„Digital Natives“

Wie die Gen Z Millennials zeigt, wo es bei der Rente lang geht

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Wer nach 1995 geboren ist, hat beim Thema Altersvorsorge die Nase vorn. Eine Expertin erklärt, warum.

Beim Thema Rente können Millennials noch einiges besser machen, zeigt die Studie „Millennial Money Matters“. Laut ihr landet Rente nur auf dem dritten Platz. Nur 37 Prozent geben an, vor allem fürs Alter vorzusorgen. Auch zeigte sich, dass nur 21 Prozent der heute 25 bis 40 Jahre alten Frauen regelmäßig investieren. Bei den Männern sind es 39 Prozent.

Anders sieht das bei der jüngeren Generation Z aus. Eine Umfrage des CFA Institute von Mai 2023 zeigt: Fast 50 Prozent aller befragten nach 1995 Geborenen gab an, regelmäßig zu investieren. Mehr als 80 Prozent von ihnen sogar schon vor ihrem 21. Lebensjahr. Zum Vergleich: Nur 31 Prozent der Millennials und 14 Prozent der Generation X fingen in diesem Alter an, in Aktien zu investieren.

Beim Thema Rente sind Angehörige der Gen Z einer Generation weit voraus: den Millennials.

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Gen Z stürzt sich ins Investieren – und das ist bitter nötig

Mehr als die Hälfte der von der CFA befragten Personen gab an, dass sie investieren, um dann in Rente gehen zu können, wann sie möchten. Ein sportliches Ziel, denn weil die Menschen immer älter werden, kann es zumindest in Deutschland gut sein, dass das Rentenalter weiter angehoben wird und du für eine frühe Rente eine beträchtliche Summe ansparen müsstest.

US-amerikanische Finanzexpert:innen gehen davon aus, dass die Gen Z in den USA rund drei Millionen US-Dollar ansparen muss, um damit 20 Jahre Ruhestand zu finanzieren. Wer das schaffen wolle, für den sei es nötig, so früh wie möglich anzufangen. Diese unsicheren finanziellen Verhältnisse, die die Gen Z vor allem bei ihren Eltern und Millennials gesehen habe, hätten bei ihnen die Bereitschaft geweckt, sich ins Investieren zu stürzen.

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Gen Z investiert so viel für die Rente, weil sie „die ersten Digital Natives“ sind

Auch der einfache Online-Zugang zu Finanzprodukten wie Trading-Apps (mit denen du in Aktien für deine Rente investieren kannst) habe Auswirkungen darauf, wie die jungen Menschen heute mit Geld umgehen. 65 Prozent der Gen Z geben an, mit Investment-Apps zu investieren. Bei den Millennials sind es 55 Prozent.

„Die Gen Z sind die ersten Digital Natives, was sie im Vergleich zu früheren Generationen auch mit Dingen wie dem Investieren über eine App deutlich vertrauter macht“, sagt die „Broke Millennial“-Buchautorin, Erin Lowry, Business Insider. Schließlich sei die Gen Z online aufgewachsen und wisse, wie sie sich auf Social Media über Finanzen und Rente informiere.

Lowry spricht von einem „demokratisierten Investieren“, das vor allem die Gen Z angetrieben habe. Doch so positiv diese Entwicklung für die Rente auch sei, berge sie auch Gefahren: Der Bericht des CFA Institute ergab, dass die Generation Z eher bereit sei, auf unbewiesene Investitionen zu spekulieren als jede andere Generation und ein hohes Interesse an riskanten Investitionen wie NFTs und Kryptowährungen habe.

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Rubriklistenbild: © Pond5 Images/IMAGO, Collage

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