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Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj deutet Treffen mit Trump an – Drohnen-Attacken auf Russland

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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj will neues Gespräch mit Trump, doch Russland stellt neue Forderungen für Friedensplan. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 6:57 Uhr: Heikles Treffen mitten im Ukraine-Krieg: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban will heute den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau treffen. Das meldet Reuters. Gesprächsthemen sollen Öl- und Gaslieferungen nach Ungarn sowie Friedensbemühungen für die Ukraine sein.

Ukraine aktuell: Krieg gegen russische Städte mit Drohnen-Angriffen fortgesetzt

Update, 05:23 Uhr: Gegenangriff auf Putins Angriffskrieg: Parallel zu den laufenden Friedensverhandlungen hat die Ukraine Russland weiterhin mit einer großangelegten Drohnen-Attacke überzogen. In der Nacht zu Freitag sollen in mehreren Städten, darunter Taganrog, Smolensk und Saratow, militärische Ziele attackiert worden sein, wie der Kyiw Independent berichtet. Unter anderem soll dabei ein Flugplatz getroffen worden sein. Aus mehreren Städten seien Explosionen gemeldet worden, hieß es. Konkrete Details zu Opfern und Schäden lagen aber zunächst nicht vor. Der Kreml bestätigte die Angriffe zunächst nicht.

Trifft sich Trump bald wieder mit Selenskyj - und mit Putin? (Archivbild)

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj deutet Treffen mit Trump an

Update, 21:33 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den weiteren Fahrplan für die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine präzisiert: „Am Ende der Woche wird unser Team – gemeinsam mit amerikanischen Vertretern – die in Genf erzielten Ergebnisse weiter ausarbeiten und in eine Form bringen, die uns auf den Weg zu Friedens- und Sicherheitsgarantien führt“, kündigte Selenskyj in einem Post auf X an.

Zunächst werde es ein Treffen der Delegationen geben, um über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs zu verhandeln. Für die kommende Woche kündigte Selenskyj zudem wichtige Gespräche an, an denen er persönlich teilnehmen werde: Die Ukraine werde auch dabei eine klare Position vertreten.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 20:27 Uhr: Russlands stellvertretender Außenminister Alexander Gruschko schließt eine Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine im Rahmen eines Friedensplans kategorisch aus. Eine solche Truppenpräsenz der „Koalition der Willigen“ würde „den gesamten Sinn und Inhalt eines Friedensabkommens untergraben“, erklärte Gruschko laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Er bezeichnete westliche Truppenstationierungen als „absolut ausgeschlossen“.

Update, 19:45 Uhr: Russlands Präsident Putin macht die Anerkennung der Krim und des Donbas als russisches Territorium zur „Schlüsselfrage“ für Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg. „Das sollte Gegenstand unserer Verhandlungen mit der amerikanischen Seite sein“, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Ohne diese Anerkennung könnten ukrainische Angriffe als Rückeroberungsversuche rechtmäßiger Gebiete gedeutet werden, argumentierte er.

Eine Einigung hält Putin jedoch für quasi unmöglich. „Diejenigen, die mit uns verhandeln können und wollen, sollen das tun. Unsere Entscheidungen müssen von den wichtigsten internationalen Akteuren anerkannt werden. Das ist wichtig“, erklärte er. Russland kontrolliert die Krim seit 2014 und durch Kriegseroberungen auch große Teile der Donbas-Regionen Donezk und Luhansk. International gelten diese Gebiete weiterhin als ukrainisches Staatsgebiet.

„Lüge“ und „völliger Blödsinn“: Putin weist Vorwürfe zu Angriffsplänen zurück

Update. 17:38 Uhr: Putin hat Vorwürfe zurückgewiesen, Russland plane Angriffe auf weitere europäische Länder. Bei einer Pressekonferenz in Bischkek bezeichnete er entsprechende Behauptungen als „Lüge“ und „völliger Blödsinn“. Der Kreml-Chef erklärte, er könne die Angriffe auch schriftlich ausschließen. „Für uns klingt das lächerlich. Die Wahrheit ist, dass wir das nie vorhatten, aber wenn sie es von uns hören wollen, na gut, dann fixieren wir das. Keine Frage“, sagte Putin.

Putins Beteuerungen werden aber vor allem seit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine im Westen immer wieder in Zweifel gezogen. Auch vor dem Überfall auf die Ukraine hatte er behauptet, dass Russland das nicht vorhabe.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Update, 16:41 Uhr: Wladimir Putin hat sich verwundert über die Sanktionen der USA gegen russische Ölunternehmen gezeigt. Nach dem Gipfeltreffen in Alaska mit Donald Trump habe ein gemeinsames Verständnis darüber geherrscht, „wo wir standen und was getan werden musste, um die Feindseligkeiten zu beenden“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass Putin.

Putin erklärte weiter: „Und dann verhängten die Vereinigten Staaten plötzlich Sanktionen gegen zwei unserer Ölkonzerne. Was war der Grund dafür? Ehrlich gesagt, ich habe überhaupt nicht verstanden, was da vor sich ging.“ Er fügte hinzu: „Mein Kollege, US-Präsident Donald Trump, und ich sagten beide: Wir müssen in unsere Hauptstädte zurückkehren, nachdenken und uns mit unseren Ministerien und Verbündeten beraten.“

Ukraine-Friedensplan: Putin reagiert auf die Abhöraffäre mit Witkoff

Update, 16:19 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte sich zur Abhöraffäre zwischen dem US-Berater Steve Witkoff und seinem außenpolitischen Berater Juri Uschakow. Auf einer Pressekonferenz antwortete Putin auf die Frage eines Journalisten: „Vielleicht wurden einige von ihnen, wie unsere Kinder scherzhaft behaupten, zum Spionieren abkommandiert und belauschen Gespräche. Sollen sie sich doch um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den Kreml-Chef.

Zuvor hatte Bloomberg Transkripte eines mutmaßlichen Telefonats zwischen Donald Trumps Berater Witkoff und Uschakow veröffentlicht. Witkoff soll demnach Uschakow erklärt haben, wie Putin Trump am effektivsten von der russischen Perspektive auf den Ukraine-Konflikt überzeugen könne.

Update, 16:01 Uhr: Wladimir Putin sieht in Donald Trumps viel diskutiertem Friedensplan eine Grundlage für künftige Gespräche. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Im Allgemeinen sind wir uns einig, dass dies die Grundlage für künftige Abkommen sein kann“, sagt Putin demnach. Die in Genf von der Ukraine und den USA überarbeitete Version sei an Russland übermittelt worden, erklärte der Kreml-Chef. Dennoch betonte Putin, Russland wolle seine Ziele in der Ukraine notfalls mit Gewalt erreichen. Der Vormarsch der russischen Truppen habe sich „merklich“ erhöht, sagte Putin.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin stellt unerfüllbare Bedingung für Kriegsende

Update, 15:43 Uhr: Russland hat klare Bedingungen an die Ukraine zur Beendigung des Konflikts formuliert. Der russische Präsident verlangte den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus den von Russland beanspruchten Regionen. Bei einem Besuch in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans, erklärte Putin am Donnerstag: „Wenn die ukrainischen Truppen die von ihnen gehaltenen Gebiete verlassen, werden wir die Kampfeinsätze beenden.“ Er ergänzte: „Wenn sie dies nicht tun, werden wir dies mit militärischen Mitteln erreichen.“

Ukraine-Krieg aktuell: Moskau beklagt „offen feindlichen, haltlosen Schritt“

Update, 13:34 Uhr: Russland hat das polnische Generalkonsulat in Irkutsk geschlossen. Das russische Außenministerium teilte mit, dass man beschlossen habe, die Zustimmung für den Betrieb dieser Auslandsvertretung zum 30. Dezember zurückzuziehen. Der polnische Botschafter sei darüber informiert worden. Die Maßnahme sei eine Antwort auf die Schließung des russischen Generalkonsulats in Danzig (Gdańsk). Das russische Außenministerium sprach von einem „offen feindlichen, haltlosen Schritt“ der polnischen Regierung.

Ukraine-Krieg aktuell: Lukaschenko hat US-Friedensplan in Telefonat mit Putin besprochen

Update, 12.12 Uhr: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko ist sich sicher, dass die Ukraine dem US-Friedensplan zustimmen wird. Der staatlichen Nachrichtenagentur BelTA sagte der Moskau-Verbündete jetzt: „Die Hauptpunkte sind bereits vereinbart.“

Er glaube, fuhr er fort, angesichts der Entwicklungen an der Front werde die Regierung in Kiew diesem Friedensvertrag zustimmen. „Andernfalls wird sie das Land vollständig verlieren.“ Lukaschenko betonte noch, dass er „ein sehr langes Gespräch zu diesem Thema“ mit Kremlchef Wladimir Putin geführt habe. „Mir ist bekannt, dass wir beide derzeit einen noch nicht finalen, sozusagen inoffiziellen Entwurf einsehen.“

Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg: Kiew kündigt neues Treffen mit USA an

Update, 11:48 Uhr: Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg: Die Delegationen der Ukraine und der USA werden nach Angaben aus Kiew in Kürze wieder beraten. Er erwarte konkrete Ergebnisse, um Fortschritte bei den Friedensvorschlägen zu erzielen, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha laut Reuters vor Journalisten. Für die Ukraine sei es „äußerst wichtig“, eine Waffenruhe zu erreichen.

Sybiha erklärte außerdem, die ukrainische Seite sei an Kontakten auf höchster Ebene interessiert, insbesondere an einem Treffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump, berichtet die Ukrajinska Prawda.

Merkel spricht über ihren Umgang mit Putin: Niemand konnte Ukraine-Krieg verhindern

Update, 10:59 Uhr: Angela Merkel hat erneut über ihr Verhältnis zu Wladimir Putin gesprochen. Die Altkanzlerin hat gleichzeitig klargestellt, dass sie Polen und den baltischen Staaten keine Mitschuld am Angriff Russlands auf die Ukraine gibt. Das seien „Fake News“, eine Passage ihrer Autobiografie „Freiheit“ sei „in einen falschen Kontext“ gesetzt worden, sagte die CDU-Politikerin in der Sendung „phoenix persönlich“.

Doch damit sei „keine Schuldzuweisung verbunden“. Der Sachverhalt sei vielmehr:. „Wir alle haben nicht vermocht – alle, ich, alle anderen haben nicht vermocht, diesen Krieg zu verhindern.“ Und wegen der Corona-Pandemie seien übliche Gesprächsformate in sich zusammengebrochen, führte sie aus.

Sie habe nicht regelmäßig mit Putin sprechen können. „Und das ist im Umgang mit nicht demokratisch regierten Ländern noch schwieriger“. Ihr sei aber schon seit „vielen, vielen Jahren“ klar gewesen, dass von Putin ausgehend eine ernsthafte Gefahr bestanden habe.

Ukraine-Krieg aktuell: Empörung nach geleaktem Witkoff-Telefonat

Update, 9:31 Uhr: Der geleakte Mitschnitt eines Telefonats des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Kreml-Berater Juri Uschakow zieht weiter Kreise. Witkoff soll die russische Seite beraten haben, wie sie Trump ihren Friedensplan verkauft. Trump verteidigte Witkoff anschließend als „Dealmaker“. Der US-Leak sorgt in der Ukraine für Empörung, wie Kyiv Independent berichtet.

„Bringt Witkoff Mördern bei, wie man richtig mit Trump redet?“, fragte ein ukrainischer Soldat im Gespräch mit dem Portal. Ein weiterer Soldat nannte die Enthüllungen zu den Friedensgesprächen „widerlich“.

Update, 8:02 Uhr: US-Heeresminister Dan Driscoll soll europäische Diplomaten gewarnt haben, dass die russische Raketenbedrohung nicht auf die Ukraine beschränkt sei. Das berichtet die New York Times und beruft sich dabei auf zwei nicht namentlich genannte Beamte.

Laut dem Bericht führte Driscoll aus, Moskau habe jahrelang Raketen in der Ukraine „fast so schnell abgefeuert, wie es sie produzieren könne“. Doch inzwischen produziere Russland genügend Raketen für ein „stetig wachsendes Arsenal“ an Langstreckenwaffen, soll Driscoll gewarnt haben.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump-Regierung fordert angeblich Friedensabkommen – vor Sicherheitsgarantien

Erstmeldung: Kiew/Washington – Die US-Regierung unter Donald Trump hat in der vergangenen Woche einen Friedensplan lanciert, der von der Ukraine harte Zugeständnisse verlangte und von den Kritikern bereits als russische Wunschliste betitelt wurde. Bei Nachverhandlungen sollen einige Punkte entschärft worden sein. Allerdings ist unklar, ob Russland einer solchen Fassung zustimmen wird.

„Politico“: USA sehen Friedensabkommen als Bedingung für Sicherheitsgarantien

Laut einem Medienbericht hat US-Außenminister Marco Rubio den europäischen Verbündeten mitgeteilt, dass die USA ein Friedensabkommen wollen, bevor sie irgendwelchen Sicherheitsgarantien für die Ukraine zustimmen. Das berichtet Politico unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten europäischen Diplomaten und einer mit den Gesprächen vertrauten Person.

Ukraine-Krieg aktuell: Friedensabkommen vor Sicherheitsgarantien?

Das US-Außenministerium wies die Darstellung von Rubios Äußerungen zurück.„Außenminister Rubio hat zusammen mit der gesamten Trump-Administration deutlich unterstrichen, dass Sicherheitsgarantien Bestandteil jedes Friedensabkommens sein müssten, wie er sowohl öffentlich als auch privat immer wieder betont hat“, zitierte Politico Tommy Pigott, Sprecher des Außenministeriums.

Auch Politico merkte an, dass das Weiße Haus betont hat, dass jeder endgültige „Friedensplan“ Sicherheitsgarantien enthalten werde. US-Präsident Donald Trump hatte laut dem Bericht erklärt, er werde den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erst erneute ins Weiße Haus einladen, wenn ein Friedensabkommen unterzeichnet ist. 

Ukraine-Friedensplan aktuell: „Keine Rede von Prinzipien“

Politico führt weiter aus, dass die Regierung in Kiew westliche Sicherheitsgarantien als Grundlage für jegliches Abkommen mit Russland betrachtet. Die NATO-Mitglieder wiederum kämpfen damit, das kriegsversehrte Land mit Militärhilfe und Geheimdienstinformationen zu unterstützen.

Einige europäische Länder befürchten jedoch, dass die Trump-Regierung mit dem Friedensplan das Kräfteverhältnis zugunsten Russlands verschieben wird. „Keine Rede von Menschenrechten, humanitärem Völkerrecht, internationalem Recht oder Prinzipien“, sagte ein weiterer europäischer Diplomat zu Politico. „Damit wird eine neue europäische ‚Sicherheitsarchitektur‘ voller Lücken geschaffen.“

Moskau ist in den letzten Monaten von seinen Kriegszielen nicht abgerückt und besteht nach wie vor auf großen Gebietsabtretungen des Nachbarn zu seinen Gunsten, einem Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft und einem nur begrenzt verteidigungsfähigen Militär.

Ukraine-Krieg aktuell: Kanzler Merz berät mit Estland über NATO-Ostflanke

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am heutigen Donnerstag (27. November) Estlands Ministerpräsidenten Kristen Michal im Kanzleramt in Berlin. Unter anderem soll es bei dem Gespräch um die Sicherheits- und Verteidigungspolitik an der NATO-Ostflanke und die gemeinsame Unterstützung der Ukraine gehen soll. 

Estland teilt eine rund 300 Kilometer lange Grenze mit Russland und sieht sich durch Moskau unmittelbar bedroht. Das EU- und NATO-Mitgliedsland meldete in den vergangenen Wochen mehrfach das Eindringen von Drohnen oder Militärflugzeugen in seinen Luftraum. Estland gehört zu den entschiedensten Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine. 

Die russische Armee soll in der vergangenen Nacht 118 ukrainische Drohnen abgeschossen haben. Besonders betroffen war die grenznahe Region Belgorod mit 52 abgefangenen Drohnen, wie russische Nachrichtenagenturen berichten. Laut Reuters wurden die Drohnen über verschiedene russische Regionen verteilt abgefangen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AP/dpa

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