Trauerfeier in Arizona

„Ich vergebe ihm“: Kirk-Witwe will Vergebung für Attentäter – Trump verkündet Hass

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Während Kirks Witwe vergibt, wählt Trump den Hass: Bei der Trauerfeier bittet er sie um Verzeihung – dann offenbart er seine Haltung.

Glendale – Zehntausende Menschen im Stadion von Glendale in Arizona, Millionen Zuschauer weltweit an den TV-Bildschirmen – und das alles live. Die Trauerfeier für den erschossenen rechten US-Podcaster Charlie Kirk war für Donald Trump die perfekte Bühne. Bei seiner Rede auf der Gedenkfeier rief er Witwe Erika zu sich. Sie spielte mit und lehnte sich an seine Brust. Dazu spielte die Regie patriotische Musik.

Gedenken an Charlie Kirk mit Trump und Co.: die Trauerfeier in Bildern

Die Utah Valley Universität, Tatort des Attentats auf Kirk
Am 10. September wurde der rechte Influencer Charlie Kirk während einer Veranstaltung in Utah erschossen. Die Trauer um den Vertrauten Donald Trumps ist groß. Der US-Präsident ordnete an, die Flaggen auf Bundesgebäuden auf Halbmast zu hängen. Die Utah Valley Universität, Tatort des Attentats auf Kirk, folgte dem Beispiel aus Washington DC. © imago
Bereits im Morgengrauen sammelte sich die MAGA-Bewegung rund um das Stadion in Arizona, in dem die gigantische Trauerfeier für Charlie Kirk am Vormittag starten sollte.
Bereits im Morgengrauen sammelte sich die MAGA-Bewegung rund um das Stadion in Arizona, in dem die gigantische Trauerfeier für Charlie Kirk am Vormittag starten sollte. © imago
Das Stadion selbst war zu Beginn der Trauerfeier von Charlie Kirk bis auf den letzten Platz besetzt.
Das Stadion selbst war zu Beginn der Trauerfeier von Charlie Kirk bis auf den letzten Platz besetzt. Mehr als 70.000 Menschen sollen letztlich dabei gewesen sein. Darunter befanden sich neben US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident J. D. Vance zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter des Trump-Kabinetts. © imago
Verteidigungsminister Pete Hegseth
Im Publikum bei der Trauerfeier Charlie Kirks befand sich auf Verteidigungsminister Pete Hegseth, der gemeinsam mit seiner Frau Jennifer Rauchet aus Washington DC nach Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gereist war. © imago
Höhepunkt der mehrstündigen Veranstaltung in Arizona war die Rede Donald Trumps
imago834700717.jpg © imago
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr.,
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., wie Hegseth in Begleitung seiner Frau, der Schauspielerin Cheryl Hines, hielt ebenfalls eine Rede bei der Trauerfeier für Charlie Kirk. © afp
Festnahme eines Tatverdächtigen namens Tyler Robinson.
Wenige Tage nach dem Attentat auf Charlie Kirk meldete das FBI die Festnahme eines Tatverdächtigen namens Tyler Robinson. Dem 22-Jährigen droht die Todesstrafe. © afp
State Farm Stadium in Phoenix, Arizona.
Während die Ermittlungen rund um das Attentat auf Charlie Kirk noch laufen, starten bereits die Vorbereitungen für eine gigantische Trauerfeier. Stattfinden wird diese im State Farm Stadium in Phoenix, Arizona. Das mehr als 60.000 Zuschauer fassende Stadion wird sonst von der American Football Mannschaft Arizona Cardinals als Heimspielstätte genutzt. © PATRICK T. FALLON
Tod von Charlie Kirk im State Farm Stadium
Schon während des Heimspiels der Arizona Cardinals gegen die Carolina Panthers wurde an den Tod von Charlie Kirk im State Farm Stadium erinnert. Kirk lebte mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern im US-Bundesstaat Arizona, wo sich auch das Hauptquartier der von ihm gegründeten Organisation Turning Point USA befindet. © afp
Donald Trump. Der US-Präsident, hier mit Kirk auf einer Veranstaltung seiner Organisation Turning Point USA
Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus dem rechtspolitischen Spektrum der USA haben ihre Teilnahme an der Trauerfreier für Charlie Kirk bekanntgegeben. Allen voran Donald Trump. Der US-Präsident, hier mit Kirk auf einer Veranstaltung seiner Organisation Turning Point USA, wird als Redner im State Farm Stadium in Phoenix erwartet. © afp
Vance moderiert „Charlie Kirk Show“
Neben Donald Trump wird auch sein Stellvertreter in Phoenix erwartet. Vizepräsident J. D. Vance verband nach eigener Aussage eine „enge Freundschaft“ mit dem ermordeten Charlie Kirk. Nach dessen Tod und zu seinen Ehren moderierte Vance den Podcast „The Charlie Kirk Show“. In der Folge versammelte er zahlreiche Verbündete und Freunde des rechten Influencers. © dpa
Verteidigungsminister Pete Hegseth (l.), hier in Begleitung seiner Frau Jennifer Rauchet und Air Force General Dan Caine
Neben Vizepräsident J. D. bringt Donald Trump sein halbes Kabinett mit nach Arizona. Verteidigungsminister Pete Hegseth (l.), hier in Begleitung seiner Frau Jennifer Rauchet und Air Force General Dan Caine ist ebenso dabei wie.... © AFP
Tulsi Gabbard, die in der Trump-Administration den Posten der Direktorin für die US-Geheimdienste bekleidet
Ebenfalls erwartet aus Washington DC wird Tulsi Gabbard, die in der Trump-Administration den Posten der Direktorin für die US-Geheimdienste bekleidet. Die ehemalige Demokratin und neuerliche Republikanerin sprach bereits bei einer Gedenkfeier für Krik in Washington DC. Dort verglich Gabbard den Mord an Kirk mit dem Terroranschlag vom 11. September 2001.  © AFP
Sergio Gor (l.), der unter Donald Trump Direktor für Personalangelegenheiten im Weißen Haus ist
Ebenso Redner bei der Trauerfeier für Charlie Kirk ist laut Ankündigung Sergio Gor (l.), der unter Donald Trump Direktor für Personalangelegenheiten im Weißen Haus ist. Hier kommt Gor in Begleitung von Finanzminister Scott Bessent nach einer Reise nach Florida auf dem Rasen des Weißen Hauses an.  © AFP
Trumps Berater Stephen Miller
Trumps Berater Stephen Miller ist der nächste Gast, der Charlie Kirks Trauerfeier besuchen wird. Miller, hier mit FBI-Direktor Kash Patel im Oval Office des Weißen Hauses, gilt als radikaler Einflüsterer der Trump-Regierung. Als Gast in der von Vizepräsident J. D. Vance moderierten Folge des Podcasts „The Charlie Kirk Show“ kündigte Miller - im Namen Kirks - einen erbarmungslosen Kampf gegen die politische Linke in den USA an. Daraum habe Kirk persönlich in einer letzten Textnachricht vor seinem Tod gebeten. © afp
US-Außenminister Rubio in Israel
Marco Rubio komplettiert die Reisegruppe des Trump-Kabinetts, die sich am Sonntag auf den Weg nach Phoenix zur Trauerfeier Charlie Kirks macht. Mit der Teilnahme des Außenministers befinden sich drei der ersten sechs Personen, die im Fall eines Ausscheidens von Trump dessen Posten als US-Präsident übernehmen würden, in Arizona. © dpa
Nach dem Attentat auf Charlie Kirk in Utah
Entsprechend groß werden die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Gedenkveranstaltung für Charlie Kirk in Phoenix, Arizona, sein. Bereits nach dem Attentat in Utah waren, wie hier zu sehen, schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz. © imago
Tucker Carlson, der ehemalige Moderator von Fox News.
Nicht nur Politiker nehmen Abschied von Charlie Kirk, sondern auch mehrere Vertreter der politischen Rechten aus der Welt der Sozialen Medien und des Fernsehens. Darunter auch Tucker Carlson, der ehemalige Moderator von Fox News, der Stammgast auf Veranstaltungen von Kirks Organisation Turning Point USA ist. © afp
Kirks Witwe, Erika Kirk, wird wohl ebenfalls an der Trauerfeier für ihren ermordeten Ehemann teilnehmen. Die 36-Jährige, hier gemeinsam mit Vizepräsident JD Vance und seiner Frau Usha, hat bereits kurz nach dem Attentat angekündigt, die politische Arbeit ihres Mannes fortsetzen zu wollen. Am 18. September wurde sie zum neuen CEO von Kirks Organisation Turning Point USA gewählt.
547911086.jpg © Ross D. Franklin/imago
Donald Trump Jr und Bettina Anderson
Die Familie Trump vertritt in Phoenix bei der Trauerfeier für Charlie Kirk neben Familienoberhaupt Donald auch dessen ältester Sohn, Donald Trump Jr. Der 47-Jährige, hier in Begleitung von Lebensgefährtin Bettina Anderson, soll seinen Vater und Kirk miteinander bekannt gemacht und so den Grundstein gelegt haben für die erfolgreiche Zusammenarbeit des damaligen Präsidentschaftskandidaten und des rechten Influencers. © afp
Wandbild von Charlie Kirk in Israel
Doch nicht nur in den USA wird in diesen Tagen an den Tod von Charlie Kirk erinnert. In der israelischen Stadt Ashdod verewigte der Graffiti-Künslter Dudi Shaval den rechten Influencer mit einem Wandbild, das Kirk mit Engelsflügeln zeigt. © imago
Trauer und Hingabe im Arizona Cardinals Stadium: Anhänger des erschossenen rechten Aktivisten Charlie Kirk zeigen ihre Verbundenheit.
Trauer und Hingabe im Arizona Cardinals Stadium: Anhänger des erschossenen rechten Aktivisten Charlie Kirk zeigen ihre Verbundenheit mit dem verstorbenen Turning Point USA-Gründer. © Jae C. Hong/dpa
Imposante Gedenkfeier im State Farm Stadium: Große Leinwände zeigen „Remembering Charlie Kirk“ (1993-2025), während US-Flaggen das Stadion schmücken.
Imposante Gedenkfeier im State Farm Stadium: Große Leinwände zeigen „Remembering Charlie Kirk“ (1993-2025), während US-Flaggen das Stadion schmücken.  © Ross D. Franklin/dpa
Hochkarätige Teilnahme bei Charlie Kirks Trauerfeier: Tesla-Chef Elon Musk und weitere prominente Vertreter der konservativen Bewegung sind zur Gedenkfeier nach Arizona gereist.
Hochkarätige Teilnahme bei Charlie Kirks Trauerfeier: Tesla-Chef Elon Musk und weitere prominente Vertreter der konservativen Bewegung sind zur Gedenkfeier nach Arizona gereist.  © Ross D. Franklin/dpa
Glaube und Politik vereint: Die Trauerfeier für Charlie Kirk verbindet christliche Symbolik mit politischer Botschaft, wie das prominente Kreuz im State Farm Stadium verdeutlicht.
Glaube und Politik vereint: Die Trauerfeier für Charlie Kirk verbindet christliche Symbolik mit politischer Botschaft, wie das prominente Kreuz im State Farm Stadium verdeutlicht. © John Locher/dpa

Das Bild soll Symbolkraft haben: Es ist nicht nur die trauernde Witwe, die Trump umarmt – sondern die gesamte Bewegung im rechtskonservativen Spektrum, die ihr Ehemann mit aufgebaut hatte. Doch das Bild hat Risse. Denn die beiden Hauptfiguren bei der Veranstaltung offenbaren durchaus eine Meinungsverschiedenheit.

Trauerfeier für Charlie Kirk: Donald Trump und Witwe offenbaren Meinungsverschiedenheit

Vor mehr als 60.000 Trauergästen im bis auf den letzten Platz gefüllten Footballstadion nahe Phoenix hatte Erika Kirk, die frühere Miss Arizona, zuvor einen eindringlichen Appell zur Versöhnung gerichtet. Laut US-Medien verfolgten Tausende weitere die Veranstaltung außerhalb auf Großleinwänden. In weißem Hosenanzug und mit einem Kreuz auf der Brust stehend, rief sie die Vereinigten Staaten elf Tage nach dem Attentat auf ihren Mann Charlie Kirk zur Einheit auf.

„Die Antwort auf Hass ist nicht Hass“, erklärte sie der Menge, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Antwort des Evangeliums sei Liebe. Deshalb vergebe sie dem Attentäter. „Das ist es, was Christus getan hat und was Charlie tun würde“, betonte Kirks Witwe.

Der eine will Hass, die andere Vergebung: Donald Trump und Erika Kirk offenbarten bei der Trauerfeier andere Positionen.

Als Erika Kirk auf die Bühne trat und Richtung Himmel blickte, brach Jubel aus. Ihr Mann habe mit seiner Arbeit „Gottes Willen“ erfüllt, sagte seine Witwe. An den Attentäter gerichtet sagte sie: „Dieser junge Mann, ich vergebe ihm“, zitierte sie die Nachrichtenagentur dpa. Die Menge applaudierte ihr, während sie sich die Tränen aus den Augen wischte.

Attentat auf Charlie Kirk: Student erschießt rechten Podcaster in Utah

Ein 22-jähriger Student hatte Charlie Kirk elf Tage zuvor mit einem Schuss bei einer Campus-Veranstaltung in Utah getötet. Ein Tatverdächtiger sitzt bereits in Haft und wurde wegen Mordes angeklagt. Nach Angaben der Ermittler schrieb der Student seiner Partnerin, er habe Kirk getötet, weil er „genug von seinem Hass“ gehabt habe. Kirk beantwortete gerade eine Publikumsfrage, als ihn die Kugel traf. Kirk gründete die einflussreiche Jugendorganisation Turning Point USA, die junge Wähler für Präsident Trumps Kampagne mobilisierte. Er hinterlässt zwei kleine Kinder. Seine Frau Erika Kirk übernahm nach seinem Tod die Leitung der Organisation, die laut der Nachrichtenagentur Reuters auch an Schulen und Hochschulen mit radikalen Positionen um Unterstützer wirbt.

Der Mord verstärkte in den USA zuletzt die Sorge vor wachsender politischer Gewalt und verschärft die Spaltung zwischen den politischen Lagern. Trump nutzte die Tat, um schärfere Forderungen nach einem Vorgehen gegen politische Gegner zu stellen. Auch bei der Trauerfeier schlug er einen harten, unversöhnlichen Ton an – und stellte sich damit direkt gegen die Versöhnungsgeste der Witwe.

„Ich hasse meinen Gegner“: Trump widerspricht live auf offener Bühne der Kirk-Ehefrau

Trump trat bei der rund sechsstündigen Veranstaltung als Schlussredner auf und machte schnell deutlich, dass er diesem Weg nicht folgen würde. Charlie Kirk sei ein „Missionar mit einem edlen Geist“ gewesen, der seine Gegner nicht gehasst habe. „Da stimme ich mit Charlie nicht überein: Ich hasse meinen Gegner, und ich will nicht das Beste für ihn“, bekannte Trump live vor der versammelten Menge, wie der Nachrichtensender ntv berichtete. Dann fügte er mit Blick auf Kirks Ehefrau hinzu: „Sorry, Erika.“

Der Präsident, der während seiner Rede hinter Panzerglas stand, ging noch weiter in seiner Abgrenzung zu Kirks versöhnlichem Ansatz. Anders als Kirk spreche er auch nicht von gegnerischen „Linken“, sondern nenne sie „radikale Linke“, manchmal sogar „radikale linke Spinner“, fuhr Trump laut ntv fort. Trump sagte, Kirk sei von einem „radikalisierten, kaltblütigen Monster grausam ermordet“ worden. An diesem Punkt wandte er sich direkt an die Witwe: „Es tut mir leid, Erika. Charlie ist wütend. Sieh nur, er ist jetzt wütend auf mich“, sagte der Präsident, bevor er Erika Kirk in die Arme nahm und gen Himmel deutete.

Die Trauerfeier offenbarte einen fundamentalen Konflikt zwischen Versöhnung und Vergeltung in der amerikanischen Politik. Während Erika Kirk im Namen ihres verstorbenen Mannes zur Heilung aufrief, nutzte Trump die Bühne für eine Fortsetzung seiner polarisierenden Rhetorik. Er griff nach Angaben der AFP die Wortwahl von George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September auf und nannte das Attentat auf Kirk einen „Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika“. Der Täter habe die Waffe gegen Kirk gerichtet, „aber die Kugel zielte auf uns alle“, betonte Trump.

Demokraten, Medien, linke Radikale: Trump nutzt Kirk-Tod zum Mundtotmachen seiner Gegner

Doch damit endeten die Worte der Einheit. Trump bezeichnete Demonstranten als „bezahlte Agitatoren“, sprach von „Radikalen und ihren Verbündeten in den Medien“ und drohte Chicago erneut mit einem Einsatz der Nationalgarde. Bereits unmittelbar nach Kirks Tod hatte Trump „radikale Linke“ dafür verantwortlich gemacht, ohne Belege zu nennen. Seitdem kündigte er ein verschärftes Vorgehen gegen politische Gegner und kritische Medien an.

Am Vorabend der Trauerfeier hatte Trump Justizministerin Pam Bondi aufgerufen, gegen führende Vertreter der Demokraten vorzugehen, die in der Vergangenheit an Ermittlungen gegen ihn beteiligt waren. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, warnte daraufhin, die USA seien unter Trump auf dem „Weg zur Diktatur“, wie beide Quellen übereinstimmend berichteten.

Die religiös aufgeladene Veranstaltung bot wenige Hinweise darauf, wie die US-Bürger wieder zusammenfinden könnten. Stattdessen riefen einige Redner im Namen Kirks zu einer „spirituellen Kriegsführung“ gegen Andersdenkende auf oder appellierten an die Menge: „Wir haben ein Land zu retten!“. Andere Mitglieder der US-Regierung und teils evangelikal geprägte Redner priesen Kirk als Verkünder von „Gottes Willen“, als „Helden“ und als „Patrioten“. Immer wieder skandierte die Menge „USA, USA!“

USA am Scheidepunkt: Obama warnt vor dem Trump-Treiben

Trump selbst fasste Kirks Verdienste so zusammen: „Unser größter Evangelist für amerikanische Freiheit wurde unsterblich. Er ist jetzt ein Märtyrer für die amerikanische Freiheit“. Trumps Stabschefin im Weißen Haus, Susie Wiles, erinnerte daran, dass Kirk bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr zahlreiche Jungwähler für Trump mobilisiert habe. Sie seien „Charlies Armee“ gewesen, sagte Wiles laut AFP.

Der frühere Präsident Barack Obama hatte Trump bereits nach dem Attentat vorgeworfen, die USA weiter zu polarisieren – statt das Land zu versöhnen. „Wir sind an einem Scheidepunkt“, mahnte Obama mit Blick auf die Stimmung im Land. Die Trauerfeier für Charlie Kirk unterstrich diese Warnung eindrücklich. (Quellen: AFP/DPA/Reuters/ntv) (jek)

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