„Wir. Schauen. Zu.“

NATO sendet Botschaft an Putin: Russisches U-Boot vor Frankreichs Küste entdeckt

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Vor der französischen Küste taucht ein U-Boot aus Russland auf. Die NATO reagiert entschieden. Und sie hat eine klare Botschaft an Wladimir Putin.

Brest - Es ist die nächste Moskau-Provokation gegen die Verteidigungsallianz NATO. Eine französische Fregatte hat vor der Nordküste Frankreichs ein U-Boot aus Russland aufgespürt. Das teilte das NATO Maritime Command (Marcom) beim Kurznachrichtendienst X mit. Demnach wurde das russische U-Boot vor der Küste der Bretagne entdeckt. Fotos, die das Militärbündnis veröffentlichte, zeigen ein aufgetauchtes U-Boot vor beschriebener französischer Fregatte.

Moskau-Machthaber: der russische Autokrat Wladimir Putin.

Das Marcom schrieb zu seinem Posting bei X (siehe unten): „Wir. Schauen. Zu. Eine französische Fregatte hat bei der Überwachung der NATO-Gewässer ein russisches U-Boot aufgespürt. Die NATO ist bereit, unser Bündnis mit ständiger Wachsamkeit und maritimer Aufmerksamkeit über den Atlantik hinweg zu verteidigen.“ Ob sich das U-Boot bereits in französischen Hoheitsgewässern befand, oder in internationalen Gewässern, geht aus dem Social-Media-Beitrag indes nicht hervor.

Wladimir Putins Provokationen: NATO geht gegen Russland-U-Boot vor

Immer wieder testet das Regime des Kreml-Autokraten Wladimir Putin im Umfeld von Ukraine-Krieg und zunehmender internationaler Spannungen die Verteidigungsallianz. Die NATO forciert deshalb ihre Abschreckung gegen Putin, während die Russland-nahe ungarische Regierung im Militärbündnis wegen ihrer Ukraine-Kritik für Unruhe sorgt. Zuletzt hatte es verdächtige Drohnen-Überflüge in Deutschland, Dänemark, Polen, Norwegen und Rumänien gegeben.

Sowie russische Luftraum-Verletzungen mit Kampfjets über dem baltischen Estland. Diesmal sorgten die russischen Streitkräfte nicht im Ostseeraum für Aufruhr, sondern im Atlantik. Russische U-Boote sind hier seit Langem aktiv, etwa auch im Mittelmeer. Die NATO hat ihre Gangart gegen Russland nach den jüngsten Provokationen jedoch verschärft. Unklar ist, ob das russische U-Boot vor Frankreich auf eigene Entscheidung hin aufgetaucht ist oder zum Auftauchen veranlasst wurde.

Aktuell erhöht auch US-Präsident Donald Trump den Druck auf Putins Regime durch mögliche Tomahawk-Lieferungen an die Ukraine. Und dennoch ist kein Einlenken aus dem Kreml erkennbar. Und die NATO diskutiert den möglichen Abschuss russischer Kampfjets bei weiteren Luftraum-Verletzungen, wovon auch die Luftwaffe der deutschen Bundeswehr mit ihren Pilotinnen und Piloten betroffen wäre.

Paris und Moskau: Spannungen wegen Wladimir Putins mutmaßlichen „Schattentanker“

Zur See kontrolliert für das Militärbündnis beschriebenes Allied Maritime Command mit seinem Hauptquartier in London. Das Marcom übt seit 2012 das Kommando über die alliierten Seestreitkräfte aus. Die Marinebasis Brest (französisch: Base Navale de Brest) in der Bretagne ist neben Toulon am Mittelmeer einer von zwei Hauptstützpunkten der Marine Nationale, der französischen Marine.

Jüngst hatte die französische Marine laut der französischen Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) einen von Putins „Schattentankern“ festgesetzt, was der Kreml deutlich kritisierte. Putin warf Frankreich laut Kyiv Post daraufhin „Piraterie“ vor. Paris gilt ferner als großer Unterstützer der Ukrainer bei deren Verteidigung gegen den russischen Überfall. (Quellen: X, Focus Online, AFP, Kyiv Post) (pm)

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