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Die islamistische Terrororganisation Hamas hat die für Samstag geplante Freilassung von israelischen Geiseln verschoben. Israel droht mit Konsequenzen.
Update vom 12. Februar, 5.50 Uhr: Die fragile Waffenruhe in Gaza steht auf der Kippe. Nach US-Präsident Donald Trump droht nun auch die israelische Regierung der Hamas: Werden keine weiteren Geiseln freigelassen, geht der Krieg weiter. Bis Samstagmittag (15. Februar) sollen die Islamisten nachgeben, so fordern es Trump und sein Verbündeter Benjamin Netanjahu.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hofft, dass sich die Waffenruhe mit Hilfe arabischer Partnerländer retten lässt. In ihren Gesprächen mit Vertretern Saudi-Arabiens und anderer Staaten gehe es darum, „dass wir diesen Waffenstillstand jetzt erhalten und in eine wirkliche Phase des Friedens führen“, sagte die Grünen-Politikerin gestern Abend in der ARD-Sendung „maischberger“.
Bilder zeigen, wie der Krieg in Israel das Land verändert




Israel stellt Hamas Ultimatum: Geiselfreilassung oder Krieg
Update vom 11. Februar, 18.28 Uhr: Trotz der Waffenruhe droht der Konflikt zwischen Israel und der Hamas erneut zu eskalieren. So droht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der Terrormiliz im Streit um die Geiselfreilassungen nun mit „heftigen Kämpfen“. Dies berichtet die AFP. Ursprünglich waren für kommenden Samstag weitere Freilassungen vorgesehen, die Hamas sagte das Vorhaben jedoch ab.
„Wenn die Hamas unsere Geiseln nicht bis Samstagmittag zurückgibt, endet die Waffenruhe und die israelischen Streitkräfte nehmen die heftigen Kämpfe wieder auf, bis die Hamas entscheidend besiegt ist“, erklärte Netanjahu am Dienstag nach einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts.
Hamas setzt Freilassung von Geiseln aus
Erstmeldung: Gaza/Tel Aviv – Die im Gazastreifen ansässige Hamas hat Israel Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vorgeworfen und deshalb die für Samstag vorgesehene Freilassung von israelischen Geiseln abgesagt. Das meldet die dpa mit Verweis auf Hamas-Sprecher Abu Obeida.
Hamas will Freilassung von Geiseln aussetzen und fordert „rückwirkende Entschädigung“
Der Sprecher der Kassam-Brigaden, dem militärischen Arm der Hamas, sagte, Israel verzögere die Rückkehr der aus dem nördlichen Gazastreifen vertriebenen Palästinenser. Darüber hinaus warf er der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, Hilfslieferungen in den Küstenstreifen zu blockieren. Das berichtet das Portal The Times of Israel.
Weiter fordert die Hamas „rückwirkende Entschädigung“ für die vorgeworfenen Verletzungen der Waffenruhe, sonst werde man bis auf Weiteres keine israelischen Geiseln mehr freilassen.
Israel weist Hamas-Vorwürfe zurück – Militär in „höchster Alarmbereitschaft
Am Samstag wollten die Extremisten eigentlich drei weitere Geiseln freilassen. Dies werde erst möglich, wenn sich Israel wieder an die Vereinbarungen halte, hieß es nun. Die Hamas stehe aber grundsätzlich zu den Vereinbarungen über die seit dem 19. Januar für zunächst sechs Wochen geltende Waffenruhe und den Austausch von Geiseln gegen inhaftierte Palästinenser, bekräftigte Obeida.
Israel hat wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, sie verletzte die Vereinbarungen. Der israelische Regierungssprecher David Mencer wies insbesondere Vorwürfe zurück, Israel blockiere Hilfslieferungen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete die Ankündigung der Hamas als gravierenden Verstoß gegen das Waffenruheabkommen und die Vereinbarung zur Freilassung der Geiseln. „Ich habe die IDF angewiesen, sich mit höchster Alarmbereitschaft auf jedes mögliche Szenario in Gaza vorzubereiten und die Ortschaften (am Rande des Gazastreifens) zu schützen“, sagte er.
Waffenruhe in Gaza: 16 israelische Geiseln bereits freigelassen
Seit Beginn der Waffenruhe im Gaza-Krieg am 19. Januar hat die Hamas bisher bei fünf Freilassungsaktionen 16 von insgesamt 33 israelischen Geiseln freigelassen, die während der ersten Phase der dreistufigen Vereinbarung von der Hamas übergeben werden sollen. Außerdem ließ die Terrororganisation fünf Thailänder frei, dies aber nicht als Teil der Vereinbarung mit Israel. Im Gegenzug entließ Israel 583 inhaftierte Palästinenser von vorgesehenen 1.904 Häftlingen. (fd/dpa)
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