- VonLea Winklerschließen
Der Termin steht: Am 2. März wählt Hamburg. Alle Informationen zu Kandidaten, Terminen und Besonderheiten der Bürgerschaftswahl 2025 erfahren Sie hier.
Hamburg – Am Sonntag (2. März 2025) ist es so weit, Hamburg wählt eine neue Bürgerschaft. Nur eine Woche nach der Bundestagswahl darf die Hansestadt schon wieder an die Wahlurne. Wird sich die SPD wieder behaupten können oder werden sich die schlechten Ergebnisse der Bundestagswahl auch in diesem Ergebnis wiederfinden? Alles Wichtige zur Wahl der Hamburgischen Bürgschaft ist hier zusammengefasst.
| Bürgerschaftswahl in Hamburg | |
|---|---|
| Termin | 2. März 2025 |
| Anzahl der Abgeordneten | 121 Abgeordnete |
| Anzahl der Wahlkreise | 17 |
| Dauer der Legislaturperiode | 5 Jahre |
Das Besondere der Bürgerschaftswahl 2025 in Hamburg
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland und zugleich als Stadt eine Einheitsgemeinde. Anders als in Flächenländern gibt es keine getrennte Verwaltung für kommunale und staatliche Aufgaben – beides übernimmt die Hamburger Regierung. Das bedeutet, dass es keine eigene Kommunalverwaltung gibt, sondern die Landesregierung gleichzeitig für die Stadtverwaltung zuständig ist.
Die politische Macht liegt beim Volk: Die Bürger wählen die Hamburgische Bürgerschaft als Landesparlament, können durch Volksgesetzgebung eigene Entscheidungen einbringen und sind in Verwaltungsstrukturen wie den Deputationen beteiligt.
Wann ist die Bürgerschaftswahl 2025 in Hamburg?
Die Hamburgische Bürgerschaftswahl 2025 findet am 2. März 2025 statt. Wer nicht per Briefwahl gewählt hat oder vergessen hat, den Brief einzuwerfen, kann am Sonntag noch persönlich in ein Wahllokal gehen. Die Wahllokale sind dann von 8 bis 18 Uhr geöffnet – dann beginnt die Auszählung der Stimmen, sowohl der Stimmzettel aus den Wahllokalen als auch der per Briefwahl eingegangenen Stimmen. Die Wahllokale bleiben während der Auszählung weiterhin geöffnet, sodass interessierte Bürgerinnen und Bürger die Stimmauszählung live vor Ort verfolgen können.
Wer ist in Hamburg bei der Bürgerschaftswahl wahlberechtigt?
Stimmberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger, welche die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens 16 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz seit mindestens drei Monaten in der Freien und Hansestadt Hamburg haben und nicht durch einen Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.
| Bundesland | Hamburg |
| Fläche | 755,3 km |
| Bevölkerung | 1.861.053 (2024) |
| Erster Bürgermeister | Peter Tschentscher |
| Zweite Bürgermeisterin | Katharina Fegebank |
| Stand | 26.02.2025 |
Wer regiert zurzeit in Hamburg?
Derzeit wird Hamburg von einer rot-grünen Koalition regiert, bestehend aus SPD und Grünen. Erster Bürgermeister ist Peter Tschentscher (SPD), seine Stellvertreterin ist die zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). Die Hamburgische Bürgerschaft setzt sich in der aktuellen 22. Legislaturperiode aus fünf Fraktionen zusammen:
- SPD
- Grüne
- CDU
- Die Linke
- AfD
Welche Parteien treten bei der Bürgerschaftswahl 2025 in Hamburg an?
Neben den großen Parteien, die derzeit in der Hamburgischen Bürgerschaft vertreten sind, treten auch weitere Gruppierungen bei der Bürgerschaftswahl an. Obwohl sie keine Spitzenkandidatinnen oder -kandidaten für das Bürgermeisteramt benennen, möchten sie mit ihren Programmen Akzente setzen.
Zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft am 2. März treten insgesamt 16 Parteien an. Neben den derzeit in der Bürgerschaft vertretenen Parteien kandidieren auch folgende:
- FDP
- Die Partei
- Volt
- ÖDP
- Tierschutzpartei
- Freie Wähler
- Bündnis Deutschland
- BSW
- DAVA-Hamburg
- DieWahl - WFG
- NPD
Wer sind die wichtigsten Kandidaten bei der Hamburg-Wahl?
Die Parteien, die auch bei der Bundestagswahl mit Kanzlerkandidaten kandidiert haben, haben auch Spitzenkandidaten für das AMt des Hamburger Oberbürgermeisters aufgestellt. Diese sind:
- Peter Tschentscher (SPD): Die SPD stellt erneut Hamburgs amtierenden Ersten Bürgermeister, Peter Tschentscher, als Kandidaten auf und setzt dabei auf Kontinuität und Stabilität. Unter dem Wahlmotto „Hamburg vereint“ möchte die Partei den Zusammenhalt der Stadt betonen.
- Katharina Fegebank (Grüne): Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank tritt erneut für die Grünen an und strebt das Amt der Ersten Bürgermeisterin an. Die Grünen haben sich im Wahlkampf vor allem auf Themen wie Klimaschutz, Mobilität und soziale Gerechtigkeit fokussiert.
- Dennis Thering (CDU): Die CDU wird von ihrem Landes- und Fraktionsvorsitzenden Dennis Thering geführt, der die Partei aus der Opposition herausführen möchte. Schwerpunkte seiner Agenda liegen auf den Themen Wirtschaft, Verkehr und Sicherheit.
- Dirk Nockemann (AfD): Er ist der Landes- und Fraktionsvorsitzende der AfD und führt die Partei in die Bürgerschaftswahl 2025. Die AfD liegt in den aktuellen Umfragen in Hamburg deutlich hinter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl. Nockemann setzt auf Themen wie innere Sicherheit und Hafenpolitik.
- Cansu Özdemir (Die Linke): Noch muss die Linke um den Einzug in das Landesparlament zittern. Mit Cansu Özdemir erhofft sich die Linke ihre Kampagne umsetzen zu können: soziale Gerechtigkeit, bezahlbares Wohnen und Frieden.
- Katarina Blume (FDP): Die FDP tritt mit Katarina Blume als Spitzenkandidatin an. Obwohl die Partei seit November leichte Zugewinne verzeichnen konnte, liegt sie derzeit bei nur 4 Prozent. Blume fokussiert sich auf Themen wie Wohnungsbau und wirtschaftliche Freiheit.
- Jochen Brack (BSW): Das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt mit Jochen Brack erstmals für die Hamburgische Bürgerschaft an.
Wie lauten Prognosen und Umfragen zur Hamburg-Wahl?
Die Umfragen deuten auf ein relativ klares Ergebnis hin: Die SPD von Regierungschef Peter Tschentscher liegt in den aktuellen Erhebungen mit Werten von etwas mehr als 30 Prozent deutlich vorne. Dahinter folgen die Grünen von Vizeregierungschefin Katharina Fegebank auf Platz zwei. Ihr Rückstand beträgt allerdings schon mehr als zehn Punkte. Der Vorsprung der Grünen auf die CDU von Spitzenkandidat Dennis Thering ist verhältnismäßig knapp. Ein Wechsel im Kampf um Platz zwei und drei scheint also noch möglich. Zudem werden den Umfragen zufolge zwei weitere Parteien in die Bürgerschaft einziehen: Die Linke und die AfD.
| Parteien | Infratest dimap (20.2) in % |
|---|---|
| SPD | 32 |
| Grüne | 18 |
| CDU | 17 |
| Linke | 10 |
| AfD | 10 |
| FDP | 3 |
| BSW | 3 |
| Volt | 3 |
| Sonstige | 4 |
Erhebungszeitraum Infratest dimap: 17. bis 19. Februar, Fallzahl: 1308 Befragte.
Bürgerschaftswahl in Hamburg 2025:
- Datum: 2. März 2025
- Wahlrecht: allgemeine, gleiche, unmittelbare, geheime und freie Wahl
- Spitzenkandidaten: Peter Tschentscher (SPD), Katharina Fegebank (Grüne), Dennis Thering (CDU), Dirk Nockemann (AfD), Cansu Özdemir (Die Linke), Katarina Blume (FDP), Jochen Brak (BSW)
- Wahl-O-Mat: wahl-o-mat.de/hamburg2025
Wann gibt es Prognosen und Ergebnisse zur Hamburg-Wahl?
Die Bürgerschaftswahl endet am 2. März um 18 Uhr – dann beginnt die Auszählung der Stimmen. Bevor die ersten Hochrechnungen veröffentlicht werden, erscheinen bereits um 18 Uhr erste Prognose zur Hamburg-Wahl 2025. Diese basiert auf Wählerbefragungen an den Wahllokal-Ausgängen und liefern eine erste Einschätzung des Wahlausgangs.
Ab 19 Uhr beginnt die vereinfachte Auszählung zur Ermittlung der voraussichtlichen Fraktionsstärken. Dabei werden ausschließlich die eindeutig gültigen Landesstimmen gezählt, ohne zwischen Personen- und Listenstimmen zu unterscheiden. Das Ergebnis stellt jedoch noch kein amtliches Ergebnis dar, ermöglicht aber erste Hochrechnungen zur Bürgerschaftswahl 2025.
Am Montag, 3. März, beginnt dann die reguläre Auszählung der Stimmen für die Hamburg-Wahl. Diese wird ab 11 Uhr live über das Statistikamt Nord bereitgestellt, sodass die Bürgerinnen und Bürger den Fortschritt der Auszählung verfolgen können. Nach Vorliegen sämtlicher Ergebnisse stellt der Landeswahlleiter noch am selben Abend das vorläufige Wahlergebnis für die Bürgerschaftswahl 2025 fest. Der Landeswahlausschuss wird anschließend die Wahlergebnisse prüfen und das amtliche Endergebnis festlegen. Die Sitzung des Landeswahlausschusses ist für den 19. März angesetzt. Dann wird das endgültige Ergebnis offiziell bekannt gegeben. (lw)