Neuwahlen

Ergebnisse der Frankreich-Wahl: Erste Prognosen der vorgezogenen Neuwahlen sind da

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Wer triumphiert, wer verliert? Die Ergebnisse, Prognosen und Hochrechnungen der Frankreich-Wahlen werden mit Spannung erwartet. Wahlprospekte zeigen Emmanuel Macron und Marine Le Pen.
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Die Parlamentswahlen haben begonnen. Aber wann gibt es bei der Frankreich-Wahl 2024 die ersten Ergebnisse, Hochrechnungen und Prognosen der Neuwahlen?

Update vom 30. Juni, 20.05 Uhr: In der ersten Runde der vorgezogenen Parlamentswahl in Frankreich liegt das rechtsnationale Rassemblement National ersten Hochrechnungen zufolge vorne. Das Mittelager von Präsident Emmanuel Macron landete hinter dem Linksbündnis Nouveau Front Populaire auf Platz drei, wie die Sender France 24 und BFM TV am Sonntag nach Schließung der Wahllokale berichteten. Wie viele Sitze die Blöcke in der Nationalversammlung bekommen, wird aber erst in Stichwahlen am 7. Juli entschieden.

France 24BFM TV
RN (Le Pen)34 %33 %
NFP (Melenchon)28,1 %28,5 %
ENS (Macron)20,3 %22 %
LR (Ciotti)10,2 %

Frankreich-Wahl 2024: Wahllokale geschlossen - Prognosen erwartet

Update vom 30. Juni, 20 Uhr: In Frankreich sind nun alle Wahllokale geschlossen. Die Stimmabgabe ist beendet. In Kürze werden die ersten Prognosen beziehungsweise Hochrechnungen zur Frankreich-Wahl 2024 erwartet.

Parlamentswahlen 2024 heute in Frankreich: Wahlbeteiligung erreicht wohl Rekordwert

Update vom 30. Juni, 17.15 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen 2024 in Frankreich hat um 17 Uhr 59.49 Prozent erreicht, wie die Sender France24 und BFMTV unter Berufung auf das Innenministerium berichteten. Damit liegt sie 20 Prozentpunkte über dem Wert der Wahlen von 2022. BFMTV zufolge ist dies der höchste Wert seit den Wahlen im Jahr 1978. Für 20 Uhr, also dem Ende der Stimmabgabe, werde der Wert auf 69,5 Prozent geschätzt: Ein Wert, den es seit 1981 nicht mehr gegeben habe.

Frankreich-Wahl heute: Macron und Frau geben Stimme in Le Touquet ab

Update vom 30. Juni, 14.48 Uhr: Bei den Parlamentswahlen in Frankreich heute sind mehrere prominente Politiker bereits am Vormittag zur Wahl gegangen. Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte Macron gaben ihre Stimme für die heutige Frankreich-Wahl 2024 im nordfranzösischen Le Touquet ab.

Parlamentswahlen in Frankreich: Sarkozy und Hollande geben Stimme für die Frankreich-Wahl ab

Update vom 30. Juni, 13.37 Uhr: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Frankreich heute haben etliche Spitzenpolitiker ihre Stimme bereits am Vormittag für die Frankreich-Wahl abgegeben, darunter die Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande, die bei den Ergebnissen der Frankreich-Wahl 2024 auf einen besseren Ausgang hoffen, als es die Umfragen vor den vorgezogenen Parlamentswahlen nahelegen.

Frankreich-Wahl 2024: Zwischenfall bei vorgezogener Parlamentswahl in Nizza

Update vom 30. Juni, 13.05 Uhr: In Nizza ist der Leiter eines Wahlbüros von einem Wahlhelfer mit einem Faustschlag angegriffen worden, der die Öffnung des Wahlbüros zur vorgezogenen Parlamentswahl in Frankreich verhindern wollte. Das teilte Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi dpa im Verlauf der Frankreich-Wahl heute mit. Die Polizei nahm den Angreifer fest.

Frankreich-Wahl 2024 heute: Wahlbeteiligung der vorgezogenen Parlamentswahlen hoch

Update vom 30. Juni, 12.33 Uhr: Bei den Neuwahlen in Frankreich heute hat die Wahlbeteiligung bis Mittag deutlich höher gelegen als bei früheren Frankreich-Wahlen. Wie das Innenministerium mitteilte, gaben bis 12.00 Uhr 25,90 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab; bei der Wahl im Jahr 2022 lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 18,43 Prozent.

Erste Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024: Wann heute die Prognosen und Hochrechnungen kommen

Erstmeldung vom 30. Juni 12 Uhr: Paris – Die Ergebnisse der Frankreich-Wahl sind an Spannung kaum zu überbieten. Die vorgezogenen Neuwahlen in Frankreich stehen nicht nur im eigenen Land, sondern auch international im Mittelpunkt. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass die vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich nicht nur eine große Veränderung für Präsident Emmanuel Macron, sondern auch für die Grande Nation und ganz Europa bedeuten könnte.

Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024: Umfragen zu vorgezogenen Parlamentswahlen sehen Le Pens Partei vorne

Die aktuellen Umfragen zu den Neuwahlen in Frankreich legen immerhin nahe, dass die ersten Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024 heute ein Schritt sein könnten, um einen radikalen Wandel auf politischer Ebene nach der Frankreich-Wahl herbeizuführen. Schließlich deuten die Umfragen für die Frankreich-Wahl darauf hin, dass die Partei von Macron mit einer deutlichen Niederlage rechnen muss. Letzte Umfragen und Prognosen für die Frankreich-Wahl sehen, die Partei Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen vorne und könnte einen deutlichen Wahlsieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen einfahren.

Laut der letzten Umfragen und Prognosen für die Frankreich-Wahl 2024 hat die rechtsnationale Partei RN mit ihrem Spitzenkandidaten und Le Pens Kronprinzen Jordan Bardella sogar die Chance, eine absolute Mehrheit bei den Neuwahlen zu erreichen. Sollte es zu diesem Erfolg bei den Stichwahlen der Le-Pen-Partei kommen, hätte dies wohl nicht nur Konsequenzen für die Innenpolitik des Landes. Womöglich könnte es auch zu einem drastischen Kurswandel in der französischen EU-Politik kommen. Auch Frankreichs militärische Hilfe für Kiew im Ukraine-Krieg konnte durch die Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl einen deutlichen Wandel erfahren.

Erste Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024: 49 Millionen Menschen zu Stimmabgabe bei Neuwahlen berechtigt

Für eben diesen Wandel könnten rund 49 Millionen Bürgerinnen und Bürger aufgrund der Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl verantwortlich sein. Ihre ausbleibenden Stimmen hatte dafür gesorgt, dass Präsident Macron nach den desaströsen Ergebnissen seiner Partei bei der Europawahl 2024 und dem Rechtsruck im eigenen Land dafür entschieden hatte, Auflösung der französischen Nationalversammlung anzukündigen. Der entscheidende Schritt, um die heutigen Stichwahlen in Frankreich auf den Weg zu bringen.

Deshalb entscheiden die Wahlkreise über die Ergebnisse der heutigen Neuwahlen in Frankreich am 30. Juni 2024. Die ansässigen Wählerinnen und Wähler stimmen in ihrem jeweiligen Kreis über die Verteilung der Sitze in der französischen Nationalversammlung nach der Frankreich-Wahl 2024 ab.

Erste Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024 heute: Vorgezogene Parlamentswahlen müssen in die zweite Runde

Allerdings sorgen heutigen Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl 2024 noch nicht das endgültige Ergebnis der vorgezogenen Parlamentswahlen bestimmen. Schließlich werden die Stichwahlen in zwei Runden bestimmt, um die 577 Sitze der Nationalversammlung zu besetzen.

Die erste Runde der Neuwahlen findet heute, Sonntag (30. Juni), statt, während der zweite Urnengang für die vorgezogenen Stichwahlen für den 7. Juli angesetzt ist.

Wahl in Frankreich
Wann sind die Wahltage?30. Juni und 7. Juli 2024
Wie viele Personen sitzen in der Nationalversammlung?577 Abgeordnete
VorsitzVersammlungspräsidentin Yaël Braun-Pivet

Erste Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024: Parlamentswahlen starteten bereits am Samstag

Die erste Runde der vorgezogenen Parlamentswahl in Frankreich hat bereits offiziell begonnen. Am Samstagmittag (29. Juni) – und um 8 Uhr Ortszeit – öffneten die ersten Wahllokale auf der kleinen französischen Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Ostküste. Diese berichtete der öffentliche Lokalsender 1ère Saint-Pierre et Miquelon über den Beginn der Frankreich-Wahl 2024.

Der Großteil der Französinnen und Franzosen kann am Sonntag bei den Neuwahlen ihre Stimme abgeben und im ersten Urnengang über die Ergebnisse der Frankreich-Wahl abstimmen. Aufgrund der Zeitverschiebung in einigen Überseegebieten war der offizielle Start der vorgezogenen Neuwahlen bereits am Samstag erfolgt.

Erste Ergebnisse der Frankreich-Wahl: Wann heute die Prognosen und Hochrechnungen der Neuwahlen kommen

Die Wahllokale in Frankreich schließen um 20 Uhr. Anschließend veröffentlichen Meinungsforschungsinstitute landesweite Prognosen und Hochrechnungen zu den Ergebnissen der Frankreich-Wahl 2024. Diese berufen sich auf eine Teilauszählung der abgegebenen Stimmen bei den vorgezogenen Parlamentswahlen. Die Prognosen und Hochrechnungen der Frankreich-Wahl lassen normalerweise nicht lange auf sich warten. Sie liefern erste Anhaltspunkte vor der Verkündigung des endgültigen Wahlergebnisses für die Neuwahlen.

In Frankreich erfolgt die Auszählung der Stimmen für die Ergebnisse der Frankreich-Wahl in der Regel schnell und zuverlässig. Es ist daher zu erwarten, dass die Sieger der heutigen Stichwahlen in Frankreich noch am Abend verkündet werden.

Frankreich-Wahl 2024 heute: Le Pens Rassemblement National gilt bei den Parlamentswahlen als Favorit

Für den Ausgang der heutigen Frankreich-Wahl 2024 könnten auch die Ergebnisse der Europawahl einen Hinweis geben. Damals erreichte die rechtsnationale Partei Rassemblement National in Frankreich mehr als 30 Prozent der Stimmen.

Die Partei erhielt damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie das Renaissance-Lager von Macron. In den aktuellen Umfragen zur Wahl in Frankreich taumelt die Partei von Macron. Sie liegt derzeit nur auf dem dritten Platz. Während RN um Marine Le Pen und Jordan Bardella sich mit Abstand vor der Konkurrenz befindet, hat Macrons Partei noch einen weiteren Gegner bei vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich vor der Nase. Das Bündnis Nouveau Front Populaire (NFP) aus Linkspopulisten, Sozialisten, Kommunisten und Grünen kann sich aktuell berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Platz bei der Frankreich-Wahl.

Marine Le Pen hat Frankreich-Wahl 2027 im Blick – trotz Ausschluss

Frankreich: Rassemblement National von Marine Le Pen.
In Frankreich ist der Rassemblement National unter Marine Le Pen (im Bild) in den vergangenen Jahren zu einer führenden Kraft aufgestiegen. So feierte der RN bei der Europawahl 2024 einen klaren Erfolg.  © François Lo Presti/afp
Europawahl - Frankreich
Das starke Ergebnis der rechtsnationalen Partei veranlasste den amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron anschließend dazu, das Parlament aufzulösen.  © Ludovic Marin/dpa
Jean-Marie Le Pen
Die Geschichte des Rassemblement National begann Anfang der Siebziger. Am 5. Oktober 1972 gründeten Jean-Marie Le Pen (hier eine Aufnahme von 2022) und Pierre Bousquet die rechtsextreme Splittergruppe Front National.  © Joel Saget/afp
1. Mai in Paris
Der 1928 geborene Le Pen (hier ein Bild von 2017) tat sich früh als Demagoge hervor, der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt wurde und den Holocaust als ein „Detail der Geschichte“ abtat. Bousquet (1919 bis 1991) war ein ehemaliger Kollaborateur, der als Rottenführer in der Waffen-SS gedient hatte. Fremdenfeindliche Parolen waren über viele Jahre Markenzeichen der Partei. © Thibault Camus/dpa
Jean-Marie Le Pen
In den 1980er Jahren wurde der FN bei zwei Parlamentswahlen hintereinander mit mindestens einem Abgeordneten in die Nationalversammlung gewählt. Der Durchbruch gelang im Jahr 2002, als Jean-Marie Le Pen als Zweitplatzierter aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahl hervorging.  © Joel Saget/afp
Le Pen
Es kam zur Stichwahl, die der amtierende Präsident Jacques Chirac deutlich gewann. Fünf Jahre später verlor Le Pen viele Stimmen und schied im ersten Wahlgang aus.  © Joel Saget/AFP
Marine Le Pen
Einen großen Einschnitt gab es im Januar 2011. Der FN ging nach einem Führungswechsel andere Wege. Die neue Parteivorsitzende trug allerdings einen bekannten Namen: Marine Le Pen. Die studierte Juristin kam 1968 nahe Paris als jüngste Tochter Jean-Marie Le Pens zur Welt.  © Bernard Patrick/Imago
Marine Le Pen/dpa
Mit acht Jahren wurde sie von einer Bombenexplosion aus dem Schlaf gerissen – es handelte sich um einen Anschlag auf ihren Vater. Die Mutter dreier Kinder arbeitete als Anwältin und führte zunächst die Rechtsabteilung der Front National. Ihre zwei Ehen gingen auseinander. © Pascal Pavani
Jean-Marie Le Pen
Marine Le Pen bemüht sich seither, der einst radikal rechten Partei einen moderateren Anstrich zu verpassen. Das ging mit einer Entmachtung ihres Vaters einher.  © Kenzo Tribouillard/afp
Le Pen
Im April und Mai 2015 eskalierten die schon länger bestehenden Spannungen zwischen der Parteivorsitzenden und ihrem Vater. Am 20. August 2015 wurde Jean-Marie Le Pen wegen „schwerer Verfehlungen“ aus der Partei ausgeschlossen.  © Kenzo Tribouillard/AFP
Le Pen Bannon
Anderseits suchte Le Pen im Jahr 2018 die Nähe des früheren Trump-Beraters Steve Bannon. Damals firmierte die rechtsextreme Partei noch unter dem Namen Front National. Später verpasste Le Pen ihr aber einen neuen Namen: Seither ist die Partei als Rasseblement National bekannt. © Philippe Huguen/AFP
Marine Le Pen
Seither ist es Marine Le Pen gelungen, aus der Schmuddelecke zu kommen und sich als staatstragende Politikerin zu inszenieren. Ihre Strategie ist als „Dédiabolisation“ (Entteufelung) bekannt.  © Francois Nascimbeni/AFP
Marine Le Pen
Le Pen verbannte das alte rassistische Vokabular und gibt mittlerweile eher bedachte Worte von sich. Le Pens Kurs hat , in den vergangenen Jahren bis in die bürgerliche Mitte hinein wählbar gemacht.  © Thomas Samson/afp
Marine Le Pen
Die dreimalige Präsidentschaftskandidatin drängte zwar offenen Rassismus zurück, vertritt aber weiter radikale Positionen gegen Einwanderung. Ihre Vorstellungen für Frankreich bleiben auch heute noch deutlich rechts und nationalistisch.  © Ali Al-Daher/AFP
Olga Givernet
Zudem zeigen Studienergebnisse, dass im RN der Antisemitismus noch immer weit verbreitet ist. Die Renaissance-Parlamentarierin Olga Givernet (im Bild) reagierte entsprechend: „Der RN hat ein sauberes Schaufenster, aber die Küche dahinter ist immer noch schmutzig wie eh.“ © Niviere David/Imago
Marine Le Pen mit André Ventura und Tino Chrupalla
In ihrem Bemühen um Salonfähigkeit hat sich Marine Le Pen auch von der deutschen AfD abgegrenzt. Die gilt selbst für RN-Leute als zu extremistisch. Im November 2023 war das noch anders: Beim Treffen rechter Gruppen in Lissabon stand sie noch in einer Reihe neben dem portugiesischen Chega-Politiker André Ventura (Mitte) und AfD-Co-Chef Tino Chrupalla. © Paulo Spranger/Imago
Le Pen zu Besuch bei Putin
Zum Ukraine-Krieg vertreten RN und AfD hingegen nach wie vor sehr ähnliche Positionen. So lehnt Marine Le Pen jegliche Wirtschaftssanktionen gegen das Russland von Präsident Wladmir Putin ab. © Mikhail Klimentyev/dpa
Gabriel Attal
Waffenlieferungen für die Ukraine bedeuten für Le Pen das „Risiko eines dritten Weltkriegs“. Premierminister Gabriel Attal (im Bild) konterte in einer Ukraine-Debatte im Februar 2024: „Wenn Sie 2022 gewählt worden wären, würden wir heute Waffen nach Russland liefern, um die Ukrainer zu zermalmen.“  © Ludovic Marin/afp
Marine Le Pen und Wladimir Putin
Tatsächlich stand in Le Pens Präsidentschaftsprogramm von 2022 der folgende Satz: „Ohne Furcht vor amerikanischen Sanktionen wird eine Allianz mit Russland in gewissen Themen angestrebt.“ Trotzdem wollte sich der RN im Wahlkampf ein wenig von Putin absetzen. Die Partei ließ damals 1,2 Millionen Wahlkampfplakate vernichten, die ein Bild von Marine Le Pen beim Händeschütteln mit Putin zeigten. © Emmanuel Dunand/afp
Marine Le Pen
Zu Russland hat sie dennoch ein wesentlich besseres Verhältnis als zu Deutschland. Die deutsch-französische Partnerschaft will sie rasch beenden. Zwischen Berlin und Paris bestehe eine „tiefe und unheilbare Differenz der Doktrinen“, heißt es in Le Pens Programm. Das Nato-Kommando würde sie nach einem Wahlsieg 2027 verlassen. An dessen Stelle wünscht sich Le Pen für Europa ein russisch-französisches Kommando. © Lou Benoist/afp
Emmanuel Macron
Ohnehin richtet sich der Blick in Frankreich schon längst auf die Präsidentschaftswahl 2027. Nach zwei Amtszeiten kann Emmanuel Macron, der Le Pen zweimal in der Stichwahl besiegte, nicht mehr antreten.  © Sebastien Dupuy/AFP
Marine Le Pen
Wer eine Chance gegen Le Pen hätte, ist unklar. Doch im März 2025 kam dann die vorläufige Wende: Wegen der Veruntreuung von EU-Geld schloss ein Gericht Le Pen verurteilt. Der umstrittenste Teil der Strafe ist, dass sie fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten darf.  © Guillaume Souvant/afp
Protestkundgebung des Rassemblement National
Diese Strafe war sofort in Kraft getreten – anders als eine teils auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafe und obwohl Le Pen gegen das Urteil Berufung einlegte. Das Berufungsgericht hat eine Entscheidung im Sommer 2026 ins Auge gefasst.  © Julien De Rosa/dpa
Marine Le Pen
Le Pen wandte sich dann an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Doch das Straßburger Gericht wies ihren Antrag, den gegen sie verhängten vorläufigen Ausschluss von Wahlen auszusetzen, einstimmig ab, da Le Pen keinerlei nicht wiedergutzumachende Beeinträchtigung drohe, die durch die Menschenrechtskonvention geschützt sei. © Lionel Bonaventure/AFP
Le Pen sieht Bardella als möglichen Präsidentschaftskandidat
Inzwischen hat Le Pen ihren politischen Ziehsohn Jordan Bardella aufgefordert, sich auf eine Kandidatur vorzubereiten – für den Fall, dass sie selbst nicht antreten kann. Noch ist aber offen, wen der RN bei der Präsidentschaftswahl 2027 ins Rennen schicken wird. Die Frage, wer in den ehrwürdigen Élysée-Palast einziehen wird, bleibt damit völlig offen.  © Michel Euler/dpa

Ergebnisse der Parlamentswahlen: Frankreich-Wahl 2024 entscheidet über mögliche Kohabitation

Ein Erfolg von RN würde dazu führen, dass zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs eine Partei, die der extremen Rechten zuzuordnen ist, nach der Frankreich-Wahl regiert. In der Regel stellt die Partei mit den meisten Sitzen den Premierminister. Sollte der Rassemblement National sich als Gewinner nach der Frankreich-Wahl 2024 herauskristallisieren, könnte es zu einer sogenannte Kohabitation führen. Dabei kommen Regierung und Präsident aus verschiedenen politischen Lagern.

Auch wenn die ersten Ergebnisse der Frankreich-Wahl heute Abend ein Indikator für das amtliche Endergebnis der Neuwahlen sind, werden sich die vorgezogenen Parlamentswahlen endgültig am 7. Juli entscheiden. Dann kommt es zum zweiten Wahlgang der vorgezogenen Parlamentswahlen, der die Nationalversammlung endgültig besetzt. Darüber hinaus könnten sich die Stichwahlen zu einer Art Schicksalswahl für Frankreichs Präsidenten entwickeln. Denn ebenso ungewiss wie der Ausgang der heutigen Frankreich-Wahl 2024 ist, kann bisher keine Auskunft darüber gegeben werden, wie es mit Macron nach der Frankreich-Wahl 2024 weitergehen könnte. Schließlich sind nach einem Wahlsieg von Le Pens Partei bei der Frankreich-Wahl diverse Szenarien denkbar.

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