Landtagswahlen 2023

Hochrechnung zur Bayern-Wahl: CSU schlechter als 2018 – Freie Wähler ziehen an AfD vorbei

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Die CSU wird stärkste Partei bei der Bayern-Wahl, verliert aber im Vergleich zu 2018. Die FDP fliegt aus dem Landtag. Alle Infos zu den ersten Zahlen.

Update vom 8. Oktober, 0.13 Uhr: Laut einer BR-Hochrechnung ist es nun passiert: Die Freien Wähler haben die AfD als zweitstärkste Kraft im neuen Bayerischen Landtag verdrängt. Den Zahlen von 0.10 Uhr zufolge kommt die Partei von Vize-Ministerpräsident auf 15,7 Prozent - 0,1 Prozentpunkte mehr als die AfD. Final ist dieser Ausgang noch nicht. Das vorläufige Endergebnis lässt weiter auf sich warten.

Update vom 8. Oktober, 22.26 Uhr: Hier die jüngsten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Bayern.

CSUGrüneFreie WählerAfDSPDFDPSonstige
ARD (22.06 Uhr)36,4 %14,6 %15,3 %16,0 %8,0 %2,9 %6,8%
ZDF (22.09 Uhr)36,6 %14,9 %15,1 %15,9 %7,9 %2,9 %6,7 %

Update vom 8. Oktober, 19.39 Uhr: Die vierte Hochrechnung ist da. Laut der Hochrechnung von Infratest dimap liegt auch hier nun die AfD hauchdünn vor den Grünen. Das Rennen um den zweiten Platz im Parteienranking bleibt spannend. Demnach liegen die Grünen nun bei 15,4 Prozent, die AfD kommt auf 15,5 Prozent.

Update vom 8. Oktober, 19.20 Uhr: Auch in der dritten Hochrechnung deutet sich ein Zweikampf um Platz zwei an. Die Grünen liegen laut ARD-Zahlen vor der AfD, das ZDF sieht die Rechtsaußenpartei vorn. Die CSU bleibt unter 37 Prozent.

Zweite HochrechnungCSUGrüneFreie WählerAfDSPDFDPSonstige
infratest dimap/ARD36,8 %15,7 %14,3 %15,3 %8,4 %3,0 %6,5%
Forschungsgruppe Wahlen/ZDF36,5 %15,5 %14,2 %15,7 %8,5 %3,0 %6,6 %

Update vom 8. Oktober, 18.50 Uhr: Nun ist die zweite Hochrechnung da. Im Vergleich zu den vorherigen Zahlen ändert sich wenig.

Update vom 8. Oktober, 18.32 Uhr: Die erste Hochrechnung zur Bayern-Wahl ist da. Demnach steht die CSU vor ihrem historisch schlechtesten Landtagswahlergebnis seit 1950 (2018: 37,2). Der Kampf um Platz zwei hinter dem Wahlsieger Markus Söder geht weiter.

18-Uhr-Prognose: CSU ähnlich schlecht wie 2018 – Freie Wähler und AfD vor Rekordergebnis

Update vom 8. Oktober, 18 Uhr: Erste Zahlen zur Bayern-Wahl 2023. Laut 18-Uhr-Prognose von ARD und ZDF ist die CSU der klare Wahlsieger. Die Freien-Wähler legen ebenso zu wie die AfD, die FDP liegt aktuell klar unter der Fünf-Prozent-Hürde. Hinter der CSU gibt es ein enges Rennen um Platz zwei, in dem aktuell die Grünen vorne liegen.

18-Uhr-PrognoseCSUGrüneFreie WählerAfDSPDFDPSonstige
infratest dimap/ARD37,0 %16,0 %14,0 %15,0 %8,5 %3,0 %6,5%
Forschungsgruppe Wahlen/ZDF36,5 %15,5 %14,0 %16,0 %8,5 %3,0 %6,5 %

Update vom 8. Oktober, 17.30 Uhr: In einer halben Stunde schließen die Wahllokale im Freistaat. Unmittelbar danach gibt es die ersten Zahlen, die auf den sogenannten „Exit Polls“ beruhende Prognose. Sie bezieht sich auf repräsentative Umfragen vor Wahllokalen, gilt aber als weniger verlässlich als die Hochrechnung. Hier werden erste Zahlen gegen 18.30 Uhr erwartet. In diesem Text halten wir Sie über alle neuen Zahlen zur Bayern-Wahl auf dem Laufendem.

Bayern-Wahl 2023: Prognosen, Hochrechnung und erste Ergebnisse

München – Heute, am Sonntag (8. Oktober), stimmt der Freistaat ab über den neuen Landtag. Für Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) geht es bei dieser Wahl mal wieder um alles. Kurz vor der Bayern-Wahl am Sonntag kann die CSU im ZDF-„Politbarometer“ noch einmal leicht zulegen. Die AfD und die Freien Wähler bekommen in Bayern Bestwerte. Die jüngsten Umfragen deuten darauf hin, dass das jetzige Regierungsbündnis (CSU und Freie Wähler) erneut die nötige Mehrheit bekommen wird. Erste Ergebnisse wird es im Laufe des Wahlabends geben.

Heute bis 18 Uhr könnten die Wähler ihre Stimmen für die Bayern-Wahl abgeben. Dann werden die ersten Prognosen und vorläufigen Ergebnisse der Bayern-Wahl veröffentlicht. Diese beruhen nicht auf ausgezählten Stimmen, sondern auf den sogenannten „Exit Polls“, also repräsentativen Umfragen vor Wahllokalen. Bei den Nachwahlbefragungen werden Wähler in ausgewählten Bezirken gebeten, anonym Fragebögen auszufüllen.

Eine Plakatwand mit Plakaten verschiedener Parteien zur bayerischen Landtagswahl 2023. Wann gibt es Ergebnisse zur Bayern-Wahl? (Symbolfoto)

Wann es bei der Bayern-Wahl erste Ergebnisse geben wird

Die erste Hochrechnung wird heute zwischen 18.25 Uhr und 18.45 Uhr erwartet. Präzise vorhersagen lässt sich der Zeitpunkt nicht, weil er von der Auszählgeschwindigkeit abhängt. In der Regel folgt die erste Hochrechnung etwa eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale. Im Laufe des Abends werden immer wieder neue Hochrechnungen veröffentlicht.

Das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl wird in der Regel heute am späten Abend oder in der Nacht bekannt gegeben. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird vermutlich erst nach Mitternacht veröffentlicht. Bis der Landeswahlleiter das „endgültige“ Endergebnis bekannt gibt, vergehen einige Wochen.

Bayerns Ministerpräsidenten seit 1945

Bundeskanzler Konrad Adenauer (mit Zylinder, CDU), Bundesratspräsident Karl Arnold (l, CDU) und Fritz Schäffer (r, CSU) bei der feierlichen Eröffnungssitzung des Deutschen Bundestages am 07.09.1949 in Bonn.
28. Mai 1945 – 28. September 1945: Fritz Schäffer (r, CSU) mit Konrad Adenauer (mit Zylinder, CDU), Bundesratspräsident Karl Arnold (l, CDU) bei der feierlichen Eröffnungssitzung des Deutschen Bundestages am 07.09.1949 in Bonn. © dpa
28. September 1945 – 21. Dezember 1946: Wilhelm Hoegner (SPD), ernannt durch die USA.
28. September 1945 – 21. Dezember 1946 (erste Amtszeit): Wilhelm Hoegner (SPD), ernannt durch die USA. © IMAGO/Rolf Poss
21. Dezember 1946 –
 14. Dezember 1954: Hans Ehard (CSU) mit Ehefrau Sieglinde.
21. Dezember 1946 – 14. Dezember 1954: Hans Ehard (CSU) mit Ehefrau Sieglinde. © IMAGO
14. Dezember 1954 – 16. Oktober 1957 (zweite Amtszeit): Wilhelm Hoenger (SPD) trat nach Verlust der Mehrheit im Landtag zurück.
14. Dezember 1954 – 16. Oktober 1957 (zweite Amtszeit): Wilhelm Hoenger (SPD) trat nach Verlust der Mehrheit im Landtag zurück. © IMAGO
16. Oktober 1957 – 26. Januar 1960: Hanns Seidel (CSU) überreicht General Lauris Norstad den Bayerischen Lowen.
16. Oktober 1957 – 26. Januar 1960: Hanns Seidel (CSU) überreicht General Lauris Norstad den Bayerischen Lowen. © IMAGO
26. Januar 1960 – 11. Dezember 1962 (zweite Amtszeit): Hans Erhard (CSU).
26. Januar 1960 – 11. Dezember 1962 (zweite Amtszeit): Hans Erhard (CSU). © IMAGO
11. Dezember 1962 – 7. November 1978: Ministerpräsident Alfons Goppel und Parteivorsitzender Franz Josef Strauß (beide CSU).
11. Dezember 1962 – 7. November 1978: Ministerpräsident Alfons Goppel, der aus Altersgründen zurücktrat, und Parteivorsitzender Franz Josef Strauß (beide CSU). © IMAGO
7. November 1978 – 3. Oktober 1988: Franz Josef Strauß (CSU) mit Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Erich Kiesl.
7. November 1978 – 3. Oktober 1988: Franz Josef Strauß (CSU) mit Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Erich Kiesl. © Heinz Gebhardt/IMAGO
3. Oktober 1988 – 19. Oktober 1988: Max Streibl (CSU) führte das Amt erst kommissarisch und trat dann in seiner offiziellen Amtszeit (19. Oktober 1988 – 28. Mai 1993) wegen der „Amigo-Affäre“ zurück.
3. Oktober 1988 – 19. Oktober 1988: Max Streibl (CSU) führte das Amt erst kommissarisch und trat dann in seiner offiziellen Amtszeit (19. Oktober 1988 – 28. Mai 1993) wegen der „Amigo-Affäre“ zurück. © IMAGO
28. Mai 1993 – 9. Oktober 2007: Edmund Stoiber (CSU) trat nach einem innerparteilichen Machtkampf zurück.
28. Mai 1993 – 9. Oktober 2007: Edmund Stoiber (CSU) trat nach einem innerparteilichen Machtkampf zurück. © IMAGO/Astrid Schmidhuber
9. Oktober 2007 – 27. Oktober 2008: Günther Beckstein (CSU) schied aus dem Amt, als die CSU bei der Landtagswahl 2008 einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste.
9. Oktober 2007 – 27. Oktober 2008: Günther Beckstein (CSU) schied aus dem Amt, als die CSU bei der Landtagswahl 2008 einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste. © IMAGO
27. Oktober 2008 – 13. März 2018: Horst Seehofer (CSU) gab das Amt ab, als die Ernennung zum Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat anstand.
27. Oktober 2008 – 13. März 2018: Horst Seehofer (CSU) gab das Amt ab, als die Ernennung zum Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat anstand. © Sammy Minkoff/IMAGO
13. März 2018 – 16. März 2018: Ilse Aigner (CSU) übernahm das Amt der Ministerpräsidentin kommissarisch.
13. März 2018 – 16. März 2018: Ilse Aigner (CSU) übernahm das Amt der Ministerpräsidentin kommissarisch. © Charles Yunck/IMAGO
Seit 16. März 2018: Markus Söder (CSU) ist Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender.
Seit 16. März 2018: Markus Söder (CSU) ist Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender. © IMAGO

Kann man bei der Bayern-Wahl heute noch per Briefwahl wählen?

Auch heute, direkt am Wahltag kann in Bayern noch per Briefwahl gewählt werden, sofern man die Unterlagen mit den Stimmzetteln schon zu Hause hat: Der Wahlbrief muss bis 18 Uhr spätestens am Wahltag, also am Sonntag, 8. Oktober, bei der darauf angegebenen Adresse eingetroffen sein. Später eingehende Wahlbriefe werden nicht mehr berücksichtigt.

Beantragt werden musste der Wahlschein für die Bayern-Wahl mit den Briefwahlunterlagen bis spätestens Freitag, 6. Oktober, um 13 Uhr. Jedoch: In besonderen Ausnahmefällen, wie etwas bei einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung, kann der Wahlschein auch noch heute am Wahltag, 8. Oktober 2023, bis 15 Uhr beantragt werden.

Bayern-Wahl 2023: Welches Ergebnis fährt die CSU unter Söder ein?

Etwa zehn Millionen Menschen in Bayern sind heute am 8. Oktober berechtigt, einen neuen Landtag zu wählen. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird CSU-Chef Markus Söder weiterhin Ministerpräsident bleiben. Zwar musste die CSU zuletzt bei den Umfragen einbüßen, ihren Status als stärkste Macht in Bayern wird sie aber wohl behalten. Um den zweiten Platz kämpfen die Grünen, die AfD und Freie Wähler. 

Während die Grünen nach ihrem Höhenflug nur noch zwischen 15 und 16 Prozent erreichen, folgt die AfD mit 14 Prozent. Die Freien Wähler kommen nach der Flugblatt-Affäre von Parteichef Hubert Aiwanger auf 15 Prozent und erreichen ein Rekordhoch. Die SPD erreicht aktuell neun Prozent. Fraglich ist, ob es die FDP in den Landtag schafft. Sie hat derzeit drei bis vier Prozent. Die Linke kommt nicht auf mehr als zwei Prozent und wird wohl nicht in den Landtag einziehen.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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