Drohungen überschatten Wahltag

Hamburg-Wahl: SPD siegt, Grüne taumeln – CDU-Mann sieht Koalitions-Rennen „noch völlig offen“

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Im Live-Ticker: Die Hamburg-Wahl ist beendet. Nun wird auf das Ergebnis gewartet. Erste Hochrechnungen sehen die SPD als Wahlsiegerin. Die CDU landet auf Platz 2.

Dieser News-Ticker zur Hamburg-Wahl ist geschlossen. Weitere Entwicklungen nach der Bürgerschaftswahl 2025 können Sie unserer Berichterstattung entnehmen.

Update, 15.08 Uhr: Hamburgs amtierender Bürgermeister, Peter Tschentscher, erklärte, dass ein Bündnis mit der CDU nach der Bürgerschaftswahl lediglich die „zweite Wahl“ für die Sozialdemokraten darstelle. Mit den Grünen erkenne man hingegen eine „viel größere Überschneidung“ in wesentlichen Themenbereichen. Obwohl „keine gute Ausgangslage für eine rot-schwarze Koalition“ bestehe, werde man dennoch Gespräche mit der Unionspartei führen.

Nach Hamburg-Wahl: Merz sieht CDU-Anspruch auf Regierungsbeteiligung

Update, 13.53 Uhr: Nach einem Treffen mit dem Hamburger CDU-Spitzenkandidaten Dennis Thering in Berlin äußerte der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz, dass die Hamburger CDU einen Anspruch auf eine Regierungsbeteiligung in der Bürgerschaft habe. „Wir haben ein großartiges Wahlergebnis erzielt“, erklärte er.

Update, 12.51 Uhr: Großer Verlierer der Hamburg-Wahl war erneut die FDP. In den vielen Hochrechnungen rangiert die Partei meist nur unter „Sonstige“ oder „Andere“. Selbst die Partei Volt kam auf ein besseres Ergebnis als die Liberalen in Hamburg. Die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katarina Blume hatte das Abschneiden ihrer Partei bei der Bürgerschaftswahl als „erschütternd“ bezeichnet. „Daran gibt es nichts schönzureden“, sagte sie bei einer Pressekonferenz der Freien Demokraten in Berlin. 

Nach vereinfachter Auszählung der Zweitstimmen kommt die FDP in der Hansestadt auf 2,3 Prozent der Stimmen und scheitert damit deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. „Am Ende ist es uns leider nicht gelungen, uns aus diesem Sog der bundespolitischen Ereignisse so zu befreien, dass wir das gesteckte Ziel, nämlich einen Wiedereinzug der Freien Demokraten in die Hamburgische Bürgerschaft, auch umsetzen konnten“, sagte Blume. 

Brauer, Scholz und Tschentscher – alle Bürgermeister Hamburgs in der Übersicht

Hamburgische Bürgerschaft - 1946
Noch während der Besatzungszeit steht in Hamburg die erste Bürgerschaftswahl nach dem Zweiten Weltkrieg an. Die SPD gewinnt die Wahl im Oktober 1946 deutlich. Die Hamburgische Bürgerschaft tritt am 30. Oktober 1946 das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Sitzung zusammen (im Bild).  © dpa
Max Brauer Hamburg
Der am 15. November 1946 von der Bürgerschaft gewählte Senat konstituiert sich am 19. November und wählt den SPD-Politiker Max Brauer (Mitte) zum Ersten Bürgermeister und Präsidenten des Senats. Er kümmert sich vor allem um die soziale Not in der zerbombten Stadt. Brauer bleibt bis zum 2. Dezember 1953 im Amt.  © Imago
Besuch im Rathaus
Nachfolger von Brauer wird der CDU-Politiker Kurt Sieveking (rechts, hier mit Wilhelm Kopf). Zum Zweck des Machtwechsels hatten CDU, FDP, die rechtsgerichtete Deutsche Partei (DP) und der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) den sogenannten Hamburg-Block gegründet. Gegen Ende der Wahlperiode zerfällt der Block. 1957 treten die Parteien wieder einzeln an.  © Imago
Hamburg atomtod Proteste
Die SPD holt bei der Bürgerschaftswahl 1957 die absolute Mehrheit. Max Brauer wird erneut Bürgermeister. Die Zeit bis Ende 1960 ist vor allem mit Brauers bundespolitischem Engagement in der Frage der atomaren Bewaffnung der Bundeswehr verbunden. Hamburg entwickelt sich zum Zentrum der Protestbewegung, die unter der Parole „Kampf dem Atomtod“ bekannt wird. Höhepunkt ist die Demonstration am 17. April 1958 auf dem Hamburger Rathausmarkt, an der mehr als 150.000 Menschen teilnehmen.  © Imago
50 Jahre Sturmflut
Noch vor Ablauf der Wahlperiode übergibt Brauer Ende 1960 das Amt an seinen Parteifreund Paul Nevermann. In seine Zeit als Bürgermeister fällt die Sturmflut von 1962. Bei der Katastrophe in der Nacht vom 16. zum 17. Februar sterben 315 Menschen, davon alleine 200 in dem Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Nevermann geht danach persönlich auf die Betroffenen zu. Das Bild zeigt seinen Besuch eines Evakuiertenlagers auf der Veddel am 23. Februar 1962. Dort versucht er, eine weinende Frau zu beruhigen. © Lothar Heidtmann/dpa
50 Jahre „Spiegel“-Affäre
In das Jahr 1962 fällt auch die Spiegel-Affäre. Sie wird im sozial-liberalen Senat um den Ersten Bürgermeister mit Entrüstung aufgenommen. Nevermann wendet sich an Bundeskanzler Konrad Adenauer: Es sei dafür zu sorgen, dass das Erscheinen der Zeitschrift nicht verhindert werde, heißt es in einem Blitzfernschreiben. 50 Jahre später kommt es zu einer zweitägigen konfrenz in Hamburg. © Marcus Brandt/dpa
Queen Elizabeth II
Ein dreiviertel Jahr vor der nächsten Bürgerschaftswahl gibt Nevermann sein Amt auf. Auslöser ist der Besuch der britischen Königin Elisabeth II. am 28. Mai 1965 in Hamburg. Das Protokoll sieht den Empfang von Staatsgästen durch den Ersten Bürgermeister und seine Gattin vor. Doch Nevermanns von ihm getrennt lebende Ehefrau Grete weigert sich, ihre repräsentativen Aufgaben wahrzunehmen. Die Presse des Axel-Springer-Verlages skandalisiert den Vorgang. Nevermann tritt am 9. Juni 1965 zurück.  © Paul Schutzer/Imago
Ex-Senator Weiss spricht auf 50-Jahr-Feier SPD
Danach übernimmt Herbert Weichmann (SPD) das Amt, hier rechts als Porträt bei einer Rede des ehemaligen Sozialsenators Ernst Weiss im Kurt-Schumacher-Haus im Hintergrund neben Paul Nevermann (links) zu sehen. Im Alter von 75 Jahren tritt Weichmann 1971 zurück. © Markus Beck/dpa
Peter schulz Uwe seeler
Am 9. Juni 1971 wird Peter Schulz (SPD) als Nachfolger von Herbert Weichmann zum Ersten Bürgermeister gewählt. Als er am 1. Mai 1972 dem HSV-Idol Uwe Seeler eine Medaille zu dessen Abschied vom Fußball überreicht, ist die Welt für Schulz noch in Ordnung. Bei der Bürgerschaftswahl 1974 verliert die SPD allerdings rund zehn Prozentpunkte, danach hat er keine Rückendeckung mehr. Am 31. Oktober 1974 tritt er zurück. © Imago
Hans Ulrich Klose
Nachfolger wird Hans-Ulrich Klose. Der SPD-Politiker ist bis 1981 im Amt. Bis 1978 regiert die SPD mit der FDP, danach dank absoluter Mehrheit allein. Ein Giftmüll-Skandal der Firma Stoltzenberg überschattet seine Amtszeit. Wegen eines innerparteilichen Konflikts über den Bau des Kernkraftwerks Brokdorf tritt er am 25. Mai 1981 zurück. Klose lehnt den Bau ab, kann sich aber nicht gegen SPD-Landeschef Werner Staak durchsetzen. © Imago
Klaus von Dohnanyi
Von 1981 bis 1988 ist Klaus von Dohnanyi (Mitte) im Amt. Seine Mutter Christine von Dohnanyi war eine Schwester des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer (1906 bis 1945). Der Vater Hans von Dohnanyi, der von 1929 bis 1938 im Reichsjustizministerium arbeitete, hatte seit 1934 Kontakt zu Kreisen des NS-Widerstandes. Er und seine Frau wurden am selben Tag (5. April 1943) verhaftet wie Dietrich Bonhoeffer. Hans von Dohnanyi wurde kurz vor Kriegsende im KZ Sachsenhausen ermordet, ebenfalls am selben Tag wie Bonhoeffer. © Imago
Hamburger Kessel
In seine Amtszeit fällt die Affäre um den berüchtigten „Hamburger Kessel“ am 8. Juni 1986. Auf dem Heiligengeistfeld schließen Hunderte von Uniformierten mehr als 800 Menschen bei Protesten gegen das Atomkraftwerk Brokdorf bis zu 13 Stunden lang in einer Polizeikette ein. Es handelt sich um die bis dahin größte Massenfestnahme in der Bundesrepublik. Mit der später gerichtlich als rechtswidrig eingestuften Aktion beginnt auch der „Hamburger Polizeiskandal“. Das Verwaltungsgericht Hamburg erklärt den Einsatz später für rechtswidrig. © Werner Baum/dpa
Henning Voscherau Jassir Arafat
Nächster Bürgermeister ist Henning Voscherau. Von 1988 bis 1997 führt der SPD-Politiker drei Hamburger Senate an. In seiner Funktion begrüßt er 1997 auch den Palästinensführer Jassir Arafat.  © Imago
Besetzte Häuser in der St. Pauli Hafenstraße
Dem von seinem Amtsvorgänger im Herbst 1987 erzielten Kompromiss mit ehemaligen Hausbesetzern der Hafenstraße steht er kritisch gegenüber. Er verzichtet aber darauf, die Häuser räumen und abreißen zu lassen. Nach einem schlechten Wahlergebnis 1997 tritt Voscherau zurück. © Stephan Wallocha/Imago
Kleiner Grasbrook
Voscherau ist einer der Initiatoren der Hamburger HafenCity. Auch die denkmalgeschützte Speicherstadt wird Teil des neuen Stadtteils im Bezirk Hamburg-Mitte. Die Speicherstadt wurde zwischen 1885 und 1927 auf Tausenden Holzpfählen gegründet. 2015 kam sie zusammen mit dem Kontorhausviertel um das Chilehaus auf die Welterbeliste der Unesco. © Daniel Bockwoldt/dpa
Runde eröffnet Modelleisenbahnanlage in Hamburg
Der neue Bürgermeister Ortwin Runde gilt als kompetent, aber etwas farblos. Bei der Bürgerschaftswahl 2001 wird die SPD zwar klar die stärkste Fraktion vor der CDU, doch zum Regieren reicht es wegen hoher Verluste der Grünen nicht. Runde scheidet am 31. Oktober 2001 aus dem Amt und verzichtet auch auf die Ausübung seines Bürgerschaftsmandats. © Ulrich Perrey/dpa
Ole von Beust und Ronald B. Schill mit Glücksschwein
Nun ist in Hamburg eine neue Koalition an der Macht: Ole von Beust (CDU) bildet ein Bündnis aus CDU, FDP und der Partei Rechtsstaatlicher Offensive des Rechtspopulisten Ronald Schill (links). Von Beust ist sich bewusst, wen er da an seiner Seite hat: „Schill war ein Mittel zum Zweck“, sagt er später in einem zeit-Interview. „Die Koalition mit ihm war ein machtpolitisches Kalkül. Ich war der Meinung, nach 44 Jahren muss die SPD weg, und hatte gehofft, dass er sich im Amt fängt.“ © Sören Stache/dpa
Von Beust und Kusch
Im August 2003 entlässt Ole von Beust den Zweiten Bürgermeister Ronald Schill, als dieser ein angebliches Verhältnis des Bürgermeisters mit Justizsenator Roger Kusch (links) öffentlich machen will. Beust und Kusch weisen das entschieden zurück. Nach der Entlassung Schills steigt die Popularität Beusts stark an, Schill büßt dagegen Sympathien ein. © Sören Stache/dpa
Ahlhaus neuer Hamburger Bürgermeister
Am 18. Juli 2010 gibt Ole von Beust im Hamburger Rathaus seinen Rücktritt vom Amt als Erster Bürgermeister von Hamburg mit Wirkung zum 25. August 2010 bekannt. Nachfolger wird Christoph Ahlhaus (CDU).  © Marcus Brandt/dpa
FC St. Pauli
Dessen Amtszeit steht unter keinem guten Stern. Am 25. September 2010 wollen ihn die Fans des FC. St. Pauli am liebsten „wegschlumpfen“. Der Zauber wirkt wohl. Die Koalition mit den Grünen zerbricht, im Februar 2011 kommt es zu Neuwahlen. © Imago
G20-Gipfel _ Partnerprogramm
Am 7. März 2011 übernimmt der nachmalige Bundeskanzler Olaf Scholz das Ruder in Hamburg. Die ersten vier Jahre reagiert er mit absoluter Mehrheit. Danach bildet die SPD mit den Grünen eine Koalition. In seine Amtszeit fällt der G20-Gipfel im Sommer 2017. Damals lädt er zum Familienfoto im Hamburger Rathaus ein.  © Jens Büttner/dpa
G20 Gipfel - Demonstrationen
In Erinnerung bleiben aber vor allem die damit verbundenen Ausschreitungen. Bei den Demonstrationen gegen das Treffen der Regierungschefs der führenden Industrienationen gerät unter anderem eine Barrikade im Schanzenviertel in Brand. © Markus Scholz/dpa
Eröffnung der Elbphilharmonie
Wesentlich schöner fällt die lang erwartete Eröffnung der Elbphilharmonie aus. Am Abend des 11. Januar 2017 wird das Konzerthaus mit einem Festakt und Konzert eröffnet. Der 11. Januar 2017 sei nicht nur für die Hansestadt „ein historisches Datum“, sondern auch für die gesamte Kulturnation Deutschland, sagt Scholz damals vor 2100 geladenen Gästen.  © Christian Charisius/dpa
Peter Tschentscher
Im März 2018 tritt Scholz zurück, weil er in der neu zusammengesetzten Bundesregierung Finanzminister und Vizekanzler wird. Nun übernimmt Peter Tschentscher das Ruder im Hamburg.  © Axel Heimken/dpa
Ausschuss zur "Cum-Ex Steuergeldaffäre"
Seit 2020 sorgt der Cum-Ex-Skandal in Hamburg für Aufsehen. Offen ist die Frage, ob es bei der steuerlichen Behandlung der Warburg Bank und der früheren Landesbank Hamburgs und Schleswig-Holsteins, HSH Nordbank, eine politische Einflussnahme gegeben hat. Auch Tschentscher steht als Finanzsenator im Senat Scholz II unter Druck. Die Bürgerbewegung Finanzwende erkennt in ihm sogar einen „Cum-Ex-Paten“. Der Untersuchungsausschuss um Steuerbetrug hat Tschentscher offenbar aber nicht geschadet. © Marcus Brandt/dpa

Lars Klingbeil lobt SPD-Erfolg bei Hamburg-Wahl – auch Miersch freut sich über Sieg

Update, 12.16 Uhr: Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil lobte auf einer Pressekonferenz am Montag, dem 3. März, in Berlin den Erfolg seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg mit den Worten: „Das Wahlergebnis ist Ausdruck dessen, dass ihr gut und erfolgreich regiert habt in Hamburg.“

Hamburgs amtierender Bürgermeister Peter Tschentscher von der SPD beschrieb den Wahlkampf als herausfordernd, da er im Schatten der Bundestagswahl stattfand. „Wie Sie wissen, ist das dann nicht so leicht“, erklärte Tschentscher. Die Themen in Hamburg unterschieden sich von denen auf Bundesebene. „Deswegen sind wir froh, dass wir nicht rechts und links überholt wurden, wie es ja die Grünen und die CDU angekündigt hatten.“ Er beabsichtige, die Rot-Grüne Koalition fortzuführen, „denn wir haben eine große Zustimmung in der Bevölkerung“. Tschentscher hob hervor, dass die AfD, die in Teilen rechtsextrem ist, in Hamburg keinen Erfolg verbuchen konnte. Mit einem Ergebnis von 7,5 Prozent könne man nicht von einem „rechten Erdrutschsieg“ sprechen.

Saskia Esken, die Vorsitzende der SPD, betonte auf der Pressekonferenz, dass der Wahlerfolg der SPD eng mit Tschentscher verbunden sei. Die Bürgerinnen und Bürger schätzten ihn als „hoch kompetent“ ein. Zudem stehe er für „Stabilität“ und „Zukunftsgewandtheit“. Hamburg solle nun als Vorbild für die bevorstehenden Sondierungsgespräche mit der Union auf Bundesebene dienen. In diesen Verhandlungen müsse es darum gehen, „die Gesellschaft wieder zusammenzuführen“.

Update, 11.14 Uhr: SPD-Generalsekretär Matthias Miersch freut sich über den Sieg seiner Partei bei der Hamburg-Wahl – zeigt sich aber auch selbstkritisch: „Das ist ein wichtiges Signal, aber richtig ist, eine Woche davor hatten wir das historisch schlechteste Ergebnis auf Bundesebene und da können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagte er dem Sender phoenix.

Update, 9.31 Uhr: Trotz der von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) klar formulierten Präferenz für eine Fortsetzung von Rot-Grün sieht CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering weiterhin noch Chancen für seine Partei. Das Rennen um die Koalition sei „noch völlig offen“, sagte Thering heute im NDR. Dass SPD und Grüne stark verloren haben, zeige „einen Wunsch nach Richtungswechsel“ in Hamburg, meinte er.

Update, 07.10 Uhr: Während die Sondierungsgespräche zwischen der SPD und der Union auf Bundesebenen weitergehen, scheint sich in Hamburg die Koalition aus SPD und Grünen fortzusetzen. Die Hamburger SPD und Bürgermeister Peter Tschentscher haben die Wahl. Eine Koalition mit den Grünen oder der CDU würde eine Mehrheit in der Bürgerschaft ergeben. Bürgermeister Peter Tschentscher von der SPD will nun zunächst auf die Grünen der zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank zugehen, um über eine Neuauflage der Koalition zu sprechen, danach aber auch mit der CDU mit Spitzenkandidat Dennis Thering reden.

Update vom 3. März, 5.40 Uhr: Während die SPD im Bund den Regierungschefposten räumen muss, kann Peter Tschentscher in Hamburg weitermachen – trotz Verlusten. Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Wahltag – das eine vereinfachte Auszählung zur Grundlage hat – wird heute erneut gezählt. Das ist besonders für die angetretenen Politikerinnen und Politiker spannend, da sich auch stärker abzeichnen wird, wer einen Sitz in der Bürgerschaft bekommt. Das vorläufige Ergebnis will der Landeswahlleiter am Abend bekanntgeben. Endgültig soll das Wahlergebnis nach Prüfung durch den Landeswahlausschuss am 19. März feststehen. 

SPD gewinnt Bürgerschaftswahl in Hamburg – Tschentscher zeigt sich zuversichtlich

Update, 23.10 Uhr: Die SPD hat die Bürgerschaftswahl in Hamburg klar gewonnen. Wie die Landeswahlleitung mitteilte, kommen die Sozialdemokraten nach vereinfachter Auszählung der für die Parteien auf den Landeslisten abgegebenen Stimmen auf 33,5 Prozent. Die CDU kommt demnach als zweitstärkste Kraft auf 19,8 Prozent, die Grünen auf 18,5 Prozent.

Update, 22.48 Uhr: Wahlsieger Peter Tschentscher sieht in dem Ergebnis der Hamburg-Wahl ein „starkes Votum, diese Regierung fortzuführen“. In den Tagesthemen sagte der SPD-Politiker nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg, er werde mit den Grünen über eine Fortsetzung von Rot-Grün sprechen, aber auch mit der CDU das Gespräch suchen. Zudem sei er sehr froh, „dass vor allem auch die AfD zu einem sehr niedrigen Ergebnis nur gekommen ist“. 

Update, 21.36 Uhr: Bei der Hamburg-Wahl hat die SPD laut dem Ergebnis auf Grundlage der Hochrechnungen von infratest dimap etwa 21.000 Stimmen von den Grünen dazugewonnen, jedoch 23.000 an die CDU verloren. Die CDU profitiert darüber hinaus von rund 20.000 Nichtwählern, sowie 7.000 Grünen-Wählern. Wie aus den Zahlen zudem hervorgeht, hat die Grüne etwa 10.000 Stimmen an die Linke abgeben müssen. Zu den stärksten Gewinnern zählt derweil die AfD. Sie konnte etwa 11.000 Nichtwähler-Stimmen bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg mobilisieren.

Erste Ergebnisse der Hamburg-Wahl: SPD gewinnt laut Hochrechnungen deutlich

Update, 20.46 Uhr: Die SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Bürgerschaftswahl in Hamburg laut einer Hochrechnung des Landeswahlleiters trotz Verlusten deutlich gewonnen. Wie das Landeswahlamt unter Berücksichtigung der Ergebnisse von 37 Prozent der Wahlgebiete mitteilte, kommt die SPD auf 33,7 Prozent – verglichen mit der Wahl vor fünf Jahren ist das ein Minus von 5,5 Punkten. 

Zweitstärkste Kraft wird demnach die CDU mit 20,3 Prozent (+9,1) vor den Grünen mit 17,9 (-6,3). Die Linke würde um 2,1 Punkte zulegen und käme auf 11,2 Prozent, die AfD auf 8,3 (+3,0). FDP, BSW und Volt bleiben demnach jeweils unter 3 Prozent und damit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Der Hochrechnung zufolge könnte Tschentscher – wie gewünscht – die Koalition mit den Grünen fortsetzen.

Update, 20.30 Uhr: In einer Hochrechnung zur Hamburg-Wahl (Stand: 20.19 Uhr) von infratest dimap im Auftrag der ARD zeigt weitere Verschiebungen bei den Parteien. Die SPD erreicht aktuell 33,7 Prozent. Die Grünen landen bei 18.3 Prozent, die CDU kommt auf 19,8 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Linke (11,1), AfD (7,7) und Volt (3,1). FDP (2,3) und BSW (1,8) liegen deutlich unter fünf Prozent. Andere Parteien kommen auf 2,2 Prozent. Beim ZDF sieht die Hochrechnung folgendermaßen aus:

  • SPD: 34,3 Prozent
  • Grüne: 19,0 Prozent
  • CDU: 19,2 Prozent
  • Linke: 11,3 Prozent
  • AfD: 7,2 Prozent
  • Volt: 3,0 Prozent

Reaktionen auf Hamburg-Wahl: Tschentscher sichert für SPD Wahlsieg bei Bürgerschaftswahl

Update, 20.19 Uhr: Nur eine Woche nach der Bundestagswahl kann Peter Tschentscher bei der Hamburg-Wahl für die SPD einen Wahlsieg erringen. Unmittelbar nach 18 Uhr gab es bereits zahlreiche Reaktionen auf das Ergebnis der Bürgerschaftswahl.

Update, 20.08 Uhr: Nach den ersten Hochrechnungen der Hamburg-Wahl ist klar: Linke und SPD haben Experten zufolge bei den jungen Wählerinnen und Wählern in Hamburg am besten abgeschnitten. Zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsgruppe Wahlen. Beide Parteien kommen demnach bei den unter 30-Jährigen auf 26 Prozent – die Linke habe ihr Ergebnis von 2020 um zwölf Prozent erhöhen können. Die SPD verliert einen Prozentpunkt. Besonders hohe Verluste fahren in dieser Altersgruppe die Grünen ein: Sie verlieren laut Analyse im Vergleich zur letzten Wahl elf Prozent und landen auf dem dritten Platz.

Update, 19.55 Uhr: Olaf Scholz, der Wahlverlierer der Bundestagswahl und ehemaliger Bürgermeister Hamburgs, hat Peter Tschentscher zum Ergebnis der Hamburg-Wahl gratuliert. Bei X schrieb der SPD-Politiker: „Hamburg bleibt in guten Händen.
Gut, dass du deine Arbeit zum Wohle Hamburgs fortsetzen kannst!“

Hochrechnungen der Hamburg-Wahl live: Erste Ergebnisse der Bürgerschaftswahl

Update, 19.48 Uhr: Auch das ZDF hat inzwischen eine erste Hochrechnung zur Wahl in Hamburg veröffentlicht. Folgende Zahlen liegen aktuell vor: SPD (34,3), Grüne (19,3), CDU (19,5), Linke (11,5), AfD (7,4) und Volt (2,6).

Update, 19.26 Uhr: Nun ist eine erste Hochrechnung der Hamburg-Wahl da. Auf Basis von Daten von infratest dimap berichtet die ARD von folgenden Werten: SPD (33,7), Grüne (17,8), CDU (19,7), Linke (11,4), AfD (8,2), FDP (2,4), Volt (2,9), BSW (2,0) und Andere (1,9).

Hamburg-Wahl live: Warten auf Hochrechnung und Ergebnisse – „Lage war für uns knifflig“

Update, 19.02 Uhr: Nach dem Ende der Hamburg-Wahl sieht Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Peter Tschentscher im Wahlsieg seiner Partei in der Hansestadt ein bundesweites Signal. „Wir sollten uns daran erinnern, dass wir als SPD in Deutschland Wahlen gewinnen können“, sagte Tschentscher auf der Wahlparty der Sozialdemokraten. Das sei eine wichtige Botschaft von Hamburg an den Rest der Republik. „Herzlichen Dank für diesen großartigen Wahlkampf, den wir geführt haben. Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Die Lage war für uns knifflig, würde Udo Lindenberg sagen.“

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, und seine Ehefrau Eva-Maria Tschentscher sowie Melanie Leonhard (r), Vorsitzende der SPD Hamburg, stehen bei der Wahlparty der Hamburger SPD in der Markthalle. In Hamburg wurde am Sonntag eine neue Bürgerschaft gewählt.

Update, 18.56 Uhr: Die erste Hochrechnung der Hamburg-Wahl steht noch aus. Grünen-Chef Felix Banaszak hofft derweil, dass Hamburgs Wahlsieger Peter Tschentscher von der SPD zunächst mit den nach Prognosen drittplatzierten Grünen statt mit der CDU Gespräche führt. „Das hat er angekündigt“, sagte Banaszak in der ARD. SPD und Grüne kämen „aus einer erfolgreichen Landesregierung“. Es sehe so aus, als hätten die Grünen wie zuvor schon bei der Bundestagswahl an Union und Linke verloren.

Warten auf Hochrechnung und Ergebnis der Hamburg-Wahl: Prognose sieht SPD vorne

Update, 18.44 Uhr: Nach der Hamburg-Wahl wird weiterhin auf die erste Hochrechnung und das Ergebnis der Bürgerschaftswahl gewartet. Weil das Wahlrecht in Hamburg relativ komplex ist, folgt die Hochrechnung erst gegen 19.00 Uhr. Vorab gibt es Prognosen: Nach den ZDF-Zahlen von 18.26 Uhr rutscht die SPD auf 34,3 Prozent ab (2020: 39,2 Prozent).

Die Grünen kommen auf 19,8 Prozent. Die CDU von Spitzenkandidat Dennis Thering kann dagegen nach ihrem historischen Tief vor fünf Jahren (11,2 Prozent) deutlich zulegen und liegt nun bei 20 Prozent. Die Linke steigert sich auf 11,5 Prozent (2020: 9,1 Prozent). Die AfD verbessert sich auf 7,2 Prozent (2020: 5,3 Prozent), ist in Hamburg damit aber nicht mal halb so stark wie zuletzt auf Bundesebene. 

Koalitionen nach Hamburg-Wahl: Grüne und CDU sehen jeweils Regierungsauftrag – SPD siegt

Update, 18.32 Uhr: Grünen-Chefin Franziska Brantner sieht nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg einen „klaren Regierungsauftrag für Rot-Grün“. Dass die Grünen in dem Stadtstaat nach Prognosen der Hamburg-Wahl schlechter abschnitten als beim letzten Mal, sah sie im Zusammenhang mit der Bundestagswahl. „Hamburg hat Stabilität gewählt, war zufrieden mit der Regierung.“ CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte im ZDF, der Sieger sei der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). „Klarer Wahlsieg, Chapeau.“

Zugleich warb er um eine rot-schwarze Koalition nach der Hamburg-Wahl. „Die Grünen haben massiv verloren, die CDU hat massiv gewonnen, und eigentlich wäre es vielleicht an der Zeit, ein neues Aufbruchssignal jetzt für Hamburg zu senden, nämlich Rot-Schwarz.“

Reaktionen auf Hamburg-Wahl: SPD feiert bereits Ergebnis der Bürgerschaftswahl

Update, 18.25 Uhr: SPD-Generalsekretär Matthias Miersch sieht den Wahlsieg bei der Hamburg-Wahl auch im ruhigen und besonnenen Regierungsstil von Peter Tschentscher begründet. Sein Erfolg sei ein ganz wichtiger, sagte Miersch nach den Prognosen zum Wahlausgang. „Insofern tut das der SPD insgesamt auch gut.“ Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank hat die Ergebnisse bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg auf die Geschlossenheit ihrer Partei zurückgeführt. „Was uns ausgezeichnet hat, ist, dass wir zusammengestanden haben“, sagte sie auf der Wahlparty ihrer Partei in Hamburg.

Linken-Chef Jan van Aken hat seine Partei für „perfektes Teamwork“ im Wahlkampf der Hamburg-Wahl gelobt. Das Ergebnis der Bürgerschaftswahl beweise: „Das Comeback geht weiter“, sagte van Aken nach den 18-Uhr-Prognosen. AfD-Chef Tino Chrupalla sieht das Abschneiden seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl als „Riesenerfolg“. „Wir geben auch Hamburg nicht her“, sagte Chrupalla in der ARD. 

Hamburg-Wahl live: Prognose ist da – Warten auf Hochrechnung und Ergebnis

Update, 18.20 Uhr: Kurz nach dem Ende der Hamburg-Wahl sendet die Tagesschau Live-Beiträge von den Wahlpartys. Nur nicht von der AfD: Die Reporterin und ihr Kamerateam durften den Veranstaltungsort nicht betreten – offiziell aus Kapazitätsgründen.

Update, 18.15 Uhr: Dennis Thering, Spitzenkandidat der CDU, sieht nach der Hamburg-Wahl eine Koalition aus SPD und CDU als möglich an. Dies sei eine „pragmatische“ Lösung. Während noch auf Hochrechnungen und das Ergebnis der Bürgerschaftswahl in Hamburg gewartet wird, kommt es vermutlich am Abend zu einem engen Rennen zwischen Grünen und CDU.

Nach den Prognosen rutscht die SPD auf 33,5 bis 34,5 Prozent (2020: 39,2 Prozent) ab. Die Grünen kommen auf 17,5 bis 20 Prozent und verlieren damit ebenfalls gegenüber ihrem Rekordergebnis von 2020 (24,2 Prozent). Die CDU kann nach ihrem historischen Tief vor fünf Jahren (11,2 Prozent) deutlich zulegen und liegt nun bei 19,5 bis 20 Prozent. Die Linke steigert sich auf 11,5 Prozent (2020: 9,1 Prozent). Die AfD verbessert sich auf 7 bis 8,5 Prozent (2020: 5,3 Prozent). Die FDP scheitert erneut an der Fünf-Prozent-Hürde. Laut ARD kommt sie auf 2,3 Prozent (2020: 4,97 Prozent). Das BSW schafft es demnach bei 2,1 auch nicht in die Bürgerschaft.

Hamburg-Wahl beendet: Prognose deutet Koalition an – Warten auf Hochrechnung und Ergebnis

Update, 18.11 Uhr: Laut Prognose der Hamburg-Wahl ist die SPD die große Gewinnerin. Welche Koalitionen nun nach der Bürgerschaftswahl möglich sind, zeigt unser Koalitionsrechner.

Update, 18 Uhr: Die Hamburg-Wahl ist beendet. Die erste Prognose der Bürgerschaftswahl sieht die SPD als Wahlsiegerin. Die ersten Zahlen im Überblick (ARD-Daten):

  • SPD: 33,5 Prozent
  • CDU: 19,5 Prozent
  • Grüne: 17,5 Prozent
  • Linke: 11,5 Prozent
  • AfD: 8,5 Prozent
  • FDP: 2,3 Prozent
  • Volt: 3 Prozent
  • BSW: 2,1 Prozent
  • Andere: 2,1 Prozent

Die SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher hat damit die Bürgerschaftswahl in Hamburg nach Prognosen klar gewonnen. Nach den ZDF-Zahlen liefern CDU und Grüne sich ein enges Rennen um Platz zwei, bei der ARD liegt die CDU vor den Grünen.

Hamburg-Wahl beendet: Warten auf Prognose, Hochrechnungen und Ergebnisse

Update, 17.55 Uhr: In wenigen Minuten ist die Hamburg-Wahl beendet. Erste Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse der Bürgerschaftswahl werden in Kürze folgen.

Update, 10.58 Uhr: Politikerinnen und Politiker aus Hamburg berichten während der laufenden Wahl von massiven Drohungen. SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Kramer (Hamburg-Bergedorf) teilte auf Instagram einen Screenshot von zahlreichen anonymen Anrufen. Weiter postete der Hamburger SPD-Politiker Paul Veit einen Brief voller homophoben und rassistischen Drohungen. „Die AfD wird Deutschland reinigen“, heißt es darin unter anderem. Veit und Kramer engagieren sich in dem Hamburger Bezirk gegen Rechtsextremismus.

Update, 9.58 Uhr: In Hamburg hat die Bürgerschaftswahl vor rund zwei Stunden begonnen. Seit 8.00 Uhr haben mehr als 1200 Wahllokale geöffnet. Knapp 1,32 Millionen Menschen sind der Landeswahlleitung zufolge zur Stimmabgabe berechtigt. Eine Woche nach der Bundestagswahl entscheiden sie über die Zukunft des rot-grünen Senats unter Regierungschef Peter Tschentscher (SPD). Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

In Umfragen zur Hamburg-Wahl führten die Sozialdemokraten mit Werten von 32 bis 33 Prozent deutlich vor den anderen Parteien. Dahinter lieferten sich die Grünen und die CDU mit Zustimmungswerten zwischen 16 und 18 Prozent ein enges Rennen um Platz zwei.

Hamburg-Wahl live: Wahllokale haben geöffnet

Update vom 2. März, 7.55 Uhr: Es handelt sich dabei um die einzige reguläre Landtagswahl 2025 in Deutschland: In wenigen Minuten (ab 8 Uhr) öffnen in Hamburg die Wahllokale. Es könnte wieder auf eine Mehrheit für Rot-Grün hinauslaufen – wobei auch Die Linke laut Umfragen in der Hansestadt zuletzt an Zuspruch gewann.

Hamburg-Wahl: Alle Ergebnisse, Prognosen und Hochrechnungen – jetzt live

Erstmeldung: Hamburg – Jetzt haben die Wählerinnen und Wähler das Sagen: Eine Woche nach der Bundestagswahl startet am Sonntag (2. März) die Hamburg-Wahl. Mit einem starken Ergebnis will der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) heute den Grundstein für seine dritte Amtszeit legen. Doch im Schlussspurt des Wahlkampfes gab es in den Umfragen noch Bewegung. Können die CDU mit Spitzenkandidat Dennis Thering und die Linke mit einem Stimmenzuwachs die langjährige rot-grüne Dominanz in dem Stadtstaat brechen?

Bürgerschaftswahl in Hamburg
Termin2. März 2025
Anzahl der Abgeordneten121 Abgeordnete
Anzahl der Wahlkreise17
Dauer der Legislaturperiode5 Jahre

Die rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten schauen gespannt auf die Ergebnisse der Hamburg-Wahl 2025. Ab 8.00 Uhr sind am heutigen Sonntag die Wahllokale für die Stimmabgabe geöffnet. Erste Prognosen und Hochrechnungen zu der Bürgerschaftswahl werden dann um kurz nach 18.00 Uhr live veröffentlicht. Die Ergebnisse sind auch in einer Live-Karte abrufbar.

Hamburg-Wahl 2025 live: Bestätigen die Ergebnisse die letzte Umfrage?

Lange Zeit sah es so aus, als ob Tschentscher sich um seine Wiederwahl keine Sorgen machen muss. In den aktuellen Umfragen zur Hamburg-Wahl lag die SPD zuletzt mit 32 Prozent in Führung. Die Grünen (18 Prozent) rangeln dahinter mit der CDU (17 Prozent) um Platz zwei, gefolgt von Linke (10 Prozent) und AfD (10,9 Prozent). FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kämpfen mit der Fünf-Prozent-Hürde. Zugelassen wurden für die Hamburg-Wahl insgesamt 15 Parteien und eine Wählervereinigung.

Jedoch sorgten die Ergebnisse der Bundestagswahl zuletzt für Überraschung in Hamburg. Denn hier verzeichneten Linke und CDU starke Zugewinne. Insbesondere die Union feierte hier einen Merz-Effekt. Zwar bliebt die SPD stärkste Kraft. Doch sollte sich die Ergebnisse aus dem Bundestrend bei der Hamburg-Wahl wiederholen, könnte die Fortsetzung von einer rot-grünen Koalition vielleicht doch noch gefährdet sein. 

Bürgerschaftswahl in Hamburg: Kandidaten fürchten hartes Ringen um Koalition

Tschentscher warnte bereits vor einer schwierigen Regierungsbildung wegen „instabiler Verhältnisse“. Unterdessen keimt bei der seit Jahren abgeschlagenen CDU wieder Hoffnung auf. Zwar kann sich Spitzenkandidat Dennis Thering wohl keine Hoffnung auf den Chefsessel machen. Aber eine Regierungsbeteiligung in einer rot-schwarzen Koalition wäre für ihn ein Erfolg. Welche Koalitionen möglich sind bei der Hamburg-Wahl, zeigt die Live-Karte am Wahlabend.

Bislang war Tschentscher unangefochten die Nummer eins. Als Nachfolger von Olaf Scholz (SPD) führte der Arzt und ehemalige Finanzsenator Hamburg mit starker Hand durch die Corona-Krise und erlangte dabei bundesweite Beachtung. Jedoch werden in jüngster Zeit einige Entscheidungen zum Verkauf von Hafenanteilen, und dem Bau von Oper und Elbtower kontrovers in der Stadt diskutiert.

Hamburg-Wahl 2025 live: Tschentscher hofft auf starkes Ergebnis

Kann Tschentscher also seine bisherigen starken Wahlergebnisse bei der Hamburg-Wahl verteidigen? Einen ersten Fingerzeig gibt es heute live ab 18.00 live mit den ersten Prognosen und Hochrechnungen. Bis das endgültige Endergebnis feststeht, kann es aber dauern.

Schuld ist ein kompliziertes Wahlsystem. Insgesamt 1.318.101 Wahlberechtigte dürfen bei der Hamburg-Wahl 2025 abstimmen. Erstmals liegt das Wahlalter bei 16 Jahre. Sie alle wählen 121 Abgeordnete für die Hamburger Bürgerschaft, dem Landesparlament. Für die Parteien, die eine realistische Chance auf Einzug ins Parlament haben, treten folgende Spitzenkandidaten an:

  • Peter Tschentscher (SPD)
  • Katharina Fegebank (Grüne)
  • Dennis Thering (CDU)
  • Dirk Nockemann (AfD).
  • Cansu Özdemir (Die Linke)
  • Katarina Blume (FDP)
  • Jochen Brack (BSW)

Stimmzettel richtig ausfüllen: Das gilt es bei der Hamburg-Wahl zu beachten

Für die Wahl der Kandidatinnen und Kandidaten sowie den Parteien füllen die Hamburgerinnen und Hamburger zwei Stimmzettel aus, mit denen die Kandidatinnen und Kandidaten per Zweitstimme (gelber Zettel) und Erststimme (roter Zettel) gewählt werden. Insgesamt darf jede Wählerin und jeder Wähler zehn Stimmen abgeben – fünf auf jedem der beiden Stimmzettel. Die Auszählung dauert aber deswegen länger. Über alle Entwicklungen halten wir Sie in unserem Live-Ticker auf dem Laufenden. (jek)

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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