Aktivrente ab 2026 – so viel müssen Rentner für 2000 Euro steuerfrei arbeiten
VonJulia Cuprakowa
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Mit der Aktivrente können Ruheständler die Rente aufbessern. Wie viele Stunden müssen sie dafür arbeiten? Hohe Stundenlöhne reduzieren die notwendige Arbeitszeit.
Viele Ruheständler überlegen, ihre Rente durch einen Nebenverdienst aufzubessern. Ab 2026 besteht die Möglichkeit, bis zu 2000 Euro zusätzlich steuerfrei zu verdienen. Entscheidend ist nicht die Art der Tätigkeit, sondern wie viele Arbeitsstunden dafür erforderlich sind. Wer genau wissen möchte, wie sich der steuerfreie Zusatzverdienst auf die Arbeitszeit verteilt, erhält hier einen detaillierten Überblick. So lässt sich abschätzen, wie viel Zeit investiert werden muss, um den vollen Betrag auszuschöpfen, ohne dass Steuern anfallen.
Rente aufbessern: Wie viele Stunden in welchem Beruf für 2000 Euro steuerfrei nötig sind
Laut dem Online-Portal Vorwärts hängt die Anzahl der Arbeitsstunden, die für den steuerfreien Zusatzverdienst von 2000 Euro nötig sind, direkt vom jeweiligen Stundenlohn ab. Dieser variiert je nach Beruf. Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Stunden Arbeitnehmer in verschiedenen Berufen arbeiten müssen, um den Betrag zu erreichen (Quelle: Silvertalent):
Beruf
Durchschnittlicher Stundenlohn (brutto)\t
Stunden für 2000 Euro monatlich
Zahnhygieniker
35,42 Euro
56 Stunden
Bürokraft
14,77 Euro
135 Stunden
Pflegehelfer
13,22 Euro
151 Stunden
Sicherheitsdienst
12,38 Euro
162 Stunden
Einzelhandel
10,73 Euro
186 Stunden
Um den steuerfreien Zusatzverdienst von bis zu 2000 Euro effizient zu erreichen, sollten Rentner auf Berufe mit hohem Stundenlohn setzen, da so weniger Arbeitsstunden nötig sind. Flexible Teilzeitjobs oder selbstständige Tätigkeiten eröffnen zudem zusätzliche Möglichkeiten, die Rente aufzubessern.
Mit wenig Arbeit die Rentenlücke schließen: So funktioniert der steuerfreie Zusatzverdienst
Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer geht mit 66 Jahren und zwei Monaten abschlagsfrei in Rente. Vorher betrug sein Bruttogehalt 3000 Euro (Netto 2050 Euro), die gesetzliche Rente beträgt nach Eintritt 1200 Euro. Damit entsteht eine Rentenlücke von 850 Euro. Um diese Lücke auszugleichen, reicht ein steuerfreier Zusatzverdienst von 950 Euro brutto im Monat.
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Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben rund 850 Euro netto. Das entspricht nur etwa 32 Prozent des früheren Bruttogehalts beziehungsweise 1,6 Arbeitstagen pro Woche. Mit weniger als zwei Tagen Arbeit pro Woche ist die Rentenlücke also gedeckt, solange weitergearbeitet wird, schreibt Focus-Online. Wie Rentenlücken bereits vor dem Renteneintritt erkannt und geschlossen werden können, hat echo24.de bereits berichtet.