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Teresa Toth
Bona Hyun
Stephanie Munk
Franziska Schwarz
Sandra Kathe
Putin überhört laut Experten Ratschläge seines Militärs. In Bachmut und Cherson gehen russische Angriffe weiter. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
- Sturm auf Bachmut: Der Ort im Osten der Ukraine wiederholt unter Beschuss
- Prigoschin lobt „Heldentum“: Sohn von Putins Sprecher soll für Wagner-Söldner gekämpft haben
- „Ukraine braucht zehnmal mehr“: Melnyk fordert stärkere Militärhilfen gegen Russland
- Kriegsrechtfertigung: Der Kreml behauptet, die Nato würde die Ukraine „verschlingen“ wollen
Update vom 24. April, 10.55 Uhr: Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.
Update vom 24. April, 7.42 Uhr: In der durch Russland annektierten Region Luhansk sind zum wiederholten Mal Soldaten der russischen Armee mit Kämpfern der pro-russischen Wagner-Gruppe aneinandergeraten. Das berichtete der ukrainische Generalstab am Sonntag (23. April) in seiner abendlichen Lagebesprechung. Den Angaben der ukrainischen Militärführung zufolge war eine Auseinandersetzung zu einer Schießerei eskaliert. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet, habe es bei dem Vorfall in der Kleinstadt Stanyzja Luhanska Tote auf beiden Seiten gegeben.
Nach ukrainischen Angaben zeigten Situationen wie diese, dass auf russischer Seite zunehmend Frustration über die Lage in der Ukraine herrsche. Die Soldaten der russischen Armee und die Wagner-Kämpfer versuchten deshalb „die Verantwortung für eigene taktische Fehleinschätzungen und Verluste“ auf den jeweils anderen zu übertragen.
Ukraine-Krieg: Chinesischer Botschafter irritiert mit Aussagen zur Sowjetgeschichte
Update vom 23. April, 22.48 Uhr: Chinas Botschafter in Frankreich, Lu Shaye, hat mit dem Infragestellen der Souveränität ehemaliger Sowjetrepubliken wie der Ukraine in Europa Verärgerung ausgelöst. Gegenüber dem Nachrichtensender LCI sagte er am Freitag (21. April), die nach dem Kalten Krieg aus der Sowjetunion hervorgegangenen Länder hätten „keinen wirksamen Status nach internationalem Recht, weil es kein internationales Abkommen gibt, das ihren Status als souveräne Nationen bestätigt“. Auf die Frage, ob die Krim ukrainisch sei, hatte Lu auf LCI geantwortet, dies hänge davon ab, „wie man das Problem betrachtet. Es gibt eine Geschichte. Die Krim war zu Beginn russisch.“
Der ukrainische Präsidentenberater Michailo Podoljak widersprach Lu öffentlich. Der Status von Ex-Sowjetrepubliken wie der Ukraine sei sehr wohl „im internationalen Recht verankert“, sagte er dem Sender LCI. Er wies außerdem Lus Interview-Äußerungen über die 2014 von Russland besetzte und annektierte ukrainische Halbinsel Krim zurück. Es sei „seltsam, eine absurde Version der ‚Geschichte der Krim‘ vom Repräsentanten eines Landes zu hören, das keine Skrupel hinsichtlich seiner tausendjährigen Geschichte hat“. Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell kritisierte Lus Behauptungen als „inakzeptabel“.
Ukraine-Krieg: Lawrow empört über US-Entscheidung
Update vom 23. April, 20.08 Uhr: Russland hat die Entscheidung der USA, russischen Journalisten für ihre geplante Reise zur Sitzung des UN-Sicherheitsrats keine Visa auszustellen, scharf kritisiert. „Wir werden nicht vergessen, wir werden nicht vergeben“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Sonntag (23. April) und sprach von einer „feigen“ Entscheidung.
Russland hatte im April den turnusmäßigen Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernommen. Lawrow wird mehrere Sitzungen des höchsten UN-Gremiums am Hauptsitz der UNO in New York leiten. Nach Angaben des russischen Vize-Außenministers Sergej Riabkow hatten die USA trotz „mehrfacher Kontakte in den vergangenen Tagen“ den Journalisten, die Lawrow auf seiner Reise in die USA begleiten wollten, „keine Visa ausgestellt“. Dies sei eine „skandalöse und absolut inakzeptable Methode“, sagte Riabkow. Russland werde Wege finden, „um darauf zu reagieren, damit die Amerikaner sich lange daran erinnern, dass das nicht geht“, fügte er nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen hinzu.
News im Ukraine-Krieg: Insgesamt 45 Angriffe auf Bachmut
Update vom 23. April, 19.40 Uhr: Wie der Generalstab in Kiew in seinem Lagebericht am Abend mitteilte, haben russische Truppen am Sonntag zahlreiche Angriffe gegen die Städte Awdijiwka und Bachmut im Osten der Ukraine geführt. Insgesamt seien dort rund 45 Angriffe unter Verlusten für den Gegner abgeschlagen worden. In Cherson im Süden der Ukraine seien 35 Ortschaften von russischer Artillerie beschossen worden.
Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten




Russland berichtet dagegen von ukrainischen Artillerieangriffen auf die Stadt Donezk im Donbass – sie sei am Sonntag (23. April) mindestens fünf Mal beschossen worden, hieß es bei der russischen Staatsagentur Tass. Über die Auswirkungen dieser Angriffe wurden keine Angaben gemacht.
Ukraine-Krieg: Zivilist bei Angriffen in Cherson getötet
Update vom 23. April, 18.45 Uhr: Die ostukrainische Stadt Charkiw geriet am Sonntag (23. April) unter Beschuss. Wie ukrainische Behörden meldeten, feuerten russische Einheiten mindestens fünf S-300-Raketen auf die zweitgrößte Stadt des Landes und die umliegenden Gebiete ab. Dabei seien eine Industrieanlage und Wohnhäuser beschädigt worden, wie Gouverneur Oleh Synjehubow bekannt gab.
In Cherson wurde ein Zivilist bei russischen Angriffen getötet, zwei weitere Menschen erlitten Verletzungen. Nach Angaben des Gouverneurs Oleksandr Prokudin setzte das russische Militär Artillerie, Drohnen und Kampfflugzeuge ein und griff insgesamt 54-mal an.
Ukraine-Krieg: Moskau meldet Fortschritte in Bachmut
Update vom 23. April, 17.39 Uhr: Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau haben die russischen Einheiten in der strategisch wichtigen Stadt Bachmut im Osten der Ukraine weitere Bodengewinne erzielt. Demnach haben sie zwei weitere Straßenblöcke im Westen eingenommen. Luftlandeeinheiten im Norden und Süden der ostukrainischen Stadt sollen die Bodentruppen zudem verstärken.
News im Ukraine-Krieg: Russische Truppen bereiten Angriff auf Wuhledar vor
Update vom 23. April, 16.28 Uhr: Nach Einschätzung ukrainischer Militärs bereiten sich russische Truppen erneut darauf vor, die Stadt Wuhledar anzugreifen. In den letzten Tagen wurde der Ort im Südwesten der Oblast Donezk mehrmals unter schweren Beschuss genommen, berichtete der regionale Militärsprecher Olexij Dmitraschkowski am Sonntag im ukrainischen Staatsfernsehen. Am Samstag allein wurde die Stadt sechsmal von der russischen Luftwaffe angegriffen.
Ukraine-Krieg: Lula fordert erneut Verhandlungen
Update vom 23. April, 15.16 Uhr: Trotz Kritik aus dem Westen hat Brasiliens Staatschef Lula da Silva die Ukraine erneut aufgerufen, sich zur Beendigung des russischen Angriffskriegs zu Friedensverhandlungen mit Moskau bereitzuerklären. „Ebenso wie meine Regierung die Verletzung der territorialen Integrität der Ukaine verurteilt, treten wir für eine politische Verhandlungslösung für den Konflikt ein“, sagte Lula am Samstag nach einem Treffen mit dem portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa in Lissabon.
Ukraine-Krieg: Putin lässt sich nicht beraten
Update vom 23. April, 12.56 Uhr: Das russische Militär dringt laut Fachleuten nicht mehr zu Wladimir Putin vor. Es empfehle dem Kremlchef vergeblich, sich auf eine Verteidigung von Stellungen zu konzentrieren. Vor der geplanten ukrainischen Großoffensive gebe es immer wieder verlustreiche Angriffe, die kaum Gebietsgewinne brächten, berichtete das US-Institut für Kriegsstudien (ISW).
„Dass weiter auf russische Offensiven im Osten der Ukraine bestanden wird, lässt darauf schließen, dass die Gruppe, die den Krieg entlang der aktuellen Frontlinien einfrieren will, Putin nicht vollends von ihrer Sichtweise überzeugt hat“, hieß es in der ISW-Analyse. Die Fachleute vermuten, dass das Verteidigungsministerium in Moskau sich zuletzt auch deshalb immer wieder offen mit Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin arrangierte, um über ihn zu Putin vorzudringen. Der Söldner-Chef gilt als enger Vertrauter Putins – und als Mann offener Worte.
Ukraine-Krieg: Russland wirbt um „echte Männer“ für das Militär
Update vom 23. April, 11.03 Uhr: Auf der Suche nach Freiwilligen für das Militär appelliert Russland nun an die „Männlichkeit“ möglicher Rekruten. Das berichtete die britische Regierung in seinem jüngsten Geheimdienst-Update. Das Verteidigungsministerium in Moskau werbe mit einer allgegenwärtigen Kampagne in den sozialen Netzwerken sowie auf Werbetafeln und im Fernsehen um Freiwillige. Die neuen Anzeigen sprechen demnach den „maskulinen Stolz“ und „echte Männer“ an. Auch die finanziellen Vorteile einer Rekrutierung würden herausgestellt.
Ukraine-Krieg: Sohn von Putins Sprecher soll für Wagner-Söldner gekämpft haben
Update vom 23. April, 7.59 Uhr: Der Sohn von Kremlsprecher Dmitri Peskow hat im Ukraine-Krieg an der Seite der Wagner-Söldner gekämpft – das behauptet nun deren Chef Jewgeni Prigoschin. Peskow habe sich selbst an ihn gewandt, teilte Prigoschin am Samstag (22. April) mit. Er riet dem Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin demnach, seinen Sohn nicht in die regulären Truppen des Verteidigungsministeriums zu schicken. Der Wagner-Chef kritisiert immer wieder die schlechte Ausrüstung und mangelhafte Ausbildung und Führung der Soldaten.
Peskows Sohn habe nach einer Ausbildung von drei Wochen unter falschem Namen als Artillerist im umkämpften Gebiet Luhansk gedient, sagte Prigoschin, der den Einsatz als vorbildlich lobte. Die Kinder der meisten Vertreter der russischen Elite drückten sich vor dem Kriegseinsatz. „Die Eltern verstecken sie“, klagte der 61-Jährige. Die Söhne würden an die Uni geschickt, wo sie freigestellt seien vom Dienst an der Waffe. Dagegen würden die Kinder von Arbeitern in dem Krieg sterben.
Prigoschin legte keine Belege für den Einsatz des Peskow-Sohnes vor, der lange in Großbritannien gelebt hatte und mit westlichen Sanktionen belegt ist. Auch eine Reaktion von Peskow, der sonst schnell reagiert, gab es zunächst nicht auf die auch von Staatsmedien aufgegriffene Nachricht. Prigoschin sagte, dass Peskow versucht habe, seinem Sohn den Kriegseinsatz auszureden.
Niemand in der Truppe habe von der Aktion gewusst. „Darüber habe nur ich Bescheid gewusst und der Chef des Kaderdienstes“, sagte Prigoschin. „Er hat Mut und Heldentum gezeigt – genauso, wie alle.“ Jetzt sei der Sohn von Peskow nach sechs Monaten Dienst im Urlaub. Der Wagner-Chef wirbt immer wieder damit, dass er seine Kämpfer besser behandele, ausrüste und bezahle als die reguläre russische Armee ihre Soldaten.
Ukraine-Krieg: Kämpfe konzentrieren sich auf Bachmut
Update vom 23. April, 6.32 Uhr: Im Osten der Ukraine konzentrieren sich die Kämpfe weiter auf das Gebiet Donezk. Dort ist die Stadt Bachmut am schwersten umkämpft. Trotz der jüngsten Fortschritte russischer Kampfeinheiten will Präsident Selenskyj die weitgehend zerstörte, aber strategisch wichtige Stadt nicht aufgeben, weil er andernfalls einen Durchbruch der Russen noch tiefer ins Landesinnere befürchtet.
Ukraine-Krieg: Melnyk fordert stärkere Militärhilfen gegen Russland
Update vom 22. April, 20.51 Uhr: Der ukrainische Vizeaußenminister Andrij Melnyk hat eine Verzehnfachung der westlichen Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg gefordert. „Wir sind unseren Verbündeten dankbar für ihre militärische Hilfe. Aber das ist nicht genug“, schrieb der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland am Samstagabend auf Twitter. „Die Ukraine braucht zehnmal mehr, um die russische Aggression dieses Jahr zu beenden.“ Bisher hätten alle Verbündeten zusammen 55 Milliarden US-Dollar (50 Milliarden Euro) bereitgestellt. Es brauche aber das Zehnfache, betonte der Diplomat.
Die Partner im Westen sollten endlich aufhören, künstliche rote Linien zu ziehen und dann ein Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgeben, verlangte Melnyk. Das wären allein im Fall von Deutschland mehr als 35 Milliarden Euro. Der ukrainische Diplomat meinte, dass die Beträge verglichen mit dem Zweiten Weltkrieg gering seien. „Die Verbündeten sollten das Ausmaß dieses Krieges begreifen“, mahnte Melnyk, der zu dem Thema auch in einer ukrainischen Fernsehtalkshow auftrat.
„Vergeltungsmaßnahme“: Russland kündigt Ausweisung von 20 deutschen Diplomaten an
Update vom 22. April, 15.52 Uhr: Russland hat die Ausweisung von mehr als 20 deutschen Diplomaten angekündigt. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete dies am Samstag im Sender Swesda in Moskau als Vergeltungsmaßnahme für die „erneute massenhafte Ausweisung von Mitarbeitern der russischen diplomatischen Vertretungen in Deutschland“.
Das Auswärtige Amt in Berlin sprach seinerseits nicht von Ausweisungen von russischen Diplomaten, dort hieß es am Samstag aber, dass die Bundesregierung und die russische Seite „in den vergangenen Wochen zu Fragen der personellen Besetzung der jeweiligen Auslandsvertretungen in Kontakt“ gestanden hätten.
Ukraine–Krieg: Mit Sondergenehmigung – Russische Maschine fliegt von Moskau nach Berlin
Update vom 22. April, 11.51 Uhr: Eine russische Maschine ist heute mit Sondergenehmigung aus Moskau nach Berlin geflogen. Das Flugzeug habe eine sogenannte Diplomatic Clearance gehabt, sagt ein Sprecher der Luftwaffe auf Anfrage der dpa. Zur Fracht oder zu Passagieren machte er keine Angaben. Nachdem die EU im Februar 2022 die Flughäfen und den Luftraum der EU für alle russischen Luftfahrtunternehmen gesperrt hat, sind russische Maschinen seltene Gäste. Der Flug weckte am Samstag Interesse und wurde in sozialen Medien diskutiert. Es kann aber angenommen werden, dass es sich um einen Flug von Diplomaten handelt.
Ukraine-Krieg: Kiew bereitet für Offensive gegen Putin neue Brigaden vor: „Front hat oberste Priorität“
Update vom 22. April, 10.40 Uhr: Als Chef der berüchtigten russischen Privatarmee Wagner will Jewgeni Prigoschin auch in Afrika seinen Einfluss erweitern. Dort mischt die Wagner-Gruppe seit Jahren in vielen Konflikten und Machtkämpfen mit. „Ob die militärische Spezialoperation (in der Ukraine) erfolgreich läuft oder misslingt - in jedem Fall muss Russland auf der internationalen Bühne präsent sein, diplomatisch und militärisch“, sagt der 61-Jährige Medienberichten zufolge mit Blick auf Afrika. Es gehe ihm um eine „eine Befreiung des afrikanischen Kontinents von westlichen Besatzern“.
Update vom 22. April, 07.23 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor dem Hintergrund der erwarteten Gegenoffensive Kiews vom Aufbau neuer Militäreinheiten berichtet. „Wir bereiten auch aktiv neue Brigaden und Einheiten vor, die sich an der Front bewähren werden“, sagte der 45-Jährige gestern in seiner täglichen Videoansprache.
Bei seinen Besprechungen mit dem Generalstab gehe es um die Bereitstellung aller Mittel für die Befreiung der Ukraine von der russischen Besatzung. „Wir alle in der Ukraine müssen verstehen, dass die Hauptaufgabe des Staates die Befreiung unserer Gebiete, das Zurückholen unserer Erde und unserer Menschen aus russischer Gefangenschaft ist.“ Die staatlichen Ressourcen würden vor allem dafür aufgewendet, sagte der Staatschef. Die Front habe oberste Priorität, betonte er.
Update vom 22. April, 06.19 Uhr: Spanien will der Ukraine nach Aussage von Außenminister José Manuel Albares in den kommenden Tagen sechs von insgesamt zehn zugesagten Leopard-Panzern liefern. „Danach wird es ein zweites Paket mit vier weiteren Panzern geben“, sagt Albares den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es handelt sich dabei um Leopard-Panzer des älteren Typs 2A4. „Wir werden die Ukraine so lange unterstützen, wie sie es braucht“, so Albares. „Das umfasst humanitäre Hilfe, die Aufnahme von Flüchtlingen und die Lieferung von Defensivwaffen.“
Update vom 21. April, 22.15 Uhr: Nach dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein hat die Ukraine ihren Wunsch nach westlichen Kampfjets bekräftigt. Er sei sich sicher, dass Kiew für seine Luftverteidigung von den Verbündeten moderne Kampfjets „nach Nato-Standard“ erhalten werde, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow am Freitag nach den Gesprächen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigte sich zuversichtlich, dass Kiew weitere von Russland besetzte Gebiet zurückerobern werde. Deutschland, die Ukraine und Polen einigten sich derweil auf die Einrichtung eines gemeinsamen Reparaturzentrums für Leopard-2-Panzer.
Zur von Kiew seit Monaten geforderten Lieferung westlicher Kampfjets sagte der ukrainische Verteidigungsminister Resnikow, dafür sei noch Zeit nötig. Er sei indes sehr zufrieden mit den Gesprächen in Ramstein, sagte Resnikow im ZDF-„heute journal“. Er habe die „Prioritäten der Ukraine“ präsentieren und berichten können, welche Hilfe seine Regierung erwarte. Dazu gehörten derzeit keine Langstreckenwaffen, um russisches Staatsgebiet anzugreifen. Es existierten auf ukrainischem Gebiet „genug Ziele“ der russischen Armee, „damit wir das russische Militärpotential vernichten können“.
Ukraine-Krieg: Putin tauscht Flottenkommandeure aus
Update vom 21. April, 18.44 Uhr: Russlands Flottenverbände in der Ostsee und im Pazifischen Ozean haben jeweils einen neuen Kommandeur bekommen. Der bisherige Chef der Ostseeflotte, Admiral Viktor Liina, leitet nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax vom Freitag nun die Pazifikflotte. „Der stellvertretende Generalstabschef, Vize-Admiral Wladimir Worobjow, ist zum Kommandeur der Ostseeflotte ernannt worden. Die entsprechenden Dokumente sind unterzeichnet“, berichtete Interfax unter Berufung auf Militärkreise weiter.
Die Ablösung des bisherigen Chefs der Pazifikflotte, Sergej Awakjanz, war am Donnerstag bekannt geworden. Resonanz rief die Neuigkeit vor allem im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt hervor: Erst vor wenigen Tagen hatte die Pazifikflotte ein unangekündigtes Großmanöver gestartet. Obwohl Präsident Wladimir Putin im Kreml bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu den Ablauf der Übungen lobte, wurde Awakjanz noch vor deren Ende beurlaubt.
Offiziell wurde der 65 Jahre alte Awakjanz wegen des Erreichens der Altersgrenze pensioniert. Unabhängige Medien wiesen hingegen auf die hohen Verluste hin, die Teile der Flotte unter Awakjanz‘ Führung in der Ukraine erlitten haben sollen. Künftig soll er einen Stab für die militärisch-sportliche und die patriotische Ausbildung leiten
Ukraine-Krieg: Russland erlässt Haftbefehl gegen ukrainischen Geheimdienstchef
Update vom 21. April, 17.00 Uhr: Ein russisches Gericht hat einen Haftbefehl gegen den Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, erlassen. Dem Spionagechef wird vorgeworfen, „terroristische Anschläge“ in Russland organisiert zu haben, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur RIA. Das Verfahren gegen ihn wurde „in Abwesenheit“ angekündigt, womit offensichtlich eingeräumt wurde, dass Budanow nicht sofort festgenommen werden kann.
Budanow hat indes ironisch auf seine „Verhaftung in Abwesenheit“ in Russland reagiert und versprochen, noch besser gegen die russischen Streitkräfte zu arbeiten. „Es war irgendwie peinlich, dass es dort keine Entscheidungen über mich gab. Ich bin zufrieden. Das ist ein guter Indikator für unsere Arbeit, und ich verspreche, noch besser zu arbeiten“, sagte der Spionagechef zur Ukrainska Pravda.
Ukraine-Krieg: Kreml sieht sich nach Nato-Besuch in Kiew bestätigt
Update vom 21. April, 15.15 Uhr: Russland hat den Besuch von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Kiew kritisiert – und als weitere Rechtfertigung für den seit 14 Monaten andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine genutzt. „Die Nato setzt offensichtlich ihren Kurs fort, die Ukraine zu verschlingen und in das Bündnis zu ziehen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag laut Nachrichtenagentur Interfax. Mit Blick auf den vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordneten Einmarsch ins Nachbarland sagte Peskow weiter: „All das zeigt einmal mehr jedem, der zumindest ein wenig Denkvermögen hat, die Richtigkeit der Entscheidung des Präsidenten über den Anfang dieser Operation.“
Ein offizielles Kriegsziel des Kremls lautet, eine Nato-Mitgliedschaft des Nachbarlands zu verhindern – auch wenn dieses als souveräner Staat grundsätzlich das Recht auf freie Bündniswahl hat. Ungeachtet dessen stand ein Beitritt der Ukraine vor Beginn der russischen Invasion keinesfalls unmittelbar bevor. Einen baldigen Beitritt mitten in Kriegszeiten wiederum hat Stoltenberg mehrfach indirekt ausgeschlossen.
Ukraine-Krieg: Explosionen in Russland „werden sich häufen“
Update vom 21. April, 13.45 Uhr: Nach einer versehentlich durch einen Kampfjet ausgelösten Explosion in der russischen Großstadt Belgorod hat sich ein ukrainischer Militär zu dem Vorfall geäußert. „Solche Bomben hätten auch anderswo fallen können“, sagte Jurij Ihnat, Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, in einer ukrainischen Nachrichtensendung. Die Russen würden „alles überstürzen“ – entsprechende Unfälle seien daher keine Überraschung. Belgorod werde daher nicht der einzige russische Ort bleiben, an dem Bomben fallen werden. „Solche Vorfälle werden sich häufen“, sagte Ihnat.
Ukraine-Krieg: Stoltenberg kann sich Kampfjet-Lieferungen vorstellen
Update vom 21. April, 12.18 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich am Rande der Gespräche der Ramstein-Gruppe dafür ausgesprochen, weiter über Kampfjets für die Ukraine zu debattieren. Bislang hat das Land aus dem Westen lediglich Kampfjets sowjetischer Bauart vom Typ MiG-29 erhalten. Bei seinem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj in Kiew habe dieser gesagt, dass die Ukraine weitere Waffen brauche, so Stoltenberg. Darunter seien laut dem ukrainischen Präsidenten auch Jets und Luftverteidigungssysteme gewesen.
Stoltenberg machte auch deutlich, dass er die Diskussion über weitere Waffenlieferungen aktuell für deutlich wichtiger hält als die Planungen für einen Nato-Beitritt der Ukraine. Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein tagt aktuell die internationale Ukraine-Kontaktgruppe.
Ukraine-Krieg: Russische Medien unterschätzen laut Geheimdienst Gegenoffensive
Update vom 21. April, 10.29 Uhr: Russische Online-Medien überbewerten nach Einschätzung britischer Militärexperten absichtlich die Bedeutung der Bodenbeschaffenheit für die erwartete ukrainische Gegenoffensive. Das geht aus dem jüngsten Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg hervor.
Demnach verlangsamt Schlamm militärische Einsätze auf beiden Seiten. Die Auswirkung auf die ukrainische Offensive werde von russischer Seite aber überbewertet, um die eigene Moral zu heben, so die Briten. „Die Bodenbeschaffenheit dürften sich in den kommenden Wochen verbessern“, hieß es weiter.
Ukraine-Krieg: Russland greift wieder mit Drohnen an – auch Kiew betroffen
Update vom 21. April, 9.30 Uhr: Knapp einen Monat hatte die ukrainische Hauptstadt Kiew Ruhe. Nun haben sie in der Nacht zu Freitag (21. April) wieder russische Kampfdrohnen getroffen. Das teilte der ukrainische Generalstab mit. Acht der landesweit insgesamt zehn Angriffe hätten abgewehrt werden können. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Über mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt.
Ukraine-Krieg: Nato-Beitritt für Kiew? Pistorius empfiehlt „kühlen Kopf und heißes Herz“
Update vom 21. April, 8.18 Uhr: Die Ukraine will in die Nato. Wann wird Kiew der Wunsch erfüllt? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte das westliche Militärbündnis am Donnerstagabend (20. April) aufgefordert, auf ihrem Gipfel im Juli den Weg freizumachen. Verteidigungsminister Boris Pistorius indes geht davon aus, dass die Entscheidung erst nach Ende des russischen Angriffskriegs fällt.
Man müsse „jetzt erstmal diesen Konflikt, diesen Angriff abwehren, und dann in der neuen Zeit muss man diesen Schritt genau abwägen“, sagte der SPD-Politiker in der jüngsten Ausgabe von „Maybrit Illner“ (ZDF). Das sei keine Frage, „die man jetzt mal eben so aus Solidarität trifft“, weil der Schritt eben Wirkung habe. „Da muss man mit kühlem Kopf und heißem Herzen entscheiden und nicht umgekehrt.“
Ukraine-Krieg: Russlands Außenminister Lawrow dankt Kuba für „Verständnis“
Update vom 21. April, 7.29 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die letzte Station seiner Lateinamerika-Reise absolviert: Kuba. In Havanna traf er mit seinem Amtskollegen Bruno Rodríguez zusammen. Dort dankte Lawrow der kommunistischen kubanischen Regierung für ihr „Verständnis“ für das russische Vorgehen im Ukraine-Konflikt.
„Wie wissen es zu schätzen, dass von Beginn unserer militärischen Spezialoperation an unsere kubanischen Freunde (...) ihr volles Verständnis ausgedrückt haben“, sagte Lawrow nach Angaben seines Ministeriums am Donnerstag (20. April).
Ukraine-Krieg: Pistorius äußert sich zu ukrainischen Angriffen auf russisches Territorium
Update vom 21. April, 5.52 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius hält begrenzte Angriffe der Ukraine auf russisches Territorium im Kampf gegen die Invasion für akzeptabel. Es sei „völlig normal“ in so einer militärischen Auseinandersetzung, „dass auch der Angegriffene ins gegnerische Territorium vorgeht, um beispielsweise Nachschubwege zu unterbinden“, sagte der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.
„Solange keine Städte, keine Zivilisten, keine zivilen Bereiche attackiert werden, wird man das notgedrungen akzeptieren müssen. Nicht gern, aber es gehört dazu, um Nachschubwege beispielsweise zu unterbinden.“
Mit Blick auf den Zustand der russischen Armee sagte Pistorius: „Wir wissen, dass das, was an Material jetzt nachgeschoben wird aus den Depots, teilweise in erbärmlichem Zustand ist. Teilweise buchstäblich steinalt – Panzer aus den 50er und 60er Jahren.“
News zum Ukraine-Krieg: Putin setzt Gouverneur in Sibirien ab
Update vom 20. April, 19.50 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Gouverneur der Region Krasnojarsk in Sibirien, Alexander Uss, abgesetzt. Zum Nachfolger ernannte der Kremlchef Michail Kotjukow. „Ich bin sicher, dass die Geschäftsübergabe sachlich und kameradschaftlich verläuft“, sagte Putin in einer Videoschalte. Der bisherige Gouverneur war seit 2018 im Amt. Der 68-Jährige hat nach eigenen Angaben ein Angebot, in die nationale Politik zu gehen. Im Herbst sollen Neuwahlen für den Gouverneursposten stattfinden.
Kürzlich hatte der Sohn des bisherigen Gouverneurs, Artjom Uss, international Schlagzeilen gemacht. Der Geschäftsmann wurde Ende März in Italien verhaftet und in Hausarrest genommen, weil er die westlichen Sanktionen gegen Russland infolge des Ukraine-Kriegs umgangen haben soll. Dann floh er jedoch und tauchte in Moskau wieder auf. Vermutet wird, dass ihm die russischen Geheimdienste dabei geholfen haben.
News zum Ukraine-Krieg: Wagner-Gruppe forderte offenbar Waffen aus China
Update vom 20. April, 17 Uhr: Laut den geleakten US-Dokumenten hat die russische Söldnertruppe Wagner Anfang 2023 Waffen von China gefordert. China soll diese Forderung jedoch abgelehnt haben, berichtete die britische Zeitung Financial Times unter Verweis auf die Dokumente. Peking habe Wagner nicht einmal Testwaffen geliefert und auch keinen Kontakt mit Blick auf die Lieferung von Waffen hergestellt, heißt es in den US-Papieren. Auch die Türkei hat die Waffenforderungen von Wagner offenbar großteils abgelehnt. Darüber, ob zumindest ein Teil der geforderten Waffen geliefert wurde, herrscht aber weiterhin Unklarheit. Belarus hingegen habe 50 Prozent der versprochenen Waffen geliefert, heißt es in den Dokumenten.
Update vom 20. April, 13.32 Uhr: Nach dem Eintreffen von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Ukraine hat Russland sein Kriegsziel bekräftigt, eine Aufnahme des Nachbarlandes in das Militärbündnis zu verhindern. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag, dass Russland sich durch eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine bedroht sehe. „Weil das andernfalls eine ernste, bedeutende Gefahr für unser Land, für seine Sicherheit mit sich bringt“, sagte Peskow.
Update vom 20. April, 12.27 Uhr: Russland konzentriert sich im Ukraine-Krieg nun offenbar auf die Verteidigung der bereits eroberten Gebiete, anstatt neue Offensiven zu starten. Das sagte zumindest der Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Andriy Jussow, im ukrainischen Fernsehen. The Kyiv Independent berichtet darüber.
Der kampfbereiteste Teil des russischen Militärs sei bereits „eliminiert“, gab der Geheimdienst-Sprecher bekannt. Nach der offenbar gescheiterten Winteroffensive bewege sich die russische Armee hin zu „einer umfassenden strategischen Verteidigungshaltung“. Jussow weiter: „Die Russen haben nicht die Absicht, die Versuche zu wiederholen, die wir nach dem 24. Februar letzten Jahres erlebt haben. Aber das bedeutet nicht, dass der Feind besiegt ist oder dass er keine Gefahr mehr für die Ukraine darstellt.“
News im Ukraine-Krieg: Riesiger Feuerball über Kiew löst Luftalarm aus
Update vom 20. April, 11.04 Uhr: Ein riesiger Feuerball über der Hauptstadt der Ukraine, wo seit einem Jahr Krieg herrscht und das laufend von der russischen Armee bombardiert wird: Kein Wunder, dass dies in Kiew in der Nacht zum Donnerstag für massive Aufregung sorgte. Wie das ukrainische Nachrichtenportal Ukrainska Pravda berichtet, sichteten Bewohner von Kiew gegen 22 Uhr einen hellen Feuerball, der vom Himmel zur Erde fiel. Kurz danach brach Luftalarm aus. Der Blitz soll bis nach Belarus zu sehen gewesen sein.
Kyiv publicity boards posted a video of an unusually bright flash in the sky over the capital. pic.twitter.com/HJooXRFLDy
— TheLazyEuropean (@TheLazyEU) April 20, 2023
Doch diesmal gab es Entwarnung für die Kiewer: Der Feuerball war laut dem Bericht keine russische Bombe. Zunächst hieß es, ein Satellit der NASA sei auf die Erde gestürzt. Dies wurde dann allerdings dementiert: Offenbar handelt es sich um einen Meteoriten, der nahe Kiew in der Erdatmosphäre verglühte. Das gab die Weltraumagentur der Ukraine bekannt.
Ukraine-Krieg: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu Überraschungsbesuch in Kiew eingetroffen
Update vom 20. April, 10.17 Uhr: Nato-Generalsekretär Stoltenberg ist unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in die Ukraine gereist, sein Besuch wurde streng geheim gehalten. Es ist die erste Visite des Norwegers in Kiew seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Der Nato-Chef ehrte die gefallenen ukrainischen Soldaten an der Außenmauer des zentralen St. Michaelsklosters. Weitere Programmpunkte waren zunächst unbekannt. Aus Bündniskreisen hieß es, geplante Treffen würden aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehalten.
Update vom 20. April, 9.58 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist am Donnerstag überraschend zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsbündnisses der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere ukrainische Medien veröffentlichten Bilder des Chefs des Militärbündnisses im Zentrum Kiews. Unter anderem war er vor einer Gedenkstätte für getötete ukrainische Soldaten vor der Sankt-Michael-Kathedrale zu sehen.
Nach Lulas Kritik an Putin: Lawrow wirbt in Lateinamerika für Allianzen gegen „Erpressungsversuche“
Kiew/Managua – Brasiliens linksgerichteter Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva hat Russlands Einmarsch in die Ukraine verurteilt – nach harscher Kritik aus den USA an seiner freundlichen Haltung gegenüber Kremlchef Wladimir Putin. Lula dringt auf eine Beendigung des Kriegs, wobei er eine Mitverantwortung der USA und der EU hervorhebt.
News zum Ukraine-Krieg: Lawrow ruft in Lateinamerika zu Widerstand auf
Aktuell hält sich Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Lateinamerika auf, um die russischen Beziehungen dort zu stärken. Lawrow traf sich am Mittwoch (19. April) in Nicaragua mit dem autoritär regierenden Präsidenten Daniel Ortega. Für Russlands Angriffskrieg hatte Ortegas Regierung immer wieder Zustimmung geäußert.
Lawrow prangerte während der Reise die US-Sanktionen gegen mehrere Linksregierungen in der Region als „Erpressung“ an und forderte, dagegen „die Kräfte zu vereinen“. Er rief zum gemeinsamen Widerstand gegen angebliche Erpressungsversuche des Westens auf. „Es ist notwendig, unsere Kräfte zu bündeln, um den Erpressungsversuchen und dem illegalen einseitigen Druck des Westens zu begegnen“, sagte Lawrow am Dienstag (18. April) in Caracas bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem venezolanischen Außenminister Yván Gil.
Zuvor hatte der russische Außenminister Brasilien besucht. In allen drei Staaten (Brasilien, Nicaragua, Venezuela) sind die Regierungen linksgerichtet; sie sind langjährige Partner Russlands. Kuba ist die letzte Station auf Lawrows Lateinamerika-Reise Lawrows.
News zum Ukraine-Krieg: USA kündigen neue Militärhilfe für Ukraine an
Die US-Regierung hat unterdessen neue Militärhilfen für die Ukraine in Höhe von 325 Millionen US-Dollar (knapp 297 Millionen Euro) angekündigt. In dem Paket enthalten seien vor allem Munition für Waffensysteme wie die Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars und Artilleriegeschosse, sagte die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre, am Mittwoch (19. April). Die neue Hilfe kommt dem Weißen Haus zufolge aus Beständen des US-Militärs.
„Diese neue Sicherheitshilfe wird die Ukraine in die Lage versetzen, sich angesichts des brutalen, nicht provozierten und ungerechtfertigten Krieges Russlands weiterhin tapfer zu verteidigen“, sagte US-Außenminister Antony Blinken. Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. (frs/nak/AFP/dpa)
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