„Bin keine Populistin“

Madeleine Alizadeh spricht aus, was viele zum Nahostkonflikt denken

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Wie gehen wir mit dem Konflikt und Krieg im Nahen Osten um? Was der Israel-Krieg mit Deutschland macht, zeigt Madeleine Alizadeh.

Israels Militär rückt im Gazastreifen verstärkt mit Panzerverbänden und Kampfflugzeugen gegen die islamistische Hamas vor, weshalb sich die humanitäre Lage für die Menschen dort weiter verschlechtert. Der Israel-Krieg findet nicht nur in Gaza statt, sondern auch in den sozialen Medien. Immer wieder tauchen Videos auf, von denen einige irreführend oder falsch sind (hier fünf Tipps, wie du mit Fake-News zum Krieg in Israel umgehst). Die Unternehmerin @dariadaria findet für diese Situation klare Worte.

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Israel-Krieg: Zwischen humanitärer Katastrophe und Selbstverteidigungsrecht

Über 230 israelische Geiseln sind weiterhin in den Händen der Hamas-Terroristen, die am 7. Oktober 2023 in Israel ein Massaker angerichtet und mehr als 1400 Menschen getötet haben. Weiterhin steigt die Zahl der von israelischen Gegenschlägen getöteten Palästinenser:innen. Nicht überprüfbare Zahlen des von der Hamas kontrollierten palästinensischen Gesundheitsministeriums, sprechen von 8000 Opfern seit Kriegsbeginn.

Der Krieg in Israel (hier erklären wir dir noch einmal ganz kurz den Nahostkonflikt) sorgt für eine humanitäre Katastrophe in Gaza, vor der der Internationale Strafgerichtshof sowohl Israels Regierung und die Hamas warnte. Gleichzeitig hat Israel aber ein Recht, sich gegen den Terror der Hamas zu verteidigen, eine Deutsche in Tel-Aviv erzählt bei BuzzFeed News, wie weh es tut, dass viele Menschen dies nicht anerkennen.

Die Unternehmerin Madeleine Darya Alizadeh spricht auf Instgram darüber, wie sich wegen des Israel-Kriegs alle nur noch anschreien.

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„Ich glaube einfach nicht, dass das Anschreien irgendwas bringt“

Wie kann man mit dieser Situation umgehen? Gar nicht, findet die Unternehmerin und durch Social Media bekannte Madeleine Darya Alizadeh. In einer Instagram-Story vom 29. Oktober benennt sie gleichzeitig das Selbstverteidigungsrecht Israels, die Tatsache, dass Hamas Zivilist:innen als Schutzschilde verwenden und die schreckliche humanitäre Lage in Gaza, wegen der sie einen Waffenstillstand fordert. Das seien die Nachrichten gewesen, die sie daraufhin bekommen habe:

  • „Du verleugnest Genozid [in Gaza].“
  • Du behauptest, Israel würde Zivilist:innen nicht schützen.“
  • „Du legitimierst Gewalt in Gaza.“
  • „Du bist Antisemitin.“


„Ich kann aktuell keine Fakten nennen. Ich kann aktuell keine Spendenaufrufe teilen. Ich kann aktuell NICHTS sagen, ohne von ALLEN Seiten gegenteilige Dinge vorgeworfen zu bekommen“, schreibt sie dazu. Sie verstehe den Wunsch, nach einfachen pauschalisierenden Aussagen zum Israel-Krieg, die spalten, aber „die werdet ihr hier nicht bekommen“, fährt sie fort. „Ich bin keine Populistin“, schreibt Alizadeh.

In ihrer Instagramstory vom 29. und 30. Oktober teilt Madeleine Darya Alizadeh (@dariadaria) welche Nachrichten sie bekommt, wenn sie sich zum Israel-Krieg äußert.

Sie lasse sich weder von der eklatanten Islamfeindlichkeit, noch dem eklatanten Antisemitismus, der aufgrund des Israel-Krieges in Deutschland wieder zunimmt, mitreißen. Deswegen schreie sie auch nicht herum, sondern erinnere nur an die „humanistische Basis“, die ihren „moralischen Kompass“ ausmache. „Wir schreien uns einfach nur noch an. Und ich weiß, dass das aus einem Schmerz raus passiert. Ich sehe euren Schmerz, ich fühle ihn auch. Ich glaube einfach nicht, dass das Anschreien irgendwas bringt.“

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(Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © @dariadaria Instagram Screenshots

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