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Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – wie sich die Polizei auf Silvester vorbereitet

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Nach der Terror-Warnung plant die Polizei für Silvester am Kölner Dom sowie im Umfeld „zusätzliche Schutzmaßnahmen“. Verstärkte Kräfte sollen im Einsatz sein.

Zusammenfassung, 14:33 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Die Kernaussagen: Die Beteiligten dankten der Kölner Bevölkerung dafür, auch unter der aktuell schwierigen Lage an Weihnachten in den Dom gekommen zu sein. Für die Silvesternacht sieht man sich gut aufgestellt, hat allein für die Zusatz-Maßnahmen am Dom und im Stadtgebiet über 1000 Polizisten im Einsatz. Auch der Streifendienst wird verstärkt.

Johannes Hermanns (r), Polizeipräsident von Köln spricht auf einer Pressekonferenz zur Einsatzplanung und Sicherheit in Köln und am Dom neben Henriette Reker (M, parteilos), Oberbürgermeisterin und Guido Assmann, Dompropst.

Man werde „einschreiten, sobald sich eine Lage abzeichnet“, erklärte Einsatzleiter Lotz. Neue Erkenntnisse zum in Gewahrsam genommenen Mann, der mit den Anschlagsplänen in Verbindung steht, gibt es nicht, weil die Ermittlungen noch laufen. Hinweise auf mögliche Bedrohungslagen an anderen Kölner Kirchen liegen nicht vor.

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – keine Bedrohungen an anderen Kirchen bekannt

Update, 14:27 Uhr: Lotz: „Für andere Kirchen in Köln abseits des Doms liegen uns aktuell keine Erkenntnisse auf weitere Bedrohungen vor.“

Update, 14:26 Uhr: Zum im Zuge mit der Terror-Androhung in Gewahrsam genommenen Mann sagt Polizeipräsident Herrmanns: „Der Mann ist aus dem Verkehr gezogen und in Gewahrsam. Was im Strafverfahren passiert, kann und darf ich nicht sagen. Die Ermittlungen werden durch das Bundeskriminalamt geführt.“

Vor dem Kölner Dom wurde eine Sicherheitszone eingerichtet.

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – wie sich die Polizei auf Silvester vorbereitet

Update, 14:24 Uhr: Wie viele Beamte sind im Einsatz? „Ich werde keine konkreten Zahlen nennen, aber für die besonderen Maßnahmen haben wir über 1000 Polizisten im Einsatz. Der normale Wachdienst ist ebenfalls verstärkt worden“, sagt Lotz.

Update, 14:22 Uhr: Werden die Sicherheitsmaßnahmen am Dom auch im neuen Jahr aufrecht erhalten? Lotz: „Die Maßnahmen können wir nicht direkt herunterfahren, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Wir können uns noch nicht entspannen, daher gehen wir davon aus, dass wir die Maßnahmen erstmal fortsetzen müssen.“ Am 1.1., also Neujahr, sei man darauf eingestellt, „dass noch Nachwehen kommen können. Besondere Lagen oder Demonstrationen sind uns jedoch nicht bekannt.“

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – wie wirkt sich der Nahost-Konflikt auf Silvester aus?

Update, 14:20 Uhr: Herrmanns auf die Frage, wie sich der aktuelle Nahost-Konflikt auf die Silvesternacht auswirken könnte: „Mit den Krisen in der Welt verändert sich die Sicherheitslage. Wir bewerten diese so objektiv und neutral wie eben möglich. Ich glaube insgesamt sind wir als Organisation auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet. Deswegen schauen wir zuversichtlich in Richtung Jahreswechsel.“

Update, 14:18 Uhr: Reker weiter: „Wir bitten alle Kölnerinnen und Kölner, sich an die Vorgaben der Sicherheitskräfte zu halten. Ich würde sehr bitten, die Böllerverbotszone in der Innenstadt einzuhalten, für einen friedlichen und fröhlichen Silvesterabend. Ich danke allen, die in den Dom gekommen sind. Viele Menschen sind beunruhigt und besorgt, aber genau das ist ja der Plan dieser Menschen, die mit terroristischen Mitteln versuchen, uns Angst zu machen. Das dürfen wir nicht zulassen, das ist heute meine wichtigste Aussage.“

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – „2023 war ein Jahr mit vielen Krisen“

Das Podium im Polizeipräsidium am 29. Dezember.

Update, 14:15 Uhr: OB Reker ergreift das Wort. „2023 war ein Jahr mit vielen Krisen und Katastrophen auf der Welt. Deutlich spürbar hat uns nicht zuletzt diese aktuelle Bedrohungslage um unseren Dom wieder vor Augen geführt, dass wir uns nicht entmutigen lassen dürfen von Krisen und nicht einschüchtern lassen dürfen von Drohungen, die immer wieder gegen uns und Symbole unseres freien Lebens gerichtet sind.“

Update, 14:12 Uhr: Domprobst Assmann richtet Dankesworte an alle Kölnerinnen und Kölner, die an Weihnachten trotz allem in den Dom gekommen sind.

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – „wir können möglichen Anschlägen begegnen“

Update, 14:09 Uhr: Lotz weiter: „Das Silvesterszenario selbst werden wir mit verstärkten Kräften angehen. In Köln war es letztes Jahr ok, in anderen Städten gab es aber verstärkte Ausschreitungen. Vielleicht droht uns das hier auch. Wir werden genau schauen, wo sich Entwicklungen abzeichnen. Wir gehen davon aus, dass wir gut aufgestellt sind, für alles, was da kommen mag.“

Update, 14:07 Uhr: Polizeidirektor Martin Lotz: „Wir werden an Silvester zusätzliche Schutmaßnahmen am Dom und im Domumfeld fahren. Wir können möglichen Anschlägen begegnen. Das kann dazu führen, dass Polizei in der Stadt gesehen werden, die Maschinenpistolen und Schutzwesten tragen. Das soll nicht beunruhigend wirken, das sind Maßnahmen, damit die Bevölkerung in der Innenstadt friedlich feiern kann.“

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – Pressekonferenz beginnt

Update vom 29. Dezember, 14:06 Uhr: Herrmanns: „Die Silvesternacht 2022/23 hat gezeigt, dass es vielerorts nicht mehr nur ums Feiern geht. Darauf müssen wir uns einstellen. Letztes Jahr hatten wir die Lage gut im Griff, jetzt fordert uns die Sicherheitslage etwas mehr ab.“

Update vom 29. Dezember, 14:03 Uhr: Herrmanns: „Wir haben uns entschieden, die Schutzmaßnahmen am Dom zu erhöhen und weiter auszubauen. Wir haben die polizeiliche Bestreifung am Dom verstärkt und seit dem 22. Dezember beständig wachsen lassen.“ Insgesamt 200 Polizisten waren über die Weihnachtstage im Einsatz. „Ein ausdrücklicher Dank geht an die Dom-Besucher, die unsere Maßnahmen akzeptiert und mitgetragen haben.“

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – Pressekonferenz beginnt

Update vom 29. Dezember, 14 Uhr: Es geht los, Polizeidirektor Frank Schäfer ergreift das Wort. Anwesend sind Einsatzleiter Martin Lotz, Polizeipräsident Johannes Herrmanns, Henriette Reker und Domprobst Monsigniore Guido Assmann. Es beginnt der Polizeipräsident. „Statt im Kreis der Familie Weihnachten zu feiern, musste die Polizei Zwölf-Stunden-Schichten fahren. Wir wurden zunächst mündlich darüber informiert, dass es Hinweise auf ein mögliches Anschlagsszenario am Kölner Dom zum Jahreswechsel gibt.

Update vom 29. Dezember, 13:55 Uhr: Gleich beginnt die Pressekonferenz von Stadt und Polizei für Silvester. Unter anderem Henriette Reker (Oberbürgermeisterin), Martin Lotz (Leitender Polizeidirektor) und Monsigniore Guido Assmann (Domprobst) werden auf dem Podium erwartet.

Nach Terror-Warnung am Kölner Dom – so bereiten sich Stadt und Polizei auf Silvester vor

Erstmeldung vom 29. Dezember, 13:45 Uhr: Köln – Es war eine Nachricht, die kurz vor Heiligabend ganz Köln erschütterte: Am 23. Dezember hatte die Polizei umfangreiche Schutzmaßnahmen am Kölner Dom eingeleitet, weil es einen „Gefahrenhinweis“ gegeben hatte. Demnach steht ein 30-Jähriger im Verdacht, die Kathedrale ausgespäht und für terroristische Aktivitäten ins Visier genommen zu haben. Laut Polizei Köln hatten sich diese Gefahrenhinweise auf Silvester bezogen, was für diesen Tag in Köln eine besondere Sicherheitslage nach sich zieht. Was genau geplant ist, dazu wollen sich Stadt und Polizei am Freitag (29. Dezember) äußern.

Am Kölner Dom gab es einen Hinweis auf eine Bedrohung – wie bereitet sich die Stadt nun auf Silvester vor?

Nach Terror-Drohung am Kölner Dom: Wie bereiten sich Stadt und Polizei auf Silvester vor?

Terror-Alarm am Kölner Dom: Was bereits bekannt ist, was noch unklar ist

► Das ist passiert: Am Samstag, 23. Dezember, teilte die Polizei Köln mit, Sicherheitsmaßnahmen am Kölner Dom zu ergreifen. „Aufgrund eines Gefahrenhinweises für den Kölner Dom“. Die Drohung beziehe sich zwar auf Silvester, die Sicherheitsmaßnahmen werden jedoch schon an Weihnachten ergriffen.

► Die Täter: Wer genau hinter den Terror-Drohungen steckt, ist noch unklar. Mehrere Männer wurden zeitweise festgenommen. Das Amtsgericht Oberhausen habe am ersten Weihnachtstag auf Antrag der Polizei Köln die Anordnung der Ingewahrsamnahme für einen 30-Jährigen bis zum 7. Januar bestätigt. Nach dpa-Informationen handelt es sich um eine Gruppierung mit Bezug auf die Terrorgruppe Islamischer Staat Provinz Khorasan (ISPK). Das Terrornetzwerk trägt in Afghanistan schon seit einigen Jahren einen bewaffneten Konflikt mit den militant-islamistischen Taliban aus.

► Auswirkungen: Auch wenn sich die Terror-Drohung auf Silvester beziehen soll, werden schon jetzt besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Unter anderem gibt es strenge Kontrollen vor den Gottesdiensten. Auch Spürhunde sind im Einsatz. Der Dom ist für Touristen aktuell geschlossen.

► Der aktuelle Stand: Details zur Drohung nennt die Polizei derzeit nicht – auch „wegen aktuell laufenden Ermittlungen“. Am Sonntagmorgen (24. Dezember) wurde bei den massiven Kontrollen kein Sprengstoff entdeckt.

Stand: 28. Dezember, 20 Uhr

Demnach werden sowohl Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Polizeipräsident Johannes Hermanns, Dompropst Monsignore Guido Assmann und auch der leitende Polizeidirektor Martin Lotz (Einsatzleiter) im Polizeipräsidium über die geplanten Maßnahmen informieren. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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