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Jens Kiffmeier
Felix Durach- Simon Schröder
Franziska Schwarz
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj will neues Gespräch mit Trump, doch Russland stellt neue Forderungen für Friedensplan. Der News-Ticker.
Update, 6:57 Uhr: Heikles Treffen mitten im Ukraine-Krieg: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban will heute den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau treffen. Das meldet Reuters. Gesprächsthemen sollen Öl- und Gaslieferungen nach Ungarn sowie Friedensbemühungen für die Ukraine sein.
Ukraine aktuell: Krieg gegen russische Städte mit Drohnen-Angriffen fortgesetzt
Update, 05:23 Uhr: Gegenangriff auf Putins Angriffskrieg: Parallel zu den laufenden Friedensverhandlungen hat die Ukraine Russland weiterhin mit einer großangelegten Drohnen-Attacke überzogen. In der Nacht zu Freitag sollen in mehreren Städten, darunter Taganrog, Smolensk und Saratow, militärische Ziele attackiert worden sein, wie der Kyiw Independent berichtet. Unter anderem soll dabei ein Flugplatz getroffen worden sein. Aus mehreren Städten seien Explosionen gemeldet worden, hieß es. Konkrete Details zu Opfern und Schäden lagen aber zunächst nicht vor. Der Kreml bestätigte die Angriffe zunächst nicht.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj deutet Treffen mit Trump an
Update, 21:33 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den weiteren Fahrplan für die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine präzisiert: „Am Ende der Woche wird unser Team – gemeinsam mit amerikanischen Vertretern – die in Genf erzielten Ergebnisse weiter ausarbeiten und in eine Form bringen, die uns auf den Weg zu Friedens- und Sicherheitsgarantien führt“, kündigte Selenskyj in einem Post auf X an.
Zunächst werde es ein Treffen der Delegationen geben, um über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs zu verhandeln. Für die kommende Woche kündigte Selenskyj zudem wichtige Gespräche an, an denen er persönlich teilnehmen werde: Die Ukraine werde auch dabei eine klare Position vertreten.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 20:27 Uhr: Russlands stellvertretender Außenminister Alexander Gruschko schließt eine Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine im Rahmen eines Friedensplans kategorisch aus. Eine solche Truppenpräsenz der „Koalition der Willigen“ würde „den gesamten Sinn und Inhalt eines Friedensabkommens untergraben“, erklärte Gruschko laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Er bezeichnete westliche Truppenstationierungen als „absolut ausgeschlossen“.
Update, 19:45 Uhr: Russlands Präsident Putin macht die Anerkennung der Krim und des Donbas als russisches Territorium zur „Schlüsselfrage“ für Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg. „Das sollte Gegenstand unserer Verhandlungen mit der amerikanischen Seite sein“, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Ohne diese Anerkennung könnten ukrainische Angriffe als Rückeroberungsversuche rechtmäßiger Gebiete gedeutet werden, argumentierte er.
Eine Einigung hält Putin jedoch für quasi unmöglich. „Diejenigen, die mit uns verhandeln können und wollen, sollen das tun. Unsere Entscheidungen müssen von den wichtigsten internationalen Akteuren anerkannt werden. Das ist wichtig“, erklärte er. Russland kontrolliert die Krim seit 2014 und durch Kriegseroberungen auch große Teile der Donbas-Regionen Donezk und Luhansk. International gelten diese Gebiete weiterhin als ukrainisches Staatsgebiet.
„Lüge“ und „völliger Blödsinn“: Putin weist Vorwürfe zu Angriffsplänen zurück
Update. 17:38 Uhr: Putin hat Vorwürfe zurückgewiesen, Russland plane Angriffe auf weitere europäische Länder. Bei einer Pressekonferenz in Bischkek bezeichnete er entsprechende Behauptungen als „Lüge“ und „völliger Blödsinn“. Der Kreml-Chef erklärte, er könne die Angriffe auch schriftlich ausschließen. „Für uns klingt das lächerlich. Die Wahrheit ist, dass wir das nie vorhatten, aber wenn sie es von uns hören wollen, na gut, dann fixieren wir das. Keine Frage“, sagte Putin.
Putins Beteuerungen werden aber vor allem seit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine im Westen immer wieder in Zweifel gezogen. Auch vor dem Überfall auf die Ukraine hatte er behauptet, dass Russland das nicht vorhabe.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 16:41 Uhr: Wladimir Putin hat sich verwundert über die Sanktionen der USA gegen russische Ölunternehmen gezeigt. Nach dem Gipfeltreffen in Alaska mit Donald Trump habe ein gemeinsames Verständnis darüber geherrscht, „wo wir standen und was getan werden musste, um die Feindseligkeiten zu beenden“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass Putin.
Putin erklärte weiter: „Und dann verhängten die Vereinigten Staaten plötzlich Sanktionen gegen zwei unserer Ölkonzerne. Was war der Grund dafür? Ehrlich gesagt, ich habe überhaupt nicht verstanden, was da vor sich ging.“ Er fügte hinzu: „Mein Kollege, US-Präsident Donald Trump, und ich sagten beide: Wir müssen in unsere Hauptstädte zurückkehren, nachdenken und uns mit unseren Ministerien und Verbündeten beraten.“
Ukraine-Friedensplan: Putin reagiert auf die Abhöraffäre mit Witkoff
Update, 16:19 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte sich zur Abhöraffäre zwischen dem US-Berater Steve Witkoff und seinem außenpolitischen Berater Juri Uschakow. Auf einer Pressekonferenz antwortete Putin auf die Frage eines Journalisten: „Vielleicht wurden einige von ihnen, wie unsere Kinder scherzhaft behaupten, zum Spionieren abkommandiert und belauschen Gespräche. Sollen sie sich doch um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den Kreml-Chef.
Zuvor hatte Bloomberg Transkripte eines mutmaßlichen Telefonats zwischen Donald Trumps Berater Witkoff und Uschakow veröffentlicht. Witkoff soll demnach Uschakow erklärt haben, wie Putin Trump am effektivsten von der russischen Perspektive auf den Ukraine-Konflikt überzeugen könne.
Update, 16:01 Uhr: Wladimir Putin sieht in Donald Trumps viel diskutiertem Friedensplan eine Grundlage für künftige Gespräche. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Im Allgemeinen sind wir uns einig, dass dies die Grundlage für künftige Abkommen sein kann“, sagt Putin demnach. Die in Genf von der Ukraine und den USA überarbeitete Version sei an Russland übermittelt worden, erklärte der Kreml-Chef. Dennoch betonte Putin, Russland wolle seine Ziele in der Ukraine notfalls mit Gewalt erreichen. Der Vormarsch der russischen Truppen habe sich „merklich“ erhöht, sagte Putin.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin stellt unerfüllbare Bedingung für Kriegsende
Update, 15:43 Uhr: Russland hat klare Bedingungen an die Ukraine zur Beendigung des Konflikts formuliert. Der russische Präsident verlangte den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus den von Russland beanspruchten Regionen. Bei einem Besuch in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans, erklärte Putin am Donnerstag: „Wenn die ukrainischen Truppen die von ihnen gehaltenen Gebiete verlassen, werden wir die Kampfeinsätze beenden.“ Er ergänzte: „Wenn sie dies nicht tun, werden wir dies mit militärischen Mitteln erreichen.“
Ukraine-Krieg aktuell: Moskau beklagt „offen feindlichen, haltlosen Schritt“
Update, 13:34 Uhr: Russland hat das polnische Generalkonsulat in Irkutsk geschlossen. Das russische Außenministerium teilte mit, dass man beschlossen habe, die Zustimmung für den Betrieb dieser Auslandsvertretung zum 30. Dezember zurückzuziehen. Der polnische Botschafter sei darüber informiert worden. Die Maßnahme sei eine Antwort auf die Schließung des russischen Generalkonsulats in Danzig (Gdańsk). Das russische Außenministerium sprach von einem „offen feindlichen, haltlosen Schritt“ der polnischen Regierung.
Ukraine-Krieg aktuell: Lukaschenko hat US-Friedensplan in Telefonat mit Putin besprochen
Update, 12.12 Uhr: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko ist sich sicher, dass die Ukraine dem US-Friedensplan zustimmen wird. Der staatlichen Nachrichtenagentur BelTA sagte der Moskau-Verbündete jetzt: „Die Hauptpunkte sind bereits vereinbart.“
Er glaube, fuhr er fort, angesichts der Entwicklungen an der Front werde die Regierung in Kiew diesem Friedensvertrag zustimmen. „Andernfalls wird sie das Land vollständig verlieren.“ Lukaschenko betonte noch, dass er „ein sehr langes Gespräch zu diesem Thema“ mit Kremlchef Wladimir Putin geführt habe. „Mir ist bekannt, dass wir beide derzeit einen noch nicht finalen, sozusagen inoffiziellen Entwurf einsehen.“
Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg: Kiew kündigt neues Treffen mit USA an
Update, 11:48 Uhr: Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg: Die Delegationen der Ukraine und der USA werden nach Angaben aus Kiew in Kürze wieder beraten. Er erwarte konkrete Ergebnisse, um Fortschritte bei den Friedensvorschlägen zu erzielen, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha laut Reuters vor Journalisten. Für die Ukraine sei es „äußerst wichtig“, eine Waffenruhe zu erreichen.
Sybiha erklärte außerdem, die ukrainische Seite sei an Kontakten auf höchster Ebene interessiert, insbesondere an einem Treffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump, berichtet die Ukrajinska Prawda.
Merkel spricht über ihren Umgang mit Putin: Niemand konnte Ukraine-Krieg verhindern
Update, 10:59 Uhr: Angela Merkel hat erneut über ihr Verhältnis zu Wladimir Putin gesprochen. Die Altkanzlerin hat gleichzeitig klargestellt, dass sie Polen und den baltischen Staaten keine Mitschuld am Angriff Russlands auf die Ukraine gibt. Das seien „Fake News“, eine Passage ihrer Autobiografie „Freiheit“ sei „in einen falschen Kontext“ gesetzt worden, sagte die CDU-Politikerin in der Sendung „phoenix persönlich“.
Doch damit sei „keine Schuldzuweisung verbunden“. Der Sachverhalt sei vielmehr:. „Wir alle haben nicht vermocht – alle, ich, alle anderen haben nicht vermocht, diesen Krieg zu verhindern.“ Und wegen der Corona-Pandemie seien übliche Gesprächsformate in sich zusammengebrochen, führte sie aus.
Sie habe nicht regelmäßig mit Putin sprechen können. „Und das ist im Umgang mit nicht demokratisch regierten Ländern noch schwieriger“. Ihr sei aber schon seit „vielen, vielen Jahren“ klar gewesen, dass von Putin ausgehend eine ernsthafte Gefahr bestanden habe.
Ukraine-Krieg aktuell: Empörung nach geleaktem Witkoff-Telefonat
Update, 9:31 Uhr: Der geleakte Mitschnitt eines Telefonats des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Kreml-Berater Juri Uschakow zieht weiter Kreise. Witkoff soll die russische Seite beraten haben, wie sie Trump ihren Friedensplan verkauft. Trump verteidigte Witkoff anschließend als „Dealmaker“. Der US-Leak sorgt in der Ukraine für Empörung, wie Kyiv Independent berichtet.
„Bringt Witkoff Mördern bei, wie man richtig mit Trump redet?“, fragte ein ukrainischer Soldat im Gespräch mit dem Portal. Ein weiterer Soldat nannte die Enthüllungen zu den Friedensgesprächen „widerlich“.
Update, 8:02 Uhr: US-Heeresminister Dan Driscoll soll europäische Diplomaten gewarnt haben, dass die russische Raketenbedrohung nicht auf die Ukraine beschränkt sei. Das berichtet die New York Times und beruft sich dabei auf zwei nicht namentlich genannte Beamte.
Laut dem Bericht führte Driscoll aus, Moskau habe jahrelang Raketen in der Ukraine „fast so schnell abgefeuert, wie es sie produzieren könne“. Doch inzwischen produziere Russland genügend Raketen für ein „stetig wachsendes Arsenal“ an Langstreckenwaffen, soll Driscoll gewarnt haben.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump-Regierung fordert angeblich Friedensabkommen – vor Sicherheitsgarantien
Erstmeldung: Kiew/Washington – Die US-Regierung unter Donald Trump hat in der vergangenen Woche einen Friedensplan lanciert, der von der Ukraine harte Zugeständnisse verlangte und von den Kritikern bereits als russische Wunschliste betitelt wurde. Bei Nachverhandlungen sollen einige Punkte entschärft worden sein. Allerdings ist unklar, ob Russland einer solchen Fassung zustimmen wird.
„Politico“: USA sehen Friedensabkommen als Bedingung für Sicherheitsgarantien
Laut einem Medienbericht hat US-Außenminister Marco Rubio den europäischen Verbündeten mitgeteilt, dass die USA ein Friedensabkommen wollen, bevor sie irgendwelchen Sicherheitsgarantien für die Ukraine zustimmen. Das berichtet Politico unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten europäischen Diplomaten und einer mit den Gesprächen vertrauten Person.
Ukraine-Krieg aktuell: Friedensabkommen vor Sicherheitsgarantien?
Das US-Außenministerium wies die Darstellung von Rubios Äußerungen zurück.„Außenminister Rubio hat zusammen mit der gesamten Trump-Administration deutlich unterstrichen, dass Sicherheitsgarantien Bestandteil jedes Friedensabkommens sein müssten, wie er sowohl öffentlich als auch privat immer wieder betont hat“, zitierte Politico Tommy Pigott, Sprecher des Außenministeriums.
Auch Politico merkte an, dass das Weiße Haus betont hat, dass jeder endgültige „Friedensplan“ Sicherheitsgarantien enthalten werde. US-Präsident Donald Trump hatte laut dem Bericht erklärt, er werde den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erst erneute ins Weiße Haus einladen, wenn ein Friedensabkommen unterzeichnet ist.
Ukraine-Friedensplan aktuell: „Keine Rede von Prinzipien“
Politico führt weiter aus, dass die Regierung in Kiew westliche Sicherheitsgarantien als Grundlage für jegliches Abkommen mit Russland betrachtet. Die NATO-Mitglieder wiederum kämpfen damit, das kriegsversehrte Land mit Militärhilfe und Geheimdienstinformationen zu unterstützen.
Einige europäische Länder befürchten jedoch, dass die Trump-Regierung mit dem Friedensplan das Kräfteverhältnis zugunsten Russlands verschieben wird. „Keine Rede von Menschenrechten, humanitärem Völkerrecht, internationalem Recht oder Prinzipien“, sagte ein weiterer europäischer Diplomat zu Politico. „Damit wird eine neue europäische ‚Sicherheitsarchitektur‘ voller Lücken geschaffen.“
Moskau ist in den letzten Monaten von seinen Kriegszielen nicht abgerückt und besteht nach wie vor auf großen Gebietsabtretungen des Nachbarn zu seinen Gunsten, einem Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft und einem nur begrenzt verteidigungsfähigen Militär.
Ukraine-Krieg aktuell: Kanzler Merz berät mit Estland über NATO-Ostflanke
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am heutigen Donnerstag (27. November) Estlands Ministerpräsidenten Kristen Michal im Kanzleramt in Berlin. Unter anderem soll es bei dem Gespräch um die Sicherheits- und Verteidigungspolitik an der NATO-Ostflanke und die gemeinsame Unterstützung der Ukraine gehen soll.
Estland teilt eine rund 300 Kilometer lange Grenze mit Russland und sieht sich durch Moskau unmittelbar bedroht. Das EU- und NATO-Mitgliedsland meldete in den vergangenen Wochen mehrfach das Eindringen von Drohnen oder Militärflugzeugen in seinen Luftraum. Estland gehört zu den entschiedensten Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine.
Die russische Armee soll in der vergangenen Nacht 118 ukrainische Drohnen abgeschossen haben. Besonders betroffen war die grenznahe Region Belgorod mit 52 abgefangenen Drohnen, wie russische Nachrichtenagenturen berichten. Laut Reuters wurden die Drohnen über verschiedene russische Regionen verteilt abgefangen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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