Von Natalie Hull-Deichsel
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Bei Brustschmerzen und Schluckbeschwerden denken die wenigsten an die Speiseröhre als Ursache. Und doch können diese Symptome auf eine Erkrankung hindeuten.
Sie ist bei jeder Mahlzeit, jedem Trinken und Schlucken wichtig: Die Speiseröhre oder Ösophagus genannt. Wichtig daher, da dieses etwa 25 Zentimeter lange und gerade mal zwei Zentimeter breite Organ täglich Nahrung vom Mund zum Magen transportiert. Die Speiseröhre ist ein ausgesprochen flexibler Muskelschlauch und kann sich dem Volumen der Nahrung anpassen. Sobald der Transport in der Speiseröhre oder ihre Muskelfunktion gestört ist, kann sich dies durch verschiedene Beschwerden bemerkbar machen – beispielsweise durch Sodbrennen , da der muskuläre Verschluss des Ösophagus zum Mageneingang nicht wie üblich den Rückfluss von Magensäure verhindert. Kommen weitere Symptome hinzu, kann dies möglicherweise auch auf eine Speiseröhrenerkrankung hindeuten.
Speiseröhrenerkrankung: Welche Symptome ein Hinweis sein können Brustschmerzen können neben Reflux und Sodbrennen auf Erkrankungen der Speiseröhre hindeuten.
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Liegt ein Störung der Speiseröhrenfunktion vor, können insbesondere vier Anzeichen darauf hindeuten:
Schluckstörunen (Dysphagie) Reflux, das heißt Zurückfließen von Mageninhalt in Speiseröhre und Mund bis hin zu Hochwürden von Nahrung (Regurgitation) Sodbrennen Fremdkörpergefühl im Hals, sogenannter „Kloß im Hals“ (Globus) Brustschmerzen Schmerzen im Hals oder Rachen Nichts verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24vita.de.
Auslösende Lebensmittel für Sodbrennen besser meiden – mit Hausmitteln und Medikamenten Beschwerden lindern Auch wenn es die Kaffeeliebhaber unter den Sodbrennen-Geplagten weniger wahrhaben möchten: Der morgendliche Wachmacher regt nachweislich die Produktion der Magensäure an. Dabei kommt es auf die Art und Dauer der Röstung an. Je länger der Kaffee geröstet wurde, desto weniger Magen-reizende Chlorogensäure ist enthalten. Es kann schon helfen, die Kaffeesorte zu wechseln, um Sodbrennen zu minimieren oder ganz zu vermeiden. © Nenov Images/Imago Hmmm, lecker! Ein süßes Teilchen zum Kaffee schmeckt einfach köstlich. Doch Vorsicht: Frische Hefebackwaren wie Nussschnecken und Krapfen sowie Kekse gehören bei vielen Menschen, die für Sodbrennen anfällig sind, ebenfalls zu den typischen Auslösern. Das liegt zum einen an der enthaltenen Hefe, zum anderen an dem raffinierten Zucker, raffinierten Weißmehl und den gesättigten Fettsäuren, die Sodbrennen fördern. © azur13/Imago Der Auslöser für zu viel Magensäure versteckt sich bereits im Wort selbst: Kohlensäure. Dabei enthält Sprudelwasser keine Säure, vielmehr gelöstes Kohlendioxid. In Mineralwasser und anderen Getränken enthalten, kann das gelöste Kohlendioxid Sodbrennen auslösen, da sich dadurch der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen öffnet. So kann der Mageninhalt mitsamt der Säure in die Speiseröhre aufsteigen, was die typischen Refluxbeschwerden mit sich bringt. © Westend61/Imago Auch alkoholische Getränke können bei einigen Menschen zu Sodbrennen führen. Insbesondere Sekt mit viel Kohlensäure und Weißwein mit erhöhter Säure bei einem ph-Wert von 2,8 bis 3, können den Reflux von vermehrtem Magensaft anregen. © Zoonar.com/Katerina Solovyeva/Imago Frisch gepresste Zitronen Säurehaltiges Obst wie Zitronen bestehen aus reichlich Säure, die Sodbrennen begünstigen kann. © Westend61/Imago Grapefruit Auch der Genuss frischer Grapefruit oder sauren Beeren kann bei manchen Menschen das Risiko für Sodbrennen erhöhen. © LuboIvanko/Imago Salat mit Beeren und rohen Zwiebeln Rohe Zwiebeln gelten als ein Lebensmittel, das einen Reflux von Magensäure begünstigen kann. In einer Studie, die im „American Journal of Gastroenterology“ veröffentlicht wurde, konnte festgestellt werden, dass eine einzige Zwiebelscheibe bereits zu einem signifikanten Anstieg von Wasserstoff-Ionen im Magen führt. Dies hat eine deutliche Zunahme von Sodbrennen zur Folge, wie das „Ärzteblatt“ berichtet. © Elet/Imago Bruschetta-Brot mit frischen Tomaten Auch Tomaten können die Magensaft-Produktion anregen und Sodbrennen begünstigen. Selbst nach dem Verzehr von Tomaten-Ketchup kann sich der Effekt einstellen. © ildi/Imago Rote Paprika Neben den Zwiebeln zählen auch rohe Paprika zu den Gemüsesorten, die Sodbrennen auslösen können. Um ihre Verdauung anzukurbeln, muss der Körper mehr Magensäure produzieren, wodurch es zu einem Rückfluss über die Speiseröhre bis in den Rachen kommen kann. © Vladdeep/Imago Hering-Fisch So gesund sie aufgrund ihrer Omega-3-Fettsäuren sind, fette Fischsorten wie Hering, Aal und Karpfen regen die Magensäureproduktion an und können durch übermäßigen Rückfluss zurück in die Speiseröhre und den Rachen Sodbrennen verursachen. © blickwinkel/Imago Burger Fettes und stark gewürztes Fleisch sowie fetthaltiger Käse können nach dem Verzehr – erst recht in Kombination wie bei einem Burger – die Produktion der Magensäure anregen und Sodbrennen verursachen. Wer auf Käse und gebratenes Fleisch reagiert, sollte den Konsum möglichst gering halten. © Alex9500/Imago Ein sogenannter stiller Reflux erhöht das Risiko für Erkrankungen
Ein Reflux kann sich „still“ anhand unspezifischer Symptome wie Heiserkeit und Räusperzwang äußern – dabei kommt es nicht immer zwangsläufig zu Sodbrennen. Anzeichen sollten beobachtet und bei gehäuftem Auftreten ärztlich abgeklärt werden.
Beschwerden durch die Speiseröhre können laut Pharmazeutische Zeitung ein Warnsignal für bestimmte Erkrankungen sein:
Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) Schäden an der Schleimhaut der Speiseröhre durch Medikamente Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) Tumor in der Speiseröhre, der Krebs verursacht Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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