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Mit Bitcoin für die Rente vorsorgen – Ist das eine gute Idee?

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Kann Kryptogeld die Lösung für Millennials und die Gen Z sein, um der Altersarmut zu entgehen? BuzzFeed News Deutschland hat die Antwort.

Das aktuelle Rentensystem gerät durch mangelnde Beitragszahler:innen an seine Grenzen. Daher ist die frühzeitige Altersvorsorge vor allem für jüngere Generationen ein wichtiges Thema. Laut verschiedenen Erhebungen beschäftigen sich auch immer junge Menschen mit der Rente, wie etwa die Studie „Millennial Money Matters“ zeigt, die das Sparverhalten der in den Jahren 1981 bis einschließlich 1995 Geborenen untersuchte.

Laut ihr geben 37 Prozent der Befragten an, für die Rente zu sparen. Auch zeigte sich, dass 21 Prozent der 25 bis 40 Jahre alten Frauen regelmäßig investieren. Bei den Männern sind es 39 Prozent. Warum Frauen eine andere Beziehung zu Finanzen haben als Männer, erklären wir hier.

Dass das Interesse junger Leute an dem Thema steigt, zeigt eine Umfrage des CFA Institute von Mai 2023: Fast 50 Prozent aller befragten nach 1995 Geborenen gab an, regelmäßig zu investieren. Mehr als 80 Prozent von ihnen sogar schon vor ihrem 21. Lebensjahr. Zum Vergleich: Nur 31 Prozent der Millennials und 14 Prozent der Generation X fingen in diesem Alter an, in Aktien zu investieren.

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Mit Kryptowährung für das Alter vorsorgen?

Aktien, ETF und Social Media – so sorgen junge Menschen für die Rente vor

Aber nicht nur, wann wir beginnen, für den Ruhestand vorzusorgen, hat sich geändert. Auch die Art und Weise, wie wir das tun, wandelt sich. So informieren sich viele über Social-Media-Plattformen wie TikTok über Rente und Finanzen. Laut der Umfrage des CFA Institute hat der einfache Online-Zugang zu Finanzen und Geldanlageprodukten wie Trading-Apps (mit denen du in Aktien für deine Rente investieren kannst) starke Auswirkungen, wie junge Menschen heute mit Geld umgehen. 65 Prozent der Gen Z gaben an, mit Apps zu investieren.

US-amerikanisches Unternehmen glaubt an die Rente mit Bitcoin

Auch Kryptowährungen, die auf einer Blockchain (dezentrales Datenprotokoll) basieren, finden Anklang bei jungen Privatanleger:innen. Sie locken mit hohen Gewinnen bei gleichzeitig einfacher Verwaltung und niedrigen Verwaltungskosten und spielen seit 2009, als die erste Kryptowährung „Bitcoin“ auf den Markt kam, eine Rolle in der Finanzwelt. Aber kannst du dir damit auch eine zuverlässige und gewinnbringende Altersvorsorge aufbauen?

In den USA scheinen die Leute daran zu glauben. So bot der Pensionsfonds „Fidelity“ bereits im April 2022 als erstes großes Finanzdienstleistungsunternehmen seinen Kund:innen an, einen Teil ihrer Altersvorsorge in Bitcoin zu investieren. Das Angebot richtete sich an rund 23.000 US-amerikanische Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiter:innen über Fidelity betrieblich geförderte Altersvorsorge-Sparpläne anboten. Deren Mitarbeiter:innen können seitdem Bitcoins kaufen und damit im Depot für die Rente sparen.

Mehr zum Thema: Wusstest du, dass dir dein Arbeitgeber Geld für die Rente schenken muss?

Deutsche Expert:innen raten ab

Anlageexpert:innen der R+V Versicherung sagen: „In der Altersvorsorge ist es wie mit so vielem im Leben: Was auf mehreren Beinen steht, steht häufig stabiler.“ Wer einen Wunsch nach finanzieller Flexibilität habe und gleichzeitig eine gewisse Risikobereitschaft sowie Interesse an Investments mitbringe, der könne als eines von mehreren Standbeinen das Investieren in Kryptowährungen wie Bitcoin in Betracht ziehen. Die alleinige Rentenvorsorge sollte man darauf aber nicht aufbauen, denn Kryptowährungen wie Bitcoin seien deutlich volatiler als viele andere Investmentprodukte.

Daher sei es auch deutlich schwieriger vorherzusagen, wie sie sich bis zum Rentenalter entwickeln werden. Eine Investmentstrategie, die einen im Alter absichern soll, müsse aber eine gewisse Stabilität mit sich bringen. Da langfristig noch völlig unklar sei, wohin sich der Trend entwickeln wird, sind laut R+V Versicherung Kryptowährungen als Altersvorsorge keine gute Idee.

Wie viel weißt du über das Thema Rente? Finde es in unserem Quiz heraus!

Rubriklistenbild: © Addictive Stock/IMAGO

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