Westen soll provoziert haben

Putin-Minister wettert in New York: EU und NATO haben Russland längst den Krieg erklärt

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Russland gibt dem Westen die Schuld daran, dass es die Ukraine überfallen hat. Nun heißt es aus dem Kreml sogar, EU und NATO würden längst am Krieg teilnehmen.

New York – Für den Westen ist die Sache klar: Um die Westanbindung der Ukraine zu verhindern, annektierte Kreml-Chef Wladimir Putin 2014 die Krim und ließ prorussische Separatisten die Gebiete im Osten besetzen, um das Nachbarland zu destabilisieren. 2022 folgte schließlich die Invasion seiner Truppen und der seit mittlerweile dreieinhalb Jahre anhaltende Ukraine-Krieg – mutmaßlich mit dem Ziel, in Kiew eine Russland gefügsame Regierung zu installieren.

Sieht sein Land im Krieg mit EU und NATO: Russlands Außenminister Sergej Lawrow weiß genau, was Kreml-Chef Wladimir Putin von ihm hören will.

Um der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen den übermächtig erscheinenden Aggressor beizustehen, unterstützen Deutschland und andere europäische Nationen sowie NATO-Partner aus Übersee sie militärisch, humanitär und moralisch. Dabei soll aber keinesfalls die Rote Linie überschritten werden, ab der Putin die anderen Nationen als Kriegsparteien ansehen könnte. Moskau hat allerdings eine ganz andere Sichtweise auf die Krise, die Kämpfe und das Blutvergießen, sieht vielmehr den Westen als Provokateur.

Russland im Ukraine-Krieg: Putin-Minister sieht Schuld bei EU und NATO

Das verdeutlichte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Auf dem Außenministertreffen der G20 sagte der seit 2004 amtierende Diplomat laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, die NATO und die EU hätten Russland über die Ukraine den Krieg erklärt und würden sich längst daran beteiligen.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Kreml dem transatlantischen Verteidigungsbündnis vorgeworfen, Russland von der Ukraine aus zu bedrohen. Demnach seien im Nachbarland Waffen stationiert, wodurch die eigene Sicherheit gefährdet sei. Offiziell wird der zur militärischen Spezialoperation erklärte Ukraine-Krieg in Moskau damit begründet, die Ukraine solle entmilitarisiert und entnazifiziert werden.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Lawrow warf der NATO und der EU nun auch vor, sich nicht an die Grundsätze der UN-Charta zu halten. Dies sei ein „Ausdruck neokolonialer Ambitionen, der zu einer erhöhten globalen Instabilität führt und regionale Konflikte vervielfacht“.

Lawrow über Ukraine-Krieg: NATO und EU werden von Russland als Teilnehmer betrachtet

Einmal in Fahrt, legte der 75-Jährige mit dem entscheidenden Satz nach: „Ein klares Beispiel ist die Krise in der Ukraine, die vom kollektiven Westen provoziert wurde, durch dessen Hände die NATO und die Europäische Union meinem Land einen echten Krieg erklären wollen, bereits erklärt haben und direkt daran teilnehmen.“ Heißt also: Putin sieht Deutschland und die anderen Ukraine-Unterstützer längst als Kriegsparteien und -gegner an.

Damit aber nicht genug, spannte Lawrow den Bogen zum zweiten eskalierten Konflikt, der den Westen nicht zur Ruhe kommen lässt. „Die Eskalation im Nahen Osten steht in diesem Zusammenhang“, kritisierte Lawrow und sprach von einer „beispiellosen humanitären Katastrophe im Gazastreifen“.

Der scheinbar endlose Kampf um die Ukraine: Hier feuert die Kiewer Armee mit dem Artilleriegeschütz „Bohdana“ in Richtung der russischen Angreifer.

65.000 Menschen sollen bereits gestorben sein, betonte er, einige vor Ort tätige UN-Beamte würden von einer zehnmal höheren Opferzahl ausgehen. „Keiner der Nachbarn Israels kann sich sicher fühlen, das sehen wir jeden Tag“, legte der Putin-Gefolgsmann nach.

NATO contra Russland: Drohnen-Sichtungen sorgen seit Tagen für Aufregung

Lawrows Aussagen fielen zugleich in einer Zeit, in der Drohnen-Sichtungen im Luftraum verschiedener NATO- und EU-Staaten Schlagzeilen machen. Polen aktivierte nach einem Zwischenfall Artikel 4 des NATO-Vertrags, ebenso Estland. Auch Dänemark hat Russland im Verdacht – nicht nur, weil in der Nähe des dänischen Hoheitsgewässers ein Kriegsschiff aus Putins Ostseeflotte aufgetaucht war.

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul fand ebenfalls in New York bereits deutliche Worte. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte der CDU-Politiker, Russland verstehe nur eine Sprache: „Und das ist die Sprache der kraftvollen Verteidigung der europäischen Interessen und der Interessen der Freiheit.“ Zudem warnte er, „wir, die NATO, sind jederzeit zu einer flexiblen Antwort in der Lage“.

Präambel der UN-Charta (von 1945)

Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen,
künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat,
unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen,
Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können,
den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern,
und für diese Zwecke
Duldsamkeit zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben,
unsere Kräfte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren,
Grundsätze anzunehmen und Verfahren einzuführen, die gewährleisten, dass Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und
internationale Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker zu fördern –
haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken.

Quelle: unric.org

Trump mit Botschaft an Putin und NATO: Russland will US-Präsidenten wohl wieder umstimmen

Nicht gefallen haben dürfte Putin vor allem die Botschaft von Donald Trump. Der US-Präsident hatte auf seinem Netzwerk Truth Social mitgeteilt, nachdem er nun die gesamte militärische und wirtschaftliche Situation in Russland und in der Ukraine überblickt habe, glaube er, dass das überfallene Land mit Unterstützung von EU und NATO in der Lage sein sollte, die alten Grenzen aus der Zeit vor dem Krieg wiederherzustellen. Russland wirke auf ihn eher wie ein „Papiertiger“.

Putin und Russland befänden sich in „riesigen ökonomischen Problemen“. Er wünsche beiden Ländern alles Gute, stellte aber auch klar: „Wir werden der NATO weiter Waffen liefern und sie kann damit tun, was sie will.“ Ob hinter diesen Zeilen mehr steckt als eine Provokation Putins, weil dieser Trumps Friedenspläne torpediert, kann nur spekuliert werden.

Lässt seit dreieinhalb Jahren in der Ukraine kämpfen: Kreml-Chef Wladimir Putin beschäftigt sich offenbar besonders mit der EU und mit der NATO.

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, scheint jedenfalls etwas in der Art zu vermuten. Sie sagte der Tass: „Ich denke, es handelt sich um eine Taktik, eine Strategie, ein politisches Manöver, um Gespräche zu erreichen.“ Darauf dürfte Moskau hoffen.

Denn im Kreml ist wohl längst jedem bewusst geworden, dass es Putin im direkten Austausch mit Trump regelmäßig gelingt, Zweifel beim Republikaner zu säen, wer die Schuld daran trägt, dass der Frieden in der Ukraine nicht näherrückt. Dass es da völlig verschiedene Ansichten gibt, hat Lawrow bei seinem Auftritt in Trumps Heimatstadt einmal mehr bewiesen. (Quellen: Tass, dpa, Truth Social) (mg)

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