Katzen sind zwar taff, aber auch hochempfindsam. (Symbolbild)
© Imago/Silas Stein
Von Jasmin Farah
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Katzen lieben Routine und saubere Rückzugsorte. Doch viele Halter machen es aber falsch. Entdecken Sie diese und andere Geheimnisse für zufriedene Samtpfoten.
Katzen sind bekannt für ihre Eigenständigkeit und ihren starken Willen. Dennoch unterlaufen Katzenhaltern oft Fehler, die ihren tierischen Begleitern Stress verursachen. Amanda Campion, eine auf TikTok bekannte Expertin für Katzen, erläutert, wie bestimmte menschliche Verhaltensweisen die Samtpfoten belasten können. Hier sind vier häufige Fehler, die Katzenhalter machen, die jedoch bei den Samtpfoten nicht gut ankommen.
Zu laute Umgebung Katzen empfinden laute Geräusche als sehr unangenehm. Campion erklärt: „Katzen haben ein wirklich, wirklich empfindliches Gehör, sodass laute Geräusche sie sehr stressen können.“ Um das zu verhindern, sollten Halter versuchen, den Lärmpegel in der Wohnung zu minimieren und Rückzugsorte anzubieten, an denen der Stubentiger Ruhe findet.
Keine Struktur Katzen schätzen Vorhersehbarkeit und Routinen. Änderungen im Tagesablauf, sei es bei Spiel- oder Fütterungszeiten, können Katzen verunsichern. Campion beschreibt Katzen daher als „Gewohnheitstiere“, die durch eine wiederkehrende Abfolge Sicherheit finden. Wird diese Routine gestört, fühlen sich Katzen „wirklich ängstlich“ .
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Erzwungene Nähe „Katzeneinwilligung ist alles“, so Campion. Einige Katzen lassen sich gerne auf den Arm nehmen, während andere lieber selbst entscheiden, ob, wann und wie viel Nähe sie zulassen möchten . Katzenhalter sollten die Signale ihrer Katzen respektieren und Zuneigung nur dann zeigen, wenn die Samtpfote es möchte .
Katzen lieben Oliven? 15 weitere Mythen über sie im Check Mythos: Katzen landen immer auf ihren Pfoten. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Nicht immer – Katzen haben zwar einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn, doch aus großer Höhe oder bei ungünstigen Bedingungen kann das auch schiefgehen. Balkone und Fenster sollten also stets gut abgesichert sein.“ © Pond5 Images/Imago Mythos: Katzen lieben Oliven. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Aufgrund ihres feinen Geruchssinns reagieren manche Katzen tatsächlich auf Oliven ähnlich wie auf Katzenminze, da bestimmte Duftstoffe sie anlocken – das gilt aber natürlich nicht für alle Katzen.“ © Depositphotos/Imago Mythos: Schwarze Katzen bringen Unglück. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Das ist ein weit zurückreichender Aberglaube in vielen europäischen Ländern oder den USA: In manchen Kulturen wurden Katzen mit schwarzer Magie oder Hexerei in Verbindung gebracht. In einigen Ländern, wie zum Beispiel Japan oder Schottland, gelten schwarze Katzen jedoch sogar als Glücksbringer.“ © Pond5 Images/Imago Mythos: Katzen hassen Wasser. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Nicht alle Katzen hassen Wasser – einige Rassen, wie die Türkische Van, sind dafür
bekannt, das Nass sogar zu genießen.“ © YAY Images/Imago Katze sitzt während Sonnenuntergang im Gras. Mythos: Katzen sind Einzelgänger. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Katzen können mit entsprechender Beschäftigung und Ansprache alleine oft sehr gut zurechtkommen, doch viele lieben auch Gesellschaft, sei es von anderen Katzen oder ihren Menschen.“ © Panthermedia/Imago Dickliche Katze vor einem Schüsselchen mit Milch. Mythos: Milch ist gut für Katzen. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Das ist ein Mythos! Viele Katzen vertragen keine Laktose und bekommen von Milch
Bauchschmerzen oder Durchfall.“ © Shotshop/Imago Hund lernt kleine Katze kennen. Mythos: Katzen und Hunde verstehen sich nicht. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Das kommt sehr auf die individuellen Eigenheiten und Gewohnheiten an. Mit der richtigen Einführung können Hund und Katze oft dicke Freunde werden.“ © Depositphotos/Imago Eine getigerte Katze liegt auf dem Rücken und schaut kopfüber in die Kamera. Mythos: Katzen schnurren nur, wenn sie glücklich sind. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Katzen schnurren nicht nur vor Freude – sie tun es auch, um sich selbst zu beruhigen oder Schmerzen zu lindern.“ © IMAGO / Design Pics Katze sitzt neben einer Holztüre. Mythos: Katzen hassen geschlossene Türen. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Katzen mögen geschlossene Türen oft nicht, weil sie von Natur aus neugierig sind und geschlossene Räume ihre Freiheit und ihren Instinkt zur Erkundung einschränken. Als territoriale Tiere ist der Drang nach freiem Zugang zu allen Bereichen ihres ‚Reviers‘ groß.“ © Westend61/Imago Katzenpfote mit ausgefahrenen Krallen. Mythos: Katzenkrallen müssen regelmäßig gestutzt werden. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Normalerweise nicht – Katzen pflegen ihre Krallen selbst, aber bei Wohnungskatzen kann es in Ausnahmefällen und bei ungenügenden Kratzmöglichkeiten nötig sein. Geeignete Materialien wie Sisalmatten oder Kratzbäume sollten also immer vorhanden und zugänglich sein.“ © Panthermedia/Imago Katze in einem Karton. Mythos: Katzen lieben Kartons und kleine Boxen zum Schlafen und Verstecken. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Absolut! Kartons bieten als Verstecke Sicherheit und Wärme, was Katzen instinktiv mögen. Außerdem fördern Boxen mit Löchern oder Klappen den Spieltrieb.“ © Panthermedia/Imago Zu sehen sind zwei grüne Katzenaugen mit erweiterten Pupillen in ansonsten völliger Schwärze. Mythos: Katzen können im Dunkeln sehen. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Katzen sehen im Vergleich zu Menschen bei schwachem Licht besser, da im Katzenauge deutlich mehr lichtempfindliche Stäbchenzellen auf der Netzhaut sitzen und zudem durch eine reflektierende Schicht, das Tapetum lucidum, das einfallende Licht effektiver genutzt wird. Völlige Dunkelheit ist jedoch auch für Katzen undurchdringlich.“ © YAY Images/Imago Katze ignoriert Hand mit Leckerli. Mythos: Katzen ignorieren ihre Besitzer. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Katzen ignorieren uns nicht – sie haben ihren eigenen Kopf und zeigen Zuneigung oft viel subtiler als Hunde.“ © Depositphotos/Imago Katze mit Gurke. Mythos: Katzen haben Angst vor Gurken. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Das ist weniger die Angst vor Gurken als ein Erschrecken im plötzlichen
Überraschungsmoment – keine Gurkenstreiche also, das stresst die Tiere!“ © Panthermedia/Imago Katze sitzt mit Besitzerin am Laptop. Mythos: Katzen wollen ihre Besitzer im Homeoffice vom Arbeiten abhalten. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Gerade in einer Einzelhaltung brauchen Katzen viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie Nähe und Zuwendung suchen, wenn wir länger zu Hause sind.“ © Dreamstime/Imago Katze sitzt vor Zauberstab. Mythos: Katzen haben einen siebten Sinn und können Übernatürliches wahrnehmen. Einordnung Dr. Naderer von filu: „Das ist klar ein Mythos – Katzen sind einfach sehr feinfühlig für ihre Umwelt und haben einen stark ausgeprägten Instinkt.“ © Addictive Stock/Imago Unsaubere Toilette Ein hygienischer Lebensraum ist für Katzen von großer Bedeutung. Besonders die Katzentoilette muss stets ordentlich sein, da die Stubentiger sehr auf Sauberkeit achten. Campion betont: „Schmutzige Katzentoiletten stressen eine Katze wirklich.“ Katzenhalter sollten daher sicherstellen, dass ihre Samtpfoten saubere und sichere Rückzugsorte haben, damit sie sich wohlfühlen.