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Osteoporose durch Schilddrüsenunterfunktion: Vorsicht bei der Einnahme von L-Thyroxin

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Wer aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion mit Thyroxin behandelt wird, sollte die Dosierung in regelmäßigen Abständen mit seinem Arzt besprechen. Langfristig können die Knochen leiden.

Laut Deutsches Schilddrüsenzentrum sind Schilddrüsenerkrankungen in Deutschland ausgesprochen häufig und können in jedem Lebensalter auftreten. Etwa jeder dritte Erwachsene entwickelt im Laufe seines Lebens mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung – die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter. Die Mehrheit der Betroffenen mit einer Schilddrüsenstörung wie Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto erhalten zur Therapie der Beschwerden das Hormon Thyroxin. Die Behandlung sollte regelmäßig ärztlich kontrolliert werden, da durch eine Schilddrüsenerkrankung und die Einnahme von Thyroxin das Risiko für einen Knochenabbau erhöht ist. Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen ändert sich im Laufe des Lebens, sodass manche Patienten Thyroxin sogar absetzen könnten.

Osteoporose und Schilddrüsenunterfunktion: Vorsicht bei der Einnahme von L-Thyroxin

Thyroxin für die Schilddrüse hat Einfluss auf die Entstehung einer Osteoporose.

Durch den veränderten Bedarf an Schilddrüsenhormonen kann es gerade bei älteren Patienten leicht zu einer Überdosierung des Schilddrüsenhormons L-Thyroxin kommen. Wie der Deutsche Orthopäden- und Unfallchirurgen-Verband e. V. (DOUV) erläutert, besteht der Verdacht, dass eine langfristige Einnahme von Schilddrüsenhormonen, Knochenverlust und die Entwicklung einer Osteoporose begünstigt. Es zeigt sich, dass gerade bei Frauen, die längerfristig Schilddrüsenhormone einnehmen, die Knochendichte abnimmt.

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Schilddrüsenunterfunktion: Welche elf unspezifischen Symptome auf die Erkrankung hindeuten

Junge Frau, die müde am Computer sitzt
Müdigkeit zählt zu den typischsten Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion. Der Alltag ist dann für viele Betroffene ohne Behandlung äußerst schwer zu bewältigen. Häufig wird die Erschöpfung zunächst auf Stress, Schlafstörungen, Schlafmangel oder Überlastung zurückgeführt. Die Mehrheit weiß zunächst nicht, dass das Müde-sein aus einem Hormonmangel in der Schilddrüse resultiert. Sie produziert dann zu wenig Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), wodurch sich der Stoffwechsel verlangsamt, was sich mitunter in starker Müdigkeit bemerkbar macht.(Symbolbild) © AntonioGuillem/Imago
Frierende Frau am Computer
Frauen wird häufig nachgesagt, dass sie schneller und mehr frieren als Männer. Dies ist tatsächlich biologisch zu erklären: Muskeln erzeugen und speichern Wärme. Da Männer im Durchschnitt über mehr Muskelmasse als Frauen verfügen, frieren sie weniger. Wer gegenüber Kälte besonders empfindlich ist, bei dem könnte es sich allerdings auch um ein typisches Symptom einer Schilddrüsenunterfunktion handeln. Daher lohnt sich immer eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte bei regelmäßigen Fröstel-Attacken. (Symbolbild) © AntonioGuillem/Imago
Frau fasst sich an an Kopf wegen Konzentrationsschwierigkeiten
Neben der Müdigkeit sind Leistungs- und Konzentrationsschwäche häufiges Symptom bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Betroffene fühlen sich antriebslos und niedergeschlagen. Dies ist dadurch zu erklären, dass die Schilddrüsenhormone selbst im Gehirn wirken: Die Hormone lassen Gehirnzellen wachsen und fördern die Bildung von Nervenzellen im Lern- und Gedächtniszentrum des Gehirns. Fehlen Schilddrüsenhormone, macht sich dies unmittelbar an der Konzentration der Betroffenen bemerkbar. (Symbolbild) © William Perugini/Imago
Junge Frau sitzt depressiv auf dem Bett
Die Antriebslosigkeit geht häufig mit depressiven Verstimmungen bis hin zur Depression einher. Bei anhaltendem Desinteresse und Niedergeschlagenheit sollte unbedingt eine mögliche Schilddrüsenerkrankung von einem Facharzt – Gynäkologen oder Endokrinologen – abgeklärt werden, ehe Betroffene ursächlich auf Depression hin behandelt werden, so das „Deutsche Schilddrüsenzentrum“. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Paar sitzt auf dem Bett mit dem Rücken zueinander.
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann bei Männern Einfluss auf die Potenz und das sexuelle Lustempfinden nehmen. Die Leistungsschwäche und Abgeschlagenheit, die mit der Hypothyreose zusammenhängen, kann auch eine Impotenz auslösen. Daher gilt: Im Falle von Erektionsstörungen und sexueller Unlust bei Männern immer auch daran denken, die Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen. (Symbolbild) ©  AndreyPopov/Imago
Mann steht auf Waage, um Gewicht zu kontrollieren
Eine Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich in den meisten Fällen auch durch eine Gewichtszunahme, ohne dass Betroffene ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen. Gleichzeitig haben sie Schwierigkeiten, das Gewicht zu halten oder abzunehmen, da die Schilddrüsenhormone für die Blutzuckerregulierung und den Fettabbau fehlen. Bemerken Sie an sich eine signifikante Gewichtszunahme, wenden Sie sich an einen Arzt, um die Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen. (Symbolbild) © Ekaterina Yakunina/Imago
Frau hält Büschel Haare zwischen den Fingern.
Übermäßiger Haarausfall kann verschiedene genetische, immunologische, entzündliche aber auch hormonelle Ursachen haben. Letzteres ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion ein häufiges und typisches Symptom, da der Stoffwechsel verlangsamt ist. Dies hat auch Auswirkungen auf den Haarwuchs. Die Haare wachsen weniger schnell, sind trocken, brüchig und fallen eher aus. Besonders an den äußeren Rändern der Augenbrauen können sich kahle Stellen zeigen. Bemerken Sie bei sich auffälligen Haarausfall, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen und Ihre Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Männer mit einer unentdeckten Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden dies auch beim Rasieren feststellen können, da der Bartwuchs dann wesentlich geringer ausfällt. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago
Frau mit Schwangerschaftstest
Wenn ein Paar nicht schwanger wird, sollten auch die Schilddrüsenhormone als Grund näher untersucht werden. Die Schilddrüse mit ihren Hormonen übernimmt entscheidende Funktionen im weiblichen Zyklus und ist wichtig für das Eintreten einer Schwangerschaft. Die Hormone wirken auf den Stoffwechsel und somit auch auf die Keimdrüsen. Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann bei Frauen den Menstruationszyklus sowie die Reifung der Eizelle negativ beeinflussen. Bei Kinderwunsch sollte also immer auch die Schilddrüse kontrolliert werden, um auszuschließen, ob beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion und/oder Hashimoto vorliegt. (Symbolbild) © YakobchukOlena/Imago
Frau prüft den Puls eines Patienten
Ein unspezifisches Symptom, das Betroffene selten bemerken, geschweige denn mit der Schilddrüse in Verbindung bringen, ist ein niedriger Blutdruck und schwacher Puls. Der Grund dafür: Durch die fehlenden Schilddrüsenhormone, ist der Körper nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt, sodass dies den Puls und Herzschlag langsamer und schwächer werden lässt. (Symbolbild) © cience Photo Library/Imago
Junge Frau fasst sich an die Brust
Eine Schilddrüsenerkrankung hat auch Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System. Umgekehrt sollte bei allen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems auch immer eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion in Betracht gezogen werden, laut „Deutsches Schilddrüsenzentrum“. Aus der Praxis weiß man, dass es bei Betroffenen neben einem verlangsamten Puls auch zu Herzrhythmusstörungen und langfristig einer Herzschwäche beziehungsweise Herzinsuffizienz kommen kann. (Symbolbild) © AntonioGuillem/Imago
Rücken eines Patienten mit Pickeln
Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor und stehen daher weniger Hormone im Körper zur Verfügung, kann als Folge weniger Fett aus dem Blut in die Leber transportiert werden. Das führt dazu, dass die Cholesterinwerte und Triglyceriden im Blut ansteigen. Hohe Cholesterinwerte verursachen in der Regel keine Symptome, was in vielerlei Hinsicht für den Körper gefährlich werden kann. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt signifikant. Im Falle einer Schilddrüsenerkrankung zeigt sich das hohe Cholesterin in schweren Fällen anhand kleiner, gelber Pickel auf der Haut, sogenannte Xanthome, welche die Folge von überschüssigem Fett sind. (Symbolbild) © aoo3771/Imago

Eine gestörte Schilddrüse, auch die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), macht Knochen anfällig, wie die Ärztezeitung berichtet. Durch die Funktionsstörung der Schilddrüse erhöht sich der Knochenumsatz, indem die Aktivität der Osteoklasten in den Knochen gefördert wird. Je stärker die Schilddrüsenfehlfunktion ausgeprägt ist, desto stärker der Knochenumsatz. Knochenzellen bestehen zu etwa ein bis zwei Prozent aus Osteoklasten (griech. osteon für “Knochen”, zu Deutsch klastos für “zerbrochen”), die für den Abbau von Knochengewebe verantwortlich sind. Ihre Aktivität wird hormonell gesteuert. Osteoklasten entstehen im Knochenmark und werden bei Bedarf aktiviert und ins Knochengewebe abgegeben. Eine unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion kann daher eine Ursache für eine sekundäre Osteoporose sein.

Über 6,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose

Osteoporose führt zum Abbau von Knochenmasse, was die Knochen schwach und zerbrechlich werden lässt und das Risiko für Knochenbrüche steigt.

Weltweit erleidet rund jede dritte Frau und jeder fünfte Mann ab 50 Jahren einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch.

Osteoporose kann über die Ernährung und durch Bewegung vorgebeugt werden

Essen und trinken Sie calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch sowie Mineralwasser.

Vermeiden Sie Lebensmittel, die eine Osteoporose begünstigen können.

Bewegen Sie sich regelmäßig – tägliches Treppensteigen bewirkt bereits viel zur Vorbeugung von Osteoporose. Durch Sport werden Muskeln aufgebaut und der Knochenabbau verringert.

Regen Sie Ihre körpereigene Vitamin-D-Produktion an, indem Sie täglich bei Tageslicht an die frische Luft gehen.

Die Therapie der Schilddrüse mit Thyroxin hat nicht nur Einfluss auf die Knochen, weswegen die Dosierung regelmäßig überprüft werden sollte. Bei der Einnahme von Thyroxin ist in vielen Fällen auch deswegen Vorsicht geboten, da die Wirkung im Körper Einflüssen und Schwankungen unterlegen ist. Zu Wechselwirkungen kann es beispielsweise durch die gemeinsame Einnahme mit Blutdrucksenkern, Cholesterin-Senkern, der Pille als Schwangerschaftsverhütung oder Kaffee zum Frühstück sowie Wasser mit Mineralwasser-Sorten mit Calcium und Magnesium kommen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Monkey Business 2/Imago

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