Auf Symptome achten

Gefahr durch Nierenbeckenentzündung und Sepsis: Rückenschmerzen nach Blasenentzündung ernst nehmen

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Wird eine Harnwegsinfektion nicht ausreichend behandelt, kann es zu einer schweren Nierenerkrankung kommen. Symptome können sich erst versetzt zeigen.

Harnwegsinfektionen entstehen oft durch Bakterien, jedoch können auch Viren, Pilze und Parasiten eine Blasenentzündung verursachen. Ungefähr zehn von 100 Frauen entwickeln jährlich eine Blasenentzündung und sind damit deutlich häufiger betroffen als Männer. Die Entzündung kann sich auf die Nieren ausbreiten und im schlimmsten Fall Komplikationen hervorrufen.

Nierenbeckenentzündung: Welche Ursachen es gibt

Eine Entzündung der Nieren kann von schweren Schmerzen in der Flanke, seitlich am Rücken, begleitet sein.

In vielen Fällen entwickelt sich eine akute Nierenbeckenentzündung aus einer aufsteigenden Harnwegsinfektion. Dabei wandern die Bakterien von der Blase über einen oder beide Harnleiter aufwärts ins Nierenbecken.

Bei einer akuten Nierenbeckenentzündung ist nach Angaben der Apotheken Umschau der Darmerreger Escherichia coli-Bakterien in der Mehrheit der Fälle für eine Infektion verantwortlich. Durch eine falsche Intimpflege können die Bakterien über den Darmausgang zur Harnröhre gelangen.

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Nierenbeckenentzündung: Erkrankung verläuft häufig mit schweren Symptomen

Oft bleibt eine Nierenbeckenentzündung anfangs unbemerkt, so die Apotheken Umschau weiter. Folgende Symptome können dann von jetzt auf gleich einsetzen:

  • Schüttelfrost, ähnlich wie bei einer Grippe
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen, insbesondere seitlich in den Flanken
  • Fieber
  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen
  • Blut im Urin

Inkontinenz und Blasenschwäche: Zehn Gemüsesorten können Harndrang verstärken

Fleischtomaten
Tomaten sind reich an Vitamin A, B1, C sowie E und enthalten wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Spurenelemente. Das rote Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser, was neben Kalium einen entwässernden Effekt hat und die Blase anregt. © Bass/Imago
Gurke mit Messer schneiden
Gurken übertrumpfen die Tomate noch mit ihrem Wassergehalt von bis zu 97 Prozent. Auch durch ihre Mineralstoffe wie Kalium und Eisen können Gurken eine Inkontinenz und den damit verbundenen Harndrang verstärken. © Spectra/Imago
Grüne und weißer Spargelstangen liegen auf einem Tisch in ein Tuch gewickelt.
Spargel ist nicht nur reich an Calcium und daher gut für die Knochen. 100 Gramm Spargel enthalten in etwa 300 Gramm Kalium, was gegen Wassereinlagerungen helfen kann. Zudem besteht das kalorienarme Gemüse zu über 90 Prozent aus Wasser, sodass Menschen mit Blasenschwäche und ausgeprägtem Harndrang es nur in Maßen genießen sollten. © Imago/Shotshop
Fenchelknollen
Fenchel wirkt nicht nur entzündungshemmend, stärkt Leber und Nieren sowie hilft gegen Blähungen. Mit über 92 Prozent Wasseranteil kann das Gemüse auch den Harndrang fördern. © Auremar/Imago
Sellerie-Sticks
Blasenschwäche und Harndrang sind gerade in der Öffentlichkeit für Betroffene unangenehm. 100 Gramm frischer Stangensellerie enthalten bereits 344 Milligramm Kalium, was nach dem Verzehr einen stark harntreibenden Effekt zur Folge haben kann. © Alex9500/Imago
Glas Karottensaft
Karotten helfen nicht nur bei der Entgiftung der Leber. Sie sind mit 320 Milligramm pro 100 Gramm auch reich an Kalium, wodurch die Blase stark angeregt werden kann – Menschen mit Inkontinenz sollten daher den Genuss von Karotten oder Karottensaft mäßigen. © 5second/Imago
Wirsing
Wirsing ist reich an Kalium und Wasser, wodurch nach dem Verzehr die Blase angeregt werden kann – für Menschen mit Inkontinenz und verstärktem Harndrang wichtig zu wissen. Zudem ist das grüne Gemüse äußerst gesund, da Wirsing nahezu so viel Vitamin C wie eine Zitrone enthält. © Caption Writer/Editor/Imago
Kartoffeln
Kartoffeln zählen zu den kaliumhaltigen Lebensmitteln und können mit 410 Milligramm Kalium pro 100 Gramm Kartoffeln sehr gut Wassereinlagerungen entgegenwirken. Die Blase wird dadurch angeregt und der Harndrang gefördert. © YCbCr Positioning/Imago
Gehackte Zwiebeln auf einem Holzbrett
Zwiebeln enthalten neben ihren Inhaltsstoffen wie Vitamin A, B, C auch Kalium, was eine entwässernde Wirkung zeigen kann. Zwiebeln sind harntreibend und beugen der Einlagerung von Flüssigkeit im Körper vor. © Panthermedia/Imago
Petersilie
Wer seine Gerichte mit Petersilie würzt, sollte wissen, dass es sich hierbei um ein äußerst harntreibendes Kraut handelt. Petersilie kann stark entwässernd wirken, was für Menschen mit Inkontinenz zwar weniger erwünscht ist, jedoch bei hohem Blutdruck helfen kann. © LFL/Imago

Blasenentzündung vorbeugen, indem bestimmte Lebensmittel nicht gegessen werden

Eine Blasenentzündung kann verhindert werden, wenn Sie entzündungsfördernde Lebensmittel wie Zucker und Weizenprodukte reduzieren oder komplett vermeiden.

Besteht der Verdacht auf eine Nierenbeckenbeckenentzündung, sollten Sie umgehend zum Arzt. Die Nieren können durch den Infekt nachhaltig geschädigt werden. Wird die Nierenbeckenentzündung nicht rechtzeitig mit Antibiotikum behandelt, können sich kleine Abszesse in der Niere bilden, die zu einer chronischen Entzündung oder zu einer Verminderung der Nierenfunktion führen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Erreger von dort über das Blutgefäßsystem im ganzen Körper ausbreiten. Die Folge kann laut dem Portal Frauenärzte im Netz eine Blutvergiftung, sogenannte Sepsis, sein.

Häufige Blasenentzündungen oder Harndrang können Hinweis auf Blasenkrebs sein

Blasenkrebs zeigt sich gerade zu Beginn meist durch Anzeichen, die zunächst auf eine Blasenentzündung oder Form von Inkontinenz hindeuten können, so die Deutsche Krebshilfe:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Yaroslav Astakhov/Imago

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