Fünf tödliche Unfälle in Hamm - Senioren und Kinder besonders gefährdet

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Einer der fünf tödlichen Unfälle in Hamm.
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In Hamm gab es 2023 fünf tödliche Unfälle. Insgesamt nimmt die Zahl der Unfälle zu, doch sie sind weniger schwer.

Hamm – Ein Ehepaar fuhr gegen einen Baum, ein Fahrradfahrer stürzte auf der Adenauerallee, zwei Autos kollidierten auf der Wambelner Straße. Ein Fußgänger wurde frontal von einem Auto erfasst, ein Autofahrer fuhr auf der Wilhelmstraße auf einen Kleintransporter auf. Bei den fünf tödlichen Unfällen, die es 2023 in Hamm gab, starben vor allem ältere Menschen.

Fünf tödliche Unfälle in Hamm - Senioren und Kinder besonders gefährdet

Der jüngste verstorbene Autofahrer war 64 Jahre alt. Er kollidierte auf der Kreuzung Wambelner Straße/Allener Straße mit einem anderen Auto. Ein Fahrzeug wurde dabei auf ein Feld geschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Die Wambelner Straße gilt als Risikostrecke, der Unfallort jedoch eigentlich nicht, wie Guido Görschlüter von der Polizei Hamm erklärte. Er fand auf einer Kreuzung statt, nicht in den unfallgefährlichen Kurven.

Anzahl der Unfälle in Hamm steigt - schwere Unfälle nehmen aber ab

Die Anzahl der Unfälle in Hamm ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen, erklärten Polizeipräsident Thomas Kubera und Polizeioberrätin Ulrike Horn, die die Direktion Verkehr leitet. Der moderate Anstieg liege aber unter dem Landesdurchschnitt, erklärte Kubera, und deutlich unter dem Niveau der Jahre vor Corona.

5992-mal krachte es in Hamm, im Schnitt jedoch weniger schwer. Die Zahl der Schwerverletzten, wie etwa beim schweren Unfall auf der Lipperandstraße im November, sank um 30 Prozent. Die Anzahl der Unfälle, bei denen die Fahrer unter Drogen oder Alkohol stehen, hat in Hamm abgenommen. In Gesamt-NRW hingegen ist die Anzahl auf einem Höchststand. „Insgesamt ist die Entwicklung, ein Beleg für unsere gute Arbeit“, sagte Kubera zur Verkehrsunfallbilanz in Hamm.

Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm

Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm.
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm
Schwerer Unfall auf der Lipperandstraße in Hamm. © Max Lametz

Viele Unfälle in Hamm mit Kindern - Zahl so hoch wie nie

Einige Verkehrsteilnehmer sind in Hamm stärker gefährdet. „Besonders die Kinder bereiten uns Sorgen“, sagte Kubera. Die Zahl der verletzten Kinder ist so hoch wie nie in den vergangenen sieben Jahren. 57 Kinder wurden verletzt, acht davon auf dem Schulweg. Sie alle waren zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Unfälle mit den umstrittenen Elterntaxis gab es hingegen nicht. Ebenso sind die Auswirkungen der zahlreichen Tempo-30-Zonen in der Stadt laut Polizei noch nicht spürbar. „Wir wissen aber nicht, wie viele Gefahren sie bereits verhindert haben“, sagte Kubera.

Verunglückte Pedelec-Fahrer: 70 Prozent der E-Bike-Fahrer sind schuld

Die Zahl von Unfällen mit E-Bikes steigt in Hamm auf 74 (Vorjahr 68), während die normalen Fahrräder weniger in Unfälle (128 statt im Vorjahr 134) verwickelt werden. Erschreckend ist, dass 70 Prozent der Pedelec-Fahrer zugleich Unfallverursacher sind. Betroffen sind vor allem Erwachsene und Senioren.

Betrunken auf dem E-Scooter: Unfälle mehr als verdoppelt

Die Anzahl an E-Scooter-Unfällen hat sich in Hamm auf 31 mehr als verdoppelt. 2022 waren es 13. Bei den meisten Unfällen sind die E-Scooter-Fahrer betrunken, erklärte Horn. Und sie sind jung: Fünf der Unfälle geschahen Kindern, obwohl E-Roller erst ab 14 Jahren erlaubt ist.

#Leben – mit der Kampagne will die Polizei (hier Thomas Kubera, Ulrike Horn und Christian Klasing) Senioren, Kinder und Fahrradfahrer besser schützen.

Prävention mit Hashtag #leben - Neues Pilotprojekt aus und in Hamm

Die Polizei setzt auf die Verbindung zwischen operativer Arbeit und Verkehrsprävention. Dazu zählt das Hammer Modell von Alexej Herget, mit dem der Abstand zwischen Radfahrer und Autofahrer gemessen werden kann und das als Pilotprojekt ab diesem Jahr in mehreren Behörden anlaufen wird.

Und der Hashtag „Leben“: Mit den Aktionen der Verkehrsüberwachung sollen Kinder, Senioren und Fahrradfahrer besser geschützt werden. Zudem soll die Suche nach Präventionsthemen im Internet vereinfacht werden.

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