Verlust der Lebensfreude

Wenn Katzen an Depressionen erkranken: Welche Anzeichen Sie stutzig machen sollten

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Auch bei Katzen können Traurigkeit und Niedergeschlagenheit krankhaft werden. Welche Symptome für eine Depression sprechen und wie Sie Ihr Tier gesund pflegen.

Katzen sind bekannt für ihre unabhängige Natur und ihr stoisches Wesen. Doch auch wenn die meisten Vertreter ihrer Art auf den Menschen nicht so wirken: Auch Samtpfoten können an der psychischen Krankheit Depression leiden. Sie äußert sich bei Katzen aber oft subtil und kann vom Halter leicht übersehen werden.

Symptome einer Katzendepression – welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten

Wie das Kleintierzentrum Arndt in Karlsruhe-Durlach informiert, kann folgendes Verhalten der Katze auf eine Depression hinweisen:

  • Verhaltensänderungen: Rückzug (zuvor gesellige Katze verbringt plötzlich viel Zeit allein und meidet den Menschen), Apathie, Verlust von Spielfreude
  • Veränderungen im Fressverhalten: Verminderter Appetit oder Heißhungerattacken
  • Schlafstörungen: Übermäßiges Schlafen oder Schlaflosigkeit
  • Änderung in der Körperpflege: Ungepflegtes Fell, aber auch Fellverlust durch übermäßiges Putzen
  • Aggressives Verhalten oder Angstzustände
  • Ignorieren von Umgebungsreizen, wie etwa Vögeln vor dem Fenster
  • Verändertes Miauen: Anderer Tonfall, veränderte Häufigkeit

Die oben genannten Anzeichen sollten Sie zum Tierarzt führen. Nur dieser kann bestimmen, ob Ihre Katze tatsächlich an einer Depression erkrankt ist und eventuelle Gegenmaßnahmen in die Wege leiten.

Ihre Katze hat die Freude am Spielen, am Kuscheln und am Fressen verloren? Dann könnte eine Depression dahinterstecken. (Symbolbild)

Depression bei Katzen: Ursachen und Therapie

Je nach Ursache gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Steckt etwa eine Krankheit der Katze hinter ihren seelischen Problemen, ist das Ziel, diese erfolgreich zu behandeln. Auch Verletzungen, wie etwa ein gebrochenes Bein, können für die fehlende Lebensfreude ursächlich sein. Wenn die Katze sich wieder ohne Beschwerden bewegen kann, findet das Tier meist wieder in die alte, gesunde Gemütslage zurück.

Doch es gibt auch andere mögliche Ursachen für eine Katzendepression. Dazu zählen folgende Faktoren:

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Ja nach Ursache kommen folgende Behandlungsansätze infrage:

  • Umweltbedingungen anpassen: Ruhige und sichere Umgebung für die Katze schaffen, Beschäftigungsmöglichkeiten ausdenken, häufige Interaktion mit dem Tier
  • Verhaltenstherapie: Training, Desensibilisierung
  • Medikamente: Antidepressiva (nur in Rücksprache mit dem Tierarzt)

Damit das Tier diese schwierige Phase überwinden kann, sollte der Halter oder die Halterin geduldig, liebevoll und einfühlsam vorgehen und sich vom behandelnden Tierarzt beraten lassen. Auf der Website tierarzt-karlsruhe-durlach.de wird zudem empfohlen, sanftes Spiel und Interaktion zu fördern, um die depressive Katze zu stimulieren und ihr Wohlbefinden zu steigern.

Rubriklistenbild: © Imago

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