Stand der Friedensverhandlungen

Überheblicher Putin: Ukraine kann Front „ein Jahrhundert“ halten

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Die Luftabwehr der USA würde schmerzlich fehlen – aber ansonsten könnte sich Russland nach Expertenmeinung noch ein Jahrhundert abmühen, um die Ukraine in die Knie zu zwingen. Ein Soldat einer mobilen Feuergruppe des ukrainischen Grenzschutzes zielt während eines Einsatzes in der Region Odessa im Süden der Ukraine mit einem Gewehr, um den Himmel zu schützen (Archivbild).
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Die Luftabwehr der USA würde fehlen; darüber hinaus könnte sich Russland noch Jahre mühen, die Ukraine in die Knie zu zwingen. Europa macht sie stark.

Kiew – „Die wachsende militärische Stärke der Ukraine ist ein unterschätzter Faktor in den Friedensgesprächen“, schreibt Serhii Kuzan. Der Vorsitzende des Ukrainischen Zentrums für Sicherheit und Zusammenarbeit (USCC) warnt Wladimir Putin vor dem gleichen Fehler wie im Februar 2022, als Russlands Invasionsarmee versuchte, sich die Ukraine im Handstreich einzuverleiben. Auch nachdem US-Präsident Donald Trump offenbar für Russland Partei ergriffen hat, schreibt Kuzan für den Thinktank Atlantic Council davon, dass die Ukraine gute Chancen hätte, auch ohne die militärische Unterstützung der USA das Blatt im Ukraine-Krieg wenden zu können.

„Zusammenbruch unwahrscheinlich“, behaupten Christian Mölling und András Rácz gegenüber dem ZDF. Die beiden Analysten hatten überlegt, was passiert, würden die USA ihre Ukraine-Hilfe stoppen. Ein Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte dies im März nach dem Eklat im Oval Office als Möglichkeit angedeutet, wie das Magazin Newsweek berichtet hat. Auch der Kyiv Independent (KI) behauptet aktuell, dass die Kämpfe weitergingen, auch wenn Donald Trump aus der Allianz der Unterstützer ausbräche – eine Drohung, die Trump immer wieder vorbringt, wenn sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einem möglichen „Diktatfrieden“ widersetzte.

Putins Problem: In einem so großen Land einen Kilometer nach dem anderen zu kriechen, ist keine Strategie

Die KI-Autoren Asami Terajima und Francis Farrell schreiben, dass das ukrainische Militär trotz seiner Mängel an Personal und Material die verschiedenen Frontabschnitte stabilisiert habe; was Experten das Vertrauen schenkt, die Ukraine würde zum Weiterkämpfen noch Kraft und Willen aufbringen. Auch die verbliebenen westlichen Alliierten hätten ihre Taktik von einer kurzfristigen zu einer mittelfristigen Unterstützung gewandelt, unterstreicht aktuell der Business Insider (BI).

„Jede Diskussion über den voraussichtlichen weiteren Verlauf des Krieges gegen Russland und die Bedingungen eines Friedensabkommens muss daher die Tatsache berücksichtigen, dass die Ukraine mittlerweile eine eigenständige Militärmacht ist.“

Serhii Kuzan, Atlantic Council

„Für besonders reiche westeuropäische Länder ist es finanziell und wirtschaftlich äußerst sinnvoll, die Auslastung der wachsenden ukrainischen Produktionskapazität direkt zu finanzieren“, sagte gegenüber dem BI Jacob Funk Kirkegaard – der Analyst des Thinktanks Bruegel (Brussels European and Global Economic Laboratory) sieht demnach im expandierenden ukrainischen Verteidigungssektor einen Hinweis darauf, dass sich die Verteidiger erfolgreich am eigenen Schopf aus der Situation befreien könnten. Allerdings benötige das Zeit – die Zeit, von der Experten vorher angenommen hatten, dass sie ausnahmslos Wladimir Putin zur Festigung seiner Stellungen in die Karten spielte; die Zeit nämlich, die auch die Ukraine zum Aufbau einer stabilen Rüstungsindustrie nutzen wird.

Die Zeit, die Putin dann fehlen wird, obwohl er weiter selbstsicher in die Kameras lächelt. „In einem so großen Land wie der Ukraine einen Kilometer nach dem anderen zu kriechen, ist nicht gerade eine praktikable Strategie“, sagte gegenüber dem Kyiv Independent Jakub Janovsky. Der Analyst der Daten-Plattorm Oryx hält die Verluste der Ukraine für weniger schlimm, als dass sie in den laufenden Friedensverhandlungen sofort auf ihr Territorium von der Bedeutung der Krim verzichten müssten. Kampffahrzeuge, Geschosse, Kommunikation – die potenzielle Kürzungsliste von Donald Trump könnte beträchtlich sein. Aber die Ukraine wird auch autonomer.

Russlands Desaster: Beim derzeitigen Tempo fast ein Jahrhundert, um die Ukraine vollständig zu erobern

Autonomer im Bestreben, gegen Wladimir Putin und Donald Trump zu opponieren und autonomer in der Besinnung auf ihre Innovationskraft. Fakt ist, dass nach der anfänglich euphorischen und dann doch kläglich gescheiterten Gegenoffensive der Ukraine die Russen Anfang 2024 wieder die Oberhand auf dem Schlachtfeld gewannen und seitdem beständig vorrückten. Aber eben nie soweit, dass die Ukraine in ihrer militärischen Stärke existentiell gefährdet gewesen wäre. Russland habe bescheidene Gebietsgewinne mit horrenden Verlusten bezahlen müssen, schreibt Serhii Kuzan für Atlantic Council: „Analysten schätzen, dass Russland beim derzeitigen Tempo fast ein Jahrhundert brauchen würde, um die Ukraine vollständig zu erobern.“

Ähnlich argumentiert John Hardie, wie der KI den Analysten des US Thinktanks Foundation for Defense of Democracies zitiert: Er urteile demzufolge, „dass die Gesamtlage an der Front ,nicht großartig, aber auch nicht schlimm‘ sei und ein Zusammenbruch unwahrscheinlich sei, so der Independent Das bedeutet, Kiew sei in keiner Notlage, die die Annahme eines Diktatfriedens zwingend erforderlich mache. Richtig sei, ihm zufolge, dass der Ukraine eine fehlende Unterstützung der Luftabwehr extrem fehlen würde.

Andererseits sei die Infanterie Russlands aktuell außerstande, groß angelegte Operationen auf strategisch wichtige Ziele erfolgreich zu führen. Das Ringen bleibe ein „zermürbender Katz-und-Maus-Kampf“, wie der britische Guardian bereits vor zwei Jahren geschrieben hatte am Beispiel des Hin und Her am Dnipro. Bis heute sind weder Raumgewinne Russlands noch Verluste an Boden für die Ukraine entscheidend. Wie Markus Reisner immer wieder erklärt, gehört das zu den Charakteristika eines Abnutzungskrieges – der lasse sich eben nicht danach beurteilen, wie viel oder wenig Boden die eine Seite gewonnen oder die andere Seite verloren habe, wie der Oberst des Österreichischen Bundesheeres in verschiedenen Medien erläutert.

Trumps Irrtum: Ukraine in keiner Position, in der sie alles akzeptieren muss, um eine Einigung zu erzielen

Allerdings kennt ein Abnutzungskrieg auch keinen schnellen Sieger; die Ukraine bleibt somit vorerst Mittäter dieses Krieges anstatt dessen Opfer zu werden. „Ich glaube nicht, dass die Ukraine in einer Position ist, in der sie alles akzeptieren muss, was die USA sagen oder was Russland fordert, um sofort eine Einigung zu erzielen“, sagte Hardie dem Kyiv Independent. Ganz im Gegenteil fordern auch Teile der US-amerikanischen Politik eher einen stärkeren Druck seitens der Regierung Trump statt dessen Minderung, um der Ukraine Luft zu lassen, auch in einer schwierigen Lage Bewegung zeigen zu können.

Robert Jones Portman äußert für den Atlantic Council die Beobachtung, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrfach seine Bereitschaft zu Zugeständnissen gemacht, Wladimir Putin jedoch auf seinen Positionen beharrt habe. „Um Russland, wie von der Trump-Regierung vorgeschlagen, zu Verhandlungen an den Verhandlungstisch zu bringen, bedarf es des Drucks der USA und ihrer Verbündeten durch verschärfte Sanktionen und anhaltende militärische Unterstützung“, schreibt der ehemalige Senator der Republikanischen Partei.

Das bedeutet, dass eine halbwegs stabile Weltlage ohnehin nur mittels der Demonstration von Stärke und Unbeugsamkeit erreicht werden kann. Wie der Business Insider parallel zu den US-geführten Friedensverhandlungen berichtet, seien die Europäer im Verbund mit den Ukrainern stark genug – findet jedenfalls Jacob Funk Kirkegaard, wie er dem Medium gegenüber geäußert hat: Ihm zufolge müsse die neue Ausrichtung der europäischen Waffenproduktion gegenüber der Ukraine in Form einer Win-Win-Situation erfolgen.

Basis für Verhandlungen: Berücksichtigen, dass die Ukraine mittlerweile eine eigenständige Militärmacht ist

Munition, Drohnen, kleine oder große Waffen beziehungsweise Fahrzeuge müssten in der Ukraine produziert werden, da die das Habitat der Gegenstände vor Ort sowie ein starkes Eigeninteresse entwickelt hätte und Europa vor allem Kosten sparen könnte – und seien das lediglich Entwicklungskosten. Die Ukraine hat dazu auch alle Betriebsstätten reanimiert. Wie der Kyiv Independent Mitte April berichtet hat, würden bereits mehr als 40 Prozent der Waffen der ukrainischen Streitkräfte im Inland produziert, was Präsident Selenskyj öffentlich hervorgehoben haben soll.

Bilder zur Beerdigung von Papst Franziskus: Trump fällt aus der Reihe – Hunderttausende in Rom

Der Sarg von Papst Franziskus wird zu seinem Begräbnis auf den Petersplatz im Vatikan getragen.
Der Sarg von Papst Franziskus wird zu seinem Begräbnis auf den Petersplatz im Vatikan getragen.  © Gregorio Borgia/AP/dpa
Kleriker, Gläubige und Staatsgäste nehmen an der Trauermesse von Papst Franziskus auf dem Petersplatz im Vatikan teil.
Kleriker, Gläubige und Staatsgäste nehmen an der Trauermesse von Papst Franziskus auf dem Petersplatz im Vatikan teil.  © Christoph Sator/dpa
Eine Nonne wartete auf dem Petersplatz auf die Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan.
Eine Nonne wartete auf dem Petersplatz auf die Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan.  © Andreea Alexandru/AP/dpa
Hielt eine sehr persönliche Predigt für Papst Franziskus: Der Dekan des Kardinalskollegiums Giovanni Battista Re.
Hielt eine sehr persönliche Predigt für Papst Franziskus: Der Dekan des Kardinalskollegiums Giovanni Battista Re steht während der Beerdigung von Papst Franziskus auf dem Petersplatz im Vatikan am Sarg.  © Alessandra Tarantino/AP/dpa
Zahlreiche Politiker wie der französische Präsident Emmanuel Macron (M) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (dahinter) erweisen Papst Franziskus auf dem Petersplatz die letzte Ehre.
Zahlreiche Politiker wie der französische Präsident Emmanuel Macron (M) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (dahinter) erweisen Papst Franziskus auf dem Petersplatz die letzte Ehre.  © Andrew Medichini/AP/dpa
Die deutsche Delegation um Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M, v.) und seine Frau Elke Büdenbender. Dahinter gehen geschäftsführende Kanzler Olaf Scholz (r, SPD) und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (M, CDU).
Die deutsche Delegation um Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M, v.) und seine Frau Elke Büdenbender. Dahinter gehen geschäftsführende Kanzler Olaf Scholz (r, SPD) und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (M, CDU).  © Markus Schreiber/AP/dpa
Der ukrainische Präsident (M) Wolodymyr Selenskyj wurde mit großem Applaus auf der Beerdigung von Papst Franziskus auf dem Petersplatz im Vatikan empfangen.
Der ukrainische Präsident (M) Wolodymyr Selenskyj wurde mit großem Applaus auf der Beerdigung von Papst Franziskus auf dem Petersplatz im Vatikan empfangen.  © Markus Schreiber/AP/dpa
Auch der ehemalige US-Präsident Joe Biden (2.v.l.) und seine Frau Jill kommen zur Beerdigung von Papst Franziskus.
Auch der ehemalige US-Präsident Joe Biden (2.v.l.) und seine Frau Jill kommen zur Beerdigung von Papst Franziskus.  © Markus Schreiber/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump kam mit Frau Melania zum Begräbnis.
US-Präsident Donald Trump kam mit Frau Melania zum Begräbnis. Anders als so ziemlich alle anderen Staatsvertreter trägt Trump allerdings keinen schwarzen Anzug – sondern einen blauen. © Markus Schreiber/AP/dpa
Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres (M, l.) kommt zur Franziskus-Beerdigung.
Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres (M, l.) kommt zur Franziskus-Beerdigung. © Gregorio Borgia/AP/dpa
Gläubige halten argentinische Fahnen zu Ehren des Argentiniers Franziskus und warten vor der Basilika Santa Maria Maggiore.
Gläubige halten argentinische Fahnen zu Ehren des Argentiniers Franziskus und warten vor der Basilika Santa Maria Maggiore.  © Christoph Reichwein/dpa
Viele Tausend Menschen warten auf einen Blick auf den Sarg des toten Papst Franziskus in Rom. Pilger werden gesegnet.
Viele Tausend Menschen warten auf einen Blick auf den Sarg des toten Papst Franziskus in Rom. Pilger werden gesegnet. © Cornelia Schramm
Schon Stunden vor der Beerdigung von Papst Franziskus füllt sich der Petersplatz in Rom – die Schlangen an den Sicherheitskontrollen sind lang.
Schon Stunden vor der Beerdigung von Papst Franziskus füllt sich der Petersplatz in Rom – die Schlangen an den Sicherheitskontrollen sind lang. © Oliver Weiken/picture alliance/dpa/Conny Schramm
Zur Beerdigung von Papst Franziskus werden am Samstag (26. April) Hunderttausende Menschen in Rom erwartet.
Zur Beerdigung von Papst Franziskus werden am Samstag (26. April) Hunderttausende Menschen in Rom erwartet. Zum ersten Mal seit einem Jahrhundert wird ein Trauerzug den Leichnam des Pontifex durch Italiens Hauptstadt führen. An der Beisetzung wird die Öffentlichkeit nicht teilnehmen. © Michael Kappeler/dpa/Christoph Reichwein
Der allerletzte Blick auf Papst Franziskus am Samstag (26. April) gegen 0.30 Uhr: Zeremonienmeister und Erzbischof Diego Giovanni Ravelli bedeckt das Gesicht des verstorbenen Papstes mit einem Seidentuch, bevor er seinen Sarg im Petersdom im Vatikan schließt.
Der allerletzte Blick auf Papst Franziskus am Samstag (26. April) gegen 0.30 Uhr: Zeremonienmeister und Erzbischof Diego Giovanni Ravelli bedeckt das Gesicht des verstorbenen Papstes mit einem Seidentuch, bevor er seinen Sarg im Petersdom im Vatikan schließt. © picture alliance/dpa/Vatican Media
Mit Nägeln wird der Sarg von Papst Franziskus versiegelt.
Mit Nägeln wird der Sarg von Papst Franziskus versiegelt.  © picture alliance/dpa/Vatican Media
Ein Zinkdeckel verziert den Sarg schließlich, mehr Prunk wollte Papst Franziskus bei seiner Beerdigung nicht.
Ein Zinkdeckel verziert den Sarg schließlich, mehr Prunk wollte Papst Franziskus bei seiner Beerdigung nicht. © picture alliance/dpa/Vatican Media
Papst Franziskus hält den Hirtenstab, als er nach einer Messe im Petersdom im Vatikan anlässlich des Dreikönigstages. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb nach Angaben des Vatikans am Ostermontag im Alter von 88 Jahren.
Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb am Ostermontag.  © Andrew Medichini/picture alliance/dpa/AP
Papst Franziskus gestorben
Keine 24 Stunden vor seinem Tod spendete Papst Franziskus noch den Ostersegen (Archivbild). © Evandro Inetti/ZUMA Press Wire/dpa
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Noch einmal werfen Zehntausende einen letzten Blick auf Franziskus. © Andreea Alexandru/AP/dpa
Menschen nehmen im Petersdom am offenen Sarg Abschied von Papst Franziskus.
Menschen nehmen im Petersdom am offenen Sarg Abschied von Papst Franziskus. © Christoph Reichwein/dpa
Arbeiter decken den Altar am Petersplatz für die Trauerfeier am Samstag (26. April) für Papst Franziskus ab.
Arbeiter decken den Altar am Petersplatz für die Trauerfeier am Samstag (26. April) für Papst Franziskus ab. © Michael Kappeler/dpa
Papst Franziskus gestorben - Rom
Das Grab wird noch von Sperrholzplatten verdeckt. © Oliver Weiken/dpa
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Die Polizei ist im Großeinsatz. © Andrew Medichini/AP/dpa
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Auf dem Petersplatz laufen die Vorbereitungen für das große Requiem. © Michael Kappeler/dpa
Vatikanstadt, 18. Mai 2013 - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Besuch bei Papst Franziskus im Vatikan
Auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel, selbst protestantische Pfarrerstochter, zeigte sich vom Tod des Papstes ergriffen: „Er wird mir als eine Persönlichkeit in Erinnerung bleiben, deren Handeln von der Liebe zu den Menschen geprägt war.“ erklärt sie. Merkel und Franziskus trafen sich im Jahr 2013 in Rom.  ©  IMAGO / xim.gs
Donald Trump in Begleitung von First Lady Melania Trump bei einer Audienz mit Papst Franziskus im Jahr 2017.
Donald Trump in Begleitung von First Lady Melania Trump bei einer Audienz mit Papst Franziskus im Jahr 2017. Das Präsidentenpaar der USA reist zur Beerdigung des Pontifex erneut nach Rom. © Evan Vucci/dpa
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (r) und US-Präsident Donald Trump unterhielten sich bei der Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (r) und US-Präsident Donald Trump unterhielten sich bei der Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan.  © Ukrainian Presidential Press Service/dpa
Zahlreiche Staatsgäste sehen zu, wie der Sarg von Papst Franziskus am Ende seiner Todesmesse auf dem Petersplatz zurück in den Petersdom getragen wird.
Zahlreiche Staatsgäste sehen zu, wie der Sarg von Papst Franziskus am Ende seiner Todesmesse auf dem Petersplatz zurück in den Petersdom getragen wird. © Andrew Medichini/dpa
Der Sarg von Papst Franziskus wurde in einem umgebauten Papamobil in Richtung der Basilika Santa Maria Maggiore, wo der verstorbene Ponitfex zur ewigen Ruhe gebettet wurde, gefahren.
Der Sarg von Papst Franziskus wurde in einem umgebauten Papamobil in Richtung der Basilika Santa Maria Maggiore, wo der verstorbene Ponitfex zur ewigen Ruhe gebettet wurde, gefahren. © Antonio Balasco/imago
Auch am Kolosseum ging der Trauerzug vorbei. Papst Franziskus wurde inzwischen in der Marienkirche unter Ausschluss der Öffentlichkeit beigesetzt.
Auch am Kolosseum ging der Trauerzug vorbei. Papst Franziskus wurde inzwischen in der Marienkirche unter Ausschluss der Öffentlichkeit beigesetzt. © Bernat Armangue/dpa

Laut Atlantic Council-Analyst Serhii Kuzan entstehe häufig der Eindruck, dass die Ukraine ein Vasall westlicher Staaten sowie der USA sei – das würde die Diskussion über Frieden derart beeinflussen als würden Trump und Putin Selenskyj wie durch ein Mikroskop hindurch betrachten und entsprechend gering schätzen, argumentiert er. Allerdings scheint Selenskyj inzwischen auch rhetorisch gewachsen zu sein, wie ihn der KI zitiert: „Die Ukraine wird immer ihre eigenen starken Waffen brauchen, damit wir einen eigenen starken ukrainischen Staat haben können. Die Ukraine wird immer ihre eigene technologische Überlegenheit brauchen, damit Russland weiß, dass wir auf jeden Angriff reagieren werden.“

Deshalb bezichtigt Kuzan die beiden mächtigen Potentaten Trump und Putin einer die Fakten verhehlenden Überheblichkeit: „Jede Diskussion über den voraussichtlichen weiteren Verlauf des Krieges gegen Russland und die Bedingungen eines Friedensabkommens muss daher die Tatsache berücksichtigen, dass die Ukraine mittlerweile eine eigenständige Militärmacht ist.“

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