Ukraine-Krieg aktuell: Spektakulärer Ukraine-Angriff auf russisches U-Boot – Auch Attacken auf Moskau
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Jens Kiffmeier
Nail Akkoyun
Simon Schröder
Franziska Schwarz
Felix Busjaeger
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Donald Trump ist nach den Verhandlungen optimistisch. Doch der Krieg geht weiter. Moskau gerät unter Beschuss.
Update, 6:54 Uhr: Attacke tief in Russland: Die Ukraine hat in der Nacht zu Dienstag wieder die russische Hauptstadt unter Beschuss genommen. Die Rakete sei aber rechtzeitig abgefangen und zerstört worden, schriebBürgermeister Sergej Sobjanin laut der Nachrichtenagentur Reuters auf Telegram. Trümmerteile seien vom Himmel gefallen. Angaben zu Schäden oder Opfern machte er nicht. Aber Rettungskräfte seien im Einsatz, hieß es.
See-Krieg der Ukraine geht weiter: Drohne soll Russlands U-Boot-Flotte attackiert haben
Update, 5:59 Uhr: Ungeachtet der kleinen Fortschritte in den Ukraine-Verhandlungen tobt der Krieg in Osteuropa weiter: In der Nacht zu Dienstag hat der ukrainische Geheimdienst SBU die Beschädigung eines russischen U-Boots der Klasse „Warschawjanka“ durch eine Unterwasserdrohne vom Typ „Sub Sea Baby“ gemeldet. Das berichtet das Nachrichtenportal t-online.de. Das U-Boot sei „praktisch außer Gefecht“ gesetzt worden. Im Netz kursierte auch ein Video von der Aktion. Die Angaben lassen sich aber nicht unabhängig überprüfen. Denn die russische Schwarzmeerflotte bestreitet einen erfolgreichen Angriff.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Kiew sieht „Fortschritte“
Update, 5:17 Uhr: Nach dem Ende der Ukraine-Verhandlungen in Berlin hat sichKiew weiterhin gesprächsbereit gezeigt. Bei dem zweitägigen Treffen habe man zusammen mit den USA „echte Fortschritte“ auf dem Weg zum Frieden in der Ukraine erzielt, sagte der hochrangige Sicherheitsbeamte und Unterhändler Rustem Umerov laut dem Kijw Independent. Vor allem in den Fragen nach Sicherheitsgarantien sei man sich näher gekommen. Ungeklärt sei aber weiterhin eine endgültige Einigung über die Territorialfragen.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump sieht Fortschritte in Verhandlungen
Update, 22:17 Uhr: Nach den Berliner Verhandlungen zur Ukraine sieht Donald Trump ein Friedensabkommen in Reichweite. „Ich denke, wir sind jetzt näher dran als je zuvor“, sagte der US-Präsident. Darüber habe er „sehr lange und sehr gute Gespräche“ mit dem ukrainischen Präsidenten Selensky, Bundeskanzler Merz und weiteren europäischen Politikern geführt.
Update, 22:02 Uhr: Die Türkei hat eine Drohne abgeschossen, die sich vom Schwarzen Meer dem türkischen Luftraum genähert hat. Kampfjets seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, als das Objekt entdeckt wurde, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit.
Man habe festgestellt, dass es sich um eine außer Kontrolle geratene Drohne handelte – um Schaden zu vermeiden, sei die Drohne in einem sicheren Gebiet abgeschossen worden, hieß es weiter. Genaue Angaben zum Zeitpunkt und genauen Ort des Vorfalls wurden nicht genannt. Der Vorfall erfolgte nach mehreren ukrainischen Seedrohnenangriffen gegen Tankschiffe im Schwarzen Meer, die Häfen in Russland anlaufen sollten.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland äußert sich zu Angriff auf U-Boot
Update, 21:03 Uhr: Neue Details zum ukrainischen Angriff auf ein russisches U-Boot: Nach Angaben der russischen Kriegsmarine gab es zwar einen Angriff, der sei aber nicht erfolgreich gewesen. „Keines der Schiffe oder U-Boote der Schwarzmeerflotte, die in der Bucht des Marinestützpunktes Noworossijsk stationiert sind, oder ihre Besatzungen sind durch die Sabotageaktion zu Schaden gekommen, sie verrichten normal ihren Dienst“, behauptete der Leiter des Pressedienstes der russischen Schwarzmeerflotte, Alexej Ruljow.
Update, 20:08 Uhr: Eine „multinationale Truppe“ zur Absicherung eines potenziellen Friedensvertrags haben die europäischen Unterstützer der Ukraine vorgeschlagen. In einer gemeinsamen Erklärung, die am Montag von mehreren europäischen Staaten und der EU anlässlich eines Treffens mit US-Vertretern in Berlin veröffentlicht wurde, hieß es: „Sowohl die USA als auch die Staats- und Regierungschefs Europas sprachen sich dafür aus, zusammenzuarbeiten, um der Ukraine im Kontext einer Vereinbarung zur Beendigung des Krieges robuste Sicherheitsgarantien und Unterstützungsmaßnahmen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen.“
Die von Europa geführte Truppe, die Unterstützung aus den USA erhalten soll, werde „bei der Regeneration der Streitkräfte der Ukraine, der Sicherung des Luftraums der Ukraine und der Gewährleistung sichererer Meere helfen, auch durch Operationen innerhalb der Ukraine“.
Videoschalte zwischen EU-Außenminister und Witkoff scheitert aufgrund von Verbindungsproblemen
Update, 19:15 Uhr: Technische Probleme in Brüssel: Eine geplante Videoschalte zwischen den EU-Außenministern und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner ist aufgrund von Verbindungsproblemen nicht zustande gekommen. EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas erklärte, es sei nicht klar, ob es einen Cyberangriff gegeben habe. Eine Videoschalte zwischen den EU-Außenministern und dem wie Witkoff und Kushner in Berlin weilenden ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha funktionierte nach Angaben von Diplomaten problemlos.
Der Bundestag hatte heute ebenfalls mit einem Ausfall des Internets zu kämpfen. Die Ursache sei unklar, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei auch offen, ob es einen Zusammenhang mit dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) am Nachmittag gegeben habe.
Selenskyj sieht noch Differenzen bei Fragen über ukrainisches Territorium mit den USA
Update, 18:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den Gesprächen in Berlin erklärt, dass es noch Differenzen zwischen der US-Position und der Ukraine gebe. Mit Blick auf die von Russland besetzten ukrainischen Gebiete sagte Selenskyj: „Zu den Territorien gibt es bisher noch unterschiedliche Positionen. Das sage ich ganz ehrlich.“ Dennoch gab es auch Fortschritte. „Wir haben jetzt von amerikanischer Seite gehört, dass man bereit ist, Sicherheitsgarantien zu geben, die dem Artikel fünf des NATO-Vertrags entsprechen“, sagte er zu den Verhandlungen.
Update, 18:29 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff ein russisches U-Boot beschädigt. Es sei „praktisch außer Gefecht“ gesetzt worden. Der Schlag sei erstmals mit einer Unterwasserdrohne vom Typ „Sub Sea Baby“ gegen das U-Boot der Klasse „Warschawjanka“ (NATO-Klassifizierung „Kilo“) gelungen, teilte der SBU bei Telegram mit. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar und wurden von Russland nicht bestätigt. Allerdings gab es schon mehrfach ukrainische Angriffe auf Schiffe in diesem Hafen.
„An Bord des U-Boots befanden sich vier Abschussvorrichtungen für Kalibr-Marschflugkörper, die der Feind für Angriffe auf das Gebiet der Ukraine einsetzt“, begründete der SBU den Dohneneinsatz. Es habe sich um eine gemeinsame Operation der 13. Hauptabteilung für militärische Spionageabwehr des SBU und der ukrainischen Marine gehandelt.
Fortschritte bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine in Berlin
Update, 17:53 Uhr: Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gibt es nach US-Angaben Fortschritte bei möglichen Sicherheitsgarantien. Nach stundenlangen Gesprächen in Berlin mit der ukrainischen Seite habe man ein Sicherheitspaket weiterentwickelt, in dem Regeln in Anlehnung an Artikel 5 im NATO-Vertrag vorgesehen sind, sagte ein hochrangiger US-Beamter. Es umfasse auch Maßnahmen zur Überwachung und Konfliktvermeidung, damit sich die ukrainische Bevölkerung sicher fühle. Auf einen US-Militäreinsatz in der Ukraine läuft es laut dem Beamten nicht hinaus.
Man hoffe, dass sich die Russen die Pläne ansehen werden, fügte der US-Beamte hinzu. Artikel 5 des NATO-Vertrags sieht vor, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere NATO-Mitglieder in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sind seit dem Wochenende in Berlin und bei den Gesprächen über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs dabei.
Neue Sanktionen gegen Putins Schattenflotte: Insgesamt 600 Schiffe sanktioniert
Update, 17:16 Uhr: Die Außenminister der EU-Staaten haben neue Sanktionen gegen Unternehmen und Personen mit Verbindungen zur sogenannten russischen Schattenflotte beschlossen. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte, treffen die Strafmaßnahmen Reedereien mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Vietnam und in Russland. Zudem werden Geschäftsleute sanktioniert, die direkt oder indirekt mit den großen staatlichen russischen Ölkonzernen Rosneft und Lukoil verbunden sind.
Von den betroffenen Akteuren müssen nun in der EU vorhandene Vermögenswerte eingefroren werden. Zudem ist es EU-Bürgern sowie Unternehmen untersagt, ihnen Gelder zur Verfügung zu stellen, und gegen die betroffenen Personen wird zusätzlich ein EU-Einreiseverbot verhängt. In den nächsten Tagen sollen zudem etwa 40 weitere Tanker auf die Liste mit Schiffen gesetzt werden, die nicht mehr in europäische Häfen einlaufen und nicht mehr versichert werden dürfen. Damit wären künftig etwa 600 Schiffe von Strafmaßnahmen betroffenen. Die Liste solle künftig monatlich ergänzt werden, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach dem Außenministertreffen bei einer Pressekonferenz.
Update, 16.55 Uhr: Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow hat sich zufrieden über den bisherigen Verlauf der Ukraine-Gespräche in Berlin geäußert. „Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA waren konstruktiv und produktiv, es wurden echte Fortschritte erzielt“, erklärte Umerow heute (15. Dezember) in Onlinenetzwerken. „Wir hoffen, dass wir bis zum Ende des Tages eine Einigung erzielen werden, die uns dem Frieden näher bringt.“
Putins Kriegs-Wirtschaft weiter in Angst: Ukraine expandiert aktuell Drohnenproduktion
Lage in der Ukraine aktuell: Reiche für Kopplung von Hilfen an Aufträge für deutsche Firmen
Update, 15.59 Uhr: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Hilfszahlungen für die Ukraine daran zu koppeln, dass Aufträge an deutsche Unternehmen vergeben werden. „Ich finde, das ist eine völlig legitime Forderung“, sagte Reiche in Berlin. Deutschland sei im Rahmen des Energie-Fonds und des Wiederaufbau-Fonds für die Ukraine der mit Abstand größte Geldgeber. „Aus diesem Programm wiederum Aufträge zu bekommen, deutsche Unternehmen zu beteiligen, ist mehr als legitim.“
Reiche äußerte sich am Rande des deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforums, das am heutigen Montag (15. Dezember) zum achten Mal in Berlin stattfand. An die deutschen Unternehmen richtete sie den Appell, in der Lage zu sein, „Aufträge schnell und auch preiskompatibel“ anzubieten. „Also wir haben ein Interesse daran, die Ukraine hat ein Interesse daran.“
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 15.20 Uhr: Die Ukraine hat zum dritten Mal binnen einer Woche eine russische Ölförderplattform im Kaspischen Meer angegriffen. Ziel des jüngsten Angriffs war die Ölplattform Kortschagin, wie ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte.
Die Produktion auf der Plattform sei nach dem Angriff eingestellt worden, hieß es weiter. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ukrainischer Attacken auf russische Öl-Infrastruktur ein, mit denen Kiew offenbar die Energieexporte des Nachbarlandes treffen will.
NATO-Verzicht der Ukraine laut Insider „nicht wahr“
Update, 14.51 Uhr: Die Ukraine hat nach Angaben aus Verhandlungskreisen bei den Gesprächen in Berlin keinen Verzicht auf die angestrebte NATO-Mitgliedschaft des Landes erklärt. Entsprechende Medienberichte seien „nicht wahr“, sagte ein hochrangiger Vertreter, der über die Beratungen der Ukraine mit den USA über die Beendigung des russischen Angriffskriegs informiert wurde, am heutigen Montag (15. Dezember) der Nachrichtenagentur AFP.
Die USA hätten noch keine Einzelheiten zu den von Kiew geforderten Sicherheitsgarantien genannt. „Das ist eines der Themen, das die Ukraine zu klären versucht“, sagte der ranghohe Vertreter weiter. „Wenn nicht NATO, was dann? Ohne eine Antwort darauf kann es keine Antwort zur NATO geben.“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag die zentrale Bedeutung glaubhafter Sicherheitsgarantien für die Ukraine betont und als Kompromisslösung von einem Mechanismus gesprochen, der an die Beistandsklausel in Artikel 5 des NATO-Vertrags angelehnt sei, ohne dass die Ukraine der NATO beitreten würde.
Ukraine-Krieg aktuell: Berlin will Rüstungskooperation mit Kiew ausbauen
Update, 14.27 Uhr: Deutschland will die Rüstungskooperation mit der Ukraine weiter ausbauen. Die Bundesregierung hat dazu einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet, der unter anderem die Eröffnung eines Verbindungsbüros der ukrainischen Rüstungsindustrie in Berlin vorsieht. Außerdem ist eine enge Zusammenarbeit beim Bau von Kampfdrohnen geplant, wie die Nachrichtenagentur dpa am Rande des Deutschlandbesuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus deutschen Regierungskreisen erfuhr.
Selenskyj aktuell bei Steinmeier in Bellevue – Scharfschützen im Einsatz
Unterdessen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den ukrainischen Präsidenten empfangen. Steinmeier begrüßte seinen Gast im Schloss Bellevue. Beide umarmten sich auf der Treppe bei Selenskyjs Ankunft. Der Besuch findet unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei hatte den Amtssitz des Bundespräsidenten weiträumig abgesperrt. Auf dem Dach von Schloss Bellevue waren Scharfschützen postiert. Ein Hubschrauber kreiste in der Luft.
In Berlin kam es wegen Selenskyjs Anreise zu Verkehrseinschränkungen. Der Tiergartentunnel war vorübergehen gesperrt, berichtete der Tagesspiegel.
Ukraine-Gespräche aktuell: Verhandlungen in Berlin am Montag abgeschlossen
Update, 13.55 Uhr: Die Ukraine-Gespräche in Berlin heute sind laut einem Medienbericht bereits abgeschlossen. Laut der European Truth berichtete dies der Berater des ukrainischen Präsidenten, Dmytro Lytvyn, Journalisten. Die Verhandlungen hatten heute gegen 11:00 Uhr begonnen. Jetzt werden laut dem Bericht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, der niederländische Premierminister Dick Schoof, die italienische Premierministerin Giorgia Meloni und der finnische Präsident Alexander Stubb werden am Abend in Berlin erwartet.
Neue Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft: EU nimmt Putins Schattenflotte ins Visier
Update, 13.29 Uhr: Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen Unterstützer der russischen Schattenflotte von Öltankern beschlossen. Betroffen sind neun Geschäftsleute mit Verbindungen zu den russischen Ölkonzernen Rosneft und Lukoil sowie Reedereien, die entsprechende Tanker besitzen und verwalten, wie ein EU-Vertreter Reuters mitteilte.
Zusätzlich wurden 14 weitere Personen und Organisationen im Rahmen der Sanktionen gegen hybride Bedrohungen auf die Sanktionsliste gesetzt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Russlands Umgehung der westlichen Ölembargos durch die sogenannte Schattenflotte zu erschweren.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew will Donbass mit Seltenen Erden behalten
Update, 13.01 Uhr: Die Blicke sind heute auf Berlin gerichtet – es laufen Verhandlungen unter Einbeziehung von US-Unterhändlern und der Ukraine. Die US-Unterhändler fordern die Ukraine nach Angaben aus Kiew weiter zu einer Aufgabe des Donbass auf. Dies teilte ein hochrangiger Vertreter, der über die Berliner Gespräche informiert wurde, heute mit. Kiew werde dem aber nicht zustimmen.
Die wichtige Region im Osten der Ukraine ist nur teilweise von Russland besetzt. Der Donbass ist etwas größer als die Schweiz. Er macht knapp zehn Prozent des ukrainischen Territoriums aus und besteht aus den Regionen Donezk und Luhansk. Das Gebiet ist bekannt für Bergbau und Industrie. Unlängst wurden hier auch Seltene Erden entdeckt, vor allem Lithium und Titan.
Aktuelle Umfrage zum Ukraine-Krieg: Mehrheit der Ukrainer glaubt nicht an Kriegsende 2026
Update, 12.29 Uhr: 63 Prozent der Ukrainer sind bereit, den Krieg „so lange wie nötig“ zu ertragen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Internationalen Soziologischen Instituts Kiew, wie die Ukrajinska Prawda berichtet. Ein Prozent der Befragten gaben an, bereit zu sein, den Ukraine-Krieg noch „etwa ein Jahr“ zu ertragen.
Gleichzeitig erwarten laut der Umfrage nur neun Prozent der Ukrainer, dass der Krieg bis Anfang 2026 beendet sein wird. Im September waren es noch 18 Prozent, hieß es. Die Studie lief vom 26. November bis zum 13. Dezember. Befragt wurden 547 Personen ab 18 Jahren.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj und Kushner zu Gesprächen im Kanzleramt in Berlin
Update, 11.57 Uhr: Selenskyj und Kushner sind seit wenigen Minuten im Kanzleramt eingetroffen, wie die dpa berichtet. Schon gestern verhandelte der ukrainische Präsident lange mit US-Unterhändlern in Berlin. Die Gespräche gehen nun weiter. Die US-Abordnung wird vom Sondergesandten Witkoff angeführt, ihr gehört auch Kushner an, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.
Beide Seiten hatten bereits am Sonntag mehrere Stunden lang verhandelt. Witkoff äußerte sich im Anschluss positiv. Es seien „viele Fortschritte“ erzielt worden, schrieb er auf der Plattform X. Der 20-Punkte-Friedensplan, Wirtschaftsthemen und andere Fragen seien intensiv erörtert worden. Über welche Vorschläge beide Seiten im Detail verhandelten, war öffentlich zunächst nicht bekannt. Russland nimmt nicht an den Gesprächen teil. Selenskyj wird heute (15. Dezember) zudem von Kanzler Friedrich Merz (CDU) empfangen.