten sich Behörden auf Hochwasser vor. Sorgen machte etwa in Oberhausen ein aufgeweichter Deich an der Ruhr, wie die Feuerwehr mitteilte. In einem Vorort von Münster rettete die Feuerwehr am Samstag eine Frau aus ihrem Auto, das in den überfluteten Bereich der Werse, einem Ems-Zufluss, geraten war. Im Ruhrgebiet machte der Dauerregen der Bahn zu schaffen: In Herdecke wurden Gleise der Strecke zwischen Dortmund und Hagen unterspült. Und auch in Essen laufen bereits Maßnahmen gegen das Hochwasser.

Hochwasser-Gefahr in Essen: „Zweite Hochwasserstufe erreicht“

„Durch die anhaltenden Regenfälle der letzten Tage ist es zunehmend zum Anstieg der Pegelstände der offenen Gewässer im Stadtgebiet von Essen gekommen“, teilt die Feuerwehr an Heiligabend mit. „Aktuell ist bereits in Teilen der Bach- und Flussläufe der Wert für die zweite Hochwasserstufe erreicht.“

Der DWD warnt, dass auch am 24. und 25. Dezember weiterhin Dauerregen in Essen möglich ist, „wodurch mit weiter zunehmenden Pegelständen zu rechnen ist“, so die Feuerwehr weiter. „Auch die ergiebigen Regenfälle im Bereich des oberen und mittleren Ruhrverlaufs werden sich auf die Hochwassersituation in der Stadt Essen auswirken.“ Es besteht jedoch „keine akute Gefahr. Im Falle einer Lageveränderung erfolgt eine Warnung.“

Derzeit befindet sich die Feuerwehr in einem „kontinuierlichen Austausch über die weitere Entwicklung der Pegelstände“ mit der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und dem Ruhrverband sowie dem Lagezentrum der Bezirksregierung, heißt es weiter. „Um gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen zu können. Es sind vorbereitende Maßnahmen getroffen worden.“

Hochwasser in Essen: Stadt richtet Bürgertelefon ein.

Die Stadt Essen hat ein Gefahrentelefon bei der Feuerwehr unter 0201 - 12 38 888 eingerichtet, bei dem Sie sich informieren können, ob Sie vom Hochwasser gefährdet sind.

„Halten Sie bitte die Notrufnummern von Polizei (110) und Feuerwehr (112) für Notfälle frei“, appelliert die Feuerwehr Essen.

Hochwasser-Gefahr in Oberhausen: Teile des Ruhrdeichs aufgeweicht

Ähnlich sieht es auch in Oberhausen aus. Hier sind Teile des Ruhrdeichs aufgeweicht. Die Lage sei zurzeit stabil, teilt die Stadt mit. „Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht damit zurzeit auch weiterhin nicht.“

Auf einer Strecke von 550 Metern wurde der Deich inzwischen mit Vliesmatten in einer Breite von rund 6 Metern abgedeckt und mit circa 10.000 Sandsäcken stabilisiert. Außerdem sind Einsatzkräfte vor Ort, um die Lage im Blick zu behalten. „Als weitere präventive Maßnahme wird der gesamte Deich auf der Seite des Ruhrparks zurzeit noch mit rund 400 Kubikmetern Kies stabilisiert, insgesamt 17 Lkw haben gegen 1:00 Uhr die Arbeit aufgenommen und sind seitdem im Dauereinsatz“, erklärt die Stadt. „Der gesamte Bereich des Ruhrparks bleibt bis auf Weiteres vollständig gesperrt.“

Hochwasser in Oberhausen: Stadt richtet Bürgertelefon ein.

Alle Bürgerinnen und Bürger werden auch weiterhin gebeten, von telefonischen Anfragen zum Ruhrdeich bei der Feuerwehr abzusehen, der Notruf 112 sollte nur im wirklichen Notfall gewählt werden.

Bürgerinnen und Bürger können sich weiter an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 0208-825-2677 wenden.

Da auch in Oberhausen weiterhin mit Dauerregen zu rechen ist, erwartet die Stadt, dass der Pegel weiterhin ansteigt, heißt es am Sonntagmittag weiter. (jw)

Rubriklistenbild: © Michael Dahlke/Imago

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