Der Ukraine-Krieg im Ticker

Aktueller Frontverlauf im Ukraine-Krieg zeigt „erheblichen“ Durchbruch – Explosion auf der Krim

Alle Autoren
    schließen
  • Franziska Schwarz
    Franziska Schwarz
  • Christian Stör
    Christian Stör
  • Bona Hyun
    Bona Hyun
  • Robert Wagner
    Robert Wagner

Russland meldet neue Drohnen-Angriffe – und gerät in der Region Saporischschja wohl in die Defensive. News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

  • Erfolge der Gegenoffensive: Ukraine zwingt Russland in Region Saporischschja in Defensive
  • Gegenoffensive der Ukraine: Kiew rückt täglich 200 bis 300 Meter vor, so Nato-Admiral
  • Waffen für die Ukraine: Klitschko hofft auf „Taurus“-Lieferung
  • Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuelle Entwicklung im Krieg können Sie in unserem neuen News-Ticker verfolgen.

Update vom 17. September, 22.31 Uhr: Die Schwarzmeerflotte Russlands hat offfenbar erneut einen Rückschlag erlebt: So scheint die Ukraine wieder den Hauptstützpunkt auf der Krim angegriffen zu haben. Am Sonntagabend gab es in Sewastopol zunächst drei laute Explosionen, gefolgt von mehreren kleineren, wie die Nachrichtenagentur Suspilne berichtete. Berichten zufolge handelte es sich bei diesem Angriff um eine koordinierte Aktion des ukrainischen Geheimdienstes und der ukrainischen Marine.

Explosion auf der Krim: Ukraine greift Sewastopol an

Die genauen Orte der Explosionen blieben vorerst unklar, da die ukrainische Militärführung keine Einzelheiten preisgab. Nichtsdestotrotz war Sewastopol in letzter Zeit wiederholt das Ziel von Angriffen seitens der Ukraine. In jüngster Zeit wurden ein Landungsboot und zwei U-Boote mithilfe von Drohnen zerstört. Militärexperten vermuteten, dass diese Angriffe auf die Schwarzmeerflotte Teil einer gezielten Taktik waren, um die Frontlinie im Ukraine-Konflikt erheblich zu beeinflussen.

Aktueller Frontverlauf: Ukraine befreit Klischtschijiwka von Russland

Update vom 17. September, 20.01 Uhr: Das ukrainische Militär hat die Rückeroberung der lange von russischen Truppen besetzten Ortschaft Klischtschijiwka im Osten des Landes jetzt offiziell gemeldet. „Ich kann bestätigen, dass dies dank der Anstrengungen der 80. Luftsturmbrigade, der 5. Sturmbrigade und der vereinigten Brigade der Nationalen Polizei gelungen ist“, zitierte die Zeitung Ukrajinska Prawda am Sonntag einen Armeesprecher. Zuvor war bereits ein Foto von ukrainischen Soldaten in der Ortschaft aufgetaucht.

Update vom 17. September, 17.40 Uhr: Angesichts von einige Bewegungen am Frontverlauf haben die USA der Ukraine ihren Respekt gezollt: So wies US-Generalstabschef Mark Milley den Eindruck zurück, dass die Ukraine mit ihrer Gegenoffensive angeblich gescheitert sei. „Sie haben nicht versagt. Ich weiß, dass es einige Kommentare gibt, dass diese Offensive irgendwie gescheitert ist. Sie ist nicht gescheitert“, betonte der Offizier im Interview mit dem US-Sender CNN. Es habe Teilerfolge gegeben, außerdem habe die Ukraine eine große Kampfkraft. Die Gegenoffensive sei zwar langsamer vorangegangen als erwartet, so Milley. Dafür sei sie aber „beständig“ gewesen. 

Verlust für Russland: Ukraine-Offensive bringt Erfolg bei Klischtschijiwka

Update vom 17. September, 16.32 Uhr: Russlands Frontlinie gerät unter Druck: Berichten zufolge könnte die Ukraine die Stadt Klischtschijiwka erfolgreich zurückerobert haben. Andrij Jermak, der Leiter des Präsidialbüros in Kiew, hat ein Bild veröffentlicht, auf dem ukrainische Soldaten vor einer Kirche die Nationalflagge hissen. Jermak kommentierte das Bild auf seinem Telegram-Kanal mit den Worten: „Die Ukraine holt sich immer ihr Territorium zurück.“ Diese Stadt, die im Januar 2023 von russischen Truppen besetzt wurde, befindet sich südlich der umkämpften Stadt Bachmut im Donezk-Gebiet. Militärexperten gehen davon aus, dass die russische Armee dadurch ins Hintertreffen geraten könnte, da sie nun Gefahr laufen, von Norden und Süden her in die Zange genommen zu werden.

Stoltenberg mahnt: Deutschland muss Verteidigungsausgaben erhöhen

Update vom 17. September, 15.14 Uhr: Volle Breitseite gegen Deutschland: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg macht Druck auf Kanzler Olaf Scholz (SPD) und fordert die Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Im Kalten Krieg, als Konrad Adenauer oder Willy Brandt regierten, hätten die Militäretats bei drei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung gelegen, sagte Stoltenberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In seiner norwegischen Heimat sei es ähnlich gewesen. „Wir haben das damals geschafft, und wir müssen es heute wieder schaffen“, sagte der Nato-Chef. Stoltenberg erinnerte dabei an den Beschluss des Nato-Gipfels in Vilnius, wonach zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Militärausgaben „das Minimum“ seien. Er gehe davon aus, dass viele Verbündete dieses Ziel übertreffen dürften.

Ukraine verschiebt bei Robotyne den Frontverlauf

Update vom 17. September, 12.48 Uhr: Verschiebt sich im Ukraine-Krieg aktuell ein Frontverlauf im Süden? Beim Ort Robotyne (Region Saporischschja) ist der Ukraine jetzt „wahrscheinlich“ ein „erheblicher“ taktischer Durchbruch gelungen. Das berichtete das US-Institut für Kriegsstudien (ISW).

Die ukrainischen Kämpfer würden sich jetzt dort auf einen etwa 2,6 Kilometer langen Frontabschnitt konzentrieren, hieß es in der ISW-Analyse vom 16. September weiter. Allerdings habe die Ukraine die russische Verteidigungslinie aus Fahrzeugen und anderem schweren Gerät noch nicht vollständig durchbrochen, hieß es.

Seit Wochen arbeitet sich die ukrainische Armee im Zuge ihrer Gegenoffensive bei Robotyne durch stark verminte russische Verteidigungslinien. Vor einer Woche hatte sie nach eigenen Angaben weitere 1,5 Quadratkilometer um die zuletzt befreite Ortschaft Robotyne zurückerobert.  

Kämpfe in Saporischschja im Zuge der Gegenoffensive (Archivbild vom Juni 2023)

Russland errichtet Bollwerk gegen Ukraine-Offensive bei Tokmak

Update vom 17. September, 11.38 Uhr:  Angesichts ukrainischer Erfolge bei der Gegenoffensive im Süden des Landes hat Russland nach britischer Einschätzung die Verteidigungsstellungen der besetzten Stadt Tokmak verstärkt. Rund um den strategisch wichtigen Ort, der rund 16 Kilometer von der Front entfernt liegt, seien Panzerabwehrsysteme errichtet und neue Schützengräben ausgehoben worden, teilte das Verteidigungsministerium in London am Sonntag in seinem täglichen Geheimdienst-Update mit.

„Tokmak bereitet sich darauf vor, zum Dreh- und Angelpunkt der zweiten Hauptverteidigungslinie Russlands zu werden“, hieß es weiter. „Verbesserungen an den Verteidigungsanlagen der Stadt sind wahrscheinlich ein Hinweis auf die wachsende Besorgnis Russlands über taktische Durchbrüche der Ukraine durch die erste Hauptverteidigungslinie weiter nördlich.“

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine meldet neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg

Update vom 17. September, 9.48 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht. Demnach sind binnen eines Tages gut 530 russische Soldaten in den Gefechten getötet oder verletzt worden. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

  • Soldaten: 272.320 (+530 zum Vortag)
  • Panzer: 4620 (+4)
  • Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8828 (+4)
  • Artilleriesysteme: 6003 (+15)
  • Flugabwehrsysteme: 523 (+2)
  • Fahrzeuge und Tanklaster: 8537 (+12)
  • Kampf- und Aufklärungsdrohnen: 4742 (+4)
  • Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 17. September 2023
  • Anm.: Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien von Anfang Juli 2023 sind bisher im Ukraine-Krieg circa 47.000 russische Soldaten getötet worden. Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden. Der britische Geheimdienst ordnet die Zahlen hingegen mittig dieser Behauptungen ein.

London: Russland verstärkt Verteidigung der besetzten Stadt Tokmak

Update vom 17. September, 9.16 Uhr: Russland verstärkt die Verteidigungslinien der besetzten Stadt Tokmak, weil die Ukraine mit ihrer Gegenoffensive Erfolge erzielt. So schätzen britische Geheimdienste die militärische Lage aktuell ein. Rund um den strategisch wichtigen Ort, der rund 16 Kilometer von der Front entfernt liegt, seien Panzerabwehrsysteme errichtet und neue Schützengräben ausgehoben worden, teilte das Verteidigungsministerium in London heute in seinem täglichen Geheimdienst-Update mit.

„Tokmak bereitet sich darauf vor, zum Dreh- und Angelpunkt der zweiten Hauptverteidigungslinie Russlands zu werden“, hieß es weiter. „Verbesserungen an den Verteidigungsanlagen der Stadt sind wahrscheinlich ein Hinweis auf die wachsende Besorgnis Russlands über taktische Durchbrüche der Ukraine durch die erste Hauptverteidigungslinie weiter nördlich.“

Ukraine zwingt Russland in Region Saporischschja in Defensive

Update vom 17. September, 7.59 Uhr: Die ukrainische Gegenoffensive zwingt die Russen in Saporischschja in die Defensive. Zu dieser Einschätzung gelangt das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seiner jüngsten Analyse der Lage an der Front. Der Vormarsch der ukrainischen Verteidigungskräfte im Westen der Region bedeute wahrscheinlich, dass die russischen Angreifer aktuell gezwungen sind, ihre Eliteeinheiten neu zu stationieren.

Russland: Angriffe mit Drohnen Richtung Krim und auf Moskau abgewehrt

Update vom 17. September, 6.28 Uhr: Russland hat am frühen Sonntagmorgen sechs ukrainische Drohnen auf dem Weg zur Halbinsel Krim zerstört. Das teilte das russische Verteidigungsministerium laut Staatsagentur Tass mit. Darüber hinaus sei ein Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt worden – im Landkreis Istra sei eine ukrainische Drohne zerstört worden, hieß es weiter.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb auf seinem Telegram-Kanal, es seien bislang keine Opfer oder Schäden durch herabfallende Trümmerteile gemeldet worden. Spezialisten der Rettungsdienste seien vor Ort im Einsatz.

Update vom 16. September, 23.19 Uhr: Die Streitkräfte der Ukraine haben am Samstag (16. September) in der Region Donezk mehr als 20 russische Angriffe in den Gebieten um Klishchiivka und Maryinka erfolgreich abgewehrt. Das berichtete die Zeitung Ukrainska Pravda auf Grundlage einer Zusammenfassung des Generalstabs der ukrainischen Armee. Es soll zu 30 Kampfhandlungen gekommen sein. Die Russen feuerten demnach Raketen ab und führten 50 Luftangriffe sowie 22 Angriffe mit Raketensalvensystemen auf Stellungen ukrainischer Truppen und besiedelte Gebiete durch. Auch die Zivilbevölkerung der Stadt Charkiw soll von Raketenangriffen betroffen sein. Durch „russische Terroranschläge“ soll es zu Toten und Verletzten gekommen sein.

Ukraine gelingt Schlag gegen Russen-Stützpunkt im besetzten Tokmak im Süden des Landes

Update vom 16. September, 21.53 Uhr: Die Streitkräfte der Ukraine haben am Samstag (16. September) in der besetzten Stadt Tokmak im Süden der Ukraine offenbar gezielt den Ort beschossen, der den russischen Besatzern als Stützpunkt und innerhalb der Stadt dient. Das behauptet der Bürgermeister des ebenfalls besetzten Melitopol, Iwan Fjodorow, auf seinem Telegram-Kanal. „Heute ist es in Tokmak, das die Besatzer in eine Militärbasis verwandelt haben, wieder laut geworden“, schrieb der Fjodorow, wie unter anderem die Zeitung Ukrainska Pravda berichtete. „Geschenke“ der ukrainischen Verteidigungskräfte hätten ein Lager für militärische Ausrüstung getroffen und wohl auch russische Soldaten getötet. „Es gibt weniger Besatzer“, heißt es in der Nachricht.

Fjodorow soll ergänzt haben, dass mit dem Näherrücken der Frontlinie an Tokmak solche „Ankünfte“ häufiger werden. Der Melitopoler Bürgermeister wies auch darauf hin, dass in dieser Woche bereits das russische Pass-Amt zusammen mit FSB-Mitarbeitern und einem Teil der Besatzungsverwaltung aus Tokmak nach Melitopol evakuiert wurde. Beide Städte liegen in der südukrainischen Oblast Saporischschja, ein Zentrum der ukrainischen Gegenoffensive.

Ukraine rückt mit Gegenoffensive täglich 200 bis 300 Meter vor

Update vom 16. September, 20.16 Uhr: Die Ukraine dringt im Rahmen ihrer Gegenoffensive die russischen Invasionstruppen täglich rund 200 bis 300 Meter zurück. Das ist die Einschätzung von Nato-Admiral Rob Bauer, die er auf der Jahreskonferenz des Nato-Militärausschusses in Oslo machte. „Die Russen verlieren daher jeden Tag 200, 300 Meter“, sagte der Niederländer laut der Deutschen Presse-Agentur.

Ein schnellerer Vormarsch sei wegen der enormen Menge russischer Minen nicht möglich. Es gebe kilometerweit Minenfelder mit fünf bis sechs Minen pro Quadratmeter, die die Ukrainer zurückhielten. „Sie müssen buchstäblich vorwärts kriechen, um durchzukommen“, so Bauer. Nach seiner Einschätzung liegt der langsame Vormarsch nicht an fehlender Munition. Moskau kontrolliert einschließlich der bereits 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim derzeit rund 100 000 Quadratkilometer ukrainischen Staatsgebiets.

Update vom 16. September, 17.30 Uhr: Erstmals seit der Aussetzung des Getreideabkommens durch Russland sind nach Angaben der Regierung in Kiew zwei Frachter auf dem Weg zu ukrainischen Häfen und nutzen dazu einen temporären Korridor durch das Schwarze Meer. Die beiden Schiffe sollten Getreide für afrikanische und asiatische Märkte laden, teilte der ukrainische Vizeregierungschef Olexander Kubrakow bei Facebook mit.

Klitschko hofft auf „Taurus“-Lieferung

Update vom 16. September, 16.45 Uhr: Der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, drängt die Bundesregierung zur raschen Lieferung weiterer Waffen und des Marschflugkörper-Systems vom Typ „Taurus“. „Für jede Verzögerung zahlen wir Ukrainer den höchsten Preis: Das kostet das Leben unserer Patrioten, unserer Soldaten“, sagt er der Süddeutschen Zeitung. Dies habe er „exakt so“ auch Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Begegnung am Donnerstag in Berlin gesagt: „Die Unterstützung der Ukraine ist ein Schlüssel für den Frieden in Europa.“

Update vom 16. September, 15.38 Uhr: Es bleibt zunächst unklar, ob es der Ukraine gelungen ist, das Dorf Andrijiwka im Osten des Landes zurückzuerobern. Schon am Freitag hatte das ukrainische Militär die Einnahme durch die eigenen Soldaten gemeldet (s. Update v. 10.35 Uhr). Russland bestreitet dies. Der Feind habe erfolglos versucht, die russischen Truppen zu vertreiben, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Gleichzeitig stellten ukrainische Soldaten neue Videoaufnahmen der Operation ins Netz. Sie zeigen Offensivaktionen von Soldaten der 3. Kompanie des 1. Sturmbataillons der Brigade.

Update vom 16. September, 14.30 Uhr: Russland hat am Morgen den Bezirk Kholodnohirsk in Charkiw mit fünf S-300-Raketen angegriffen. Dabei seien fünf Zivilpersonen verletzt worden, wie Oleh Syniehubov, der Leiter der Regionalverwaltung, auf Telegram mitteilte. Zuvor hatte er von vier Raketenangriffen gesprochen.

Kim besichtigt Waffen in Russland

Update vom 16. September, 13.40 Uhr: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat bei seiner Russland-Reise gemeinsam mit dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu Waffen begutachtet. Ein Video des Verteidigungsministeriums zeigte Kim und Schoigu lächelnd bei der Inspektion einiger der modernsten Atombomber Russlands auf dem Flugplatz Knewitschi nahe Wladiwostok. Zuvor war Kim in der ostsibirischen Hafenstadt von Schoigu mit einer Ehrengarde empfangen worden (s. Update v. 6.23 Uhr).

Update vom 16. September, 12.30 Uhr: Das ukrainische Stromnetz könnte im Winter erneut Ziel russischer Angriffe sein. Davon geht das britische Verteidigungsministerium aus. In Russland würden seit Monaten die Bemühungen betont, die Produktion von luftgestützten Marschflugkörpern zu erhöhen, hieß es in London. Es gebe zudem Anhaltspunkte dafür, dass Russland seit April weniger dieser Geschosse einsetzt. Auch dadurch sei es wahrscheinlich, dass Russland einen bedeutenden Bestand an Marschflugkörpern aufbauen kann. „Es besteht die realistische Möglichkeit, dass Russland diese Waffen im Winter erneut gegen ukrainische Infrastrukturziele richten wird.“

Russische Brigade laut Ukraine komplett „vernichtet“

Update vom 16. September, 11.40 Uhr: Das ukrainische Militär hat im Gebiet Saporischschja offenbar kleinere Erfolge erzielt. „Der Feind wird aus seinen Stellungen zurückgedrängt, unsere Kämpfer festigen ihre Positionen“, meldete der Generalstab. Demnach ziehen sich russische Truppen zurück, um keine Männer zu verlieren. Auch im Gebiet des Dorfes Klischtschijiwka bei Bachmut werden Erfolge gemeldet.

Update vom 16. September, 10.35 Uhr: Das von der Ukraine zurückeroberte Dorf Andrijiwka ist ukrainischen Angaben zufolge vollständig umzingelt worden. Der Führungsstab einer russischen Schützenbrigade seien dabei getötet und Teile der Brigade eingeschlossen worden, heißt es vonseiten der Ukraine. Die gesamte russische 72. Brigade sei „vernichtet“ worden: „Die Zerstörung dieser russischen Armeeeinheit reißt ein Loch in die russische Verteidigung südlich von Bachmut und verkompliziert die Situation für die russische Armee weiter.“

Hohe Verluste für Russland im Ukraine-Krieg

Update vom 16. September, 9.30 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Armee hat neue Zahlen zu den Verlusten der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind binnen 24 Stunden etwa 350 Soldaten aus Russland „eliminiert“ worden. Zudem sollen vier Panzer und 16 Artilleriesysteme Russlands zerstört worden sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russischer Luftlande-Kommandeur in der Ukraine getötet

Update vom 16. September, 7.58 Uhr: Im Ukraine-Krieg ist offenbar ein hochrangiger russischer Luftlande-Kommandant getötet worden. Wie das US-amerikanische „Institute for the Study of War“ (ISW) berichtet, kam Wassili Popow, Kommandeur des 247. Garde-Luftangriffsregiments, bei Kämpfen an einem unbekannten Ort in der Ukraine ums Leben. Das ISW beruft sich dabei auf pro-russische Telegram-Kanäle und das unabhängige russische Medienportal Mediazona.

Als erster habe der russische Militär-Blogger Egor Guzenko über den Tod des Elite-Kommandanten berichtet, heißt es, und zwar am 10. September in einer Sprachnachricht. Laut ihm sei Popow erst seit kurzem auf seinem Posten gewesen, er sei „ein guter Mann und ein Held“. Drei weitere Männer seien mit ihm gestorben.

Washington bestätigt: Selenskyj reist zu Biden in die USA

Update vom 16. September, 7.05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird kommende Woche die USA besuchen. Selenskyj wird am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen, wie Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan bestätigte. Der ukrainische Präsident wird in Washington wohl auch Vertreter des US-Kongresses treffen.

Selenskyj wird kommende Woche zunächst an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York teilnehmen und dann nach Washington weiterreisen. Selenskyj dürfte dabei um weitere Unterstützung der USA im Ukraine-Krieg werben.

Nächster Schritt im Waffen-Deal? Schoigu empfängt Kim Jon Un mit Ehrengarde

Update vom 16. September, 6.23 Uhr: Bei seiner Russland-Reise hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Samstag laut einem Agenturbericht den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu getroffen. Die Begegnung habe auf dem Knewitschi-Flughafen im ostrussischen Wladiwostok stattgefunden, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Kim wurde demnach von Schoigu und einer Ehrengarde empfangen.

Kim hält sich seit Dienstag in Russland auf, es ist seine erste offizielle Auslandsreise seit der Corona-Pandemie. Am Mittwoch traf er Wladimir Putin auf dem Weltraumbahnhof Wostotschny im Osten Russlands. Der Westen befürchtet, dass Russland von Nordkorea Rüstungsgüter für seine Offensive in der Ukraine kaufen will. Nordkorea steht zugleich unter Verdacht, in Russland Technologien für sein Atom- und sein Raketenprogramm erwerben zu wollen.

Russische Soldaten werfen versehentlich Fliegerbombe auf besetzter Stadt ab

Update vom 15. September, 21.10 Uhr: Russische Streitkräfte warfen offenbar versehentlich eine Fliegerbombe auf die besetzte Stadt Nowa Kachowka in der Oblast Cherson ab. Das teilte die Sprecherin des ukrainischen Einsatzkommandos Süd, Natalia Humeniuk, auf einer Pressekonferenz am 15. September mit.

Die Sprecherin erklärte, dass die russischen Streitkräfte beabsichtigten, die Bombe auf das von der Ukraine gehaltene rechte Ufer des Flusses Dnipro abzufeuern, der Abschuss jedoch fehlschlug und das Geschoss stattdessen auf die besetzte Stadt fiel. Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt, so Humeniuk

Neue Waffen für die Ukraine: USA könnten Langstreckenraketen zur Verfügung stellen

Update vom 15. September, 16.20 Uhr: Die USA stellen der Ukraine möglicherweise bald eine begrenzte Anzahl von ATACMS-Langstreckenraketen zur Verfügung, um die Gegenoffensive der Ukraine zu unterstützen. Das berichtet die Zeitung Ukrainska Pravda unter Berufung auf das Wall Street Journal, das diese Informationen von ungenannten Beamten der Biden-Regierung erhalten haben will. Laut deren Angaben umfassten die aktuell diskutierten Pläne der US-Regierung die Lieferung einer begrenzten Zahl von Raketen. Diese Limitierung soll die Bedenken des Pentagons hinsichtlich einer übermäßigen Nutzung der US-Lagerbestände zerstreuen.

Noch habe Biden der Lieferung nicht zugestimmt, aber angeblich werde über eine Verlegung der ATACMS nach Kiew noch in diesem Herbst nachgedacht. Auf diesem Wege soll es den Ukrainern ermöglicht werden, die umfangreichen Verteidigungsanlagen der russischen Streitkräfte im Süden des Landes schneller zu überwinden. Die Financial Times berichtete kürzlich, dass Präsident Biden kurz davor stehe, eine Entscheidung über die Bereitstellung des ATACMS für die Ukraine zu treffen.

Angriff der Ukraine auf die Schwarzmeerflotte versetzt Russlands Soldaten angeblich in Panik

Update vom 15. September, 15.11 Uhr: Der überaus erfolgreiche Schlag der ukrainischen Armee gegen eine russische Werft auf der besetzten Halbinsel Krim am Mittwoch (13. September) gelang offenbar mithilfe eines russischen Soldaten. Dieser habe der Ukraine Anfang der Woche Details mitgeteilt, die den verheerenden Drohnenangriff auf Moskaus Schwarzmeerflotte in der Hafenstadt Sewastopol erst möglich gemacht haben sollen. Bei diesem Angriff sind ein russisches Landungsschiff und ein nuklearwaffenfähiges U-Boot sowie die Hafeninfrastruktur stark beschädigt worden, seine Folgen könnten die Russen noch sehr lange beschäftigen.

Ukrainische Partisanen, die an der Identifizierung russischer Militärziele beteiligt seien, behaupteten gegenüber der Kyiv Post, sie hätten einen „Militärangehörigen der russischen Schwarzmeerflotte“ für sich gewonnen. Er habe laufend aktuelle Informationen über die Stationierung und mögliche Kampfeinsätze des demolierten U-Bootes „Rostow am Don“ erhalten. Die Partisanen betonten, dass ein Großteil der Informationen aber von „einfachen Einwohnern Sewastopols“ stammen, die sie „beständig mit Informationen versorgen über russische Truppen“ versorgen.

Die Stimmung in den russischen Streitkräften auf der Krim sei besorgniserregend. Der Drohnenangriff vom Mittwoch habe ihnen die Augen geöffnet und sie in „Angst und Schrecken versetzt“. Die russischen Soldaten hätten nun erkannt, dass die Bewohner der Krim bereit sind, gegen Russland zu kämpfen. Zuvor hätten sie der russischen Propaganda geglaubt und alle Krim-Ukrainer für prorussisch gehalten. Die Kyiv Post konnte allerdings nicht alle Details der Partisanen-Berichte bestätigen.

Pistorius über Taurus-Raketen für die Ukraine - Entscheidung kann noch ein bis zwei Wochen dauern

Update vom 15. September, 13.41 Uhr: Die Entscheidung zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern in die Ukraine kann nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) noch etwa ein bis zwei Wochen dauern. Wenn es so lange dauern sollte, „dann ist das so“, sagte der Minister. Das bedeute kein Zögern der Bundesregierung. „Diese Besonnenheit muss sich die Bundesrepublik Deutschland leisten, auch wenn es für unsere ukrainischen Freunde schwer zu verstehen ist“, so Pistorius bei der ersten „Westfälischen Friedenskonferenz“ in Münster.

Deutschland müsse bei jedem Schritt die Folgen abwägen. Marschflugkörper reichten weiter als alle anderen bisher gelieferten Waffen und seien ein „hochkomplexes Industrieprodukt“, sagte der Minister. Von den rund 500 Taurus-Raketen sei die Hälfte nicht auf dem neuesten Stand. Die andere Hälfte brauche ein Update und müsse programmiert werden. Die Ukraine drängt seit längerem auf die Lieferung von deutschen Taurus-Marschflugkörpern nach Kiew.

Belarus: Satellitenbilder deuten auf Abbau des Lagers der Wagner-Söldner hin

Update vom 15. September, 11.43 Uhr: Satellitenbilder zeigen offenbar den Abbau des Wagner-Lagers in Belarus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach ist im Laufe der vergangenen Wochen in der Militärbasis Tsel in der Region Mogilev südöstlich der belarussischen Hauptstadt Minsk der Abbau von Zelten zu beobachten. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die Basis der russischen Wagner-Söldner in Auflösung befindet.

Die entsprechenden Aufnahmen sollen von Ende Juli bis Anfang September gemacht worden sein und einen schrittweisen Abbau der Zelte zeigen. Was genau im Lager verändert wird, ist allerdings nicht feststellbar. Die Wagner-Gruppe wurde nach ihrem gescheiterten Putsch nach Belarus versetzt, wo die Wagner-Söldner für vielfache Irritationen und internationale Spannungen sorgten.

Ukraine-Krieg: Massiver russischer Drohnenangriff abgewehrt

Erstmeldung: Kiew – Die ukrainische Flugabwehr hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Freitag einen Angriff russischer Kampfdrohnen auf das Gebiet Chmelnyzkyj im Westen des Landes abgewehrt. Alle 17 eingesetzten russischen Drohnen iranischer Bauart seien abgeschossen worden, teilte die Luftwaffe mit. Unabhängig überprüfbar waren die Militärangaben nicht.

Der Mitteilung zufolge waren die Drohnen an der russischen Küste des Asowschen Meeres gestartet worden und dann auf verschiedenen Routen in die Westukraine geflogen. Deshalb herrschte in vielen ukrainischen Gebieten in der Nacht Luftalarm. Angaben zu Schäden durch herabstürzende Raketenteile gab es zunächst nicht. Nahe der Stadt Starokostjantyniw im Gebiet Chmelnyzkyj ist eine wichtige Basis der ukrainischen Luftwaffe, die schon mehrfach von Russland angegriffen wurde.

(mit Nachrichtenagenturmaterial)

Rubriklistenbild: © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Kommentare