Die verarbeiteten Informationen zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich deshalb nicht immer unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Informationen zum Krieg in der Ukraine können Sie in unserem neuen New-Ticker Ukraine-Krieg lesen.
Update vom 8. Mai, 10.50 Uhr: Die Ukraine schließt nach eigenen Angaben derzeit die Vorbereitungen für eine Großoffensive ab, um die von Russland besetzten Gebiete im Osten und Süden des Landes sowie die annektierte Krim zurückzuerobern. Nach Einschätzung mancher Experten deuten die zuletzt gehäuften Drohnenangriffe auf beiden Seiten darauf hin, dass die ukrainische Offensive bald beginnen könnte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich anlässlich des 8. Mai zuversichtlich mit Blick auf einen Erfolg seines Landes im Krieg gegen Russland geäußert. „Wir werden siegen“, sagte er anlässlich des internationalen Gedenktages zum Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. „All das alte Böse, das das moderne Russland“ zurückbringe, werde „auf die gleiche Weise besiegt werden, wie der Nationalsozialismus besiegt wurde“.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Ukraine-Krieg: Kiew meldet russische Luftangriffe auf mehrere Landesteile
Update vom 8. Mai, 7.05 Uhr: Zum Wochenbeginn hat die Ukraine russische Luftangriffe auf mehrere Landesteile gemeldet – darunter erneut auch auf die Hauptstadt Kiew. Dort seien durch den nächtlichen Beschuss mindestens fünf Menschen verletzt worden, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko am Montagmorgen (8. Mai). Drohnenteile seien dort unter anderem auf ein Wohnhaus gefallen. Insgesamt wurden laut Militärverwaltung im Luftraum der Hauptstadt 30 der unbemannten Flugkörper entdeckt und abgeschossen.
Auch in Odessa meldeten die ukrainischen Behörden Beschuss – durch russische Marschflugkörper vom Typ Ch-22. In Brand geraten sei dort ein Lebensmittellager.
Update vom 7. Mai, 21.33 Uhr: Die Welt muss nach Meinung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj „alle Fakten des russischen Terrors“ gegen die Ukrainer erfahren. „Es ist wichtig, dass die Welt darüber spricht, was der terroristische Staat tut, und wie wir Leben schützen“, sagte Selenskyj am Sonntag in seiner allabendlichen Videoansprache. Er sprach von russischen Artillerieüberfällen auf Cherson oder Charkiw, ebenso wie „den Terror gegen Dörfer in den Grenzgebieten der Regionen Tschernihiw und Sumy, die Hölle in der Region Donezk“.
Wichtigstes Ziel Russlands sei, Sicherheit zu zerstören, sowohl in der Ukraine als auch überall in Europa, überall in der freien Welt, sagte Selenskyj. „Sicherheit zu zerstören, Tod und Chaos zu bringen, das ist alles, was ein terroristischer Staat tut.“
Update vom 7. Mai, 17.27 Uhr: Russische Truppen evakuieren nach ukrainischen Angaben die Stadt Enerhodar, auf deren Gelände das von ihnen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja liegt. Menschen würden in die Städte Berdjansk und Prymorsk transportiert, die beide an der Küste des Asowschen Meeres liegen, teilt der ukrainische Generalstab mit. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner, die weggebracht würden, seien diejenigen, die zu Beginn der Besatzung die russische Staatsbürgerschaft angenommen haben.
Die Evakuierung habe die von Russland eingesetzte Verwaltung des annektierten Gebietes im Süden der Ukraine angesichts der erwarteten ukrainischen Gegenoffensive angeordnet. Auch deshalb intensivieren sich die Kämpfe offenbar. Die Ukraine meldete am Sonntag eine Tote bei russischen Angriffen auf Nikopol mit 30 Granaten. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hatte sich zuvor besorgt über die Lage rund um das AKW geäußert.
Update vom 7. Mai, 13.43 Uhr: Hat Russland keine Kraft für eine Großoffensive? In der Ukraine glaubt man das. „Heute hat Russland weder militärisch, noch wirtschaftlich oder politisch das Potenzial, um einen weiteren Versuch einer ernsthaften Offensive irgendwo in der Ukraine zu starten“, sagte Kyrylo Budanow, Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes.
Allerdings sei Russland weiter stark genug, um die Verteidigung der besetzten Gebiete zu organisieren, schätzte Budanow in einem am Samstagabend (7. Mai) bei Yahoo News veröffentlichten Interview. „Das ist das Problem, womit wir gerade konfrontiert sind.“ Das Gespräch fand den Angaben der Redaktion nach bereits am 24. April statt.
Budanow erklärte zudem, dass die russischen Raketenbestände sich dem Ende näherten. Moskau habe einige Raketen gehortet, um auf die geplante ukrainische Gegenoffensive antworten zu können, „aber die Wahrheit ist, dass sie ihre Lager fast auf Null runtergefahren haben“, sagte er. Unabhängig lassen sich die Aussagen nicht überprüfen.
Ukraine-Krieg: Wagner-Söldner unter Prigoschin sollen Munition aus Russland erhalten
Update vom 7. Mai, 12.27 Uhr: Die Wagner-Söldner sollen nun doch die geforderte Munition aus Russland erhalten – zumindest nach Angaben ihres Chefs. „Uns wurden so viel Munition und Waffen versprochen wie zur Fortsetzung der Kampfhandlungen nötig“, teilte Jewgeni Prigoschins Pressedienst jetzt auf Telegram mit.
Für die Koordination der Söldner mit den regulären Einheiten sei General Sergej Surowikin zuständig – „der einzige Mensch mit Generalsstern, der was vom Kämpfen versteht“, befand Prigoschin. Zuletzt hatte Prigoschin den Abzug seiner Söldner aus Bachmut angekündigt und dies mit der drohenden Gefahr eines Aufreibens seiner Truppe gerechtfertigt.
Prigoschin gilt wie Surowikin oder auch der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow als Hardliner in Russlands Angriffskrieg. Experten sprechen von einem Machtkampf innerhalb der russischen Elite, der die Effizienz der Kriegsführung Moskaus weiter schmälert.
Ukraine-Krieg: Prigoschin will Wagner-Söldner weiter für Russland kämpfen lassen
Update vom 7. Mai, 8.01 Uhr: Auch nach einem Abzug aus der umkämpften ukrainischen Stadt Bachmut soll die russische Söldner-Truppe Wagner nach Aussagen ihres Chefs Jewgeni Prigoschin weiter für Moskau kämpfen. „Die Wagner-Kämpfer werden für die nächsten Operationen im Interesse Russlands erhalten bleiben“, sagte er am Sonntag (7. Mai) laut russischer Staatsagentur Tass.
Am Freitag hatte er nach Klagen über fehlende Munition angekündigt, seine Kämpfer in der kommenden Woche aus Bachmut abzuziehen. Nun sagte Prigoschin, niemand habe mit ihm über den Mangel an Munition gesprochen. Die Stellungen in Bachmut sollen angeblich ab kommendem Mittwoch Kämpfer des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow übernehmen. Die ostukrainische Stadt wird seit Monaten gemeinsam von der russischen Armee und der Wagner-Truppe angegriffen.
Mittlerweile kontrollierten die russischen Streitkräfte etwa 95 Prozent von Bachmut, teilte Prigoschins Pressedienst laut Tass auf Telegram mit. Die restlichen fünf Prozent spielten keine Rolle für den Marsch der russischen Armee weiter nach Westen. „Zwei Quadratkilometer beeinflussen den Fortschritt der militärischen Operation überhaupt nicht.“
Innerhalb der russischen Militärführung tobt ein offen zutage tretender Machtkampf. Prigoschin beschwerte sich zuletzt immer wieder öffentlich über angeblich fehlende Munition.
Ukraine-Krieg: Kiew stichelt gen Russland - „Kanonenfutter“- und Sold-Aufruhr bei Putins Truppen?
Update vom 6. Mai, 20.20 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat im Verteidigungskrieg gegen Russland brisante Vorwürfe erhoben. Es gebe Informationen darüber, dass Kommandeure von in der russischen Oblast Nischni Nowgorod stationierten Kräften ihre Soldaten offen als „Kanonenfutter“ bezeichneten, erklärte Kiews Militär auf Facebook.
Zugleich gebe es unter Russlands Soldaten Klagen über mangelnde medizinische Versorgung und Ausrüstung. „Etwa 50 Prozent des Militärpersonals“ hätten zugleich ihre Zahlscheine nicht erhalten - und seien in Sorge darüber, dass ihre Familien im Todesfalle nicht ausgezahlt werden. Das sorge für niedrige Moral unter Putins Truppen. Eine konkrete Quelle nannten die ukrainischen Stellen nicht, die Angaben sind auch nicht verifizierbar.
Update vom 6. Mai, 18.25 Uhr: Ramsan Kadyrow hat Spekulationen über eine Söldner-Rochade in Bachmut weiter befeuert. „Ich habe bereits die entsprechende Mitteilung an den Oberkommandeur unterzeichnet und mitgeteilt, dass Achmat-Kräfte bereit sind, die Kontrolle über die Stadt zu übernehmen und Nato- und Ukraine-Satanisten zu entfernen“, erklärte Kadyrow der Staatsagentur Tass zufolge auf Telegram.
Berichte über eine ukrainische Gegenoffensive bezeichnete der als „Putins Bluthund“ bekannte Tschetschenen-Anführer als „Fake-News“. Man sei vielmehr bereits dabei, mit dem Verteidigungsministerium eine „Strategie“ auszuarbeiten. „Wir warten nur die Befehle ab“, schrieb Kadyrow. Ein Abmarsch gen „Artemiwsk“ sei jederzeit möglich. Unter diesem Namen firmiert Bachmut in Russland. Aktuell spielen die Söldner der „Gruppe Wagner“ im Kampf um Bachmut eine große Rolle. Ihr Chef Jewgeni Prigoschin hatte allerdings öffentlich einen Deal mit Kadyrow sowie einen Rückzug seiner Kräfte verkündet.
Experte bestätigt bösen Bachmut-Verdacht: Setzt Russland grausame Brandmunition ein?
Update vom 6. Mai, 16.15 Uhr: Die Ukraine wirft Russland den Einsatz von Phosphorbomben im umkämpften Bachmut vor – die Waffen können grausame Brandverletzungen bei Menschen verursachen. Ein hochrangiger schwedischer Militär glaubt nach Ansicht der kursierenden Videobilder zwar nicht an den Abschuss von Phosphormunition, vermutet aber andere Brandbomben.
„Metallbrandbomben zeichnen sich dadurch aus, dass sie optisch wie Feuerwerk wirken, so wie auf diesen Bildern“, sagte der Oberstleutnant Joakim Paasikivi der Zeitung Dagens Nyheter. „Es gibt mehrere Filmclips, die das zeigen. Das ist allerdings leider nichts Neues, es ist ein Muster, dass Russland, das bei einer großen Zahl an Anlässen verwendet hat“, fügte Paasikivi hinzu. Die Genfer Konventionen verbieten den Einsatz von Brandwaffen überall dort, wo Zivilisten zu Schaden kommen können.
Bachmut-Deal mit „Putins Bluthund“: Tschetschenen-Kämpfer sollen Gruppe Wagner ablösen
Update vom 6. Mai, 14.50 Uhr: Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin trifft eigenen Angaben zufolge konkrete Vorbereitungen für den baldigen Abzug seiner Kämpfer von der Front in der Ostukraine. Er wolle ein Ablöseangebot des Chefs der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, annehmen, teilte Prigoschins Pressedienst am Samstag auf Telegram mit. Kadyrow hatte zuvor erklärt, Männer seiner Truppe „Achmat“ könnten in der schwer umkämpften ukrainischen Stadt Bachmut die Stellungen der Wagner-Söldner übernehmen.
Innerhalb der russischen Militärführung tobt mehr als ein Jahr nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine ein offen zutage tretender Machtkampf. Prigoschin beschwerte sich zuletzt immer wieder öffentlich über angeblich fehlende Munition. Am Freitag dann kündigte der 61-Jährige an, seine Kämpfer aus diesem Grund aus Bachmut abzuziehen. Nun veröffentlichte Prigoschin auch ein Schreiben an Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, in dem er diesen auffordert, einen Befehl zur Übergabe der Stellungen an Kadyrows Männer zu erteilen. Bis zum kommenden Mittwoch um 0.00 Uhr solle diese Operation abgeschlossen sein, hieß es weiter.
Ukraine-Krieg: Kiew mit geografischem Vorteil bei Gegenoffensive
Update vom 6. Mai, 6.40 Uhr: Die ukrainischen Truppen haben bei der erwarteten Gegenoffensive nach dem Militäranalysten Niklas Masuhr einen geografischen Vorteil. Wenn sie an verschiedenen Stellen der Front vorstoße, habe sie kürzere Wege, wenn sie Truppen zur Verstärkung an Brennpunkte verlegen wolle. Die russische Armee habe längere Routen, weil sie sich nur im besetzten Territorium in südlichen und östlichen Gebieten der Ukraine bewegen kann, sagte Masuhr, Forscher am Center for Security Studies der Universität ETH in Zürich, der Deutschen Presse-Agentur.
Wie andere Analysten geht Masuhr auch davon aus, dass Elemente der Offensive bereits begonnen haben. „So etwas geht ja nicht mit einer roten Startrakete los“, sagte er. Die jüngsten ukrainischen Angriffe auf russische Logistik dürften eine vorbereitende Rolle spielen.
Ukraine-Krieg: Kadyrow will „Achmat“-Truppen nach Bachmut schicken
Update vom 5. Mai, 22.20 Uhr: Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hat angeboten, seine eigene Truppe „Achmat“ in die ostukrainische Stadt Bachmut zu schicken, sollten sich der russische Söldnerführer Jewgeni Prigoschin und seine Leute aus dem Ort zurückziehen. „Ja, wenn der ältere Bruder Prigoschin und ‚Wagner‘ gehen sollten, dann verliert der Generalstab eine erfahrene Einheit und an ihre Stelle könnten dann der kleine Bruder Kadyrow und ‚Achmat‘ treten“, schrieb Kadyrow auf Telegram. Seine Kämpfer seien bereit, voranzugehen und die Stadt zu erobern.
„Das ist nur eine Frage von Stunden.“ Zuvor hatte Prigoschin einen Abzug seiner Söldnereinheiten am kommenden Mittwoch angekündigt. Diese müssten „ihre Wunden lecken“. Als Ursache hatte der 61-Jährige hohe Verluste wegen mangelnder Artillerieunterstützung durch die russischen Streitkräfte angeführt und dabei die Armeeführung direkt angegriffen. Russland setzt im Angriffskrieg gegen die Ukraine auch Einheiten aus Tschetschenien ein. Sie gehören formal zu Polizei und Nationalgarde, folgen aber faktisch vor allem Kadyrows Kommando.
Ukraine-Krieg: Russland ordnet Evakuierung für Saporischschja an
Update vom 5. Mai, 15.55 Uhr: Russische Behörden in der von Moskau besetzten ukrainischen Region Saporischschja haben eine „freiwillige Evakuierung“ von 18 Siedlungen in der Nähe der südlichen Frontlinie angekündigt. Man wolle etwa 70.000 Menschen von der Front entfernen und tiefer in die ukrainische Region umsiedeln, berichtete die russische Agentur Tass unter Berufung auf Behörden. Dafür machte der von Moskau ernannte Gouverneur Jewgeni Balitskyj die ukrainische Armee verantwortlich, wie die Agentur Interfax mitteilte. Sie habe in den letzten Tagen den Artilleriebeschuss intensiviert.
Ukraine-Krieg: Wagner-Chef will seine Truppen aus Bachmut abziehen
Update vom 5. Mai, 11.10 Uhr: Nach Klagen über fehlende Munition hat der Chef der russischen Söldner-Truppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, mit dem Abzug seiner Kämpfer aus der umkämpften ukrainischen Stadt Bachmut in der kommenden Woche gedroht. „Ohne Munition werden meine Jungs keine unnötig hohen Verluste tragen. Darum ziehen wir uns ab dem 10. Mai 2023 aus der Ortschaft Bachmut zurück“, sagte Prigoschin in einem Freitag (5. Mai) auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Video.
Wegen des Munitionsmangels müssten seine Kämpfer ansonsten mit einem „sinnlosen Tod“ rechnen. Zugleich schrieb Prigoschin: „Wenn Russland in Gefahr sein wird, werden wir erneut zur Verteidigung kommen.“ Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentierte Prigoschins Ankündigung zunächst lediglich mit den Worten: „Wir haben das natürlich in den Medien gesehen. Aber ich kann das nicht kommentieren, weil es den Verlauf der militärischen Spezialoperation betrifft.“
Die ostukrainische Stadt Bachmut wird seit Monaten gemeinsam von der russischen Armee und der Wagner-Truppe angegriffen. Inzwischen kontrollieren die Angreifer eigenen Angaben nach rund 85 Prozent des Stadtgebietes. In Russland erwartet man eine Gegenoffensive der Ukraine.
Update vom 5. Mai, 9.10 Uhr: Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben zwischen dem 24. Februar 2022 und dem 5. Mai 2023 rund 193.210 russische Angreifer getötet, davon 620 allein am vergangenen Tag. Dies teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in einem Facebook-Post mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Insgesamt zerstörten die ukrainischen Militärs laut Generalstab 3.710 (+3) feindliche Panzer, 7.224 (+8) gepanzerte Kampffahrzeuge, 2.978 (+16) Artilleriesysteme, 550 (+3) Mehrfachraketen-Systeme, 304 (+0) Luftabwehrsysteme, 308 (+0) Kampfflugzeuge, 294 (+0) Hubschrauber, 2.540 (+17) operative und taktische unbemannte Luftfahrzeuge, 947 (+0) Marschflugkörper, 18 (+0) Kriegsschiffe/Boote, 5.916 (+30) Lastkraftwagen und Tankfahrzeuge und 373 (+3) Einheiten mit Spezialausrüstung.
Ukraine-Krieg: Keine Zugeständnisse Moskaus
Erstmeldung: Kiew – Der US-Geheimdienst hat davor gewarnt, dass Staaten wie China oder Russland die auf „Regeln basierende internationale Ordnung“ umgestalten wollen. Der Direktor des Verteidigungsnachrichtendiensts, Scott Berrier, nannte bei einer Anhörung im US-Kongress am Donnerstag (4. Mai) den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, „Chinas militärisches Selbstbewusstsein“ im Indopazifik, eine „noch nie dagewesene Zahl nordkoreanischer Raketenstarts“ und „iranische Aktionen gegen die US-Streitkräfte im Nahen Osten“ als Beispiele dafür. Autoritäre Länder würden eine „größere Risikotoleranz“ gegenüber einer möglichen Eskalation zeigen.
Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines mahnte mit Blick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine, dass die Aussichten auf Zugeständnisse aus Moskau bei möglichen Verhandlungen aktuell gering seien. Zu erwarten seien diese nur, wenn innenpolitische Schwächen das Denken von Kremlchef Wladimir Putin ändern würden. Es sei aber unwahrscheinlich, dass Russland in diesem Jahr in der Lage sein werde, eine bedeutende Offensivoperation durchzuführen.
Ukraine-Krieg: Flugabwehr schießt eigene Drohne über Kiew ab
Die ukrainische Flugabwehr schoss am Donnerstag über der Hauptstadt Kiew eine Drohne der eigenen Streitkräfte ab. Militärs hätten die Kontrolle über das unbemannte Flugobjekt verloren, teilte die Luftwaffe am Abend mit. Um mögliche „unerwünschte Folgen“ zu vermeiden, sei beschlossen worden, die Drohne vom türkischen Typ Bayraktar abzuschießen. „Es ist schade, aber so ist die Technik, und solche Fälle kommen vor“, hieß es in der auf Telegram verbreiteten Erklärung.
In Kiew und Umgebung war wegen der Drohne am Abend Luftalarm ausgelöst worden. Videoaufnahmen in sozialen Netzwerken zeigten, wie die Drohne über dem Zentrum von Kiew abgeschossen wurde. Der Luftalarm wurde nach kurzer Zeit aufgehoben.
Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe in Bachmut dauern an
Die russischen Streitkräfte setzten ihre Angriffe in der Ostukraine fort. Einmal mehr sei die Stadt Bachmut im Brennpunkt des Geschehens gewesen, berichtete der ukrainische Generalstab am Abend in seinem Lagebericht. Bei Bachmut, Limansk und Marjinka seien rund 50 russische Angriffe zurückgeschlagen worden. „Die russischen Besatzungstruppen erleiden weiterhin schwere Verluste auf dem Schlachtfeld, und alle medizinischen Einrichtungen in den vorübergehend besetzten Gebieten sind mit verwundeten Besatzungssoldaten überfüllt“, hieß es weiter. Die Angaben des Militärs konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Russland führt seit dem Februar des Vorjahres einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Seit Monaten versuchen russische Truppen, die von ihnen besetzten Gebiete im Osten der Ukraine auszuweiten. (Mit Agenturmaterial)