Mythos oder wahr?

Negativkalorien: Gibt es Lebensmittel, die beim Verdauen mehr Kalorien verbrauchen als sie enthalten?

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Abnehmen nur durch die Wahl der richtigen Lebensmittel: funktioniert das wirklich? Was es mit „Negativkalorien“ auf sich hat.

Bestimmte Lebensmittel sollen negative Kalorien, auch Minuskalorien genannt, haben. Das bedeutet, dass der Körper durch Kauen und Verdauen mehr Kalorien verbrennt, als in den Nahrungsmitteln stecken. Doch ist das wirklich so? Oder sind Negativkalorien bloß ein Mythos?

Lebensmittel mit Negativkalorien: Gibt es das wirklich?

Sellerie soll beim Verdauen mehr Kalorien verbrennen, als das Gemüse enthält (Symbolbild).

Kohl, Sellerie, Spargel und Spinat sind Beispiele für Lebensmittel, denen nachgesagt wird, weniger Kalorien zu enthalten, als der Körper für ihre Verdauung benötigt. Mit diesen Gemüsesorten soll – so die Verfechter der „Minuskalorien-Diät“ – das Gewicht praktisch von alleine fallen. Auch Obstsorten wie Ananas, Erdbeeren und Grapefruit haben den Ruf, durch Minuskalorien beim Abnehmen zu helfen. Entstanden ist die Idee zur Minuskalorien-Diät in Amerika, doch auch in Deutschland gibt es mittlerweile Ratgeber zu dieser Abnehm-Methode. Doch was ist dran, an der Diät?

Einen wissenschaftlichen Nachweis für den Minuskalorien-Effekt gibt es nicht. Kauen und verdauen braucht Energie und tatsächlich verbrennt der Körper sogar beim Wassertrinken Kalorien, wie die Deutsche Apotheker Zeitung schreibt. Doch ob es sich damit wirklich abnehmen lässt – fraglich.

Was aber stimmt: Obst und Gemüse ist reich an Ballaststoffen, die laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) dafür sorgen, dass der Speisebrei länger in Magen und Darm bleibt, wir uns lange satt fühlen, Nährstoffe optimal aufnehmen können und unsere Darmbakterien, das sogenannte Mikrobiom, gestärkt werden. Alles Faktoren, die zu einem gesunden Gewicht beitragen können. Studien belegen, dass eine ausreichende Ballaststoffzufuhr das Risiko für bestimmte Krankheiten reduziert, darunter:

Denn Ballaststoffe halten den Darm gesund halten und senken den Cholesterinspiegel. Außerdem bilden Darmbakterien aus den Pflanzenfasern kurzkettige Fettsäuren, die die negativen Auswirkungen von Bluthochdruck auf den Körpern verringern.

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Thermischen Effekt von Lebensmitteln beachten

Ebenfalls korrekt: Wie viel Energie der Körper für die Verdauung, die Aufnahme von Nährstoffen vom Darm ins Blut, den Transport, die Umwandlung und die Speicherung braucht, ist von Lebensmittel zu Lebensmittel verschieden und wird als „thermischer Effekt“ bezeichnet. Dieser ist laut DGE bei Proteinen höher als bei Fetten und Kohlenhydraten. Eiweißreiche Lebensmittel haben also eine bessere Kalorien-Bilanz. Eiweiß steckt vor allem in magerem Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, aber auch Hülsenfrüchten und Haferflocken.

Abnehmen gelingt mit Bewegung und einer gesunden Ernährung

Wer abnehmen möchte, sollte sich nicht auf den thermischen Effekt von Lebensmitteln verlassen. Am besten gelingt die Gewichtsabnahme mit einer Kombination aus Bewegung und einer Ernährungsumstellung, empfehlen Experten des Bundesgesundheitsministeriums. Dabei gilt:

Aufgedeckt: Das sind die zehn größten Abnehm-Irrtümer

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Diät-Mythos Nummer 1: Alkoholfreies Bier macht nicht dick - das stimmt allerdings nur bedingt. Zwar enthält es weniger Alkohol als normales Bier, dennoch liefert es genug Kalorien durch die enthaltenen Kohlenhydrate. © VITTA GALLERY via www.imago-images.de
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Diät-Mythos Nummer 3: Weißes Fleisch ist gesünder als rotes - auch das stimmt nur bedingt. Schließlich versorgen die mageren Stücke von Rind & Co. (zum Beispiel Filet) mit viel Eiweiß und wertvollen Nährstoffen. © IMAGO/LMykola
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Diät-Mythos Nummer 4: Wer raucht, nimmt ab - schließlich soll das regelmäßige Paffen den Appetit zügeln. Fest steht: Rauchen beeinflusst den Stoffwechsel, doch auf Dauer gewöhnt sich der Körper daran. © IMAGO/Jakub Porzycki
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Diät-Mythos Nummer 5: Mit Ausdauertraining nimmt man ab, mit Krafttraining nicht - das stimmt so nicht. Schließlich verbrauchen Muskeln auf Dauer mehr Fett. Tipp: Wer beides kombiniert, kurbelt die Fettverbrennung richtig an. © via www.imago-images.de
Bio-Lebensmittel
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Süßstofftablette und Kaffeetasse *** Sweetener tablet and coffee cup Copyright: imageBROKER/J.xPfeiffer iblpjr05185562.j
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portrait of female hand taking donut from fridge Closeup portrait of female hand taking donut from fridge PUBLICATIONxIN
Diät-Mythos Nummer 9: Wer zu spät isst, nimmt nicht ab - wichtig ist allerdings nicht, wann man die Kalorien zu sich nimmt, sondern wie viele. Allerdings tun sich viele leichter, wenn sie die meisten Kalorien früher am Tag zu sich nehmen - und abends vor dem Zubettgehen weniger essen. Das dankt Ihnen sicherlich auch Ihre Verdauung. ©  via www.imago-images.de
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Diät-Mythos Nummer 10: Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große - so lautete lange die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch diese rät nun lieber zu drei Mahlzeiten pro Tag. Der Grund dafür: Erwachsenen (die großteils am Schreibtisch sitzen) reichen drei Mahlzeiten völlig aus. Schließlich kann der Körper so in den Stunden dazwischen in Ruhe verdauen und Fett verbrennen. © HighwayStarz via www.imago-images.de

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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