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Nail Akkoyun
Paula Völkner
Bedrettin Bölükbasi
Franziska Schwarz
Russland will Pokrowsk eingenommen haben. Trumps Sondergesandter Witkoff reist nach Moskau. Der aktuelle News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 2. Dezember, 5.24 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin soll am 1. Dezember einen Kommandoposten der russischen Armee an der Front in der Ukraine besucht und seine Absicht verkündet haben, entlang der Grenze zur Ukraine eine „Sicherheitszone“ zu errichten. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass schreibt, die Generalstäbe berichteten Putin bei dem Termin über die „Befreiung“ von Krasnoarmijsk (Region Donezk) und Wowtschansk (Region Charkiw).
Dieses Zitat befindet sich in der Tass-Meldung nicht, doch die Ukrajinska Prawda berichtet, Putin habe bei dem Frontbesuch die Situation auf dem Schlachtfeld zynisch als „eine Tragödie für das ukrainische Volk“ bezeichnet.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland meldet Pokrowsk-Eroberung – Militäranalysten zeichnen anderes Bild
Update, 22:10 Uhr: Beobachter des Ukraine-Kriegs verbinden die russische Erfolgsmeldung zu Pokrowsk mit dem am Dienstag erwarteten Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau. Der Kreml wolle so dem Unterhändler aus Washington vor Gesprächen über einen Friedensplan militärische Fortschritte präsentieren. Russland käme mit einer Einnahme seinem Kriegsziel näher, das Industriegebiet Donbass vollständig zu erobern. Allerdings wäre es bis zur vollständigen Besetzung des Gebiets Donezk noch ein weiter und verlustreicher Weg für Russland.
Update, 21:17 Uhr: Das russische Militär hat laut dem Kreml die seit etwa einem Jahr im Ukraine-Krieg umkämpfte ukrainische Bergarbeiterstadt Pokrowsk im Gebiet Donezk vollständig eingenommen. Wladimir Putin sei die Eroberung von Pokrowsk gemeldet worden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor russischen Journalisten.
Der Kreml verwendete in einer Stellungnahme den alten Sowjetnamen der Stadt Krasnoarmijsk (Deutsch: „Stadt der Roten Armee“). Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung, die Angaben ließen sich unabhängig nicht überprüfen. Militäranalysten des Projekts „DeepState“ berichten von einer „kritischen Lage“, der Kampf um Pokrowsk gehe aber weiter. Vor allem „im zentralen und nördlichen Teil der Stadt“ werde noch mit den Russen gekämpft, heißt es in einer Analyse.
Angriffe im Ukraine-Krieg: Kiews Militär attackiert Drohnenposten auf der Krim
Update, 20:06 Uhr: Ukrainische Spezialeinheiten haben nach eigenen Angaben im Ukraine-Krieg ein Lager und einen Startplatz für russische Kampfdrohnen auf der russisch besetzten Halbinsel Krim angegriffen. Der Angriff ereignete sich laut Bericht des Kommandos der ukrainischen Spezialeinsatzkräfte auf Facebook bereits in der Nacht zu Freitag. Die Spezialkräfte schreiben von einem „erfolgreichen“ Angriff.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj nennt drei kritische „Hauptthemen“ bei Verhandlungen
Update, 18:14 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat hervorgehoben, dass drei Themen die heftigsten Debatten über den „Friedensplan“ für die Ukraine auslösen. Bei einer Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte Selenskyj laut Ukrainska Pravda: „Ehrlich gesagt ist die Territorialfrage am schwierigsten.“
Als weitere Knackpunkte bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs nannte Selenskyj die Frage der Finanzierung des Wiederaufbaus und der Sicherheitsgarantien. „Ich würde also sagen, dass dies die drei Hauptthemen, die wichtigsten Komponenten und gleichzeitig die Auslöser sind. Und wir müssen hier sehr vorsichtig sein.“
Update, 17:05 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk die Einigkeit europäischer Partner bei den Ukraine-Verhandlungen betont. „Vor uns liegen jetzt wichtige Tage und Wochen für die Ukraine, in die wir eng abgestimmt miteinander gehen“, sagte Merz.
Beide kamen aus einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem französischen Staatschef Emmanuel Macron, dem britischen Regierungschef Keir Starmer und anderen europäischen Partnern. Zu den strategischen Zielen gehöre es, alles in der Macht Stehende zu tun, um Kiew gegenüber dem russischen Aggressor beizustehen. „Wir wollen dabei nun den stärksten Hebel nutzen, der uns zur Verfügung steht, um Moskau endlich an den Verhandlungstisch zu bringen. Zusammen wollen wir in Brüssel durchsetzen, dass wir die eingefrorenen russischen Vermögenswerte nutzen“, sagte Merz.
In der Ukraine steht auch die Einigkeit Europas auf dem Spiel. Merz sagte: „Kein Blatt darf deshalb zwischen Polen und Deutsche passen. Mit Frankreich und Großbritannien, mit Italien und anderen tragen wir besondere Verantwortung dafür, dass nichts und niemand einen Keil in Europa treibt.“
Aktuelle Lage an der Ukraine-Front: Geländegewinne für Russland im November
Update, 16:38 Uhr: Die russischen Truppen haben im November in der Ukraine so große Geländegewinne gemacht wie in keinem anderen Monat in diesem Jahr. Dies geht aus Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Zahlen des in Washington ansässigen Instituts für Kriegsstudien (ISW) hervor. Demnach eroberte die russische Armee im vergangenen Monat weitere 701 Quadratkilometer an ukrainischem Gebiet - der größte Zuwachs seit November 2024, als Russland 725 Quadratkilometer einnahm.
Update, 15:45 Uhr: Angesichts der aktuellen Gespräche um ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor einseitigen Verhandlungen gewarnt. „Ich befürchte, dass der gesamte Druck auf die Opfer ausgeübt wird“ und „dass die Ukraine Zugeständnisse machen und Verpflichtungen eingehen muss“, sagte Kallas am Montag nach einem Treffend er EU-Verteidigungsminister.
„Wenn wir wollen, dass dieser Krieg aufhört, damit er nicht in ein paar Jahren weitergeht, wenn wir wollen, dass dieser Krieg sich nicht ausweitet, dann sollten wir den gesamten Druck auf denjenigen ausüben, der die Aggression betreibt, nämlich Russland“, verdeutlichte die Außenbeauftragte. Eine Kapitulation der Ukraine sei „der einfachere Weg“, den Krieg zu beenden, sagte Kallas. Das liege aber „weder im Interesse der Ukraine, noch im Interesse der Europäischen Union, noch im Interesse der globalen Sicherheit insgesamt“.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russische Angriffe aus Dnipro
Update, 14:29 Uhr: Bei einem russischen Angriff mit einer Rakete auf die zentralukrainische Großstadt Dnipro sind nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Wie Regionalgouverneur Wladislaw Gaiwanenko im Onlinedienst Telegram weiter mitteilte, wurden bei dem Angriff am Montagvormittag 22 weitere Menschen verletzt. Zuvor hatte Gaiwanenko von drei Toten und 15 Verletzten geschrieben, davon sechs in einem kritischen Zustand.
Wie der ukrainische Zivilschutz (DSNS) erklärte, traf der Angriff eine Tankstelle und mehrere Läden. Auf vom DSNS veröffentlichten Bildern waren ein in einem schwarzen Leichensack auf dem Boden liegender Körper zu sehen – sowie Rettungskräfte, die Verletzte auf Tragen zu einem Krankenwagen tragen, ein Schulbus mit zerbrochenen Fenstern und ausgebrannte Autos.
Arbeitsministerin Bas betont man wolle weiter ukrainische Flüchtlinge aufnehmen
Update, 14 Uhr: Arbeitsministerin Bärbel Bas will aus der Ukraine flüchtende junge Männer kurz vor dem wehrpflichtigen Alter nicht anders behandeln als ältere Männer, Frauen und Kinder. „Wir werden sie hier aufnehmen, wie wir alle anderen auch aufgenommen haben“, sagte die SPD-Politikerin am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Man sehe, dass die Angriffe in der Ukraine zunähmen und man sei immer hilfsbereit, wenn es darum gehe Schutz zu bieten. Ankommende Ukrainer hätten kompletten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und man hoffe, viele von Ihnen auch schnell in Jobs zu bekommen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich vor Kurzem deutlich kritischer zum Thema geäußert und vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj strengere Ausreisebestimmungen für junge Männer gefordert. „Ich habe ihn gebeten, dafür zu sorgen, dass diese jungen Männer im Land bleiben, weil sie im Land gebraucht werden und nicht in Deutschland. Wir brauchen jeden, der anpacken kann, mithelfen kann bis hin zum Militärdienst in der Ukraine“, sagte der CDU-Chef Mitte November.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj zu Gesprächen bei Macron
Update, 11:40 Uhr: Vor dem Hintergrund intensiver diplomatischer Anstrengungen hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris empfangen. Die beiden Politiker zogen sich anschließend in den Elysée-Palast zurück, wo sie über den US-Plan über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine beraten wollten. Im Vorfeld betonte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot, dass die Gespräche für eine Ukraine-Lösung „nicht ohne“ die Europäer geführt werden könnten.
Nach französischen Angaben wollten Macron und Selenskyj über „die Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden“ in der Ukraine beraten. Dabei gehe es auch um den von den USA vorgelegte Plan für ein Ende des Krieges mit Russland und die „enge Abstimmung“ mit den europäischen Verbündeten der Ukraine. Europa habe bei den Verhandlungen über den US-Plan bereits Zugeständnisse zugunsten Kiews erreicht, sagte Barrot im Sender France Culture.
Update, 10.37 Uhr: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat bestätigt, dass sich Russlands Machthaber Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff am Dienstagnachmittag (2. Dezember) treffen werden. Peskow sagte, Moskau sei am Erfolg der Verhandlungen interessiert und werde die Gespräche daher nicht im „Megafon-Modus durch Medien“ führen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew hält Gespräche mit Trump-Regierung in Florida
Update, 9:30 Uhr: Eine hochrangige Quelle teilte gegenüber dem US-Sender CNN mit, bei den Gesprächen zwischen amerikanischen und ukrainischen Beamten in Florida habe man „die problematischsten Aspekte der Friedensvorschläge“ besprochen. Noch sei es zu früh, um zu sagen, dass man Beschlüsse gefasst habe. Allerdings seien die Gespräche „sehr fokussiert“ gewesen. Offenbar ging es bei den Gesprächen, an denen US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, sein Gesandter Steve Witkoff und Außenminister Marco Rubio teilgenommen haben, auch um die NATO-Frage. Die Quelle sagte, die USA würden die Ukraine nicht dazu zwingen, einen NATO-Beitritt aufzugeben - zumindest rechtlich. Die finale Entscheidung würde der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj treffen.
Update, 1. Dezember, 8.31 Uhr: Die Bedrohung durch Russland, der Ukraine-Krieg und der Gaza-Krieg: Zahlreiche Staaten rüsten aktuell massiv auf. Die internationale Rüstungsindustrie verzeichnet deshalb einen neuen Umsatzrekord. Die 100 größten Waffenproduzenten der Welt steigerten ihre Einnahmen im Jahr 2024 um währungsbereinigte 5,9 Prozent, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem neuen Bericht mitteilte.
Ukraine-Krieg aktuell: Witkoff trifft Putin am Dienstag – Selenskyj ringt um Sicherheitsgarantien
Erstmeldung: Kiew/Paris – Der heutige Montag (1. Dezember) könnte ein Schicksalstag für die Ukraine werden: Trumps Sondergesandter Witkoff reist nach Moskau, Macron empfängt Selenskyj, Merz trifft Donald Tusk – die Verhandlungen im Ukraine-Krieg laufen auf Hochtouren. Nach den Ukraine-Verhandlungen in Florida am Sonntag (30. November), äußerte sich US-Außenminister Marco Rubio nur vage: .„Es bleibt noch viel zu tun.“
Ukraine-Gespräche aktuell: Trump sieht „gute Chance“
Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump stehen die Chancen auf ein Ukraine-Abkommen aktuell gut. „Ich denke, es gibt eine gute Chance, dass wir einen Deal machen können“, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten.
Zugleich kritisierte Trump den Korruptionsskandal um den zurückgetretenen ukrainischen Präsidialamtschef Andrij Jermak. „Die Ukraine hat ein paar schwierige, kleine Probleme“, sagte der US-Präsident. „Es herrscht Korruption, was nicht gerade hilfreich ist.“
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Macron und Selenskyj sprechen über Ukraine-Friedensplan
Trump sticht mit dieser Aussage in ein Wespennest: Die Affäre um seinen engsten Berater setzt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj innenpolitisch massiv unter Druck. Experten zufolge dürfte sie außenpolitisch die Verhandlungsposition der Ukraine schwächen.
Selenskyj wird am heutigen Montag (1. Dezember) vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris empfangen, um über den US-Friedensplan für die Ukraine zu beraten. Die Ideen aus den USA sind laut einer WSJ-Recherche heikel. Aus dem Élysée-Palast heißt es, man wolle mit Selenskyj über Sicherheitsgarantien im Rahmen der „Koalition der Willigen“ reden, erfuhr der Spiegel.
Die Gespräche am Sonntag in Florida markierten den Auftakt einer neuen Woche intensiver diplomatischer Bemühungen. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird nach Angaben aus US-Regierungskreisen am Montag nach Moskau reisen, um die Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges fortzusetzen.
Ein hochrangiger Regierungsverterter sagte der Nachrichtenagentur AFP, am Dienstag werde Witkoff dann Russlands Präsident Wladimir Putin treffen. In den kommenden Tagen will zudem US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll nach Kiew reisen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Ministerpräsident Donald Tusk leiten am Montag unterdessen die 17. deutsch-polnischen Regierungskonsultationen, die zur weiteren Vertiefung der Partnerschaft beider Länder führen sollen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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