VonJudith Braunschließen
Der individuelle Lebensstil hat Auswirkungen auf den Alterungsprozess. Jeder Mensch kann diesen deshalb positiv beeinflussen.
Viele Menschen wünschen sich wohl, möglichst lange zu leben und dabei gesund zu altern. Experten weisen darauf hin, dass jeder selbst etwas dafür tun kann, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Auch Wissenschaftsjournalist Bas Kast hat einige Tipps parat, wie man das Ziel eines langen und gesunden Lebens verwirklichen kann. Einige seiner Erkenntnisse verrät er in einem Interview mit t-online.
Gesund altern und länger leben: Vier Tipps vom Experten
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen spielt der individuelle Lebensstil eine wichtige Rolle für den Alterungsprozess. So pflegen viele Menschen mit einer hohen Lebenserwartung bestimmte Angewohnheiten, die gesundes Altern begünstigen. Ein wichtiger Aspekt ist beispielsweise die Ernährungsweise. Bewohner der sogenannten „Blue Zones“ (zu dt. blaue Zonen) verzehren viele Lebensmittel, die reich an Nährstoffen sind und gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Folgende vier Tipps sollte man außerdem beherzigen, wenn man lange und gesund leben möchte:
- Fasten: Okinawa in Japan zählt zu den Regionen, in denen die Menschen besonders alt werden. Dort ist es üblich, nur so viel zu essen, bis der Magen zu etwa 80 Prozent gefüllt ist. Man ist also nie ganz satt, sondern verspürt immer noch einen kleinen Rest Appetit, der jedoch nicht gestillt wird. Dieses Prinzip des Fastens soll laut Kast eine lebensverlängernde Wirkung haben.
- Risikofaktoren für chronische Entzündungen vermeiden: Da sie eine Vielzahl von Krankheiten (von Arteriosklerose bis bestimmte Krebsarten) auslösen können, seien chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse problematisch, so Kast. Daher sollte man bestimmte Risikofaktoren wie Übergewicht, Alkohol, Rauchen und mangelnde Bewegung vermeiden. Auch gesättigte Fettsäuren, die in bestimmten Lebensmitteln vorkommen, und Zucker sollte man nur in Maßen verzehren.
- Nach der Mittelmeerkost ernähren: Die Mittelmeerkost zeichnet sich durch viel Gemüse, gesundes Olivenöl und wenig Fleisch, stattdessen häufiger Fisch, aus. Laut Studien leben Menschen, die sich hauptsächlich vegetarisch ernähren, jedoch ab und an Fisch zu sich nehmen, am längsten. Diese Ernährungsform enthält viele Vitalstoffe, die sich als besonders gesundheitsfördernd erwiesen haben, sagt der Wissenschaftsjournalist.
- Resilienz trainieren: Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) versteht man unter Resilienz die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen, Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen. Sie fördert nicht nur die psychische Gesundheit, sondern beeinflusst auch den Alterungsprozess positiv. Um seine Resilienz zu trainieren, schwört Kast beispielsweise auf kalte Duschen. Denn eine kalte Dusche bedeute zunächst zwar Stress für den Körper. Der Experte erklärt jedoch den Lernprozess, der dahintersteckt: „Wenn ich das nächste Mal Stress erlebe, der von außen auf mich zukommt, sei es körperlicher oder psychischer Stress, habe ich gelernt: Das letzte Mal habe ich das auch gemeistert. Das begünstigt Resilienz.“
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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