Alterungsprozess aufhalten

Vier Tipps, wie Sie gesund altern und länger leben können

  • schließen

Der individuelle Lebensstil hat Auswirkungen auf den Alterungsprozess. Jeder Mensch kann diesen deshalb positiv beeinflussen.

Viele Menschen wünschen sich wohl, möglichst lange zu leben und dabei gesund zu altern. Experten weisen darauf hin, dass jeder selbst etwas dafür tun kann, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Auch Wissenschaftsjournalist Bas Kast hat einige Tipps parat, wie man das Ziel eines langen und gesunden Lebens verwirklichen kann. Einige seiner Erkenntnisse verrät er in einem Interview mit t-online.

Gesund altern und länger leben: Vier Tipps vom Experten

Möchten Sie den Alterungsprozess verlangsamen, sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Die Mittelmeerkost eignet sich besonders gut dafür.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen spielt der individuelle Lebensstil eine wichtige Rolle für den Alterungsprozess. So pflegen viele Menschen mit einer hohen Lebenserwartung bestimmte Angewohnheiten, die gesundes Altern begünstigen. Ein wichtiger Aspekt ist beispielsweise die Ernährungsweise. Bewohner der sogenannten „Blue Zones“ (zu dt. blaue Zonen) verzehren viele Lebensmittel, die reich an Nährstoffen sind und gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Folgende vier Tipps sollte man außerdem beherzigen, wenn man lange und gesund leben möchte:

  • Fasten: Okinawa in Japan zählt zu den Regionen, in denen die Menschen besonders alt werden. Dort ist es üblich, nur so viel zu essen, bis der Magen zu etwa 80 Prozent gefüllt ist. Man ist also nie ganz satt, sondern verspürt immer noch einen kleinen Rest Appetit, der jedoch nicht gestillt wird. Dieses Prinzip des Fastens soll laut Kast eine lebensverlängernde Wirkung haben.
  • Risikofaktoren für chronische Entzündungen vermeiden: Da sie eine Vielzahl von Krankheiten (von Arteriosklerose bis bestimmte Krebsarten) auslösen können, seien chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse problematisch, so Kast. Daher sollte man bestimmte Risikofaktoren wie Übergewicht, Alkohol, Rauchen und mangelnde Bewegung vermeiden. Auch gesättigte Fettsäuren, die in bestimmten Lebensmitteln vorkommen, und Zucker sollte man nur in Maßen verzehren.
  • Nach der Mittelmeerkost ernähren: Die Mittelmeerkost zeichnet sich durch viel Gemüse, gesundes Olivenöl und wenig Fleisch, stattdessen häufiger Fisch, aus. Laut Studien leben Menschen, die sich hauptsächlich vegetarisch ernähren, jedoch ab und an Fisch zu sich nehmen, am längsten. Diese Ernährungsform enthält viele Vitalstoffe, die sich als besonders gesundheitsfördernd erwiesen haben, sagt der Wissenschaftsjournalist.
  • Resilienz trainieren: Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) versteht man unter Resilienz die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen, Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen. Sie fördert nicht nur die psychische Gesundheit, sondern beeinflusst auch den Alterungsprozess positiv. Um seine Resilienz zu trainieren, schwört Kast beispielsweise auf kalte Duschen. Denn eine kalte Dusche bedeute zunächst zwar Stress für den Körper. Der Experte erklärt jedoch den Lernprozess, der dahintersteckt: „Wenn ich das nächste Mal Stress erlebe, der von außen auf mich zukommt, sei es körperlicher oder psychischer Stress, habe ich gelernt: Das letzte Mal habe ich das auch gemeistert. Das begünstigt Resilienz.“

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie im kostenlosen 24vita-Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Gesunde Ernährung hilft gegen das Älterwerden: Essen Sie Lebensmittel wie Heidelbeeren, Nüsse und Oliven

Heidelbeeren und Himbeeren
Heidelbeeren sind absolutes „Beauty Food“! Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, sind reich an Vitaminen und Antioxidantien, die freie Radikale abfangen und so den Alterungsprozess in der Haut bremsen. (Symbolbild)  © Science Photo Library/Imago
Dunkle Schokolade
Kakao, besonders in roher Form als Bohne oder mit hohem Kakaoanteil, enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Flavonoide. Diese wirken entzündungshemmend und schützen vor schneller Zellalterung. Kakao ist reich an Antioxidantien, welche der Hautalterung entgegenwirken. (Symbolbild) © imageBROKER/Oleksandr Latkun/Imago
Walnüsse in Schale
Walnüsse enthalten das frischhaltende Biotin bzw. Vitamin H sowie Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren. Biotin ist entscheidend für den Aufbau und die Erhaltung der Zellen in Haut, Haaren und Nägeln. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Granatapfel
Auch der Granatapfel enthält wie Nüsse viele Antioxidantien sowie Vitamine und Mineralstoffe. Die Nährstoffe regen die Zellerneuerung an und verlangsamen den Alterungsprozess. (Symbolbild) © Vsevolod Belousov/Imago
Schale mit Haferflocken
Haferflocken sind in Sachen Ernährung ein echter „Allrounder“. Sie machen nicht nur satt, sondern sind reich an Biotin, das die Haut stärkt. (Symbolbild) © jirkaejc/Imago
Frischer Spinat
Spinat zählt ebenfalls zum Powerfood für Haut- und Körperzellen. Das Gemüse ist reich an Folsäure, das essenziell für die Zellreifungs- und Zellteilungsprozesse im Körper ist. Das enthaltene Biotin hemmt zudem den Alterungsprozess der Zellen. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Brokkoli
Der in Brokkoli enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Sulphoraphan wehrt freie Radikale ab und hemmt somit den natürlichen Alterungsprozess der Zellen in der Haut. (Symbolbild) ©  Alex9500/Imago
Kürbis
Kürbis enthält Carotinoide, die als Antioxidantien freie Radikale im Körper entgegenwirken und so die Zellen vor Schäden bewahren, so das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Carotinoide sollen auch gegen bestimmte Krebsarten sowie Herz- und Gefäßerkrankungen schützen. © Cavan Images/Imaog
Olivenöl mit Brot
Oliven und Olivenöl sind in vielerlei Hinsicht gesund, das belegen verschiedene Studien: Es senkt den Blutdruck, beugt Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vor, verringert die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und fördert die Zellerneuerung der Haut. (Symbolbild) © McPHOTO/Kerpa/Imago
Eine Tasse mit grünem Tee.
Grüner Tee wirkt nicht nur anti-kanzerogen und schützt die Herzgefäße. Die im grünen Tee erhaltenen Antioxidantien wehren freie Radikale ab, die Falten und vorzeitige Hautalterung verursachen, laut Deutsches Grünes Kreuz e. V. (Symbolbild) © zidi/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © auremar/IMAGO

Kommentare