Viele unwissentlich betroffen

Bluthochdruck: Unbemerkte Krankheit, die tödlich sein kann

  • schließen

Hypertonie, wie Bluthochdruck fachlich heißt, macht sich selten bemerkbar. Umso gefährlicher ist die Krankheit, die zu einem frühen Tod führen kann.

Für den menschlichen Blutdruck sind zwei Faktoren wichtig: Zum einen die Kraft, mit der das Herz das Blut in den Kreislauf pumpt, zum anderen die Elastizität und der Durchmesser der Gefäße. Beides muss stimmen, damit ein gesundes und langes Leben möglich ist. Leidet ein Mensch an Hypertonie, also Bluthochdruck, ist der Druck, mit dem das Herz das Blut durch die Gefäße pumpt, dauerhaft zu hoch. Doch oft bleiben die hohen Werte lange Zeit unerkannt und unbehandelt. Das kann zu einem frühen Tod führen. Dabei lässt sich Bluthochdruck gut mit Medikamenten und einer Lebensstilveränderung in den Griff bekommen.

Darum ist Bluthochdruck so gefährlich

Regelmäßig seinen Blutdruck zu messen, ist im Alter wichtig. (Symbolbild)

Mit Bluthochdruck ist nicht zu spaßen, denn laut der Herzstiftung ist Bluthochdruck der Risikofaktor Nummer eins für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Etwa ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland leidet an der Krankheit. Bleibt Bluthochdruck lange unerkannt, kann das zu folgenden körperlichen Schäden führen:

  • Gehirnschäden
  • Herzschäden
  • Nierenschäden
  • Augenschäden

Das langsame Organversagen kann letztlich tödlich enden. Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörung und Herzschwäche sind dann keine Seltenheit. Das Problematische an Bluthochdruck ist, dass der Körper keine eindeutigen Signale schickt, dass etwas nicht stimmt. Symptome können beispielsweise sein:

  • Herzklopfen
  • Schwindel
  • Schlafprobleme
  • Nervosität
  • Kopferschmerzen
  • verminderte Leistungsfähigkeit

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Obstkorb
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © picture alliance/dpa/Frank Leonhardt
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse.
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt.
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. © Sven Hoppe/dpa
Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung.
Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung. © Gregor Fischer/dpa

Oftmals schieben Betroffene das auf stressige Phasen in der Arbeit oder in der Familie und lassen sich nicht weiter untersuchen. Daher ist ab dem 40. Lebensjahr eine regelmäßige Blutdruckkontrolle zu empfehlen. Mehr als die Hälfte aller Menschen über 60 haben einen dauerhaft erhöhten Blutdruck. Alter und erbliche Veranlagung sind Faktoren, die die Krankheit begünstigen. Aber auch Rauchen, wenig Bewegung, schlechte Ernährung und Alkohol tragen ihren Teil dazu bei, dass der Blutdruck in die Höhe schießt.

Noch mehr spannende Gesundheitsthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

So messen Ärztinnen und Ärzte den Blutdruck

Mittlerweile lässt sich Bluthochdruck mit Medikamenten und einer Ernährungsumstellung sowie mehr Bewegung im Alltag gut in den Griff bekommen. Ob die eigenen Werte in Ordnung sind, lässt sich über ein Blutdruckmessgerät feststellen. Ärztinnen und Ärzte messen den Blutdruck in „Millimeter Quecksilbersäule“, abgekürzt mmHG.

Dabei spielen zwei Werte eine entscheidende Rolle: Zum einen der systolische Wert, zum anderen der diastolische Wert. Der systolische Wert gibt den Druck an, der in den Gefäßen ankommt, wenn das Herz sich anspannt und das Blut in den Körper pumpt. Der diastolische Wert lässt sich direkt vor der nächsten Herzmuskelanspannung messen, wenn der Muskel entspannt und mit Blut gefüllt ist. Bei gesunden Menschen liegt der Wert bei <120mmHg/<80mmHG. Menschen mit diesen Werten sollten ihren Blutdruck etwa alle fünf Jahre überprüfen lassen. Liegt der Wert bei 120-129 mmHg/80-84 mmHg, ist alle drei Jahre eine Untersuchung nötig. Alle Menschen mit schlechteren Werten sollten mindestens einmal im Jahr einen Arzt aufsuchen und sich abchecken lassen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © R. Rebmann/Imago

Kommentare