Update, 17. Dezember, 5.42 Uhr: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat zu einem schnellen Handeln zur Beendigung des Ukraine-Kriegs aufgerufen. Der enge Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin forderte diplomatische Bemühungen, solange die USA noch involviert seien.
Dies ging am Dienstag (16. Dezember) aus Auszügen eines Interviews hervor, die die staatliche belarussische Nachrichtenagentur BelTA veröffentlichte, wie Reuters berichtet. Lukaschenko hatte sein Territorium 2022 für die russische Invasion zur Verfügung gestellt.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 22:04 Uhr: Die Unterstützerländer der Ukraine haben nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal die ukrainische Waffenproduktion in diesem Jahr mit fast fünf Milliarden US-Dollar unterstützt. Das teilte er nach einer Videoschalte der Ukraine-Kontaktgruppe, des sogenannten Ramstein-Formats, mit. Ebenso hätten die Partner für rund fünf Milliarden US-Dollar (4,26 Milliarden Euro) in den USA Waffen für die Ukraine gekauft. „Beide Zahlen sind Rekordwerte, und wir wollen diese Dynamik auch im Jahr 2026 beibehalten“, schrieb Schmyhal auf Telegram.
Er hob besonders hervor, dass Deutschland im kommenden Jahr 11,5 Milliarden Euro an Militärhilfe zur Verfügung stellen werde. Großbritannien habe im ablaufenden Jahr aus verschiedenen Quellen 600 Millionen Pfund (684 Millionen Euro) für die Luftabwehr der Ukraine aufgebracht.
Update, 20:17 Uhr: Ukrainische Fallschirmjäger haben nach eigenen Angaben einen mechanisierten Konvoi russischer Truppen zerschlagen, der einen Angriff auf die Front bei Pokrowsk ausüben wollte. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf eine Erklärung der Luftangriffstruppen der ukrainischen Streitkräfte. „Unter Ausnutzung des Nebels versuchte der Feind, die Stellungen unserer Brigade mit bis zu 10 gepanzerten Fahrzeugen und mehreren Dutzend Infanteristen anzugreifen. Die Bewegungen des Feindes wurden jedoch im Voraus entdeckt“, heißt es demnach in der Erklärung. „Dank der koordinierten Arbeit unserer Pioniere, Artilleristen und unbemannten Systeme zusammen mit benachbarten Einheiten konnte der Angriff abgewehrt werden.“
Ukraine-Krieg aktuell: Merz lobt Trumps „beachtliche neue Position“ – und dämpft Waffenruhe-Hoffnung
Update, 19:27 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe im Ukraine-Krieg gedämpft. In der ZDF-Sendung „Was nun?“ sagte der Kanzler: „Sie haben es an der Reaktion von Russland gesehen: Es wird noch kein Ende dieses Krieges bedeuten.“
Dennoch spricht Merz von „deutlichen“ Fortschritten, insbesondere mit Blick auf die Bereitsschaft der USA einen Beitrag zu Sicherheitsgarantien zu leisten. „Wir haben sogar über Artikel-5-ähnliche Sicherheitsgarantien gesprochen“, sagte Merz und bezog sich dabei auf die Beistands-Vereinbarung im NATO-Vertrag. „Dass die Amerikaner eine solche Zusage gegeben haben, also die Ukraine für den Fall eines Waffenstillstandes so zu schützen, als ob sie Nato-Territorium wäre, das finde ich ist eine beachtliche neue Position der Vereinigten Staaten von Amerika.“
Aktuelle Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Kreml kritisiert Beteiligung der Europäer
Update, 18:50 Uhr: Der Kreml lehnt die Beteiligung der Europäer an den aktuellen Ukraine-Verhandlungen ab: „Im Hinblick auf die Akzeptanz“ eines Abkommens durch Moskau „verheißt das nichts Gutes“, zitierten russische Nachrichtenagenturen Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag.
Update, 17:45 Uhr: Aus Sicht der Bundesregierung steht eine „Schicksalswoche“ für Europa bevor, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen in Berlin zitiert. Hintergrund ist das Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Länder in Brüssel. Am Donnerstag soll es dort vor allem um die Frage gehen, ob in der EU festgesetztes Vermögen der russischen Zentralbank zur Unterstützung der Ukraine genutzt werden kann. Es wird dabei nicht ausgeschlossen, dass sich die Verhandlungen bis in den Freitag oder sogar noch länger hinziehen.
Die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen zur weiteren Unterstützung der Ukraine sei zentral für die „Überlebensfähigkeit“ des Landes und „die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union“, schreibt die Nachrichtenagentur AFP. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte die Ukraine in eine brenzlige Situation bringen, da sie ab dem zweiten Quartal des nächsten Jahres auf frisches Geld angewiesen ist. Die erforderlichen Mittel über die EU anders zu organisieren, gilt derzeit als nicht möglich. Dafür bräuchte es eine einstimmige Entscheidung der 27 EU-Staaten – und Länder wie Ungarn und Tschechien kündigten bereits an, dies nicht mitzutragen.
Update, 16:26 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Militärs startet Russland aktuell seine heftigsten Angriffe auf die westlichen Vororte von Pokrowsk, wie Kyiv Independent berichtet. Das ukrainische 7. Luftangriffskorps teilte demnach auf Facebook mit, dass russische Truppen im Ukraine-Krieg versuchen, in Richtung des Dorfes Hryshyne nahe Pokrowsk vorzustoßen. Zudem heißt es in dem Post: Russland versuche „in alle Richtungen gleichzeitig vorzustoßen“. Mit Drohnen- und Artillerie-Angriffen versuche die Ukraine die russischen Bemühungen zu vereiteln. Gleichzeitig würden die Truppen von Russlands Präsident Wladimir Putin, den Druck bei Myrnohrad erhöhen – einer Stadt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Pokrowsk.
Ukraine-Krieg aktuell: Pistorius äußert sich zurückhaltend zu europäischer Ukraine-Truppe
Update, 15:21 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zurückhaltend zu Aufgaben einer möglichen europäischen Ukraine-Truppe geäußert. Im Kern finde Pistorius den Vorschlag zwar gut, jedoch gebe es viele offene Fragen, zitiert die Deutsche Presse-Agentur den SPD-Politiker in Berlin.
Das von den Europäern unterbreitete Angebot zur Friedenssicherung nach einem Ende des Ukraine-Kriegs sei ein Bekenntnis zur Mitverantwortung. „Wenn (der russische Präsident Wladimir) Putin sagt, wohin die Reise gehen soll, dann werden wir weiter sehen, woraus das im Einzelnen bestehen kann“, sagte Pistorius. Offen sei in der Frage einer deutschen Beteiligung ein mögliches Mandat des Bundestags und „unter wessen Kommando findet eigentlich was, wo und in welchem Rahmen statt“, sagte er.
Putins aktuelle Verluste im Ukraine-Krieg: Selenskyj spricht von 30.000 Soldaten pro Monat
Update, 14:17 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj belaufen sich Russlands Verluste im Ukraine-Krieg pro Monat auf rund 30.000 Soldaten. „Nicht 30.000 Verwundete, sondern Gefallene. Es gab einen Monat, in dem 25.000 Russen getötet wurden, in einem anderen Monat waren es 31.000“, sagte Selenskyj laut Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform vor dem niederländischen Parlament.
Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin warf er vor, sich nicht für die Menschen zu interessieren: „Er glaubt nur an Macht und Geld.“ Weiter sagte er: „Die Russen zählen nicht ihre Toten, aber sie zählen jeden Dollar, jeden Euro, den sie verlieren“, und forderte von den Europäern die Freigabe russischer Vermögen für die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland.
Update, 13:14 Uhr: Nach den Ukraine-Verhandlungen in Berlin hat der Kreml seine Ablehnung einer Waffenruhe im Ukraine-Krieg bekräftigt. Damit wies Moskau einen Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz zurück. „Wir wollen Frieden, wir wollen keine Waffenruhe“, in der die Ukraine Atem schöpfen und sich auf die Fortsetzung des Kriegs vorbereiten könne, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge zur Idee einer Weihnachtswaffenruhe. Russland wolle den Krieg beenden und seine Ziele erreichen.
Merz (CDU) hatte Kremlchef Wladimir Putin am Montag zu einer Waffenruhe in der Ukraine über Weihnachten aufgefordert. Russische Vertreter waren bei den Gesprächen zwischen Ukrainern, US-Amerikanern und Europäern in Berlin nicht dabei. Moskau habe den Text über Sicherheitsgarantien für die Ukraine noch nicht gesehen und werde keine Medienberichte dazu kommentieren, sagte Peskow.
Ukraine-Krieg aktuell: 288.000 Familien in Odessa ohne Strom – nach russischen Angriffen
Update, 12:26 Uhr: Massive russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben weiterhin deutlich spürbare Auswirkungen in der Ukraine. In der Oblast Odessa sind noch immer 288.000 Familien ohne Strom, wie das ukrainische Energieunternehmen DTEK mitteilte. Die Armee von Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in ihrem Angriffskrieg die Region mit einer großen Welle an Drohnenschlägen überzogen. Die Energiearbeiter hätten bereits die Stromversorgung für fast 330.000 Haushalte in der Oblast Odessa wiederhergestellt, hieß es in einem Bericht der Ukrainska Pravda. Die Reparaturarbeiten zur Bewältigung der Angriffsschäden dauern jedoch weiter an.
Offensive an Front: Russland meldet aktuell die Einnahme von Kupjansk im Ukraine-Krieg
Update, 11:15 Uhr: Fernab der Friedensverhandlungen in Berlin geht der Ukraine-Krieg mit unverminderter Härte weiter: Russland hat erneut die vollständige Kontrolle über Kupjansk in der Region Charkow beansprucht. Die Stadt stehe „unter der Kontrolle der 6. Allgemeinen Armee“, sagte Leonid Scharow, Sprecher der Kampfgruppe West, der staatlich-russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Ukraine-Krieg-Front in diesem Bereich bleibe aber umkämpft, da ukrainische Kräfte täglich versuchen würden, mit kleinen Gruppen in die Stadt einzudringen. Die ukrainische Armee weist die Darstellung des Kremls seit Tagen zurück.
Update, 10:04 Uhr: Teile des neuen Friedensplans stoßen im Kreml auf klare Ablehnung: Einer Stationierung von Nato-Soldaten in der Ukraine werde Russland unter keinen Umständen zustimmen, sagteVize-Außenministers Sergej Rjabkow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Grundsätzlich habe der Kreml aber noch keinerlei offizielle Erkenntnis über die Vereinbarungen, die die USA mit den europäischen Staaten in Berlin bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges getroffen hätten, hieß es weiter.
Update, 9:02 Uhr: Die aktuellen Ukraine-Verhandlungen stoßen auf gemischte Reaktionen. So bewertet die Sicherheitsexpertin Claudia Major die bisher erzielten Ergebnisse eher zurückhaltend. „Es ist in der Tat ein Fortschritt, dass es eine konzertierte Position zwischen den Ukrainern, den Europäern und den USA gibt. Das hatten wir zuvor nicht“, sagte die Politikwissenschaftlerin am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Allerdings seien bisherige Verhandlungen „immer an dieser russischen Bereitschaft gescheitert“, sich auf einen Waffenstillstand und auf einen Friedensprozess „überhaupt einzulassen“. Zuvor hatten US-Präsident Donald Trump und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Ausgang der Gespräche in Berlin deutlich gelobt.
Angriff auf Russland: Ukraine-Armee attackiert Moskau im Krieg mit Drohnen
Erstmeldung: Kiew/Moskau – In Berlin wird um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen, aber zwischen der Ukraine und Russland gehen die Kämpfe weiter: Russland fing offenbar in der Nacht eine Drohne mit Kurs auf Moskau ab und zerstörte sie. Dies teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. „Die Rettungskräfte sind an der Stelle im Einsatz, an der die Trümmer niedergingen“, schrieb Sobjanin. Das ukrainische Militär greift immer wieder Ziele weit hinter der russischen Grenze an, darunter Moskau.
Russische Truppen sind unterdessen offenbar an der Front im Ukraine-Krieg weiter vorgerückt. Laut der ukrainischen Zeitung Ukrainska Prawda konnte Russland Teile der Stadt Huliaipole in der Region Saporischschja besetzen. Eine Gruppe ukrainischer Militäranalysten namens DeepState habe außerdem mitgeteilt, dass die Truppen von Putin das Dorf Tovste im Donezk besetzten und auch in der Nähe der Städte Jampil und Siversk vorrückten. Das berichtet die ukrainische Zeitung Ukrainska Prawda.
Ukraine-Krieg aktuell: Verluste von Russland steigen
Aber nicht nur die Rückschläge der Ukraine, sondern auch die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg sind hoch: 980 Soldaten seien in den vergangenen Tagen getötet oder verletzt worden, teilt der Generalstab der Ukraine am Dienstag auf Facebook mit. 64 Artilleriesysteme und zwei Panzer seien außerdem zerstört worden.
Ukraine-Krieg aktuell: Verluste Russlands im Ukraine-Krieg
Getötete und verletzte Soldaten
1.189.470 (+980 in letzten 24 Stunden)
Panzer
11.412 (+2)
Artilleriesysteme
35.105 (+64)
Gepanzerte Fahrzeuge
23.731 (+10)
Waffenruhe im Ukraine-Krieg über Weihnachten? Selenskyj und Merz sehen Fortschritte in Verhandlungen
Trotz der gegenseitigen massiven Attacken steigt die Hoffnung, dass es bald zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg kommen könnte: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstützt den Vorschlag von Kanzler Friedrich Merz für einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg mit Russland über Weihnachten. Ob Putin dem zustimmt, ist jedoch fraglich – bisher wollte er keiner Waffenruhe im Ukraine-Krieg zustimmen, solange kein Friedensvertrag unterzeichnet ist.
Die Ukraine-Verhandlungen in Berlin haben laut Merz und Selenskyj große Fortschritte in Bezug auf mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine gebracht. Die USA seien offenbar bereit, „Sicherheitsgarantien zu geben, die dem Artikel 5 des Nato-Vertrags entsprechen“, sagte Selenskyj am Montagabend (15. Dezember).
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Ukraine-Krieg aktuell: Multinationale Truppe der Europäer im Gespräch
Ein US-Vertreter sagte, es gehe dabei auch um eine „sehr starke Abschreckung“ gegenüber Russland durch Waffen der USA. Laut einer Erklärung der europäischen Staats- und Regierungschefs stehe auch eine „von Europa geführte, aus Beiträgen williger Nationen bestehende ‚multinationale Truppe für die Ukraine‘“ im Raum. Diese solle von den USA „unterstützt“ werden.
Merz sagte bei der Pressekonferenz mit Selenskyj, was die USA „an rechtlichen und an materiellen Garantien auf den Tisch gelegt“ hätten, sei „wirklich beachtlich“: „Das ist ein ganz wichtiger Fortschritt“, sagte der Kanzler. Zum ersten Mal seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 werde „in diesen Tagen die Möglichkeit eines Waffenstillstands vorstellbar“.
Ukraine-Krieg aktuell: Gebietsabtretungen an Putin wohl Knackpunkt der Berlin-Gespräche
Jedoch scheint die Frage von Gebietsabtreibungen an Russland immer noch schwierig zu sein. Selenskyj soll ukrainischen Pressevertretern über WhatsApp mitgeteilt haben, dass er auch nach den Verhandlungen in Berlin „weder de jure noch de facto“ zu Landabtretungen an Putin bereit sei. Darüber berichtet die Kiew Post.Russland beansprucht den gesamten Donbass der Ukraine für sich – obwohl Teile davon auch nach vier Jahren Ukraine-Krieg noch nicht erobert sind. (red mit Agenturen)