Sicher vorbeugen

Erkältet? „Hausapotheke mit Gegenmitteln ausstatten“, empfiehlt Apothekerin

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Die Wahrscheinlichkeit, sich in den kälteren Monaten anzustecken, ist besonders hoch. So können Sie sich optimal gegen Infektionen schützen.

Mit dem Einbruch der kühleren Herbstmonate verzeichnen zahlreiche Firmen, Schulen und Kindertagesstätten einen Anstieg von Atemwegserkrankungen und Krankheitsmeldungen. Oftmals handelt es sich bei den Betroffenen um eine Erkältung oder einen grippalen Infekt, der durch die sogenannten Rhinoviren, die typischen Erkältungsviren, hervorgerufen wird. Schwere Infektionen können durch Influenza, die „echte“ Grippe oder Corona verursacht werden, obwohl die aktuell dominierende Virusvariante KP.3. in der Regel eher milde Verläufe mit sich bringt.

In einigen Regionen Deutschlands berichten Apotheken schon von Lieferengpässen bei bestimmten Medikamenten, wie zum Beispiel Antibiotika. Schon im vergangenen Jahr war die Medikamentenversorgung in Deutschland nach Aussage vieler Apotheker bedroht, zum Nachteil der Patienten. Dr. Doris Unterreitmeier der Jahn Apotheke in Gräfelfing bei München gibt dennoch Entwarnung: „Da im Augenblick die Nachfrage noch relativ gemäßigt ist, ist die Lage noch nicht allzu angespannt. Es gibt einige Medikamente, bei denen dennoch immer wieder Lieferengpässe entstehen, das sind immer mal wieder Antibiotika, die für entsprechende bakterielle Atemwegserkrankungen nötig sind. Wenn wir in die Lage geraten, dass ein Medikament nicht lieferbar ist, versuchen wir, ein Produkt eines anderen Herstellers mit gleichem Wirkstoff zu bekommen oder wir finden gemeinsam mit dem Arzt eine alternative Medikation für den Patienten.“

Um sich gar nicht erst mit krankheitserregenden Bakterien und Viren zu infizieren, ist Prävention das A und O. Sollte man dennoch erkranken, ist es ratsam, grundlegende Hausmittel und Medikamente, die Symptome lindern, griffbereit zu haben.

Acht alltagstaugliche Tipps zur Vorbeugung von Erkältungen

Mit Fieber im Bett – doch soweit muss es nicht kommen. Dank hilfreicher Alltagstipps kann das Immunsystem gestärkt und grippalen Infekten besser vorgebeugt werden.

Erkältungen sind in der kalten Jahreszeit weit verbreitet. Doch mit einigen einfachen Präventionsmaßnahmen lässt sich das Ansteckungsrisiko deutlich senken. Eine der effektivsten Methoden und der wichtigste Tipp ist das regelmäßige Händewaschen mit Seife und warmem Wasser. Dies sollte vor allem nach dem Berühren öffentlicher Oberflächen, nach dem Toilettengang und vor dem Essen erfolgen. Ein mindestens 20 Sekunden dauerndes Waschen wird empfohlen. Darüber hinaus gibt die MEDICON Apotheke folgende Tipps zur Stärkung des Immunsystems:

  • Eine gesunde Ernährung ist der Schlüssel zur Stärkung des Immunsystems. Besonders nützlich sind Lebensmittel, die Vitamin C und Zink enthalten, wie zum Beispiel Orangen, Kiwis, Paprika und Nüsse.
  • Schlaf spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für ein robustes Immunsystem. Ein konsequenter Schlafrhythmus kann die Abwehrkräfte verbessern und die Wahrscheinlichkeit einer Erkältung reduzieren.
  • Es ist ratsam, den Körper, insbesondere die Füße, warmzuhalten, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Ein ausgekühlter Körper hat weniger Widerstandskraft gegen Krankheitserreger und ist daher anfälliger für Infekte.
  • Regelmäßige körperliche Aktivität, wie Spaziergänge, Joggen oder Radfahren, fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem.
  • Stressabbau ist ebenfalls wichtig, da anhaltender Stress das Immunsystem schwächen kann. Techniken wie Yoga, Meditation und Atemübungen können hierbei hilfreich sein.
  • Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Schleimhäute und verringert das Risiko einer Infektion – am besten Wasser, weniger Kaffee oder Alkohol.
  • Frische Luft ist ebenfalls wichtig für die Stärkung des Immunsystems. Ein täglicher Aufenthalt im Freien von mindestens zehn Minuten, idealerweise verbunden mit einem Spaziergang, kann die Abwehrkräfte stärken. Wer sich in Innenräumen aufhält, zum Beispiel im Büro, sollte regelmäßig lüften, um die Luftqualität zu verbessern und die Konzentration potenzieller Viren zu reduzieren.

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Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago

Was sollte in Ihrer Hausapotheke für den Ernstfall bereitliegen?

In der Erkältungszeit ist eine gut bestückte Hausapotheke unverzichtbar. „Gerade mit Beginn des Wetterumschwungs sind viele Menschen besonders anfällig für Erkältungen. Die kühlere Luft kann vor allem Beschwerden in den Atemwegen auslösen. Deshalb ist der Start in die Erkältungssaison der richtige Zeitpunkt, seine Hausapotheke mit entsprechenden Gegenmitteln auszustatten.“ rät die Apothekerin Heidi Günther von der Barmer Krankenkasse.

Zu den Basismedikamenten zählen:

  • Fieberthermometer
  • Medikamente, die sowohl Fieber senken, als auch Schmerzen lindern – ein Beispiel hierfür ist der Wirkstoff Ibuprofen, der zusätzlich entzündungshemmend wirkt
  • Hustenmittel, die Inhaltsstoffe wie Efeu, Fenchel, Thymian oder Eukalyptus enthalten
  • Halstabletten oder Rachensprays, die beispielsweise Sonnenhut (Echinacea pallida) und Ringelblume (Calendula officinalis) enthalten, um Halsschmerzen und Schluckbeschwerden zu lindern
  • Abschwellende Nasensprays, wobei jedes Familienmitglied sein eigenes Nasenspray verwenden sollte, um eine Übertragung von krankmachenden Erregern zu verhindern

Es ist wichtig, das Verfallsdatum der Erkältungsmittel zu kontrollieren. Abgelaufene oder bereits länger geöffnete Präparate sollten nicht mehr angewendet werden, da sie ihre Wirksamkeit verlieren oder sogar gesundheitsschädlich sein können.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Marina Beilina/Imago

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