Nato-Ostflanke

Ansage an Putin: Schweden bestellt wohl Taurus aus Deutschland

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Vielfältig gefährlich: Der Saab Gripen während einer Luftfahrzeug-Messe in Indien Mitte Februar. Das Arsenal der neuen Versionen des schwedischen Allround-Jets wird sich jetzt um den Taurus-Marschflugkörper erweitern.
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Langstrecken-Abschreckung gilt als neue Doktrin der Nato. Schweden setzt auf Taurus. Grund für Putin, dem Westen verstärkt mit Atomraketen zu drohen.

Stockholm – „Kann Ziele in Russland treffen“, schreiben Bo Torbjörn Ek und Ewa Stenberg. Die beiden Autoren von Schwedens Tageszeitung Dagens Nyheter bezeichnen damit Taurus-Marschflugkörper, die der jüngste Nato-Partner Schweden jetzt in Deutschland bestellt hat. Als Ziele haben die Schweden Wladimir Putins Invasionstruppen ausgemacht – sollten die nach der Ukraine auch gegen Skandinavien operieren wollen. Worauf sich die Schweden offenbar verstärkt einstellen. Laut Dagens Nyheter wolle das Land jetzt erstmal eine Waffe ins Arsenal aufnehmen, die Ihnen potenzielle Angreifer auf Hunderte von Kilometern vom Leib hält.

Das Blatt bezieht sich auf den Jahresbericht der schwedische Verteidigungsmaterialverwaltung (Försvarets materielverk, FMV); demnach sollen die Marschflugkörper bestellt werden, um damit die schwedischen Kampfjets JAS Gripen C zu bestücken. Das schwedische Verteidigungsministerium hatte im Oktober vergangenen Jahres veröffentlicht, das von Jahresbeginn 2025 an die mit „E“ bezeichnete kampfwertgesteigerte Version des JAS Gripen 39 in der schwedischen Luftwaffe eingeführt werden solle. Dieser Flieger ist für die Aufnahme des Taurus optimiert. Gleichzeitig läuft die Modernisierung der bisherigen Flieger auf die Variante „D“.

Lehre aus Ukraine-Krieg: Aufrüstung der schwedischen Luftwaffe

„Die Verlängerung des Gripen C/D-Vertrags ist ein wichtiger Schritt vorwärts für unsere nationale Verteidigung“, sagte Lars Tossman, Ende vergangenen Jahres gegenüber dem Magazin FlightGlobal. „Die Integration neuer, moderner Raketensysteme zeigt unser Engagement für die Bereitstellung hochwertiger Lösungen“, so der Leiter des Geschäftsbereichs Luftfahrt bei Saab. Die Schweden erhalten wohl die Taurus KEPD 350; möglicherweise die mit „E“ bezeichnete Exportvariante mit auf die Kunden zugeschnittenen Modifikationen. Die Reichweite von mehr als 500 Kilometern soll für beide Varianten gleich sein.

„Russland könnte befürchten, dass das Bündnis mehr militärische Ressourcen entlang der langen finnisch-russischen Grenze konzentrieren wird. Zudem könnte Russland Marineoperationen in der Ostsee als riskanter erachten oder sich über Bedrohungen seiner Exklave Kaliningrad Sorgen machen, die bald von Nato-Mitgliedsstaaten umzingelt sein wird.“

Nicholas Locker & Heli Hautala, War on the Rocks

Mit der Aufrüstung der eigenen Luftwaffe macht Schweden klar, wie ernst das Land die Bedrohung durch Russland nimmt. Als „Zusammenbruch der russischen Außenpolitik“ bezeichnet Daniil Miroshnichenko den Eintritt Schwedens in die Nato als 32. Mitglied am 7. März 2024. Der Politikwissenschaftler der American University in Washington D.C. sieht darin einerseits eine Stärkung der Kontrolle der Ostsee und andererseits die Schwächung der russischen Rhetorik gegenüber einer weiteren Erweiterung der Nato gen Osten – was schon durch den Beitritt Finnlands ad absurdum geführt wurde, weil die Grenze Russlands zur Allianz  auf 2.547 Kilometer verlängert und somit fast verdoppelt wurde.

Hinfällig ist dadurch auch die ursprüngliche Begründung des Ukraine-Krieges, zu dem sich Wladimir Putin genötigt fühlte, weil er der Nato-Erweiterung durch die Aufnahme der Ukraine zuvorkommen wollte. Damit hat er die beiden Staaten Finnland und Schweden der Allianz in die Arme getrieben – und Schweden hat damit seine 205-jährige Tradition der Neutralität im Handumdrehen aufgegeben. Im Gegenteil berichtet Dagens Nyheter davon, dass Schweden davon ausgehe, das eigene und den Rest des Nato-Territoriums dadurch verteidigen zu können, dass deren Luftwaffe im baltisch-russischen Raum operiere und somit die Marschflugkörper weit ins nach Russland hineintragen könne, wie Mats Helgesson angedeutet habe.

Gegen Russland mit Taurus: „Man muss nicht hineingehen und eine Bombe über dem Ziel abwerfen“

„Man muss nicht hineingehen und eine Bombe über dem Ziel abwerfen“, sagte der Generalmajor und ehemalige Chef der Luftwaffe gegenüber Dagens Nyheter. Schweden wäre das vierte Land, das die Taurus nutzt. Neben Deutschland haben sie Spanien und Südkorea eingeführt. Von 2028 an soll die Taurus-Waffe in der schwedischen Luftwaffe einsatzbereit sein. 600 Exemplare der vom europäischen Unternehmen MBDA (Matra BAe Dynamics Aérospatiale) zusammen mit Saab Bofors Dynamics entwickelten Waffe zum Zweck der Zerstörung von zum Beispiel Bunkern, Radarstationen und anderen Hochwert-Zielen weit hinter den feindlichen Linien hat die Bundeswehr im Bestand.

Schweden folgt damit dem skandinavischen Weg der raschen Aufrüstung seiner Truppen – wie beispielsweise Dänemark: „Kaufen, kaufen, kaufen“, soll Mette Frederiksen ihren Verteidigungsminister angewiesen haben. „Kaufen Sie alles, was hier und jetzt zu einer besseren Verteidigung und zu einer stärkeren Abschreckung beitragen kann“, zitiert die Tagesschau Dänemarks Ministerpräsidentin. Auch der Guardian berichtet, dass die Skandinavier ihren Verteidigungshaushalt auf mindestens drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hochschrauben wollen. Sieben Milliarden Euro will das kleine Land in 2025 und 206 in die Verteidigung pumpen. Wie viele Taurus-Flugkörper der Nachbar Schweden bestellen will, wird noch geheim gehalten.

Marschflugkörper machen Druck: „Neue Flanken, neue Ängste“

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte Ende vergangenen Jahres verlauten lassen, 600 neue Taurus-Flugköprer der kampfwertgesteigerten Version „Neo“ kaufen zu wollen, obwohl noch kein Geld dafür da ist. Diese sollten aber 2029 einsatzfähig sein; damit könnten dann ältere Taurus an andere Nato-Partner abgegeben werden. Allerdings soll die Hälfte der deutschen Taurus-Marschflugkörper überaltert und daher bis auf Weiteres nicht einsatzfähig sein.

„Neue Flanken, neue Ängste“, hatte bereits Anfang 2023 das Magazin War on the Rocks (TWZ) behauptet: Die skandinavischen Partner würde eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa schaffen und neuen Handlungsdruck auf Russland auslösen, schreiben Nicholas Locker und Heli Hautala. „Russland könnte befürchten, dass das Bündnis mehr militärische Ressourcen entlang der langen finnisch-russischen Grenze konzentrieren wird. Zudem könnte Russland Marineoperationen in der Ostsee als riskanter erachten oder sich über Bedrohungen seiner Exklave Kaliningrad Sorgen machen, die bald von Nato-Mitgliedsstaaten umzingelt sein wird“, so die Autoren.

Wie das schwedische Verteidigungsministerium im Oktober vergangenen Jahres mitgeteilt hat, scheint die schwedische Rüstungsindustrie zielgerichteter aufzurüsten als die deutsche, wie deren To-Do-Liste zeigt: Nachkäufe und Modernisierungen von Kampffahrzeugen und Panzern, die Verstärkung der Flugabwehrfähigkeit, Entwicklung eigener Raketenartillerie, Beschaffung weiterer Drohnen und Ergänzung der bereits bestellten 72 Archer-Artilleriesysteme.

Nach dem Ukraine-Krieg: Schweden beweist Anspruch auf Führungsfähigkeit unter den Nato-Partnern

Auch mit der Nachrüstung durch die Taurus beweist Schweden den Anspruch auf Führungsfähigkeit unter den Nato-Partnern, ähnlich wie Polen. „Mitte der 2000er Jahre war die deutsche Bundeswehr nur noch halb so groß wie zu Zeiten des Kalten Krieges, während die britische Armee nur eine einzige Brigade in Afghanistan stellen konnte. Deutschland und Großbritannien galten und gelten als Nato-Schwergewichte. Der Zustand kleinerer Nato-Armeen war sogar noch bedenklicher“, schrieb Gil Barndollar Anfang vergangenen Jahres im Magazin Foreign Policy. Dem Analysten gilt Schweden als Modellarmee.

Möglicherweise werden die neuen weitreichenden Waffen der Schweden für Russland den Grund bilden, die Eskalation gegen die Nato weiter voranzutreiben. Wie Lokker und Hautala schreiben, wird Russlands Fähigkeit zu konventioneller Augenhöhe mit der Nato auf sich warten lassen. Gegen vermeintlich mindestens 600 neuen Taurus-Raketen in der Nato wird Russland lange nichts antworten können – anders als mit seinem nuklearen Arsenal. Die schwedischen Taurus könnten also Russland zu einer neuen Rüstungs-Offensive zwingen.

Wen holt Friedrich Merz in sein Kabinett? Diese Minister stehen bereit

Wahlkampf CDU - Halle/Saale
Der CDU-Vorsitzende und Kanzler in spe Friedrich Merz muss sein Kabinett zusammenstellen. Nach mehreren Medienberichten sollen plus dem CDU-Kanzler Merz insgesamt sieben Minister von der CDU, fünf von der SPD und drei von der CSU gestellt werden. Wie ein mögliches schwarz-rotes Kabinett unter Merz aussehen kann, zeigt die folgende Bilderstrecke.  © Hendrik Schmidt/dpa
Die Vorstandsvorsitzender des Energiedienstkleisters Westenergie AG - Katherina Reiche - am 11. März 2024 während einer
Katherina Reiche (CDU) © Manngold/Imago
CDU-Politikerin Nina Warken spricht am 15. Mai 2024 im Bundestag
CDU-Politikerin Nina Warken  © Christoph Soeder/dpa
Wolfram Weimer zu Gast bei „Maischberger“ am 18. Februar 2025
Wolfram Weimer zu Gast bei „Maischberger“ am 18. Februar 2025  © HMB-Media/Imago
Karsten Wildberger
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Merz‘ Kabinett: Christiane Schenderlein (CDU)
dpa_urn_binary_dpa_com_20090101_250428-935-552616-FILED.jpg © Christiane Schenderlein/dpa
Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD
SPD-Chef Lars Klingbeil führt zusammen mit der Co-Vorsitzenden Saskia Esken die Verhandlungsdelegation der Sozialdemokraten an. Berichten zufolge könnte er das Finanzministerium übernehmen. © Kay Nietfeld/dpa
Michaela Kaniber (CSU), Landwirtschaftsministerin von Bayern,
Michaela Kaniber (CSU) könnte auf Wunsch Markus Söder aus Bayern nach Berlin gerufen werden. Medienberichten zufolge wird sie als Agrarministerin gehandelt.  © Sven Hoppe/picture alliance/dpa
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
SPD-Chefin Saskia Esken ist auch parteiintern nicht unumstritten. Dennoch wird spekuliert, ob sie zukünftig ein Ministerium übernehmen könnte. © Christophe Gateau/dpa
Friedrich Merz‘ treuer Generalsekretär Carsten Linnemann gilt als Minister fast schon gesetzt. Er käme wohl für das Wirtschaftsministerium infrage, wo er die gewünschte Reform des Bürgergelds vorantreiben könne. Linnemann ist Volkswirt.
Friedrich Merz’ treuer Generalsekretär Carsten Linnemann galt als Minister fast schon als gesetzt. Der Volkswirt teilte jedoch überraschend mit, dass er sich gegen ein Ministeramt entschieden habe. Der CDU-Politiker wurde in der Vergangenheit als aussichtsreicher Kandidat für das Wirtschafts- oder Arbeitsministerium gehandelt. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett ebenfalls als gesetzt, wenn es mit Schwarz-Rot klappt. Laut Medienberichten könnte er eine zweite Amtszeit als Verteidigungsminister erhalten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Roland Koch
Der ehemalige hessische Ministerpräsident und Merz-Vertraute Roland Koch wird ebenfalls als möglicher Minister gehandelt. © Sebastian Gollnow/dpa
Christina Sinemus – von der CDU aus Hessen – könnte zukünftig Digitalministerin werden
Kristina Sinemus – von der CDU aus Hessen – könnte zukünftig Digitalministerin werden ©  IMAGO / Jörg Halisch
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Berichten zufolge könnte Spahn bei der Vergabe der Ministerien unter Friedrich Merz leer ausgehen und stattdessen den Vorsitz der CDU/CSU Fraktion im Bundestag übernehmen.  © IMAGO/Jens Schicke
Überraschen könnte Merz mit einer Besetzung des Innenministeriums von außerhalb der Politik. Möglicher Kandidat wäre Dieter Romann, Chef der Bundespolizei, von dem sich Merz häufig beraten lässt und der in Asylfragen versiert ist.
Überraschen könnte die schwarz-rote Regierung mit einer Besetzung des Innenministeriums von außerhalb der Politik. Ein möglicher Kandidat wäre Dieter Romann, Chef der Bundespolizei. Von diesem lässt sich auch Kanzler in spe Friedrich Merz häufig beraten. Romann soll in Asylfragen besonders versiert sein.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Johann Wadephul, bisher Vize-Fraktionschef der CDU. ist als Verteidigungsminister denkbar, sollte Pistorius weichen. Im Dezember war er gemeinsam mit Merz in Kiew und besuchte mit ihm auch die Siko in München.
Johann Wadephul war bisher Vize-Fraktionschef der CDU. Nun wird er Berichten zufolge, auch als Außenminister für die schwarz-rote Koalition gehandelt. Im Dezember war er gemeinsam mit Friedrich Merz in Kiew. Im Februar besuchte der 62-Jährige mit dem Kanzler in spe die Sicherheitskonferenz in München.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Union, zum Cannabis-Gesetz
Tino Sorge war bislang gesundheitspolitischer Sprecher der Union. Er könnte zukünftig als Gesundheitsminister unter Kanzler Friedrich Merz fungieren, und die Cannabislegalisierung rückgängig machen. Im November erläuterte er unserer Redaktion im Interview: „Wenn es möglich ist, werden wir die Cannabislegalisierung in einer neuen Regierungskonstellation rückgängig machen.“ © Philip Dulian/picture alliance
Die niedersächsischen Fraktionsvize Silvia Breher hat Außenseiterchancen auf das Digitalministerium unter Friedrich Merz. Die 51-Jährige ist gelernte Juristin.
Die niedersächsischen Fraktionsvize Silvia Breher hat Außenseiterchancen auf das Familienministerium unter Friedrich Merz. Die 51-Jährige ist gelernte Juristin. Im Jahr 2021 war Silvia Breher noch Teil des achtköpfigen „Zukunftsteams“ von dem damaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Bereits dort vertrat sie das Thema Familie. Laschet verlor das Rennen um die Kanzlerschaft gegen Olaf Scholz.  © IMAGO/Jakub Porzycki
Die Brandenburger Richterin Sonja Eichwede könnte für die SPD in das Justizministerium einziehen.
Die Brandenburger Richterin Sonja Eichwede könnte nach Medienberichten für die SPD in das Justizministerium einziehen. Sie ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestags, seitdem ruht auch ihr Richteramt. Sie ist die Tochter des Historikers und Professors für Politik und Zeitgeschichte Osteuropas Wolfgang Eichwede. Die 37-Jährige hat einen Sohn. ©  IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Die CSU hat als Schwesterpartei der CDU Anspruch auf Ressorts in Merz‘ Kabinett. An allererster Stelle ist hier Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef. Er soll ein mächtiges Ministerium wie das Finanz-, Innen- oder Verteidigungsministerium bekommen.
Die CSU hat als Schwesterpartei der CDU Anspruch auf Ressorts in Merz‘ Kabinett. An allererster Stelle ist hier Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef. In Merz neuem schwarz-roten Kabinett soll er ein mächtiges Ministerium wie das Innenministerium bekommen. Dobrindt war bereits von Dezember 2013 bis Oktober 2017 Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD
Die frühere Bundestagspräsidentin Bärbel Bas könnte in Merz schwarz-roter Koalition das Ministerium für Arbeit übernehmen. Ob Soziales mit in das Ministerium aufgefasst wird, bleibt derweil offen. Unterdessen wurde Bas laut Medienberichten, auch als neue Parteivorsitzende der SPD gehandelt. Zuvor hatten bereits Manuela Schwesig und Anke Rehlinger abgelehnt.  © Kay Nietfeld/dpa
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darf sich auf einen einflussreichen Posten in der neuen Regierung unter Merz freuen. Denkbar wäre das Innenressort, da Frei in dem Bereich als versiert gilt. Er könnte aber auch Kanzleramtschef werden oder den Fraktionsvorsitz übernehmen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darf sich auf einen einflussreichen Posten in der neuen Regierung unter Kanzler Friedrich Merz freuen. Er könnte in einer schwarz-roten Koalition unter Merz den wichtigen Posten des Kanzleramtschefs übernehmen. Zuvor hielt diesen Posten Wolfgang Schmidt von der SPD inne.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo ist für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei. Er könnte zukünftig im schwarz-roten Kabinett unter Friedrich Merz Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt werden. Der 54-jährige CDUler würde in dieser Funktion Claudia Roth von den Grünen folgen.  © Jörg Carstensen/dpa
Klara Geywitz (SPD) war unter Olaf Scholz Bauministerin. Sie wird als mögliche Arbeitsministerin in einem Kabinett Merz gehandelt.
Klara Geywitz (SPD) war unter Olaf Scholz Bauministerin. Sie wird als mögliche Arbeitsministerin in einem Kabinett von Kanzler Friedrich Merz gehandelt. Geywitz hatte 2019 erfolglos mit Ex-Kanzler Olaf Scholz um den SPD-Vorsitz kandidiert. Im Dezember 2019 wurde sie zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.  © IMAGO/Rüdiger Wölk
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet. Nach der verlorenen Wahl wurde Laschet 2022 Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz plant für sein Kabinett wohl auch ein Digitalministerium. Es wird gemunkelt, dass er es mit einer Expertin oder einem Experten von außen besetzen will. Auf die Beraterin Julia Jäkel würde dies zutreffen.
Friedrich Merz plant für sein schwarz-rotes Kabinett wohl auch ein Digitalministerium. Es wird gemunkelt, dass er es mit einer Expertin oder einem Experten von außen besetzen will. Auf die Beraterin Julia Jäkel würde dies zutreffen. Julia Jäkel ist Managerin und Verlegerin. Sie ist in mehreren Aufsichtsräten aktiv.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Die Chefin des Start-up-Verbandes, Verena Pausder, könnte Digitalministerin in der neuen Regierung von Merz werden. Ihr wird ein gutes Verhältnis zum CDU-Chef nachgesagt.
Die Chefin des Start-up-Verbandes, Verena Pausder, könnte Digitalministerin in der neuen Regierung von Friedrich Merz werden. Ihr wird ein gutes Verhältnis zum CDU-Chef nachgesagt. Die 46-jährige Verena Pausder war im Aufsichtsratsmitglied bei der Commerzbank-Tochter comdirect. © IMAGO/Emmanuele Contini
Merz wird sich auch einen Politiker aus dem großen CDU-Landesverband Niedersachsen als Minister in die Regierung holen. Hendrik Hoppenstedt wäre hierfür ein Kandidat. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und arbeitete unter Angela Merkel im Kanzleramt.
Merz wird sich auch einen Politiker aus dem großen CDU-Landesverband Niedersachsen als Minister in die Regierung holen. Hendrik Hoppenstedt wäre hierfür ein Kandidat. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und arbeitete unter Angela Merkel im Kanzleramt.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Mathias Middelberg (CDU) gilt als Haushaltsexperte. Ist er ein möglicher neuer Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz? Middelberg ist Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen.
Mathias Middelberg (CDU) gilt als Haushaltsexperte. Ist er ein möglicher neuer Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz? Middelberg ist Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen.  © IMAGO
Dorothee Bär (CSU) war bei der Bundestagswahl 2025 Stimmkreiskönigin und holte als einzige Kandidatin über 50 Prozent der Erststimmen. Belohnt Merz sie mit einem Ministeramt? Am ehesten käme wohl das Digitalministerium infrage. Bär war schon Digitalstaatsministerin unter Angela Merkel.
Dorothee Bär (CSU) war bei der Bundestagswahl 2025 Stimmkreiskönigin und holte als einzige Kandidatin über 50 Prozent der Erststimmen. Belohnt Friedrich Merz sie mit einem Ministeramt? Am ehesten käme wohl das Bildungsministerium infrage. In dem schwarz-roten Kabinett könnte sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen – Regierungserfahrung besitzt sie bereits: Bär war schon Digitalstaatsministerin unter Angela Merkel.  © IMAGO/M. Popow
Als Umweltminister käme Andreas Jung (CD) infrage. Er gilt als Liberaler und stammt aus Baden-Württemberg. Merz will das Umwelt- und Klimaministerium wieder aus dem Wirtschaftsministerium herauslösen.
Als Umweltminister käme Andreas Jung (CD) infrage. Er gilt als Liberaler und stammt aus Baden-Württemberg. Kanzler Friedrich Merz will das Umwelt- und Klimaministerium wieder aus dem Wirtschaftsministerium herauslösen. Der deutsche Rechtsanwalt könnte in diesem schwarz-roten Kabinett eine passende Besetzung sein.  © IMAGO/M. Popow
Dirk Wiese von der SPD wird bei einer schwarz-roten Koalition als neuer Arbeitsminister gehandelt. Wiese ist Vize-Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Der gelernte Jurist war früher Mitarbeiter von Franz Müntefering.
Dirk Wiese von der SPD wird bei einer schwarz-roten Koalition als neuer Arbeitsminister gehandelt. Wiese ist Vize-Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Der gelernte Jurist war früher Mitarbeiter von Franz Müntefering.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Noch eine mögliche Digitalministerin im Kabinett von Merz: Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie war früher Unternehmensberaterin.
Noch eine mögliche Digitalministerin im Kabinett von Merz: Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie war früher Unternehmensberaterin.  © M. Popow via www.imago-images.de
Svenja Schulze
Svenja Schulze könnte Berichten zufolge das Ministerium für Entwicklungshilfe übernehmen. Die 56-jährige SPDlerin wäre für Friedrich Merz schwarz-rotes Kabinett, eine Kandidatin mit Regierungserfahrung. Bis 2021 war Schulze Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland unter Kanzler Olaf Scholz.  © Thomas Banneyer/dpa
Sie gilt als Geheimtipp als mögliche Ministerin: Ex-Verfassungsschützerin Felor Badenberg. Sie ist Justizsenatorin in Berlin. Möglich wären das Justiz- oder Innenressort. Badenberg ist im Iran geboren und wäre eine Kandidatin mit Migrationshintergrund, die Chancen unter Merz hat.
Sie gilt als Geheimtipp als mögliche Ministerin: Ex-Verfassungsschützerin Felor Badenberg. Sie ist Justizsenatorin in Berlin. Möglich wären das Justiz- oder Innenressort. Badenberg ist im Iran geboren und wäre eine Kandidatin mit Migrationshintergrund, die Chancen unter Merz hat.  © IMAGO
Auf Ines Claus (CDU) soll Merz große Stücke halten. Sie wäre eine denkbare Justiz- oder Familienministerin. Claus ist Fraktionschefin in Hessen. Die 47-Jährige ist gelernte Juristin und gilt als konservativ und bodenständig.
Auf Ines Claus (CDU) soll Merz große Stücke halten. Sie wäre eine denkbare Justiz- oder Familienministerin. Claus ist Fraktionschefin in Hessen. Die 47-Jährige ist gelernte Juristin und gilt als konservativ und bodenständig.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Als mögliche Newcomerin in einem Kabinett von Friedrich Merz gilt Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Historikerin. Sie könnte Arbeitsministerin werden.
Als mögliche Newcomerin in einem Kabinett von Friedrich Merz gilt Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Historikerin. Sie könnte Arbeitsministerin werden.  © IMAGO/Juliane Sonntag
CSU-Mann Klaus Holetschek ist bislang Gesundheitsminister n Bayern. Geht es für ihn im gleichen Amt nach Berlin? Ambitionen auf einen Kabinettsposten unter Merz werden ihm nachgesagt. In der Gesundheitsbranche gilt er als gut vernetzt.
CSU-Mann Klaus Holetschek war bereits Gesundheitsminister in Bayern. Geht es für den Vorsitzenden der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag im gleichen Amt nach Berlin? Ambitionen auf einen Kabinettsposten unter Merz werden ihm nachgesagt. In der Gesundheitsbranche gilt er als gut vernetzt.  © IMAGO/Rolf Poss
Karin Prien kommt innerhalb der CDU als Bildungsministerium infrage. Als Merz während des Wahlkampfs gemeinsam mit der AfD im Bundestag abstimmte, verteidigte Karin Prien ihn leidenschaftlich. Prien ist derzeit Bildungsministerin in Schleswig-Holstein.
Karin Prien kommt innerhalb der CDU als Bildungsministerium infrage, für das schwarz-rote Kabinett infrage. Als Merz während des Wahlkampfs gemeinsam mit der AfD im Bundestag abstimmte, verteidigte Karin Prien ihn leidenschaftlich. Prien ist derzeit Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. © IMAGO/teutopress GmbH

Wie TWZ Ende vergangenen Jahres berichtete, gründe sich der neuerliche Fokus der Nato auf Langstreckenschläge vor allem auf die Entwicklung russischer taktischer Atomraketen, die offenbar in immer moderneren und weitreichenderen Ausführungen produziert würden. Neue Raketentypen und neue Stationierungen würden von wiederholten Atomdrohungen von Präsident Wladimir Putin begleitet, sowie von Hinweisen, dass Russlands Hemmschwelle für den potenziellen Einsatz von Atomwaffen möglicherweise gesenkt worden sei, schreibt TWZ-Autor Thomas Newdick.

Schweden setzt jedenfalls auf Offensive zur Stärkung seiner Defensive, wie die schwedische Regierung Ende vergangenen Jahres angekündigt hat: „Dazu gehört, systematisch daran zu arbeiten, Wachstumshemmnisse innerhalb der Gesamtverteidigung abzubauen. Ziel und Ansatz der Regierung ist es, das Tempo der Wiederbewaffnung zu beschleunigen.“

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