Geförderte private Altersvorsorge

480 Euro extra mit neuer Riester-Rente sichern – das plant die Regierung

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Bis 2027 soll die Riester-Rente grundlegend erneuert werden. Sparen sollen in Zukunft finanziell mehr profitieren.
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Aktuell läuft die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Der Nachfolger der sogenannten Riester-Rente soll einige Vorteile und ein Extra von 480 Euro bringen.

Die Riester-Rente galt in Deutschland lange als Auslaufmodell. Doch jetzt feiert die 2002 eingeführte Förderung, ein überraschendes Comeback. Die Bundesregierung rund um Friedrich Merz plant eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge. Es soll deutlich höhere Zuschüsse für Sparer geben. Künftig könnten bis zu 480 Euro pro Jahr vom Staat an Sparer fließen. Was wird aktuell bezüglich des Riester-Renten-Nachfolgers diskutiert?

Was steckt hinter der neuen Riester-Renten-Idee?

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die bisherige Riester-Rente durch ein modernes Altersvorsorgedepot ersetzen, wie t-mobile schreibt. Das Konzept baut auf Plänen seines Vorgängers Christian Lindner (FDP) auf und soll ab 2027 gelten. Ziel der Regierung ist nach eigenen Angaben mehr Rendite und weniger Bürokratie. Dafür soll die Förderung neu gestaffelt werden.

So soll der Riester-Renten-Nachfolger gestaffelt werden:

  • 30 Cent pro Euro für die ersten 1200 Euro Einzahlung (ab 2029 sogar 35 Cent)
  • 20 Cent pro Euro für weitere 600 Euro
  • Maximale Grundzulage: 480 Euro pro Jahr

(Quelle: Bundesfinanzministerium)

Zum Vergleich: Die bisherige Riester-Zulage liegt bei 175 Euro.

Das soll es beim Riester-Renten-Nachfolger noch geben:

  • Kinderzulage: Bis zu 300 Euro pro Kind
  • Berufsanfänger-Bonus: Einmalig 200 Euro (unter 25 Jahre)
  • Mindestbeitrag: Nur 120 Euro jährlich

Das neue Vorsorgedepot setzt stärker auf ETFs, Fonds und Anleihen – die künftige private Altersvorsorge bietet große Vorteile für Sparer. Einzelaktien sind ausgeschlossen. Geplant ist zudem ein Standarddepot mit Kostendeckel von 1,5 Prozent pro Jahr. Garantieprodukte bleiben möglich – auch mit 80-Prozent-Beitragsgarantie.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Bestehende Riester-Sparer können freiwillig wechseln, müssen es aber nicht. Wer sich für den Umstieg entscheidet, kann diesen nicht rückgängig machen.

Nach Kabinettsbeschluss muss das Gesetz allerdings noch Bundestag und Bundesrat passieren. Der Start ist für den 1. Januar 2027 geplant. Wer seine alte Riester-Rente kündigen möchte, sollte darauf achten, dass ihm das eingezahlte Geld erhalten bleibt.

Die neue Riester-Rente soll attraktiver werden als je zuvor. Es soll höhere Zulagen, mehr Renditechancen und weniger Kosten bringen. Inwieweit das Modell überzeugt, zeigt sich dann spätestens ab 2027. Ob sich das neue Spar-Modell der privaten Altersvorsorge lohnt, muss wohl jeder individuell für sich prüfen.

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