„In voller Kampfbereitschaft“

USA drohen Iran mit Angriff – Geheimgespräche mit Israel enthüllt

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  • Simon Schröder
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Donald Trump lässt seine Flotte am Golf auffahren. Steht ein Militärschlag der USA gegen den Iran bevor? US-Militär wägt mit Israel die Optionen ab.

Dieser News-Ticker zum Iran-Konflikt ist beendet. Weitere Entwicklunge können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 7:14 Uhr: Die Generalstabschefs der USA und Israels haben sich über militärische Optionen angesichts der Spannungen mit dem Iran ausgetauscht. Nach Reuters-Berichten führten US-Generalstabschef Dan Caine und sein israelischer Kollege Ejal Samir am Freitag vertrauliche Gespräche im Pentagon. Dabei wurde die regionale Lage und die operative Einsatzbereitschaft des israelischen Militärs „für jedes mögliche Szenario“ erörtert, wie das israelische Verteidigungsministerium mitgeteilte. Die US-Armee hatte zuvor ihre Präsenz in der Region massiv verstärkt. Der Iran warnte eindringlich vor einer Eskalation in der Region.

Stehen die USA kurz vor einem Angriff auf den Iran?

Update, 5:38 Uhr: Der Iran hat im aktuellen Konflikt mit den USA ein Entspannungssignal gesendet. Außenminister Abbas Araghtschi warb für neues Vertrauen zwischen beiden Ländern. „Leider haben wir unser Vertrauen in die Vereinigten Staaten als Verhandlungspartner verloren“, sagte er in einem CNN-Interview. „Wir müssen dieses Misstrauen überwinden“, fügte er hinzu. Nach Araghschis Angaben vermitteln befreundete Länder der Region zwischen beiden Staaten. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Wochenende mögliche Gespräche angedeutet.

Iran-USA-Konflikt: Frankreich hofft auf Verhandlungen

Update, 22:25 Uhr: Frankreich hat sich in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran eingeschaltet. Das Mullah-Regime müsse zu „großen Zugeständnissen“ bereit sein, sagte Außenminister Jean-Noel Barrot in einem Interview mit der Zeitung Liberation. Nur wenn Teheran eine „radikale Haltungsänderung“ an den Tag lege, könne ein Angriff der USA verhindert werden. Barrot betonte, dass der Konflikt diplomatisch gelöst werden müsse und forderte den Iran, das Gesprächsangebot Donald Trumps anzunehmen.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Am 13. Juni 2025 startete die israelische Armee Luftangriffe auf die Islamische Republik Iran unter dem Codenamen „Operation Rising Lion“. Ziel der Angriffe waren die Atomanreicherungsanlagen des Landes sowie Zentren der Macht des Mullah-Regimes. Doch auch Irans Hauptstadt Teheran geriet unter Beschuss, wie dieses Bild einer Frau auf dem Haft-e Tir Platz in Teheran zeigt. © afp
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Befohlen hatte Israels Angriff auf den Iran Premierminister Benjamin Netanjahu. Er begründete den Angriff auf das Mullah-Regime mit der atomaren Gefahr, die von diesem für den jüdischen Staat ausgehen würde. Teheran sei kurz davor, eine Atombombe fertigzustellen. Und solange der Iran die Vernichtung Israels als Teil seiner Staatsdoktrin verstehe, könne man mit Blick auf den Iran in Jerusalem kein Risiko eingehen. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück. Unter dem Codenamen „Operation True Promise III“ flogen Raketen Richtung Israel, die auch die Regionen rund um Tel Aviv trafen. Hier zu sehen ist ein Rettungshelfer mit einem Kind auf dem Arm in der Stadt Ramat Gan, einem Vorort der Millionenmetropole am Mittelmeer. © Ilia Yefimovich/dpa
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm. Laut unbestätigten Meldungen sollen im Iran bis zum 16. Juni 2025 etwa 800 Menschen getötet worden sein. In Israel sollen nach offiziellen Angaben acht Menschen infolge der Raketenangriffe aus dem Iran gestorben sein. © Oded Balilty/dpa
Nahostkonflikt - Trump über Angriff auf iranische Atomanlagen
Doch wer sind die wichtigsten Akteure im Israel-Iran-Krieg? Und gibt es eine Opposition im Mullah-Regime? Antworten auf diese Frage finden Sie in den folgenden Bildern. Neben dem bereits erwähnten Benjamin Netanjahu steht auf der einen Seite Donald Trump. Der US-Präsident befahl am 22. Juni 2025 einen koordinierten Angriff aus der Luft und von der See auf die Atomanreicherungsanlagen des Iran. Die Operation lief unter dem Codenamen „Operation Midnight Hammer“. Die US-Streitkräfte nahmen die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan unter Beschuss. Laut Trump, hier bei der Verkündung der Operation und in Begleitung von Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, wurden alle drei Anlagen vollständig zerstört. © Carlos Barria/dpa
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras. Hegseth nannte die Militäroperation gegen den Iran einen vollen Erfolg. An dem Angriff waren laut dem Verteidigungsministerium insgesamt rund 125 Flugzeuge beteiligt, darunter sieben B-2-Bomber, mehrere Tankflugzeuge sowie Aufklärungs- und Unterstützungsmaschinen Ebenfalls beteiligt an dem Angriff war laut Hegseth ein U-Boot, das im Golf von Oman stationiert war und insgesamt 30 Tomahawk-Raketen auf Ziele im Iran abfeuert. © Alex Brandon/dpa
Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu
Ein weiterer Protagonist im eskalierenden Nahostkonflikt ist Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu. Beide gehören der rechtskonservativen Likud-Partei an. Katz gilt parteiintern als Konkurrent Netanjahus. In Sachen israelischer Außenpolitik vertritt er aber ähnliche Position. So lehnt Katz, hier bei einem Truppenbesuch an der israelischen Grenze zum Libanon, eine Zweistaatenlösung im Konflikt mit den Palästinensern ebenso ab wie Netanjahu. © Ariel Hermoni/dpa
Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari
Ein mächtiger Mann im Iran ist Verteidigungsminister und Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari bei einer Sitzung im Hauptquartier in der iranischen Stadt Zolfaghar. Hatami drohte Israel nach deren Raketenangriff mit Vergeltung und warf der „zionistischen Armee“ Versagen im Bodenkampf vor, weshalb sie ihre Angriffe auf die Luft beschränken würden. © imago
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani. Er war seit 1998 Kommandeur der Quds-Einheit, einer Unterabteilung der iranischen Revolutionsgarde, die Spezialeinsätze außerhalb des Irans durchführt. Er galt als Vertrauter von Ajatollah Ali Chamenei und als einer der Hauptverantwortlichen für die Ausweitung des iranischen Einflusses auf weite Teile des Nahen Ostens. Am 3. Januar 2020 wurde Soleimani während eines Besuch im benachbarten Irak auf Befehl von US-Präsident Donald Trump von einer Drohne des US-Militärs getötet. An jedem Jahrestag veranstaltet das Mullah-Regime in Teheran eine große Gedenkdemonstration. © Ameer Al Mohammedaw/dpa
Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden
Nach dem Tod von Qasem Soleimani wurde sein Stellvertreter Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden des Iran ernannt. © imago
Der mächtigste Mann auf der anderen Seite ist Irans „Oberster Führer“ Ajatollah Ali Chamenei.
Der mächtigste Mann im Iran ist der „Oberste Führer“ Ajatollah Ali Chamenei. Der Anführer des Mullah-Regimes, hier bei einer Zeremonie im Rahmen des „Festivals der Engel“ im Jahr 2023, ist seit 1989 das politische und religiöse Oberhaupt des schiitisch geprägten Iran. Diese Position macht Chamenei auch zum „Revolutionsführer“. Er ist außerdem die höchste geistliche Instanz im Range eines Ajatollah und der Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte in der Islamischen Republik Iran. © imago
Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini.
Sein Vorgänger im Amt des Ajatollahs war Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini. Er führte die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution 1979 bis zu seinem Tod 1989 an. Hier betet Khomeini im französischen Exil, aus dem heraus er die Revolution in seinem Heimatland organisierte, und das er erst am 1. Februar 1979 in Richtung des Iran wieder verließ. © imago
Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran
Dem obersten Führer des Landes kommt auch die Aufgabe zu, die Präsidentschaftswahlen im Iran zu eröffnen. Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran. In der Hochsicherheitszone der Hauptstadt der islamischen Republik gab das Staatsoberhaupt seine Stimme ab. © Arne Immanuel Bänsch/dpa
Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009
Von einer freien Wahl kann bei der Präsidentschaftswahl im Iran aber keine Rede sein. Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009, entscheidet unter dem Vorsitz des Ajatollahs, welche Kandidaten überhaupt an der Wahl teilnehmen dürfen. Von insgesamt 80 Bewerbungen blieben gerade einmal sechs Kandidaten übrig, bei denen es sich allesamt um systemtreue Politiker handelte. © imago
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian.
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2021 hatte der Wächterrat der Islamischen Republik Iran seine Kandidatur noch verhindert. Peseschkian gilt innerhalb des Irans als eher moderate Kraft. Er versprach eine Öffnung seines Landes hin zum Westen und betonte, der Iran strebe keine Atomwaffen an. Gleichzeitig forderte auch Peseschkian das „Verschwinden des zionistischen Regimes [Israel] von der Landkarte“ und feierte die iranischen Raketenangriffe auf Israel im Jahr 2024. © imago
Trauerfeier für Irans Präsident und Außenminister Ebrahim Raisi
Eigentlich hätte die Präsidentschaftswahl im Iran erst 2025 stattfinden sollen. Doch weil der amtierende Präsident, der ultrakonservative Ebrahim Raisi, im Mai 2024 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, wurde die Wahl nach vorverlegt. © dpa
Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran
Bei dem Hubschrauberabsturz kam auch Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran und hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos, ums Leben. © Hannes P Albert/dpa
Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin
Nachfolger von Massud Peseschkian im Amt des Außenministers wurde Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin im Kreml aufschlägt. Russland gilt als strategischer Verbündeter der Islamischen Republik Iran. Die beiden Länder bilden gemeinsam mit Armenien eine diplomatische Achse im Kaukasus und sind militärische Partner bei den Konflikten in Syrien, Irak und Afghanistan. Russland ist aber nicht der einzige internationale Verbündete des Mullah-Regimes. © Alexander Kazakov/dpa
OIC-Sitzung in Istanbul mit Irans Außenminister
Ein weiterer, wenn auch deutlich weniger enger, Verbündeter des Iran ist Pakistan. Hier unterhält sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (r) mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar während der Sitzung des Außenministerrats der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). © Khalil Hamra/dpa
die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon
Einer der engsten internationalen Verbündeten des Mullah-Regimes im Iran ist die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Der Iran unterstützt die Gruppierung mit bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Wie die Führer der Islamischen Republik Iran gilt auch die Hisbollah als schiitisch geprägte Organisation und als Teil der „Achse des Widerstands“ gegen den Einfluss der USA und Israels in der Region. © imago
mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren
Dem israelischen Geheimdienst Mossad gelang im September 2024 ein empfindlicher Schlag gegen die Hisbollah-Miliz. Den Mossad-Agenten gelang es, mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren und nahezu zeitgleich explodieren zu lassen. Mindestens 37 zum Teil hochrangige Mitglieder der Hisbollah starben, rund 3.000 Menschen wurden teils schwer verletzt. © imago
Huthi-Rebellen im Jemen
Ebenfalls zu der „Achse des Widerstands“ gehören die Huthi-Rebellen im Jemen. Die schiitische Terrororganisation zettelte dort 2004 einen Bürgerkrieg an. 2014 eroberten sie jemenitische Hauptstadt Sanaa, 2015 schließlich die Kontrolle über den Rest des Landes. Der Iran ist bislang das einzige Land, das die Huthis als legitimie Herrscher des Jemen anerkennen. Während die alte Regierung im Jemen von dem sunnitisch geprägten Königshaus in Saudi-Arabien unterstützt wurde, erhalten die Huthi-Rebellen finanzielle, militärische und logistische Hilfe aus dem Iran. Im Gegenzug vertreten die Huthis die Interessen der Mullahs in der Region und führen für sie einen Stellvertreterkrieg gegen Israel und die USA im Roten Meer. © imago
die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas
Das letzte Mitglied der „Achse des Widerstands“ ist die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas, die seit 2006 über den Gazastreifen herrscht, und die seit den 1990er Jahren von der Islamischen Republik Iran unterstützt wird. Laut israelischen Geheimdiensten erhält die Hamas bis zu 350 Millionen US-Dollar jährlich aus dem Iran - obwohl die palästinensische Terrororganisation sunnitisch geprägt ist und damit im Gegensatz steht zum schiitisch dominierten Mullah-Regime im Iran. © imago
Hamas-Führer Yahya Sinwar
Geeint sind die palästinensische Hamas und die iranischen Mullahs in ihrem Hass auf Israel. Der äußerte sich in seiner ganzen Grausamkeit am 7. Oktober 2023, als Terror-Einheiten der Hamas den Süden Israels überfielen, 1.200 Menschen töteten und 200 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Geplant wurde der Angriff durch den mittlerweile verstorbenen Hamas-Führer Yahya Sinwar (m.), der dabei umfangreiche Hilfe aus dem Iran erhielt. Unter anderem wurden mehr als 500 Hamas-Kämpfer im Vorfeld der Attacke im Iran ausgebildet.  © imago
Proteste gegen die Regierung des Iran im Jahr 2009
Doch bei weitem nicht alle Menschen im Iran stehen hinter der Herrschaft des autoritären Mullah-Regimes. Das bewiesen zuletzt die Proteste gegen die Regierung im Jahr 2009. In Teheran kam es im Zuge dessen zu gewaltsamen Ausschreitungen. © imago
Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi
Das bekannteste Gesicht der iranischen Opposition ist Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi. Der Schah-Erbe lebt im Exil in den USA und ruft von dort aus seine Landsleute regelmäßig zum Widerstand gegen das Mullah-Regime auf. © Thomas Padilla/dpa
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA. Ein Jahr später kam es zur Islamischen Revolution im Iran und dem Ende der dortigen Schah-Herrschaft. © imago
Mohammed Reza Pahlavi, Schah im Iran
Sein Vater, Mohammed Reza Pahlavi, regierte den Iran als letzter Schah seit 1941. Nach der Islamischen Revolution in seinem Heimatland und der Machtübernahme der Mullahs floh Pahlavi mit seiner Frau nach Kairo.  © imago
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland.
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland. Während seines Besuchs in Berlin kam es zu heftigen Protesten gegen die Schah-Monarchie der noch jungen Studentenbewegung. Anhänger des Schah-Regimes und Agenten des iranischen Geheimdienstes prügelten unbehelligt auf Demonstranten und Passanten ein. In die gewalttätigen Auseinandersetzungen schaltete sich die schließlich die Berliner Polizei ein. Im Zuge dessen erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Kurras wurde 2009 als Stasi-Agent enttarnt. © imago
Yasmine Pahlavi und Iman Pahlavi in Washington DC
Im Gegensatz zu seinem Vater strebt Reza Pahlavi nach eigener Aussage den Aufbau einer demokratischen Regierung im Iran an. Dafür tritt er immer wieder auf öffentlichen Kundgebungen auf, wie hier in Washington DC im April 2025. Zu der Veranstaltung begleiteten den Schah-Erbe seine Frau Yasmine Pahlavi und die gemeinsame Tochter Iman Pahlavi. © imago
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi.
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi. Die 71 Jahre alte Politikerin lebt im Exil in Paris und ist Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrates im Iran“ (NWRI). Zu Beginn der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979 stand Rajavi noch auf der Seite der Mullahs. Zum Bruch kam es erst ab 1981. Ein Jahr später verließ Rajavi den Iran. Die Politikerin will einen Regimewechsel im Iran durch das iranische Volk und bietet laut einem Interview mit Fox News eine „demokratische und inklusive Alternative“ zum Mullah-Regime. © imago
Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung von Reza Pahlavi in Washington DC.
Hinter Maryam Rajavi stehen auch prominente Figuren der US-Politik aus dem Umfeld von Donald Trump. Dazu gehört unter anderem Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung vor Anhängerinnen und Anhängern Rajavis in Washington DC. © imago
Elahe Tavakolian auf einer Demonstration gegen das Mullah Regime im Iran
Ohnehin ist ein Großteil der Führungspersönlichkeiten der iranischen Opposition weiblich. Zum Symbol des weiblichen Widerstands gegen das patriarchale Mullah-Regime wurden seit den 2010ern Augenverletzungen. Zahlreiche Demonstrantinnen erlitten diese infolge der Aufstände gegen die Islamische Republik Iran. Eine solche erlitt auch Elahe Tavakolian, die mittlerweile in Italien lebt und dort regelmäßig an Demonstrationen teilnimmt. © imago
Studentin Kosar Eftekhari aus dem Iran
Auch die Studentin Kosar Eftekhari erlitt eine solche Verletzung und verließ den Iran infolgedessen. Sie lebt mittlerweile in Berlin und engagiert sich dort in der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad
Eine weitere bekannte Persönlichkeit der iranischen Opposition ist die Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad, die hier auf einer Kundgebung in Washington DC spricht. Die heute 48 Jahre alte Frau wurde 1994 im Iran verhaftet, weil sie regierungskritische Flugblätter in Umlauf gebracht haben soll. Heute lebt Alinejad in den USA und gründete dort im Jahr 2010 die Gruppe IranNeda, in der sich Schritstellerinnen und Schriftsteller sowie Intelektuelle aus dem Iran gemeinsam gegen das Mullah-Regime engagieren. © imago
2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan
Der Name IranNeda leitet sich von der 2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan ab. Die iranische Studentin wurde während einer Demonstration gegen das Mullah-Regime von einem Mitglied der Bürgermiliz Basidsch erschossen. Ihr Vorname, der auf persisch „Stimme“ oder „Ruf“ bedeutet, wurde zum Symbol und Kampfbegriff der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Sara Seyed ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.
Gegen das Mullah-Regime im Iran kämpft auch Sara Seyed. Sie ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.  © imag

Update, 20.50 Uhr: Im Streit mit dem Iran hat sich US-Präsident Donald Trump unbeeindruckt von den Drohungen des geistlichen Oberhauptes Ayatollah Ali Chamenei gezeigt. „Natürlich sagt er so etwas“, erklärte Trump am Sonntag vor Journalisten mit Blick auf die Äußerungen Chameneis. Dieser hatte zuvor für den Fall eines Angriffs der USA auf den Iran vor einem „regionalen Krieg“ gewarnt.

„Die Amerikaner sollten wissen, dass, wenn sie einen Krieg anfangen, es dieses Mal ein regionaler Krieg sein wird“, sagte Chamenei am Sonntag. Trump zeigte sich nun unbeeindruckt und erklärte, dass er weiter auf eine Einigung setze. „Hoffentlich erzielen wir eine Einigung. Wenn nicht, werden wir sehen, ob er Recht hatte“, sagte der US-Präsident mit Blick auf Chamenei.

Update, 19.05 Uhr: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat einen möglichen Krieg mit den USA als „Desaster für alle“ bezeichnet. Gegenüber dem US-Sender CNN erklärte er, die US-Stützpunkte seien in der Region verteilt. Das würde „unvermeidbar“ dazu führen, so der Minister, dass viele Gebiete in der Region vom Krieg erfasst sein würden. Ferner sagte er, Iran habe im jüngsten Krieg mit Israel vieles gelernt und sei vorbereitet. „Dass wir vorbereitet sind, bedeutet aber nicht, dass wir Krieg wollen“, erklärte er und rief nach einem „fairen“ Deal mit den USA.

Iran-USA-Konflikt: Serbischer Präsident erwartet baldigen Angriff gegen Teheran

Update, 15:23 Uhr: Der serbische Präsident Alexander Vucic erwartet einen amerikanischen Angriff auf den Iran innerhalb von 48 Stunden. „Ich erwarte einen Angriff auf Iran und manche anderen, großen Ereignisse“, sagte er laut der russischen Agentur Kommersant. US-Beamte sagten gegenüber der Zeitung Wall Street Journal allerdings, der Angriff werde nicht bald erfolgen. Demnach müssen die USA zuerst ihre Luftverteidigung in der Region aufstocken.

Wegen Revolutionsgarden: Iran erklärt europäische Streitkräfte zu „terroristischen Gruppen“

Update, 9:17 Uhr: Der Iran hat die Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten zu „terroristischen Gruppen“ erklärt. Dies gab der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf jetzt vor dem Parlament in Teheran bekannt – ohne weitere Folgen der Entscheidung zu erklären. Der Schritt erfolgte wenige Tage nachdem die EU-Außenminister die Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft hatten.

Udpate, 8:22 Uhr: Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump einen Deal mit Indien abgeschlossen, um den Druck auf den Iran zu erhöhen. Indien werde künftig Öl aus Venezuela beziehen und damit Importe aus der Islamischen Republik vermeiden, sagte Trump am Samstag (31. Januar) vor Journalisten an Bord der Air Force One, wie Reuters berichtet.

„Wir haben diesen Deal bereits gemacht“, erklärte der Präsident, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Die US-Regierung will mit Sanktionen die Regierung in Teheran im Streit über das Atomprogramm und die Niederschlagung von Protesten zum Einlenken zwingen. Öl-Exporte sind die wichtigsten Devisen-Einnahmen des Iran.

Update, 1. Februar, 6:43 Uhr: Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran gibt es nach Angaben von beiden Seiten Verhandlungsbereitschaft. Teheran „redet mit uns, wir werden sehen, ob wir etwas tun können, andernfalls werden wir sehen, was passiert“, sagte US-Präsident Donald Trump dem Sender Fox News. Der Iran habe „niemals einen Krieg angestrebt“ und strebe auch weiterhin keinen Krieg an, sagte indes Irans Präsident Massud Peseschkian.

Explosionen im Iran – Verhandlungen zwischen den USA und Teheran wohl im Gange

Update, 19:43 Uhr: Der iranische Sicherheitsberater Ali Laridschani äußerte auf X, dass die Gespräche mit den USA Fortschritte machen. Er betonte, dass trotz „Stimmungsmache durch künstliche Medienkriege“ der Aufbau einer Verhandlungsstruktur im Gange sei. Eine Bestätigung von US-Seite gibt es aktuell nicht.

Update, 17:12 Uhr: Bei den Explosionen im Süden des Irans sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. In der Hafenstadt Bandar Abbas starb mindestens eine Person. In der Stadt Ahwas sind vier Menschen ums Leben gekommen, wie die Zeitung Tehran Times berichtet. Die Ursache für die Explosion in Bandar Abbas sei nach Behördenangaben noch unklar. In Ahwas handelte es sich um eine Gasexplosion. Israel erklärte, es sei nicht für die Explosionen verantwortlich gewesen, wie zwei Regierungsvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigten.

Update, 16:23 Uhr: Der Iran hat seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Armee sei „in voller Verteidigungs- und Kampfbereitschaft“, erklärte Armeechef Amir Hatami laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Am Samstag warnte Hatami die USA vor einem „Fehler“, der ihre eigene Sicherheit gefährden würde.

Er betonte: „Wenn der Feind einen Fehler macht, wird dies zweifellos seine eigene Sicherheit, die Sicherheit der Region und die Sicherheit des zionistischen Regimes gefährden.“ Der Begriff „zionistisches Regime“ wird von Teheran als Bezeichnung für Israel verwendet. Beide Nationen sind tief verfeindet und ringen um Einfluss in der Region.

Eskalation im Iran: Iranischer Militärchef mit deutlicher Ansage

Update, 14:48 Uhr: Gegenwärtig wird weiterhin ein US-Angriff auf den Iran befürchtet. Vor einer möglichen Eskalation machte der iranische Militärchef Amir Hatami deutlich, dass die Nukleartechnologie seines Landes „nicht eliminiert werden“ könne. „Die Nuklearwissenschaft und -technologie der Islamischen Republik Iran kann nicht ausgelöscht werden, selbst wenn Wissenschaftler und Söhne dieser Nation den Märtyrertod erleiden“, sagte Hatami laut der offiziellen Nachrichtenagentur Irna.

Update, 14:08 Uhr: Während die Sorge vor einer Kriegseskalation wächst, wurde der Iran von mehreren Explosionen erschüttert. Eine Detonation ereignete sich iranischen Medienberichten zufolge in der Hafenmetropole Bandar Abbas am Persischen Golf. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde der Provinz Hormusgan mitteilte, war ein Wohngebäude in der südlich gelegenen Stadt betroffen. Zusätzlich berichteten Augenzeugen von mindestens einer Explosion unweit der iranischen Hauptstadt Teheran. Das iranische Internetportal Nur News meldete außerdem unter Hinweis auf den Feuerwehrchef der Stadt Ahwas im Südwesten eine dort aufgetretene Gasexplosion, die vier Menschenleben kostete.

Die den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim wies Gerüchte zurück, die Explosion in Bandar Abbas könnte ein Attentat auf den IRGC-Marinebefehlshaber Aliresa Tangsiri gewesen sein. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna publizierte ein Foto, das die teilweise zerstörte Fassade eines mehrgeschossigen Wohnhauses zeigt. Die Explosionsursache blieb vorerst unbekannt.

Update, 31. Januar, 7:10 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit neuen Drohungen den Druck auf den Iran weiter verstärkt. Aktuell seien weitere Kriegsschiffe in Richtung des Landes unterwegs – „und hoffentlich werden wir einen Deal machen“, sagte Trump bei einem Auftritt im Weißen Haus. „Wenn es keinen Deal gibt – mal sehen, was dann passiert“, fügte er hinzu.

Militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran droht

Erstmeldung: Kommt es wirklich zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Mullah-Regime, und wie könnten die US-Streitkräfte vorgehen? Die USS Abraham Lincoln kreuzt bereits durch den Persischen Golf, zehn Kriegsschiffe haben Position bezogen. Doch Militärexperten vermuten: Die sichtbare Armada könnte nur ein Ablenkungsmanöver sein. Der wahre Schlag gegen den Iran kommt womöglich aus dem Schatten – mit denselben B-2-Bombern, die schon einmal iranische Atomanlagen pulverisierten.

Das Council on Foreign Relations berichtet über die erfolgreiche Operation Midnight Hammer vom Juni 2025: B-2-Bomber zerstörten die unterirdischen Nuklearanlagen in Fordow und Natanz mit 14 „Bunker-Buster“-Bomben. Sechs B-2-Bomber flogen dabei demonstrativ über den Pazifik Richtung Guam – als Köder. Die echte Streitmacht startete heimlich von Missouri aus über den Atlantik. Genau dieses Täuschungsmanöver könnte sich jetzt wiederholen, analysiert WION News. Während die Lincoln-Flotte alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, könnten die Tarnkappenbomber bereits heimlich auf der US-Basis Diego Garcia oder anderen Stützpunkten landen.

USA gegen Iran: Rubios Warnung vor Präventivschlag

US-Außenminister Marco Rubio machte die Drohung konkret: „Wenn wir Hinweise darauf haben, dass tatsächlich ein Angriff auf unsere Truppen in der Region bevorsteht, handeln wir zur Verteidigung unseres Personals in der Region“, sagte er vor dem US-Senat. Etwa 30.000 US-Soldaten sind in acht bis neun Einrichtungen stationiert – alle in Reichweite iranischer Raketen.

US-Präsident Donald Trump verschärfte den Ton: „Die Zeit wird knapp. Der nächste Angriff wird viel schlimmer“, warnte er über Truth Social. Seine Botschaft: Verhandelt über ein Atomabkommen oder erlebt eine Wiederholung der „Operation Midnight Hammer“.

Drei mögliche Angriffsziele für die USA im Iran

Forbes identifiziert die wahrscheinlichen Ziele: Führungseinrichtungen um Ajatollah Chamenei, verbliebene Nuklearanlagen und Kommandozentralen der Revolutionsgarde. Anders als beim ersten Schlag könnte Trump diesmal direkt das Regime ins Visier nehmen. Die B-2-Bomber sind die einzigen Flugzeuge weltweit, die schwere „Bunker-Buster“-Bomben tragen können. Diese Waffen durchschlagen 90 Meter Fels und Beton – genug für jede iranische Bunkeranlage.

Teheran reagiert mit Trotz und Angst zugleich. Die iranische UN-Vertretung drohte, man werde „antworten wie niemals zuvor“. Doch Experten bezweifeln Irans Fähigkeiten nach den schweren Verlusten von 2025. Die psychologische Kriegsführung zeigt bereits Wirkung: Wochenlang hält die Lincoln-Flotte Position, ohne anzugreifen. Eine zermürbende Situation für die iranische Luftabwehr, die in permanenter Alarmbereitschaft verharrt. (Quellen: Council on Foreign Relations, WION News, Forbes, DPA, AFP) (cgsc)

Rubriklistenbild: © dpa/Seaman Daniel Kimmelman//dpa/Mark Schiefelbein

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