Koalitionsausschuss

Merz-Regierung einigt sich bei Aktivrente – was sich für Rentner ab 2026 ändert

  • schließen

Ab 2026 können Rentner bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei dazuverdienen. Die neue Regelung der Merz-Regierung soll den Fachkräftemangel lindern.

Die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auf die Einführung der Aktivrente ab 2026 geeinigt – ein zentraler Beschluss des mehrstündigen Koalitionsausschusses. Damit steht fest: Wer im Rentenalter weiterarbeitet, soll künftig stärker profitieren. Die neue Regelung soll den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente flexibler gestalten und zugleich den Fachkräftemangel abfedern. Was die Aktivrente konkret bedeutet und welche Änderungen Rentnerinnen und Rentner erwarten, zeigt der Überblick.

Wenn es nach der Merz-Regierung geht, sollten Rentner mehr arbeiten. (Symbolbild)

Aktivrente ab 2026: Diese Änderungen kommen auf Rentner zu

Die Aktivrente gilt als Kernstück der neuen Rentenreform 2026 und soll ältere Beschäftigte gezielt dazu ermutigen, auch nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiterzuarbeiten. Ab Januar 2026 dürfen Rentnerinnen und Rentner, die freiwillig berufstätig bleiben, bis zu 2000 Euro zusätzlich zum regulären Steuerfreibetrag von rund 12.000 Euro im Jahr steuerfrei hinzuverdienen.

Der Verdienst aus dieser Tätigkeit wird dabei nicht auf den persönlichen Steuersatz angerechnet (kein Progressionsvorbehalt) – so bleibt die Steuerlast unverändert, und Arbeiten im Alter wird finanziell attraktiver.

Progressionsvorbehalt

Der Progressionsvorbehalt ist ein spezieller Steuersatz, der bei bestimmten Einkünften wie Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld oder Elterngeld greift. Zwar sind diese Lohnersatzleistungen steuerfrei, doch durch den Progressionsvorbehalt kann sich die Steuerlast erhöhen. Das zu versteuernde Einkommen wird dadurch mit einem höheren Steuersatz berechnet, was häufig zu Steuernachzahlungen bei der Steuererklärung führt.

(Quelle: Steuerbot)

Wie echo24.de bereits berichtete, sorgt der Progressionsvorbehalt für Kritik an der Aktivrente ab 2026.

Aktivrente ab 2026: So profitieren Rentner von steuerfreiem Zusatzverdienst

Die Aktivrente ab 2026 bringt sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich. Anders als die bisherige Flexirente bietet sie erstmals einen klaren steuerlichen Vorteil: Rentnerinnen und Rentner dürfen bis zu 2000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) steuerfrei zur gesetzlichen Altersrente hinzuverdienen.

Auch Sozialversicherungsbeiträge für Renten- und Arbeitslosenversicherung entfallen auf diesen Zusatzverdienst. Wie viele Arbeitsstunden erforderlich sind, um die vollen 2000 Euro zu erzielen, hat echo24.de in einem separaten Artikel detailliert zusammengefasst.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago

Kommentare